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‚Es gibt keine moralische Verpflichtung sich impfen zu lassen’

11. März 2021 in Chronik, 17 Lesermeinungen
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Christliche Mediziner: Moralische Einwände gegen die Entwicklung, Prüfung oder Herstellung von Impfstoffen sind ebenso zu respektieren wie die Einschätzung des persönlichen Risikos.


Philadelphia (kath.net/LifeSiteNews/jg)

Eine ökumenische Koalition christlicher Mediziner in den USA hat die Behörden aufgefordert, das Recht auf Gewissensfreiheit hinsichtlich der Impfung gegen Covid-19 zu respektieren.

Am 2. März haben die Catholic Medical Association, die National Association of Catholic Nurses, USA, das American College of Pediatricians und die Christian Medical and Dental Association eine gemeinsame Stellungnahme zu Impfung und Schutz der Gewissensfreiheit veröffentlicht. „Es gibt keine moralische Verpflichtung einer Impfung zuzustimmen“, steht wörtlich in dem Dokument.


Wenn ein Impfstoff auf eine Weise entwickelt, getestet oder hergestellt werde, die von in den Augen einer Person nicht akzeptabel ist, dann ist es moralisch akzeptabel, eine Impfung abzulehnen. Als Beispiel führen die Mediziner die Verwendung von Zelllinien an, die aus Abtreibungen gewonnen worden sind.

Die individuelle Entscheidung werde auch von der Einschätzung des persönlichen Risikos abhängen. Auch diese sei zu respektieren. Die Entscheidung gegen eine Impfung müsse aber mit der Bereitschaft einhergehen, die notwendigen Maßnahmen zu treffen, um die Verbreitung der Krankheit einzudämmen.

Die Stellungnahme geht auch auf die noch nie dagewesenen Einschränkungen der persönlichen Freiheit ein, mit denen die US-Amerikaner seit mehr als einem Jahr leben müssen. Es sei ihnen bewusst, dass gefährdete Gruppen besonders geschützt werden müssten, schreiben die Mediziner. Die Bedrohung der persönlichen Freiheiten macht ihnen trotzdem Sorgen.

Das gilt insbesondere für eine mögliche Impfpflicht. Diese würde die von der Verfassung garantierten Rechte der Menschen verletzen und das Vertrauen zwischen Patient und Arzt zerstören.

Die Unterzeichner lehnen die Impfstoffe nicht grundsätzlich ab. Sie bezeichnen sie als „Hoffnungsschimmer“ und setzen sich für deren Verwendung unter den Risikogruppen ein. Die persönlichen Rechte der Menschen blieben aber von größter Bedeutung, betonen die Mediziner.

 


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Lesermeinungen

Steve Acker 14. März 2021: Mein Post von vor 2 Tagen

enthält wortwörtlich einen Ausschnitt aus einem Artikel im Münchner Merkur, den Forist Robensl
verlinkt hat. Insbesondere die Aussage , man müsse die Corona-Sozial-arbeit in die Moscheen und Parallelgesellschaften tragen, weil man da eine Gruppe erreichen würde, die 4,8 % Prozent der Bevölkerung aber deutlich über 50% der Corona-Patienten auf Intensiv ausmacht, - diese Aussage ist von Rki-Chef Wieler.
Ich hab in diesem Post keine Behauptung aufgestellt, entgegen dem was Forist Grumpycath mir vorwirft.

grumpycath. 13. März 2021: @Steve Acker

Falls Ihre Behauptung stimmte, müssten z. B. mind. ca. die Hälfte der Corona töten, also über 36000, hierzulande aus der Gruppe mit Migrationshintergrund stammen.

Dem ist aber nicht so, denn die berichteten Zahlen gelten punktuell - sind aber nicht repräsentativ für ganz Deutschland.

Unterlassen Sie es einfach, weiter Stimmung gegen Ausländer zu machen. Ist zu billig.

Robensl 12. März 2021: @Grumpycath - bitte um Beachtung auch des 2. Links

Falls Ihnen der Merkurartikel zu "scharf" sein sollte. Hab absichtlich auch noch den 2. Artikel verlinkt.

Aber wie gesagt, das wichtige ist, dass wir als Bürger unsere Grundrechte einfordern statt dieseund aufrichtig über diese verleichsweise schlecht getestete Impfung informiert werden.Hätte der 82-Jährige sich bei verhältnismäßiger Coronapolitik und ehrlicher Aufklärung auch impfen lassen? Wer weiß...
Und niemand, niemand sollte zulassen, dass diese Forderung als Terrorismus gebrandmarkt wird.

www.br.de/nachrichten/bayern/wuerzburg-82-jaehriger-stirbt-nach-corona-impfung,SRRYLsk

Steve Acker 12. März 2021: Grumpycath

aus dem verlinkten Artikel im Münchner merkur:

"Der RKI-Chef schlug vor, das heikle Thema über Sozialarbeit in die Moscheen und „Parallelgesellschaften mitten in unserem Land“ zu tragen. Da käme man allerdings nicht rein. „Diese Gruppe besteht aus vier Millionen Menschen in Deutschland. Das entspricht einem Anteil von 4,8 Prozent. Auf den Intensivstationen liegen aber deutlich über 50 Prozent aus dieser Gruppe.“ "

Ich finde das sagt genug aus, wo ein großer Teil des problems liegt.

grumpycath. 12. März 2021: @Robensl

Die Zahlen beruhen auf wenigen einzelnen Kliniken in 3 Großstädten und sind überhaupt nicht repräsentativ für ganz Deutschland.

DAS steht in dem verlinkten Artikel.

Robensl 12. März 2021: grumpycath siehe hier

https://www.merkur.de/welt/corona-rki-deutschland-chef-wieler-tabu-spahn-rassismus-intensiv-patienten-migration-90226003.html

Möchte noch anschließen, dass ich keinerlei Stimmungsmache gegen irgendwelche Bevölkerungsgruppen möchte. Das wäre den Mächtigen doch nur recht, teile und herrsche.
Wir sollten vielmehr gegen Stimmungsmache der Mächtigen gegen ihre Kritiker vorgehen, s. link von Herbstlicht.

www.rnd.de/gesundheit/corona-zahlen-unter-migranten-aussage-von-rki-chef-wieler-relativiert-LW3KNFPHNFGTRGJNHZMYDZNNH4.html

grumpycath. 12. März 2021: @stephanus2

Auch was Sie schreiben, kommt einer reinen Stimmungsmache gegen Menschen mit Migrationshintergrund gleich und ist geeignet, pauschale Ressentiments gegen solche Menschen zu säen.

Den Beweis, dass die betr. Bevölkerungsgruppe angeblich zwischen 50 und 90% der schwerst behandlungsbedürftigen Covid-Infizierten in den Kliniken stellt, bleiben auch Sie schuldig.

Stattdessen längst bekannte pauschale Allgemeinplätze von großen Familien auf engem Raum, Sprachbarrieren und angebliches Nichtbemühen um einschlägige Integration.

Ich erlebe das jedenfalls anders in meinem Umfeld.

stephanus2 11. März 2021: @grumpycath

Nee, was @chris2 schreibt , ist valide, sogar hochoffiziell.Wird unterschiedlich interpretiert:
- die leben so eng und dicht, da ist alles schwerer
- Sprachbarrieren verhindern Verstehen der Anforderungen
- die wollen sich nicht anpassen und leben ihr Großfamilienleben einfach weiter
- und sicher noch andere Deutungen.

Herbstlicht 11. März 2021: @Robensl - noch ein Nachtrag bzw. Ergänzung

Hier noch ein Link zu einem -wie ich finde- sehr guten Beitrag des Bloggers Milosz Matuschek vom 14.Februar.
Prägnant ausgedrückt:
https://miloszmatuschek.substack.com/p/zensurfindetstatt

Noch einmal möchte ich wiederholen, wie dankbar ich für die Einschätzung der Christlichen Mediziner bin in Sachen Impfung bin.
Dank an kath.net für obigen Beitrag!

Herbstlicht 11. März 2021: @Robensl

Danke für Ihre Rückmeldung!
Ich bin der Meinung, dass jeder das Recht haben sollte, sich frei für oder gegen eine Impfung entscheiden zu können.
Da es sich bei Corona -wie jeder sehen kann- nicht um eine ähnlich verheerende Seuche handelt, wie es früher z.B. die Pest gewesen ist, verstehe ich nicht, dass seitens der Politik und der Medien eine derartige Angst geschürt wird.
Wem nützt diese Angst, wer profitiert davon, was wird damit erreicht bzw. was soll damit erreicht werden?
Jeder, der sich für die Impfung entscheidet, möge dies tun.
Andere, die sich unsicher sind oder sie ablehnen, sind deshalb noch lange nicht egoistisch oder gar "Terroristen", wie es die Washington Post formuliert.
Impfskeptiker haben das Recht, skeptisch und kritisch zu sein, angesichts der kurzen Entwicklungszeit des Impfstoffes. Über eventuelle Spätfolgen kann man heute einfach noch nichts wissen (Beispiel Contergan).
Dass sich Menschen Gedanken machen ist normal und absolut zu begrüßen.

grumpycath. 11. März 2021: Eine UNBEWIESENE BEHAUPTUNG ist es,

Wenn Chris2 schreibt, dass angeblich "nahöstlich-islamische Parallelgeselllschaften" über 50℅ der Corona-Patienten stellen, in manchen Kliniken sogar über 90℅".

Das kommt einer Stimmungsmache gegen Menschen mit Migrationshintergrund gleich und ist geeignet, pauschale Ressentiments gegen solche Menschen zu säen.

Ist das noch christlich, frage ich mich?

Robensl 11. März 2021: @Herbstlich: danke für den link! Gesundheitsterroristen

in der WP schreibt dieser US-Senator: "This campaign to deny potentially lifesaving vaccines to those seeking them, and to poison public opinion against vaccinations, could result in countless American deaths. That is akin to domestic terrorism."
Der "Sturm", auf den der Typ referenziert, war eine Protestaktion, die zu einer 55min Unterbrechung von Impfungen führte. Ginge es ums Klima oder dgl, wären es keine "Terroristen", sondern "Aktivisten".
Und hochbrisant auch die 2. Begründung: bereits Meinungsverbreitung wird als Terrorismus gewertet!
Und Papst & Co (unter)stützen solche Politiker noch.

Lämmchen 11. März 2021: @bereschit

das kann man auch im Beipackzettel nachlesen. Dieser ist im Internet verlässlich auffindbar.

grumpycath. 11. März 2021: @bereschit - Zu Ihrer Kenntnis:

Wie der an der Uni Münster lehrende Labormediziner Professor Paul Cullen, der auch  Vorsitzender des Vereins "Ärzte für das Leben" ist, in einem bereits am 27.8.2020 in der Wochenzeitung "Die Tagespost" erschienen Artikel schrieb, wird der Astra Zeneca-Impfstoff in einer Zelllinie von  Nierenzellgewebe eines wahrscheinlich 1972 abgetriebenen Kindes produziert.

Der Impfstoff von Astra Zeneca ist somit für Menschen, die Abtreibung ablehnen, ethisch nicht unbedenklich.

Für das bis dato bei uns noch nicht zugelassene Vakzin von Johnson&Johnson gilt sinngemäß das Gleiche wie für den Astra Zeneca-Impfstoff.

Die beiden zugelassenen mRNA-Vakzine von BionTech bzw. Moderna wurde zwar u.a. an Zelllinien Abgetriebener getestet aber immerhin nicht darauf kultiviert.

bereschit 11. März 2021: Verwendung von Zellinien, die aus Abtreibung gewonnen werden?

Von wem und wie kann man das zweifelsfrei und ehrlich erfahren? Ich möchte eine solche Impfung keinesfalls!

Chris2 11. März 2021: Wenn alle Senioren geimpft sind, die das freiwillig wollen,

gibt es kaum noch einen Grund, Druck auf alle anderen auszuüben. Am Ehesten noch auf die nahöstlich-islamischen Parallelgesellschaften, die (weit?) über 50℅ der Corona Patienten stellen, in manchen Kliniken sogar über 90℅. Aber an dieses heiße Eisen traut sich mal wieder keiner. Also wie immer vertuschen...

Herbstlicht 11. März 2021: Eine mehr als notwendige Klarstellung,

für die ich der US-Gruppe Christlicher Mediziner ausdrücklich danken möchte.

Lt. "Washington Post" sind Impfgegner vergleichbar mit Terroristen.

https://www.washingtonpost.com/gdpr-consent/?next_url=https%3a%2f%2fwww.washingtonpost.com%2fopinions%2fanti-vaccine-extremism-is-akin-to-domestic-terrorism%2f2021%2f02%2f26%2f736aee22-787e-11eb-8115-9ad5e9c02117_story.html

Es ist zu befürchten, dass mit der Frage der Impfung noch ein ganz gewaltiges Problem auf uns zukommen wird.
Die Bevölkerung wird sich immer mehr spalten und die Menschen werden sich zusehends entfremden.

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