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Papst würdigt ermordeten Anti-Mafia-Richter als Glaubensvorbild

5. April 2021 in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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Seligsprechung von sizilianischem Richter am 9. Mai in Agrigent geplant


Rom (kath.net/KAP) Papst Franziskus hat den im Kampf gegen die Mafia ermordeten sizilianischen Richter Rosario Livatino (1952-1990) als heldenhaften "Propheten" gewürdigt. Durch seinen Einsatz im Dienste von Wahrheit und Gerechtigkeit habe er das Böse bloßgestellt, so das Kirchenoberhaupt. Die Worte stammen aus dem Vorwort eines Buches, das der aus Sizilien stammende Erzbischof Vincenzo Bertolone über den getöteten Juristen verfasst hat. Die Zeitung "Repubblica" veröffentlichte am Mittwoch Auszüge des Textes.


Livatino (Archivfoto), Beamter der Staatsanwaltschaft in Agrigent und ab 1989 Richter, war am 21. September 1990 durch ein Kommando der kriminellen Organisation der Stidda erschossen worden. Franziskus erkannte den Tod des 37 Jahre alten überzeugten Katholiken mit einem Dekret Ende Januar als Martyrium an. Die Seligsprechung ist für den 9. Mai in Agrigent geplant. Das Datum erinnert an den Besuch von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) in der Hafenstadt, wo er in einer historischen Rede am 9. Mai 1993 der Mafia das Gericht Gottes androhte.

Livatino habe den Mut gehabt, den Mafia-Armeen entgegenzutreten, so Franziskus im Vorwort des neuen Buches. Deren Bosse verglich der Nachfolger Petri mit dem biblischen König Herodes: "Ohne der Unschuld ins Gesicht zu sehen", würden selbst Teenager als Auftragsmörder rekrutiert. Die zur Schau gestellte Frömmigkeit der Mafiosi erweise sich dabei als Verleugnung des Evangeliums. Livatino hingegen sei ein "leuchtendes" Glaubensvorbild - vor allem für junge Menschen.

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Lesermeinungen

Chris2 6. April 2021: @laudeturJC

Interessante und wohl auch berechtigte Frage. Jemand, der einen Menschen rettet und dabei umkommt, wird ja auch nicht zum Märtyrer erklärt.

laudeturJC 5. April 2021: Woraus ergibt sich

das Mordmotiv des Glaubenshasses, das für ein Martyrium/einen Martyrer erforderlich ist?

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