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"Covid-19 ist gefährlich, aber die Todsünde ist viel gefährlicher."

14. Oktober 2021 in Aktuelles, 11 Lesermeinungen
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Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, erinnert daran, dass die Vergebung der Sünde im Sakrament der Beichte eine göttliche Impfung mit 100 % garantierte Effektivität sei


Rom (kath.net)

"Covid-19 ist gefährlich, aber die Todsünde ist viel gefährlicher." Dies betonte Gerhard Ludwig Kardinal Müller, der ehemalige Präfekt der Glaubenskongregation, in einem von LifeSiteNews veröffentlichten Manuskript. Das Coronavirus ist nicht die einzige Herausforderung für die Menschheit. Müller erinnert in dem Zusammenhang an die Seele des Menschen und das ewige Heil. "Die Vergebung der Sünde im Sakrament der Beichte ist eine göttliche Impfung mit 100 % garantierte Effektivität , Vergebung und die Aussicht auf ewiges Leben."


Müller kritisierte auch Mitbrüder, die sich an den Zeitgeist anbiedern. "Wahre katholische Bischöfe unterwerfen sich nicht der öffentlichen Meinung, sondern bezeugen die 'gesunde Lehre' des Evangeliums von Christus, gestärkt durch den Heiligen Geist."

 

Foto: (c) Michael Hesemann


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Lesermeinungen

SignoraMaschera 17. Oktober 2021: Verdrehte Korrelation

Seine Grundaussage in allen Ehren und voll unterstützt - aber was um Himmels Willen sollen die Anknüpfung an Covid und der schräge Impfvergleich? Wenn dergleichen Fundamentales unter Katholiken nicht mehr "einfach so" kommuniziert und im Gebet getärkt werden kann, sondern erst solch eine wackelige Verbindung zur Pandemie herangezogen werden muss (obendrein mit einer ethisch bedenklichen Abwertung des Kampfs gegen Covid, das in unserer Geminde so viele glaubenstreue Alte in die Krankenhäuser und einige zur viel zur frühen ewigen Ruhe gebracht hat), dann gnade uns Gott! Was ist mit ihm los?

lesa 15. Oktober 2021: Der coach wird`schon richten.

@Rolando: "Jesus sagt: Wer den Willen Gottes nicht kennt, bikommt weniger Schläge, als wer ihn bewusst missachtet." WENIGER. Aber nicht keine. Die Schläge bestehen in diesem Fall darin, dass die Menschen nicht die fülle des Friedens und der geistlichen Entfaltung erlangen und wenn sie die Lebensordnung missachten, viele Mühen und Sorgen bekommen, die sie sonst nicht hätten. Schläge bekommen aber in der Ewigkeit jene modernistischen "Beichtväter", die den Menschen die Wahrheit nicht sagen, sondern mit relativistischen Windungen in die Irre führen. Euer Ja sei ein Ja, euer Nen ein Nein, alles andere stammt vom Bösen".
Und dann wundert man sich, wenn unsere Gesellschaft viele Psychiater und Sozialarbeiter etc. braucht. Die Unterscheidung "Todsünde" oder "lässliche Sünde" soll ja nur den Grad der Absonderung von Gott bezeichnen - und da geht es darum, was dies für den Menschen für Folgen hat.
Natürlich wissen Sie, @Rolando das alles.

Rolando 15. Oktober 2021: Es ist viel Unkenntnis vorhanden

Der Sünder, dem seine Sünden bewusst sind, der geht zur Hl. Beichte, sofern er katholisch ist. Viele haben keine Sündenerkenntnis, kein Sündenbewusstsein, die Sünde wird nicht erkannt, ja die Sünde wird oft zur sog. Normalität ernannt.
Viele leben zwar in Todsünde, doch da sie die Sünde nicht kennen, die bewusste Entscheidung fehlt, ist es fraglich, ob sie dann in Todsünde leben. Beten wir daher um Sündenerkenntnis, Sündenbewusstsein, wahre Reue und Umkehr.

SalvatoreMio 14. Oktober 2021: "Göttliche Impfung"

Seit 1,5 Jahren erleben wir mit, dass selbst Tiefgläubige vor allem Angst haben, selbst vor dem Eintreten in die Kirche; es zum Lieblingsgruß vieler geworden: "Bleib gesund!" Deshalb finde ich diese drastische Sprache von der "Göttlichen Impfung" ganz angemessen. Vielleicht dringen solche etwas "verrückten Ausdrücke" noch in die eine oder andere Seele.

si enim fallor, sum 14. Oktober 2021: @ Werte Andrzej - Es ist eine Metapher, doch keine Technisierung der Sprache.

Technik und Mathematik haben nichts Böses an sich.

Übrigens: finden Sie das technisch? Es sieht wie ein Leistungsverzeichnis für ein Bauwerk aus:

Stell vierzig Sockel aus Silber her als Unterlage für die zwanzig Bretter, je zwei Sockel als Unterlage eines Brettes für seine beiden Zapfen! Für die zweite Seite der Wohnung, die Nordseite, ebenfalls zwanzig Bretter und vierzig Sockel aus Silber, je zwei Sockel als Unterlage eines Brettes. Für die Rückseite der Wohnung, die Westseite, verfertige sechs Bretter und zwei Bretter stell für die Eckstücke an der Rückseite der Wohnung her! Sie sollen einander entsprechen und von unten bis oben zum ersten Ring reichen. So soll es mit den beiden Brettern geschehen, die die Eckstücke bilden. Acht Bretter und sechzehn Sockel aus Silber sollen vorhanden sein, je zwei Sockel als Unterlage für jedes Brett. Verfertige Querlatten aus Akazienholz, fünf für die Bretter auf der einen Seite der Wohnung.
[Exodus 26, 19-26].

lesa 14. Oktober 2021:

@Andrzej123: Danke für Ihre Sensibilität für die Bedeutung der Sprache und für Ihre Kritik. Aber der Kardinal ist in dieser Hinsicht sonst immer ganz ganau. Das ging vielleicht schnell, und die Idee ist naheliegend.

priska 14. Oktober 2021:

Kardinal Müller Herzlichen Dank .Gott schütze Sie!

lesa 14. Oktober 2021: Gott schütze Geimpfte und Ungeimpfte!

Aktueller geht`s nicht. Durch die Sakramente heilt Gott im Sinne von Erlösung vom Bösen, was oft auch im Bereich der Gesundheit erfahrbar.
Da kann die Impfung nicht mithalten. und wenn man an ihre Beschaffenheit denkt, muss man sogar gegenteilige Befürchtungen hegen im Hinblick auf den Aspekt des Segens bzw. Unheils.

Andrzej123 14. Oktober 2021: Inhalt und Sprache

Auf der einen Seite kann ich Kd Müller inhaltlich nur recht geben.
Auf der anderen Seite:
"Die Vergebung der Sünde im Sakrament der Beichte ist eine göttliche Impfung mit 100 % garantierte Effektivität , Vergebung und die Aussicht auf ewiges Leben."

Kd Müller versteht nicht, was die Feinde der Kirche längst verstanden haben und praktizieren:
Unsere Sprache wirkt auf unser Denken zurück.
Ein heiliges Sakrament darf daher nicht in technizistischen Formulierungen illustriert bzw besprochen werden.
Es ist keine "Impfung" egal mit welcher "Effektivität", sondern es handelt sich um das Wunder der Reue und Vergebung durch Gott.
Auch wer das Beichtgeheimnis "lockert" beseitigt das Sakrament bereits ganz, denn im Unterschied zur ärztlichen und anwaltlichen Schweigepflicht unterliegt es eben keinerlei "Abwägung".
Es ist heilig und steht nicht zur Disposition des Menschen bzgl Bebilderung, Vergleich und Verhandlung.

hape 14. Oktober 2021: Gott sei Dank sagt das mal einer!

Ein Hirte bekennt sich zum Glauben und sagt, dass er auch in der globalen Krise an dem festhält, was die Kirche zu allen Zeiten gelehrt hat. Wann soll sich denn der Glaube bewähren, wenn nicht jetzt? Wer soll denn den Glauben bezeugen, wenn nicht wir? Katholiken haben auch in der globalen Krise allen Grund zur Hoffnung. Wir können der vermeintlichen Pandemie, der Propaganda und dem Great Reset mutig ins Auge sehen. Verzweifeln müssen aber die, denen das Sakrament der Kirche fremd ist. Ihnen gegenüber stehen wir in der Schuld. Ihnen gegenüber müssen wir die Hoffnung bezeugen, die unser Herz erfüllt. Jetzt ist die Zeit der Bewährung, des Zeugnisses, des Bekenntnisses.

153fische 14. Oktober 2021: Danke Kardinal Müller!

Gut, dass es heute nochmal gesagt wird.

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