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„Ich unterstütze Frau Irme Stetter-Karp/ZdK in ihrem Anliegen nicht“

25. Juli 2022 in Prolife, 17 Lesermeinungen
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„Ich denke, dass sie damit kaum die Meinung vieler katholischer Christen vertritt, die sich in unserem Land für den Schutz des Lebens und für die Hilfe von Frauen in Konfliktsituationen einsetzen.“ Gastbeitrag von Bischof Wolfgang Ipolt


Görlitz (kath.net) Über die Äußerungen der ZdK-Präsidentin war ich erschrocken und finde sie befremdlich. Ich unterstütze Frau Irme Stetter-Karp in ihrem Anliegen nicht.


Ich denke, dass sie damit kaum die Meinung vieler katholischer Christen vertritt, die sich in unserem Land für den Schutz des Lebens und für die Hilfe von Frauen in Konfliktsituationen einsetzen. Wir brauchen nicht flächendeckend mehr Möglichkeiten für eine Abtreibung, wir brauchen vielmehr in unserem Land flächendeckend mehr Zeugen für den Schutz und die Würde des Lebens. Dafür sollten wir Christen klar und unverwechselbar einstehen.

Archivfoto Bischof Ipolt (c) Bistum Görlitz


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Lesermeinungen

girsberg74 26. Juli 2022: Mache mir Gedanken – tun andere auch

Das Grundproblem liegt nicht an einem einzelnen Bischof, der sich eher defensiv äußert, weil er nicht sicher ist, dass er alle „Brüder“ hinter sich hat; doch wenigstens hat er zum Sachverhalt sich geäußert.

Das Problem ist die Gesamtheit der Bischöfe. Es muss einer, der alle hinter sich weiß, für alle sprechen; sonst entwertet jeder, der nichts sagt, die Wortmeldungen derer, die sprechen.

Den Posten des Sprechers gibt es, doch diese Stelle ist fehl besetzt – und die Stellvertretung ist auch nur Not und Elend.

Was gesagt werden muss ist nicht, dass man nicht dafür ist, sondern dass im gegebenen Fall die Ansichten dieser Dame mit „katholisch“ nichts zu tun haben und dass diese Dame mit ihren Unterstützern das sich „katholisch“ nennende ZdK verlassen müssen; sonst muss dieses ZdK als „unkatholisch“ aus dem Bereich der Katholischen Kirche verschwinden.

Es genügt eine ganz einfache Sprache.

Tante Ottilie 26. Juli 2022: Immerhin haben bis dato schon über 3500 die Petition unterschrieben,

die den Rücktritt Frau Stetter-Karps wegen ihrer skandalösen Forderung nach flächendeckendem Angebot von Abtreibungseinrichtungen in Deutschland verlangt (s. Link unten).

Und die Zahl der Unterschreibenden steigt stetig weiter...

chng.it/TTKPGmxY

gebekrev 25. Juli 2022: Glaubenstreue Bischöfe

Wo sind unsere glaubenstreue Bischöfe?
Legen Sie Ihr Brustkreuz ab. Sie tun nicht das
Was Gott will, sondern das was die Menschen wollen.

Seeker2000 25. Juli 2022: Fangen wir zu spät an?

Der Grundaussage von Bischof Ipold ist voll zuzustimmen. Aber ich teile seine Aussage zur Frage, was wir viel mehr bräuchten, nicht ganz. Nicht, dass sie flasch wäre, aber sie geht mir zu kurz.

Kann es sein, dass wir wieder das "Syptom" anstelle der "Ursache" bekämpfen?
"Lebensschutz" fängt vor der Zeugung an, nicht erst danach. Biologisch ja, aber in der Idee nicht. Es wäre viel wichtiger hier wieder eine vernünftige Sexualmoral zu vermitteln, nicht als "du darfst nicht", "es ist verboten", sondern im Sinne von verantwortungsvollem Handeln und verantwortungsvollen Umgang miteinander und den möglichen Folgen von Geschlechtsverkehr. (Ausgenommen hier natürlich Vergewaltigung, etc.)
Die Frage von Abtreibung stellt sich dann nicht, wenn man vorher "denkt".

Norbert Sch?necker 25. Juli 2022: V.a.: Danke! Und dann ein Gedankenexperiment

Zunächst: Danke, Exzellenz Ipolt, dass Sie das Leben der Menschen von Anfang bis zum Ende verteidigen!

Zur diplomatischen Wortwahl mache ich jetzt ein Gedankenexperiment. Man stelle sich vor, ein hochrangiger katholischer Laie würde sagen, er sei zwar schon gegen die Todesstrafe, aber man müsse doch den Gerichten die Freiheit lassen, das selbst zu entscheiden, und außerdem würde die Möglichkeit von legalen Hinrichtungen einerseits Lynchmorde und andererseits die Verbrechensrate bekämpfen. Deshalb würden Hinrichtungsstätten die Todesraten sogar senken, und es sollten flächendeckend wieder Galgen aufgestellt werden. Wäre die Antwort dann auch "Ich unterstütze dieses Anliegen nicht"? Oder würde hier die Antwort schärfer ausfallen?

Herbstlicht 25. Juli 2022: Die Zahl der Bischöfe möge stetig anwachsen, die sich trauen ...

Auch den anderen Bischöfen wünsche ich das nötige Rückgrat, bzw. erwarte es eigentlich, sich entsprechend zu äussern und Frau Stetter-Karp zu kritisieren, sie sogar zurechtzuweisen.
Immerhin äusserte sie sich nicht als Privatperson, sonden in ihrer Funktion als Präsidentin des ZdK.

ottokar 25. Juli 2022: Danke,Herr Bischof Ipolt, aber:

Wissen Sie vielleicht, warum nicht zahlreiche andere Bischöfe es "wagen" öffentlich die gleiche Meinung zu vertreten ? Tatsächlich ist es doch erschreckend still um Sie. Wie ist denn die Stimmung grundsätzlich bezüglich Abtreibung ,Frauenpriestertum , Kommunion für Andersgläubige oder praktizierte Homosexualität im deutschen Klerus. Wagen Sie da eine Antwort?

MariaMutterDerKirche 25. Juli 2022: Herr Bischof Ipolt: Vergelts Gott

dafür, daß er sich überhaupt PERSÖNLICH zu Wort gemeldet hat.
Er Hat Position bezogen FÜR DAS THEMA:
,,wir brauchen vielmehr in unserem Land flächendeckend mehr Zeugen für den Schutz und die Würde des Lebens. Dafür sollten wir Christen klar und unverwechselbar einstehen."

Daß er sich nicht in den Streit/Kampf um eine Personalie (Stetter-Karp) eingelassen hat, finde ich nachvollziehbar. In DEM Teich hat es zu viele Hechte und das Wasser ist brackig :-)

Auxiliaris 25. Juli 2022: Danke

Danke, Herr Bischof Ipolt.

Johannpeter 25. Juli 2022: Herzlichen Dank Herr Bischof Ipolt nach Görlitz!

Ihre aktuellen Aussagen zu Frau Stetter-Karp finde ich sehr vorbildlich. Sie sind für mich schon seit langer Zeit, die Stimme des Glaubens, der Vernunft und der Klugheit! Für mich sind Sie ein sehr glaubwürdiger Bischof! Dazu gratuliere ich Ihnen, der katholischen Kirche in Deutschland und der DBK!

Mensch#17 25. Juli 2022: "Nicht unterstützen" ist zu wenig!

Ich bin einerseits dankbar, dass hier ein Bischof klar sein Befremden ausdrückt; andererseits bin ich irritiert dass immer noch kein deutscher Bischof Frau Irme Stetter-Karp eindeutig und klar widerspricht und sie zur Umkehr und Buse aufruft.
Sind die Herren Bischöfe zu feige?
Was soll diese Leisetreterei?
Oder ist dem "katholisch-deutschen" Establishment das Thema des Lebensrechts letztlich peinlich und man würde es am liebsten totschweigen?

Hier offenbart sich die Krise wieder einmal sehr deutlich und tief.

Freude an der Kirche 25. Juli 2022: Danke!

Möge dem ZdK jedweder finanzieller „Zuschuss“ entzogen und zudem der Synodale Weg beendet werden. Liebe Bischöfe, nur Mut. Die treuen Katholiken stehen dabei auf Ihrer Seite!

SalvatoreMio 25. Juli 2022: Wer nicht für das Leben eintritt, verdient nicht den Namen "Christ".

Danke sehr herzlich, geehrter Herr Bischof Ipolt! Ihre Stimme ist so wichtig! Wir haben allerdings den Auftrag, beim 5. Gebot Klartext zu sprechen, nicht mit "Ich denke"; "wir brauchen nicht mehr Möglichkeiten für Abtreibung"; "wir sollten für Schutz des Lebens eintreten". Nein, Christen haben den Auftrag, für das Leben einzutreten - für das Leben vom allerersten Moment bis zum letzten Atemzug, wenn der Herr uns heimruft.

bücherwurm 25. Juli 2022: @Tante Ottilie:

Das Erzbistum Hamburg hat bisher auf die kath.net-Presseanfrage nicht geantwortet. Nicht einmal in der maximal knappen Form, die teilweise andere Bistümer für ihre Antwort gewählt haben. Ein Bischof ist übrigens auch im Urlaub für sein Team zur Schnellabsprache erreichbar. Ihre Hoffnungen auf eine Antwort von Erzbischof Heße sollten Sie nicht allzu hoch schrauben...

www.kath.net/news/78955

Tante Ottilie 25. Juli 2022: Auch ich finde das Statement von Bischof Ipolt sehr gut

Mein deutlich kritisch-distazierendes Schreiben an die ZdK-Präsidentin ging Cc. Auch an unseren Hamburger Erzbischof, der allerdings bis 8.8. im Urlaub ist.
Normalerweise müsste auch er Manns genug sein, sich von der skandalös Äußerung Stetter-Karps zu distanzieren.

Psalm121 25. Juli 2022: Danke und betr. Wortwahl

@borromeo :
Auch ich möchte Bischof Ipolt herzlich für sein
Statement danken. Für die Bedeutung des Themas jedoch ist aus meiner Sicht seine Wortwahl zu defensiv. Immerhin hat Papst Franziskus Abtreibung als "Auftragsmord" bezeichnet. Man darf sich also auf ihn berufen, wenn man diese Diktion wählt. "Für das Leben ist jeder Kaufpreis zu hoch" (Psalm 49,9). Graf Schwerin v. Schwanenfeld sagte Freisler ins Gesicht : "Ich dachte an die vielen Morde". Hätte er stattdessen sagen sollen : " Ich denke, daß Viele Ihre Meinung nicht teilen, Herr Präsident" ? Als Laien können wir nur beten, hoffen und bekennen. Als Bischof aber kann man auch, wenn es notwendig ist, die Tische der Falschwechsler umstoßen ...

borromeo 25. Juli 2022: Danke Herr Bischof Ipolt!

Das ist eine klare und deutliche Ansage, geprägt vom katholischen Verständnis vom menschlichen Leben. Ihr sollten sich alle Bischöfe in Deutschland persönlich und einzeln anschließen.

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