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'Entschuldigung, liebe Kirche, es gibt da noch einen Schöpfer da draußen'

7. Oktober 2021 in Chronik, 19 Lesermeinungen
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Roger Köppel, Herausgeber der Schweizer Zeitung "Die Weltwoche", kritisiert bei BILD-Sendung katholische Kirche, dass Papst den Klimawandel als höchste Priorität erklärt hat


Berlin (kath.net)

Roger Köppel, Herausgeber der Schweizer Zeitung "Die Weltwoche", hat gestern Abend bei der neuen BILD-Sendung "Viertel nach Acht" scharfe Kritik an der katholischen Kirche geübt, weil diese zu sehr dem Zeitgeist nachläuft. In der Sendung, an der auch der katholische Publizist Alexander Kissler teilnahm, ging es zuerst um das Thema "Gender". Köppel meinte dann: "Die Kirchen entfernen sich hier von ihrem Auftrag. Der Auftrag der Kirche würde darin bestehen, das Evangelium zu predigen, die Bibel auszulegen. Stattdessen, was machen sie. Sie haben diese roten Pfaffen auf den Kanzeln, die ihren soft-sozialdemokratischen Zeitgeist auf Kosten der Steuerzahler da runterpredigen." Köppel kritisierte dann auch die Fixierung der katholischen Kirche beim Thema "Klima". Der Gipfel des Wahnsinns sei für ihn, dass der Papst den Klimawandel als höchste Priorität erklärt hat. "Jetzt erdreistet sich diese Kirche, die Schöpfung zu bewahren. Entschuldigung, liebe Kirche, es gibt da noch einen Schöpfer da draußen."


 

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Lesermeinungen

lakota 9. Oktober 2021: @Terrenum

Examinieren ist wohl etwas anderes.

Fällt Ihnen das schwer, die einfache Frage, ob Sie an Gott glauben zu beantworten?
Wenn ja, warum?
Ich hatte damit noch nie ein Problem,ich stehe zu meinem Glauben.

lesa 8. Oktober 2021: Veni Creator Spiritus

@stephaninus 2: Sie stellen @terrenum lauter berechtigte Fragen, um überhaupt sinnvoll das Thema besprechen zu können, jedenfalls im christlichen Rahmen. Es ist ein Unterschied ob man die Schöpfung aus Gottes Hand anvertraut weiß und seine Vorgaben beachtet, vor allem auch: "Vom Baum der Erkenntnis dürft ihr nicht essen - weil ihr sonst sterben werdet." (vgl Gen.)
Wer sich als Konstrukteur aufführt und gutmenschlich über gut und böse befindet, missachtet den Schöpfer und es wächst eine Todeskultur.
Ohne die Rückkehr zu Gott und seinen Geboten, zu seiner Gnade und den Sakramenten reichen sämtliche Klimabestrebungen nicht aus. Ora et labora ist die einzige Lösung. Und zwar zum Gott der Offenbarung.

Winrod 8. Oktober 2021: @Terrenum

Da legen Sie mir etwas in den Mund, was ich nicht gesagt habe.
Ich wollte keine Verantwortung abladen, sondern eigentlich nur andeuten, dass der Mensch eben nicht alles kann und natürlich auch nicht alles darf.

Diadochus 8. Oktober 2021: @Terrenum

Natürlich können wir mit unserer Welt nicht machen, was wir wollen, aber das ist eben nicht das Hauptanliegen der Kirche: "Sind nicht fünf Sperlinge feil um ein paar Pfennige? Und nicht einer von ihnen ist vor Gott vergessen. Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezählt. Fürchtet euch nicht, ihr seid mehr wert als viele Sperlinge. Ich sage euch aber: Jeder, der sich vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem wird sich auch der Menschensohn vor den Engeln Gottes bekennen." (Lk. 12, 6-8)

Ergo, Sie können noch so viele Fliegen retten. Das bringt Sie dem Himmel kein Stück näher, als das Bekenntnis zu Jesus Christus.

Terrenum 8. Oktober 2021: @stephanus2

Beabsichtigen Sie tatsächlich hier andere User zu examinieren?

stephanus2 7. Oktober 2021: @Terrenum

Sorry, aber in meinen Augen schreiben Sie verkopften Unsinn. Glauben Sie eigentlich an Gott ? Den allmächtigen Vater ? Den Schöpfer des Himmels und der Erde? Dass Er der Schöpfer und Erhalter von allem ist ? Ja , oder nein ?

Terrenum 7. Oktober 2021: @Winrod

Ist das Ihr Ernst ??
Das würde in letzter Konsequenz bedeuten, dass wir mit unserer Welt machen können was wir wollen. Es hätte keinen Einfluss auf den Bestand.

lesa 7. Oktober 2021: Kulturschaffende, die dem Stumpfsinn den Kniefall schuldig bleiben

@chris 2: Empfehlenswert und erfrischend.
Es gibt Intellektuelle und Kulturschaffende, die keinen Kniefall machen vor dem ideologischen Stumpfsinn.

Horstl 7. Oktober 2021: Römer 1,25...

"...denn sie haben die Wahrheit Gottes mit der Lüge vertauscht und Anbetung und Verehrung dem GESCHAFFENEN erwiesen anstatt dem Schöpfer, der da gepriesen ist in Ewigkeit."

Robensl 7. Oktober 2021: Ob das (s.link) das ist, was PF mit "einfacherer" Lebensstil meint?

"die jungen Generationen zu einem einfacheren und ökologisch nachhaltigen Lebensstil erziehen" PF

Nicht, dass ich nicht tatsächlich den häufigen konsumistischen, verschwenderischen Lebensstil ablehne und materiell manches weniger mehr wäre. Und ein Gärtner wirtschaftet nachhaltig mit dem Garten, schon gar nicht, wenn er nicht ihm gehört.
Aber er weiss, dass der Garten für ihn da ist und nicht umgekehrt.
Ob im Vatikan da mal mehr darüber nachgedacht wurde, als sich einfach von einseitigen Beratern wie Schellnhuber eine Enzyklika aufsetzen zu lassen?

www.achgut.com/artikel/kalt_statt-gruen_der_energie_kollaps_geht_los/P10#comment_entries

Winrod 7. Oktober 2021: Niemand anderer als Gott

bestimmt den Untergang und die Rettung der Welt, nicht der Mensch in seinem gottabgewandten Allmachtswahn.

Labrador 7. Oktober 2021: Lieber physicus - Zustimmung

und diese Orientierung ermöglicht auch einen weiteren Blick.

zB ist der höhere CO2 Gehalt zum Teil dafür verantwortlich, dass die Nahrungsmittelproduktion gestiegen, dass die Erde grüner geworden ist.

Das Kapitel „Abhängigkeit von abiotischen Faktoren“ beschreibt die Zusammenhänge.

de.wikipedia.org/wiki/Photosynthese#Energiebilanz_bei_Pflanzen_und_anderen_Organismen_mit_oxygener_Photosynthese

physicus 7. Oktober 2021: @Terrenum

Ein Hinweis auf unseren Schöpfer bedeutet keineswegs, eigene Untätigkeit zu legitimieren. Es ist sogar Auftrag von Katholiken, am Reich Gottes mitzuwirken. Die Erinnerung an den Schöpfer gibt aber Orientierung und verhindert letztlich schädlichen Aktionismus.

Terrenum 7. Oktober 2021: ´Entschuldigung, liebe Kirche, es gibt da noch einen Schöpfer da draußen'

Natürlich, da hat er vollkommen recht, denn genau damit kann man so schön die eigene Verantwortung auf diesen Schöpfer abladen.

Evalyne 7. Oktober 2021: ja, unser Oberhaupt hat den roten Faden verloren

das ist traurig, aber nicht das erste mal in der Geschichte der kath. Kirche. Der hl. Kardinal Newman hat dargelegt, dass während der Wirren des 4. Jhs (Arianismus, als es Papst u Bischöfen an Festigkeit gemangelt hat, das nizänische Dogma durch den consensus fidelium aufrecht erhalten wurde. Hier sehe ich u.a. meine Aufgabe als Laie in diesen Zeiten. Nicht gegen die Kirche mit einem zersetzenden synodalen Weg sondern mit der Kirche, sie stützen, für sie beten, für sie Zeugnis ablegen, gemeinsam mit anderen treuen Christen.

golden 7. Oktober 2021: Der Schöpfer bekehrt Herzen,

auch die der selbstgerechten Menschen,die mit gottloser Ideologie die Welt zu retten vorgeben (L. Neubauer, sinngemäss:Gott hilft uns nicht-wir retten die Welt).Diese übersehen das Böse im Menschen,der ohne Gott sein will, mit guten Zielen seine Sünden bemäntelt.Aber allein Gott kann den "Gedanklichen Müll" aus den Verführten Ideologen und ihren wenig selbständig denkenden Nachläufern entfernen...

Uwe Lay 7. Oktober 2021: Schöpfung bewahren?

Der Gipfel der Absurdität: Wer in der Nacht seine Augen zum Himmel erhebt, unzählige Sterne schaut, es gibt wohl mehr als Sandkörner in der Wüste. Das alles und noch viel mehr gehört zur Schöpfung Gottes! Und die will nun die Kirche bewahren! Gott allein hat den Kosmos erschaffen, er allein bewahrt so seine Schöpfung und er allein könnte sie so auch nur vernichten, wenn er es wollte. Die Kirche maßt sich hier an, was Gott allein zukommt.
Wahrhaftig: Sie hat Gott völlig vergessen, weil sie nur noch menschengläubig ist!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot

Fink 7. Oktober 2021: Roger Köppel ist eine positive Ausnahme unter den Journalisten

Er ist Herausgeber der schweizer Zeitung "Weltwoche".
Danke für das obige Video auf kathtube !
Roger Köppel macht fast jeden Werktag ein YouTube-Video zur aktuellen Lage: "Weltwoche Daily" (für die Schweiz) und "Weltwoche Daily Deutschland".
Siehe LINK unten.

www.youtube.com/watch?v=RKLUZ3u-MW4

Chris2 7. Oktober 2021: Köppel und Kissler im Doppelpack!

Der gedanken- und wortgewandte Journalist, der dem Spezialdemokraten Ralf Stegner mehrfach erklären musste, dass die Schweiz eine Demokratie ist, gemeinsam mit einem brillanten Kritiker der deutschen Zeitgeistkirche: Das muss ich mir gleich heute Abend ansehen...

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