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Kanada: Christlicher Pastor wegen Verstoß gegen Corona-Bestimmungen in Haft

22. Februar 2021 in Chronik, 4 Lesermeinungen
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Bei seinen Gottesdiensten war es wiederholt zu Verstößen gegen die geltenden Regelungen gekommen.


Edmonton (kath.net/jg)

Rev. James Coates, ein christlicher Pastor, ist in Edmonton (Kanada) in Haft, weil bei den Gottesdiensten seiner Gemeinde wiederholt gegen Bestimmungen zur Bekämpfung der Covid-19-Pandemie verstoßen worden ist, berichten kanadische Medien.

Die GraceLife Church hat an drei aufeinander folgenden Sonntagen Gottesdienste gefeiert, obwohl die Behörden dies bereits Ende Januar untersagt hatten, nachdem die geltenden Bestimmungen nicht eingehalten worden waren. Die Behörden hatten Coates die Möglichkeit einer Entlassung aus der Haft eingeräumt, wenn er bereit sei, keine öffentlichen Gottesdienste zu feiern. Coates lehnte ab. Er habe einer Einstellung der Gottesdienste nicht mit gutem Gewissen zustimmen können, sagte Coates’ Anwalt.


Ein Sprecher der Polizeibehörden sagte, dass die Maßnahmen gegen die GraceLife Church schrittweise verschärft worden seien. Bereits im Dezember 2020 sei eine Strafe von 1.200 kanadischen Dollar verhängt worden, weil bei einem Gottesdienst die Zahl der Teilnehmer über der Grenze von 15 Prozent des Fassungsvermögens gelegen sei. Bei einem Gottesdienst Ende Januar habe die Behörde festgestellt, dass die Kapazitätsgrenze erneut überschritten worden sei. Gläubige und Mitarbeiter der Kirche hätten die vorgeschriebenen Masken nicht getragen und den 2-Meter Abstand nicht eingehalten, heißt es in einem Erlass der Gesundheitsbehörde Alberta Health Services (AHS).

Die Situation bei den Gottesdiensten stelle eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dar. Deshalb sei die GraceLife Church zu schließen, bis die geltenden Bestimmungen eingehalten würden, heißt es in dem Erlass der AHS.

Bei einer erneuten Überprüfung am 7. Februar stellten die Behörden fest, dass in der Kirche trotzdem ein Gottesdienst stattfand. Die Teilnehmerzahl lag erneut über der Grenze von 15 Prozent des Fassungsvermögens.

In einer Stellungnahme auf ihrer Internetseite lehnt die GraceLife Church die Beschränkungen als nicht effektiv ab. Die von gesetzten Handlungen würden nicht zu einer Verschärfung der Covid-19-Pandemie beitragen.

 

Foto: Symbolbild

 


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Lesermeinungen

Robensl 22. Februar 2021: Wieso eigentlich keine "Massnahmen" bei Sex?

Man stelle sich folgende Aussage vor: "Die Situation bei Sexualkontakten stellen eine Gefährdung der öffentlichen Gesundheit dar." Es schwirren ja viele STD umher (die meisten allerdings nicht tödlich; Abtreibung allerdings sehr). Wieso fordert hier niemand Beschränkung der Kontakte auf eine Person oder Testpflicht und ggf. Quarantäne/Enthaltsamkeit? (Schon klar, dass das in der Praxis nicht kontrollier wäre -noch nicht. Aber ich finde, so ein Vergleich macht deutlich, wie einseitig und übertrieben bei Corona vorgegangen wird)

rosengarten1997 22. Februar 2021: Schwerwiegender Grundrechtsverstoß

Auch hier offenbart das "Coronamaßnahmensystem" sein wahres Gesicht! In einer wissenschaftsgläubigen Welt, ist es scheinbar möglich diesem Recht auf freie Religionsausübung zu widersprechen und dies scheint auch zu funktionieren, da der Staat die macht hat. Allerdings braucht es hier Zivilcourage ja, zivilen Ungehorsam, denn man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen! Dieser Pastor zeigt uns was zu tun bleibt, wenn der Staat sich über die Gesetze Gottes, nämlich der Plicht Gottesdienste zu vollziehen, insbesondere am Sonntag, hinwegsetzt. Beten wir für diesen bekennenden Christ und Gottesdiener!

Aufkl?rung 22. Februar 2021:

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Deshalb ist der Säkularismus strikt abzulehnen. Die Haltung des Pastors und seiner Gemeinde ist vorbildlich und beispielhaft. Möge sie hier und überall viele Nachahmer finden.

berger 22. Februar 2021:

Haft, nur weil er Gott mehr folgt als den Menschen?

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