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Als das Wünschen noch geholfen hat – oder: Optativische Theologie

31. März 2021 in Kommentar, 39 Lesermeinungen
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„Kann die Bibel, Grundlage unseres Glaubens, nichts als Ablehnung hergeben, wenn wir die Not und das Bemühen homosexueller, bisexueller, polyamorer Menschen betrachten und ihnen pastoral entgegenkommen möchten?“ Gastbeitrag von Bernhard Meuser


Augsburg (kath.net) Wenn es um das Thema Homosexualität geht, scheinen nicht wenige Exegeten einen besonderen Umgang mit der Heiligen Schrift zu pflegen. Sie betreiben Theologie im Wunschmodus. Erwünscht ist, dass die Vielfalt sexueller Selbstverwirklichungen, wie wir sie heute kennen, kompatibilisiert wird mit der Heiligen Schrift. Das Elend ist nur, dass das erwünschte Ergebnis nicht unbedingt mit dem biblischen Stoff korrespondiert. Würde man den Prämissen einer bestimmten Weltanschauung folgen, müsste man in der Heiligen Schrift vielleicht sogar das übelste Stück homophober Literatur sehen, das aus der Antike überliefert ist. Während grosso modo die ganze sie umgebende heidnische Welt homosexuelle Praktiken kannte und sie tolerierte, setzte sich die jüdisch-christliche Tradition von Anfang an und durchgängig durch entschiedene Ablehnung davon ab. In der Bibel taucht kein einziges gleichgeschlechtliches Paar auf. Während es eine hochdifferenzierte Entfaltung der bräutlichen Liebe zwischen Mann und Frau gibt – diese Liebe sogar zum Paradigma des Verhältnisses Gottes zur Welt erhoben wird –, findet sich zu gleichgeschlechtlichen Phänomenen nichts als Zurückweisung. Und das setzt sich fort in der frühchristlichen Tradition, wo die Katechumenen vor die Alternative gestellt werden, „entweder enthaltsam in diesem Stand zu leben oder ´eine Frau nach dem Gesetz zu nehmen´“. (Markschies, Das antike Christentum)


Aber: Kann das denn sein? Kann die Grundlage unseres Glaubens nichts als Ablehnung hergeben, wenn wir die Not und das Bemühen homosexueller, bisexueller, polyamorer Menschen betrachten und ihnen pastoral entgegenkommen möchten? Man kann also den Erwartungsdruck verstehen, der auf der Exegese lastet. Nachdem verschiedene ihrer Exponenten den untauglichen Versuch unternahmen, die einschlägigen biblischen Stellen diametral gegen ihren Wortsinn zu interpretieren, tritt dieser Typus momentan zurück, um einem anderen Platz zu machen. Es ist ja auch schwer vorstellbar, dass eine in lesbischer Beziehung lebende Pastorin Röm 1,26 liest ohne zu erröten oder in einen zweistündigen homiletischen Drahtseilakt zu geraten. Der neue Typus (so zuletzt vertreten von Ulrich Berges) meint, die Schrift habe zur heutigen Gestalt sexueller Selbstverwirklichungen nichts zu sagen, weil hier eine neue Qualität gegeben sei, die seinerzeit einfach nicht bekannt war: „Ein freier Entschluss zwischen gleichberechtigten Männern oder Frauen für eine bleibende, gültige, rechtlich geschlossene Partnerschaft ist dort völlig unbekannt.“ Das sei, so Berges, „historisch bewiesen“, da gebe es „überhaupt keinen Zweifel.“ Das allerdings ist mitnichten so. Nicht nur Ulrich Wilckens, auch N.T. Wright oder Anthony Giambrone OP widersprechen hier entschieden und belegen mit vergleichender Literatur den Kontrastwillen des Christlichen in einer griechischen und römischen Gesellschaft, „in der jede Art von Sexualpraktik, die in der Menschheit jemals bekannt war, ... weit verbreitet war“. (N.T. Wright)

Es steht also auf schwachen Füßen, wenn Ulrich Berges behauptet: „Deshalb kann die Bibel das nicht verbieten, weil sie das gar nicht kennt.“ Die Heilige Schrift kannte auch keinen Straßenverkehr, trotzdem ist der Straßenverkehr heute keine ethikfreie Zone. Man kann durchaus der Meinung sein, dass treue homosexuelle Verbindungen anders zu beurteilen sind als promiskuitive Lebensstile, aber so zu tun, als habe die Schrift uns zum Thema überhaupt nichts zu sagen, das sei alles eine solche nie dagewesene Weltneuheit, davon könne doch kein tempelfrommer biblischer Verfasser etwas geahnt haben – erscheint mir theologisch illegitim. Natürlich muss man zeit- und kulturbedingte Momente in Rechnung stellen, aber die Arbeit der Unterscheidung zwischen Menschenwort und Gotteswort, zwischen menschlichen Eintragungen und göttlicher Offenbarung, wird gerade nicht geleistet, wenn man sich mit einem Trick aus der Haftung nimmt.

Man wird schon sehr nachdenklich, wenn Ulrich Berges sagt: „Wir müssen wirklich aufpassen, dass wir diese Texte nicht dazu missbrauchen, Traditionen zu zementieren, die in einer freiheitlichen, aufgeklärten Gesellschaft nicht mehr zu vertreten sind.“ Nicht mehr vertretbar! Ach! Dahin geht also die Reise. Man sollte solche Sätze zweimal lesen. Sie verraten nämlich, welche Hermeneutik hier zur Anwendung kommt. Erst gibt es die Erkenntnishöhe der „freiheitlichen, aufgeklärten Gesellschaft“ – das ist gesetzt, das ist Dogma – und dann scannen wir die Bibel, ob sie zufällig dazu passt. Merkt der Verfasser nicht, dass er seine Wissenschaft instrumentalisieren lässt? Dass sie nicht mehr „Zweck, sondern Mittel“ (John Henry Newman) wird? Merkt er nicht, dass Exegese – indem sie sich zum Erfüllungsgehilfen außerbiblischer Narrative macht – absinkt in ihrem Wissenschaftscharakter? Berges beklagt den Missbrauch biblischer Texte, während er zuvor von Dritten bestimmen lässt, was sie sagen dürfen und was nicht. Da kann man nur Kierkegaard selig anrufen, dass wir noch einmal zurückfinden in die einzig stimmige Relation: „Die Bibel ist nicht dazu da, dass wir sie kritisieren, sondern dass sie uns kritisiert.“


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Lesermeinungen

lesa 4. April 2021: Der gesunde Glaubenssinn der Getauften ist goldes wert

[email protected] 2: Bitte entschuldigen Sie die Verwechslung! Und danke für Ihre Kommentare - immer "frisch vom Fass", das heißt: geradewegs aus dem gesunden Glaubenssinn der Getauften heraus!
Frohe, gesegnete Ostern für Sie und alle!

lesa 3. April 2021:

@scientia humana: @zeitzeuge steigt aus, wenn weitere Worte sinnlos sind, nicht wenne "heiß" wird.

scientia humana 2. April 2021: Lieber @Zeitzeuge

Sie steigen aus, wenn's heiß wird -- schade

NB "arsenokoites" (darum geht es im von Ihnen verlinkten Artikel) ist ein hapax legomenon (kommt nur 2x bei Paulus vor) und ist auch sonst nicht bezeugt. Die Übersetzung ist also recht unklar. In alten und neuen dt. Bibeln (über die Konfessionen hinweg) wird es mit "Knabeschändern" übersetzt.

Haben Sie ein besinnliches Osterfest!

Zeitzeuge 2. April 2021: Berichtigung: Gemeint ist natürlich 1 Tim 1, 5-11 als Warnung für uns alle!

Zeitzeuge 2. April 2021: Für mich abschliessend zu dem Artikel

im Link die Stellungnahme eines Exegeten.

Wir alle sind verpflichtet, auch die Warnung

in 1 Tim. 5-11

zu beachten!!

Ich werde diese Diskussion hier nicht weiter

verfolgen!

Laudetur Jesus Christus!

www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/Paulus-und-die-Homosexualitaet;art312,192947

SalvatoreMio 2. April 2021:

Danke,[email protected]: ich war einige Male am Grübeln, wo ich wohl einen Propheten erwähnt hätte, doch zu mehr als zum "Grübeln" kam es nicht. Ihnen sowie @lesa und allen hier: gnadenreiche Tage am Herzen unseres Erlösers! Die gestrige Feier des letzten Abendmahles hat meine verwundete Seele mit Balsam versehen.

stephanus2 1. April 2021: [email protected],

ich darf Sie freundlich darauf aufmerksam machen , dass Ihr Dank für die Rückmeldung zu Ihrem alttestamentarischen Bibelzitat (Prophet) an mich, und nicht an @Salvatore Mio, gerichtet sein dürfte , da ich direkt deswegen an Sie geschrieben und mich darauf bezogen hatte.

scientia humana 1. April 2021: Humanwissenschaft wäre scientia hominis o.ä.

Liebe MariaMutterDerKirche,

Mit Scientia humana = menschliche Wissenschaft meine ich die Wissenschaft, von der das Vat I sagt, Menschen könnten so Gott zweifellos erkennen -- in Abgrenzung zur scientia divina, die mich völlig übersteigt.

Danke für Ihren Beitrag, liebe(r) si enim fallor, sum: HS ist also eine Folge/Strafe/Lohn des Unglaubens. Ob die Strafe selbst Sünde ist, erscheint mir nicht unzweifelhaft (s.o.) aus dem Römerbrief nicht hervorzugehen. Wo sehen Sie, dass in dem Zusammenhang HS als "böse Tat" bezeichnet wird?

MariaMutterDerKirche 1. April 2021: @scientia humana = Humanwissenschaften :-)

ich heiße auch MariaMutterDerKirche, weil .... :-)

nach der Vision des heiligen Don Bosco zwischen der Heiligen Eucharistie und der Muttergottes das schlingernde und vom Untergang der bedrohte Schiff Kirche Rettung finden wird.

scientia humana = Humanwissenschaften => aha....

lesa 1. April 2021: Keine Kultur entgeht dem Gericht Gottes

[email protected]: Danke für Ihre Rückmeldung!
Die Worte der alttetamentlichen Propheten sind in dem Geist geschrieben, der uns Orientierung und Licht schenken will, der uns die Augen öffnen will für die Folgen unseres Tuns. Die Gebote sind durch das Christusereignis, das im Fall der UMKEHR Vergebung schenkt, nicht aufgehoben, ebenso wenig wie die Folgen unseres Tuns uns nicht espart bleiben. "Eine Kultur, welche sich konsequent weigert Gott als ihr höchstes Ziel anzunehmen, muss ihn zuletzt als ihr Gericht und ihr Ende annehmen."(G.v. Le Fort)

hape 1. April 2021: Homosexualität in der Hl. Schrift

Ludger Schwienhorst-Schönberger, Professor für Alttestamentliche Bibelwissenschaft an der Universität Wien, attestiert dem vatikanischen Responsum zur Frage der Segnung gleichgeschlechtlicher Beziehungen „auf einer soliden biblischen Grundlage“ zu stehen.

Auch die Päpstliche Bibelkommission, zu der immerhin rund 30 Bibelwissenschaftler aus allen Kontinenten gehören, kommt in ihrer jüngsten, umfangreichen Schrift zur biblischen Anthropologie hinsichtlich der biblischen Beurteilung homosexueller Handlungen zu dem gleichen Ergebnis.

(DT; Segnung homosexueller Paare: Keine Analogie zur Ehe; 23.03.2021)

www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/segnung-homosexueller-paare-keine-analogie-zur-ehe;art4874,216916

si enim fallor, sum 1. April 2021: @ scientia humana

Die Ungerechtigkeit und Gottlosigkeit der Menschen. indem sie Gott erkannt ihn aber nicht als Gott geehrt und ihm nicht gedankt haben. führte dazu, dass Gott sie durch die Begierden ihres Herzes der Unreinheit auslieferte.
..
D. h., die Unzucht, das Tun von was sich nicht gehört, als Folge der Tatsache, dass sie die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauschten.
..
Also, die böse Taten als Folge des falschen Glaubens (wahrscheinlich ebenfalls auch die gute Taten als Folge des richtigen Glaubens).
Es besteht keinen Zweifel, dass für St Paulus die beschriebenen böse sind, dass es sich um Unzucht handelt.
..
Es geht, meiner Meinung nach, um die ursächliche und primäre Bedeutung des Glaubens oder des fehlenden/falschen Glauben, aus dem Taten folgen. Oder anders gesagt um die bösen Taten als Symptom des falschen Glaubens oder der Unglaube.

Goldfisch 31. März 2021: BITTE um GEBETE

Aufgrund der jetzigen brisanten Gesundheitssituation durch die mutierten gefährlichen CORONA Virusstämme rufe ich statt Impfungen und Masken in erster Linie zu einer GEBETSKETTE und einen HILFERUF zum HIMMEL auf, mit der BITTE UM ein ENDE der PANDEMIE zu beten! CHRISTUS wartet auf einen "Demutsakt" und HILFERUF von Uns, um uns zu helfen! Diese ungläubige Welt da draußen glaubt NICHT mehr an GOTT und betet auch nicht mehr! Aber dafür müssen WIR es tun !Ich danke ALLEN und jedem von Euch für euren Gebetsbeitrag

stephanus2 31. März 2021: Liebe @lesa,

..wieder einmal danke ich Ihnen für ein Bibelzitat.
Heute aus Jesaja:.."Zerbruch ist auf ihren Straßen.." Wie genau alles vor tausenden Jahren vorhergesagt worden ist, ist einfach unfassbar. Die erhabene Sprache noch dazu bei den alten Propheten. Und klar, ungeschminkt, direkt, wird alles klar benannt. Es wird eben nicht rumgeschwurbelt und relativiert, wie es der Zeitgeist der Kirche aufzwingen will.Es wird nicht gelogen, geschönt wie heute fast überall. Wahrheit und Kraft liegen in diesen Worten.

hape 31. März 2021: Wahrheit und Nächstenliebe 2/2

Und so besuchte der Kardinalerzbischof von New York regelmäßig eines der von der Erzdiözese unterhaltenen Hospize, um dort sterbenden AIDS-Patienten Trost und Rat zu bringen und ihre Bettpfannen zu wechseln.

Genau das ist die Haltung der katholischen Kirche in diesen und anderen Fragen der Sexualmoral. Die Kirche lehrt die Wahrheit, von der sie glaubt, dass sie ihr anvertraut worden ist, und steht solidarisch jenen zur Seite, die fallen und sich bemühen, wieder aufzustehen - wie Christus auf dem Kreuzweg. Beides gehört zusammen.

Aus: George Weigel, Die Wahrheit. Lehre und Streitfragen der Kirche von heute, Augsburg: Sankt Ulrich Verlag 2010, S. 113 f, aus dem sechsten Kapitel: Wie sollten wir lieben? Sexualität als Geschenk Gottes.

hape 31. März 2021: Wahrheit und Nächstenliebe 1/2

Der verstorbene New Yorker Kardinal John J. O’Connor war eine häufige Zielscheibe schwuler Feindseligkeiten; ein Katalog von Gemälden zum Thema AIDS beschrieb O’Connor als ‘fetten Kannibalen’ und ‘widerlichen Schwarzrock’ und nannte die St. Patrick’s Cathedral ‘das Haus der wandelnden Hakenkreuze an der Fifth Avenue’. Der Kardinal seinerseits weigerte sich, die katholische Lehre über den sittlichen Stellenwert homosexueller Handlungen zu verleugnen. Zur gleichen Zeit aber erfüllte er die in derselben katholischen Lehre enthaltenen Gebote der Nächstenliebe und Solidarität.

scientia humana 31. März 2021: Darum = aus der Ursache folgt eine Wirkung

Lieber Wedlerg

Das zweifache Schlüsselwort "Darum" zeigt an, dass es sich um Ursache (Sünde) und Wirkung (HS) handelt.
Warum lieferte Gott sie der HS aus? Wegen der Sünde des Unglaubens.

HS ist der Lohn für die Verirrung (Unglaube).

Das sagt Paulus, nicht ich

Unterstellen Sie Paulus "übelste Semantik reinsten Wassers"?

Zeitzeuge 31. März 2021: Eph 5,5 - 7 ist eine Verkündigung des Willens GOTTES durch den dafür

inspirierten heiligen Apostel Paulus:

5,5

Kein unzüchtiger, schamloser oder habgieriger Mensch
- das heißt kein Götzendiener - erhält ein Erbteil
im Reiche Christi und GOTTES.

5,6

Niemand täusche euch mit leeren Worten:
All das zieht auf die Ungehorsamen den Zorn
GOTTES herab.

5,7

Habt darum nichts mit ihnen gemein!

Diese Warnung geht uns alle an, ein jeder mag sich
"im stillen Kämmerlein" selbst prüfen, was aus
den zitierten Schriftstellen auf ihn persönlich
zutrifft!

lesa 31. März 2021: Das manipulierte Wort Gottes ist überflüssig - es ist Menschenwort und eine Lüge

@stock: Danke für das Zitat "Kirche ohne Glaube ist überflüssig".
Das beginnt damit, dass die Bibel sich komplett erübrigt, wenn sie im oben beschriebenen Sinn mainpuliert wird. Ebenso überflüssig wird dann ein Gott, dessen Wort nur noch die oben beschriebene Relevanz hat.
Wir glauben hingegen, dass es sich um das Wort Gottes, um das Geschenk der Weisung zu einem erfüllten Leben handelt, das der Bewahrung und der Auslegung durch das Lehramt anvertraut ist. Wir können die biblische Lebensweisung nicht auf der Seite lassen, ohne uns schwerste Strafen zuzuziehen. Nicht Gott straft, aber Vergehen auf diesem Gebiet haben eben einschneidende, schmerzhafte und katastrophale Folgen. Was Sodom und Gomorrha geschehen ist, ist ein Beispiel dafür.

lesa 31. März 2021: Schlangeneier brüten sie aus - Verwüstung und Zerbruch ist auf ihren Straßen

DAnke, Herr Meuser!
Sind wir denn nun eine Vertretungsgemeinschaft oder eine Glaubensgemeinschaft? Glaube vertraut dem Wort der Offenbarung und weiß sich diesem verpflichtet.

Nichts belegt so sehr, wie dringlich und liebevoll die strengen Worte der Bibel zu diesem Thema sind, wie die Realität!
Für derartige wichtigtuerische, übler Floskelreiterei ist m.E. das Jesajawort zutreffend: "Schlangeneier brüten sie aus, und Gewebe von Spinnen weben sie! Wer von ihren Eiern isst, muss sterben, und zerdrückt man eins, fährt eine Giftschlange heraus...Ihre Werke sind Werke des Unrechts, und Gewalttat ist in ihren Händen Verwüstung und Zerbruch ist auf ihren Straßen. Ihre Pfade machen sie krumm: jeder, der sie betritt, kennt keinen Frieden. Die Wahrheit ist gestürzt, die Geradheit findet keinen Eingang." (vgl Jes 59 ff)

si enim fallor, sum 31. März 2021: Warum diese Vorliebe einiger deutscher Theologen für atheistische Philosophen?

Ich verstehe nicht warum einige deutsche Theologen sich von postmodernen Atheisten inspirieren lassen bei ihrer Aussagen über Sexualmoral und nicht von Johannes Paul II inspirieren lassen, der einen sehr guten Philosoph und Anthropologe war („Liebe und VerantwortungEine ethische Studie“, „Person und Tat „ bezeugen davon). Anerkannt in der ganzen Welt als einer der Hauptautoren des Personalismus.
Ich füge in diesem Zusammenhang einen Link (in englischer Sprache) zu einem Artikel in der Stanford Encyclopedia of Philosophy über den Personalismus (im Kapitel European Personalism wird neben Maritain, Ricoeur, Husserl, Edith Stein,
Dietrich von Hildebrand über die Bedeutung von Karol Wojtyla gesprochen).

plato.stanford.edu/entries/personalism/

scientia humana 31. März 2021: Lieber Zeitzeuge

Wer sind denn die "Apolgeten der Homohäresie ... im Forum", für die Sie schärfste Strafen geltend machen, aber Gott-sei-Dank nicht "für uns"?

Ich frage mich, ob wir in der Communio sind?

wedlerg 31. März 2021: @scientia humana : üble Semantik reinsten Wassers nutz Ihnen auch nichts

HS in RÖM 1,24ff ist eine Todsünde, auf die die Strafe auf dem Fuß folgt:

 "Darum lieferte Gott sie durch die Begierden ihres Herzens der Unreinheit aus, sodass sie ihren Leib durch ihr eigenes Tun entehrten. 25 Sie vertauschten die Wahrheit Gottes mit der Lüge, sie beteten das Geschöpf an und verehrten es anstelle des Schöpfers - gepriesen ist er in Ewigkeit. Amen. 26 Darum lieferte Gott sie entehrenden Leidenschaften aus: Ihre Frauen vertauschten den natürlichen Verkehr mit dem widernatürlichen; 27 ebenso gaben auch die Männer den natürlichen Verkehr mit der Frau auf und entbrannten in Begierde zueinander; Männer treiben mit Männern Unzucht und erhalten den ihnen gebührenden Lohn für ihre Verirrung. 28 Und da sie es nicht für wert erachteten, sich gemäß ihrer Erkenntnis an Gott zu halten, lieferte Gott sie einem haltlosen Denken aus, sodass sie tun, was sich nicht gehört: 29 Sie sind voll Ungerechtigkeit, Schlechtigkeit, Habgier und Bosheit..."

Ihre Argumente passen ins Bild...

Zeitzeuge 31. März 2021: Lieber hape,

im Link ein Mitglied des Betroffenenbeirats des

Erzbistums Köln, das hört sich schon ganz anders

an!

Darin wird vom Missbrauch des Missbrauchs

gesprochen!


Gewisse Reaktion hier bzgl. des eigentlichen

Artikelthemas, natürlich auch anonyme "Disliker",

zeigens uns, daß die Apolgeten der Homohäresie

anscheinend sogar bei uns im Forum tätig sind!

www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/betroffenenbeirat-kardinal-woelki-hat-wort-gehalten;art4874,216955

chorbisch 31. März 2021: @ hape

Ich weiß nicht, ob man die Kritik des Betroffenenbeirats einfach so abtun kann und sollte.

Immerhin sind das die Menschen, denen schweres Leid zugefügt worden ist und die seit Jahren auf angemessene Genugtuung warten. Um die sollte es in erster Linie gehen, nicht um das Schicksal von Bischöfen und Kardinälen - wobei die Kritik an Kardinal Woelki in der Tat teilweise überzogen ist.

Und was stört Sie daran, daß es ein "Laiengremium" ist? Priester sind auch nur Menschen und im Umgang mit den Mißbräuchen hat sich der Klerus in der Vergangeheit auch nicht gerade mit Ruhm bedeckt.

Mich stört auch, daß hier so schnell Menschen in Schubladen gesteckt werden und aller möglicher "-ismen" beschuldigt werden.

hape 31. März 2021: @discipulus

Danke für die Korrektur in der Sache, die ich gerne annehme. Im Grunde weiß ich das auch selbst.

Habe heute morgen wohl zu viel von Björn Odendahl auf häretisch.de gelesen. Dort ist auch die große Aufrechterhaltung der Anklage gegen Wölki zu finden, der doch soeben erst einen Freispruch erster Güte erfahren hat.

Von wem wird die Anklage aufrecht erhalten? Vom Betroffenenbeirat der DBK. Von einem von Humanwissenschaften erfüllten, für alles offenen und dialogbereiten Laiengremium also. - Seht, wie sie sich lieben!

Zeitzeuge 31. März 2021: Liebe SalvatoreMio,

die Entschuldigung war wirklich nicht nötig, das
kann "im Eifer des Gefechts" schnell einmal passieren.

Für die eigentliche Apologeten der "Homohäresie",
die anscheinend auch hier tätig sind, gilt
Eph 5,5 und für uns Gläubige Eph 5,5-6!

Gerne wünsche ich einen gesegneten Tag!

Ihr

Zeitzeuge

hape 31. März 2021: Liebe @SalvatoreMio

Merke: A) der konservative Katholik ist ein Zwangsneurotiker, also krank. B) Entwicklung in der Lehre gibt es erst heute wieder. Was zwischen der Niederlegung der Hl. Schrift und heute liegt, ist zwanghaftes konservieren, also ebenfalls krank. C) Tradition widerspricht den Spielregeln. Konservative dürfen deshalb nicht mitspielen.

hape 31. März 2021: Liebe @Salvatore

SalvatoreMio 31. März 2021: Was nicht passt, wird passend gemacht!

Vielen Dank, Herr Meuser! Was Sie hier schildern, erinnert mich an den Beitrag des Theologieprofessors Kai Sander, Paderborn, den ich gestern las: "Einheit braucht Mut zur Vielfalt-Kirche+Leben.". Darin erscheint auch der Begriff " Gott malt bunt". Und wie bringt der Dogmatiker Sander das in Zusammenhang mit der Hl. Schrift? Das geht so: "Dass schon anfangs vier Evangelien und Paulus dieselbe Jesus-Geschichte unterschiedlich akzentuieren, zeigt, wie bunt Gott in den Herzen der Menschen malt. Aus diesem Ursprung heraus je neu mit der Zeit zu gehen, ist unsere wahre Tradition – und nicht das zwanghafte Konservieren einer (relativ späten) Entwicklungsphase".---
Dies also scheint moderne Exegese und Theologie auszumachen!

SalvatoreMio 31. März 2021: Oh, nein!

@Zeitzeuge! Ich glaube, ich habe Ihnen einen roten Daumen verpasst. Das ist wohl passiert wegen so mancher Ärgernisse, die einem momentan durch den Kopf schießen. VERZEIHUNG!

galil?a! 31. März 2021: scientia humana, Die Zweiheit wird in der Bibel verurteilt: Teil 1

Einheit als Wille des Herrn verkündet!
Ephes 2.17
Er hob das Gesetz mit seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in sich zu einem neuen Menschen zu machen. Er stiftete Frieden und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott in einem einzigen Leib

Der Herr Jesus Christus, als er unsere Unreinigkeiten und unsere Sünden wegnahm hat hier nach dem Apostel aus beiden Eins gemacht. In der Ehe werden Mann und Frau zu einem Fleisch durch innige Liebe. Die Kirche ist ein Fleisch mit dem Herrn. Dieser Gedanken der Einheit zieht sich durch die ganze Bibel man denke nur an die Hl. Dreifaltigkeit.
Demnach werden wir nicht zusammengepaart, sondern vereint. ZB die Einheit im Glauben.

Zweiheit aber ist die Gefährtin der Spaltung. Sie sind entzweit im Streit. So ist auch die Homosexualität im Streit mit den Geschlechtern.

discipulus 31. März 2021: @hape

Bitte erlauben Sie mir eine kleine pedantische Korrektur aus kirchenrechtlicher Perspektive: ein Schisma besteht aus seiner Natur als offener Bruch mit der kirchlichen Hierarchie heraus nur dann, wenn es auch festgestellt ist.

Was auch ohne Feststellung existiert, sind gravierende theologische Irrtümer, die im Umlauf sind und die u.U. auch den Charakter von Häresien haben, sowie unzählige Akte des Ungehorsams gegenüber der kirchlichen Hierarchie, die ein Schisma vorbereiten könnten.

Stock 31. März 2021: Punktgenau analysiert

Herr Meuser benennt das Motiv für die Zielrichtung der "fundamentaltheologischen Glaubensdemolierung" exakt: Jene elastische Intelligenz, welche die zu allen Zeiten unangenehme Härte der Botschaft der zeitgeistigen "Lebenswirklichkeit" anzupassen versucht, und koste es die Infragestellung der Glaubenssubstanz. Mit ‚wissenschaftlichen Mitteln‘, die dieses Begriffs spotten.
Passend zu den Ausführungen des Autors ist für mich der heutige Aufsatz in „Die Tagespost“: „Benedikt XVI.: Kirche ohne Glauben „ganz überflüssig“.
https://www.die-tagespost.de/kirche-aktuell/aktuell/benedikt-xvi-kirche-ohne-glauben-ganz-ueberfluessig;art4874,217127

Rolando 31. März 2021: Alles Folgen von....

.... eigenmächtiger Schriftauslegung, was laut der Hl. Schrift nicht gestatten ist, eine Trennung der Hl. Schrift von Tradition und Lehramt, kurzum, Folgen der protestantischen Irrungen. Wir laufen in die Vollendung dieser Irrungen hinein.

scientia humana 31. März 2021: Die biblische Datenlage zur Homosexualität (HS) wird wohl überschätzt

In Sodom geht um Vergewaltigung von Männern und Frauen (Lots Töchter).

Onan betreibt keine Onanie im modernen Sinne, sondern Coitus interruptus.

Nur Levitikus verbietet HS, allerdings auch eheliche Akte mit menstruierenden Frauen.

Der Römerbrief bezeichnet HS als schändlich aber nicht als sündhaft, dort ist HS die Strafe für die Sünde des Unglaubens.

Der erste Korintherbrief und der erste Timotheusbrief beziehen sich auf homosexuelle Pädophilie.

hape 31. März 2021: Schisma. Wozu braucht es noch Argumente?

Meuser verteidigt die Kirche. Theologisch korrekte Apologetik vom Feinsten. Er argumentiert. – Doch was nutzt es immer weiter zu argumentieren, wenn doch das Urteil schon lange feststeht? Anklage und Verurteilung sind untrennbar miteinander verschmolzen. Wozu braucht es Apologetik, wozu braucht es Argumente, wozu ein Lehramt – außer für das eigene Gewissen?

Das neue, große Abendländische Schisma ist längst Wirklichkeit. Was fehlt, ist einzig und allein die kirchenrechtliche Feststellung dessen, was ist. Die aber wäre dringend nötig, um den kleinen Rest zu sammeln, zu nähren und zu stärken.

Der Welt dagegen dient die Kirche als das ultimative Feindbild. Als der Kitt, der die Welt im innersten zusammenhält. Deshalb wird sie den kleinen Rest niemals aus der Anklage entlassen. Sie hat schlicht kein Interesse daran.

Zeitzeuge 31. März 2021: Die Hl. Schrift und die gesamte Lehrtradition der kath. Kirche, von den

Kirchenvätern angefangen, bezeugt die kath. Doktrin
bzgl. der schweren Sündhaftigkeit hs. Akte als
Verstoß gegen die Schöpfungsordnung GOTTES!

Im Link ein Diskussionsbeitrag zum Thema.

Hinweis auf ein wichtiges Buch:

van den Aardweg: Die Wissenschaft sagt NEIN!

Meiner Meinung nach ist die "Homoideologie" =

Häresie Teil einer Infiltrationskampagne der

Ideologen der neu-gnostischen Häresie des

sog. "Transhumanismus", einer gottes- und

menschenverachtenden, äusserst gefährlichen

Bewegung, die auch die COVID-19-Pandemie

für ihre Zwecke instrumentalisiert!

Kyrie Eleison! Christe Eleison! Oremus!

www.freiewelt.net/nachricht/homosexuelle-priester-und-bischoefe-decken-sich-gegenseitig-papst-franziskus-schaut-weg-10075053/

golden 31. März 2021: Lasse ich mich von Gott ändern (heiligen) ?

Wenn heutige Theologen die Hl. Schrift ändern wollen,nehmen sie Gottes Position ein.Wenn sie urteilen,Aussagen der Hl. Schrift seien nicht mehr gültig oder nicht zu verstehen, lügen sie und hindern Lektüre,Auslegung und Gehorsam der gutwilligen, die mit Ernst Christen sein wollen.Lästerung ist die implizite Behauptung, Gott rede gar nicht,Subjektivität sei das einzig mögliche als Standpunkt heute lebender Menschen.
Positiv halten wir fest:
a)Gott erwählt aus uns Menschen in Christus sein Hl. Volk
b)dankbar antworten sie durch Gehorsam und gute Werke
c)Gott heiligt sie,erfüllt sie mit seinem Hl. Geist;dadurch werden sie verändert, nicht wie sie subjektiv es schön finden, sondern gemäß dem Bilde Jesu Christi.d)mir fällt in diesen Jahren der Apostasie immer wieder ein bestimmtes Bibelwort ein:Der Herr kennt die Seinen ; und: Es lasse ab von Ungerechtigkeit,wer den Namen des Herrn nennt !(2. Timotheusbrief 2,19)

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