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Orthodoxes Kirchenbau-Programm für Moskau aufgestockt

9. September 2021 in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Statt ursprünglich 200 sollen in den expandierenden Randbezirken Moskaus 500 neue Kirche errichtet werden


Moskau (kath.net/KAP) Im Jahr 2010 hat die Russisch-orthodoxe Kirche gemeinsam mit der Moskauer Stadtverwaltung das Programm "200 neue Kirchen für Moskau" gestartet. In etwa so viele Kirchen sollten im Großraum Moskau errichtet werden, um vor allem in den expandierenden Randbezirken den Menschen die Möglichkeit zu einem Gottesdienstbesuch in zumutbarer Entfernung zu ermöglichen. Nun hat der Duma-Abgeordnete Wladimir Resin, der für das Programm verantwortlich ist, die deutliche Aufstockung der Kirchenneubauten bekannt gegeben. Demnach sollen insgesamt mindestens 500 Kirchen errichtet werden, wie der Pro Oriente-Informationsdienst unter Berufung auf die Nachrichtenagentur "Interfax" berichtet.


In einigen Bezirken ist es laut Resin bereits gelungen, genügend Kirchen in den Wohngebieten zu errichten. Das Kirchenbau-Programm kommt freilich mit dem Wachstum und der Expansion der russischen Hauptstadt nicht nach. 103 Gotteshäuser wurden im Rahmen des Programms bereits gebaut.

Das "Programm 200" wurde auf Initiative von Patriarch Kyrill ins Leben gerufen. Zu Beginn der Umsetzung hatte Moskau nach Angaben der Russisch-orthodoxen Kirche im Vergleich zu anderen Regionen Russlands einen besonderen Mangel an Kirchen. Laut Plan soll in den neuen Wohngebieten Moskaus für jeweils 20.000 bis 30.000 Personen eine neue Kirche gebaut werden, die in Gehdistanz erreichbar ist.

Die Kosten des Programms werden durch die Spenden von Privatpersonen und Organisationen getragen. Mit der Spendensammlung wurde eine Stiftung beauftragt, deren Vorsitzende Patriarch Kyrill und der Moskauer Bürgermeister Sergej Sobjanin sind.

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Lesermeinungen

SCHLEGL 10. September 2021: @Grego/@Rhomäer

Da muss ich Ihnen beiden als Seelsorger der griechisch katholischen Ukrainer widersprechen! Vor Jahren brachte Kathnet hier einen Artikel eines russisch orthodoxen Theologen, der von der Verantwortungslosigkeit seiner Kirche sprach, nach der Wende 1989 Millionen von Helden ohne Vorbereitung orthodox getauft zu haben. Die Diktatur/Oligarchie unter Putin benützt die orthodoxe Kirche Russlands als Stütze ihrer Macht,als Systemerhalter.Zweifellos sind Millionen orthodoxe Russen gläubige Menschen, aber die Lebensführung der Hierarchen wird öffentlich kritisiert.
Die politische Instrumentalisierung der russischen Kirche zeigt sich auch im Schisma, dass diese gegen Konstantinopel vom Zaun gebrochen hat, weil Patriarch Bartholomaios von seinem UREIGENSTEN Recht, die orthodoxe Kirche der Ukraine für selbstständigt zu erklären, Gebrauch gemacht hat. Vom Hass Moskaus gegen den griechisch katholischen Patriarchen Svjatoslav gar nicht zu reden! So sieht die Sache aus.

Rhomäer 10. September 2021:

Leider hat Grego völlig recht. Die Orthodoxie muss heute für die Katholiken beten, nicht umgekehrt. Als die "Anweisung" aus Fatima kam, hatte in Russland die bürgerliche Revolution stattgefunden. Es sollte darüber nachgedacht werden, ob grundsätzlich vor den westlichen Ideologien und Systemen, vermeintlich Werten, gewarnt sein soll. Der Mainzer Bischof warnte, dass Derjenige nicht auf dem Boden der Katholischen Kirche steht, der die Neue Messe und andere Konzilsergebnisse ablehnt. Sei`s drum. Die Katholische Kirche steht leider nicht mehr auf dem Boden ihrer selbst. Gott und die Theotokos mögen uns schützen.

Grego 10. September 2021:

Unsere Gottesmutter bat in Fatima das man Russland an ihr Herz weiht, ansonsten die Welt vom Kommunismus ueberzogen wird. Anscheinend wurde das nie gemacht. Man wollte Russland nicht provozieren. Heute hat Russland einen Praesidenten der vor jeder Auslandreise und wichtigen Sitzungen in die Kirche geht und betet. Jetzt verstehe ich auch Klaus Kenneth (Buch: 2 Millionen Kilometer auf der Suche) der 2001 an mehreren Orten Zeugnis ablegte und um 2003 zu den Orthodoxen wechselte und sagte: Die heutige katholische Kirche ist nicht mehr katholisch. Er hat Gott erst wenige Jahre zuvor kennengelernt. Unterdessen schrieb er noch mehrere Buecher.

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