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Schweizergarde und Vatikan kooperieren bei Kasernen-Neubau

10. Mai 2022 in Weltkirche, keine Lesermeinung
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Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung ist zugleich Auftakt für Feierlichkeiten zur Vereidigung neuer Gardisten am 5./6. Mai


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan und die Päpstliche Schweizergarde bringen ihre Kooperation beim Neubau der Kaserne zu Papier: Am kommenden Mittwoch (4. Mai) werde eine entsprechende Zusammenarbeitsvereinbarung zwischen dem Staatssekretariat des Heiligen Stuhles und der "Stiftung für die Renovierung der Kaserne der Päpstlichen Schweizergarde im Vatikan" unterzeichnet, teilte die Garde am Samstag mit. Die Unterzeichnung kann als Auftakt der Feierlichkeiten zur Vereidigung neuer Gardisten am 5. und 6. Mai betrachtet werden.

Ursprünglich sollte mit dem Neubau 2023 begonnen werden. Die Fertigstellung war für 2027 angedacht. Ein ideales Einweihungsdatum wäre der 6. Mai 2027 gewesen, der 500. Jahrestag der Plünderung Roms. Damals verteidigten 189 Schweizergardisten Papst Clemens VII. (1523-1534) gegen ein übermächtiges Heer aus Landsknechten und Söldnern. 147 Gardisten fielen im Kampf, 42 gelang die Flucht. Da jedoch 2025 ein Heiliges Jahr ist und viele Pilger in Rom erwartet werden, dürfen die Bauarbeiten frühestens 2026 beginnen.


Der veranschlagte Kostenrahmen liegt bei 50 Millionen Franken (etwa 48,7 Millionen Euro). Die Kosten für ein Zwischenquartier, etwa fünf Millionen Franken, sowie Verwaltungs- und andere Kosten der Bauorganisation übernimmt laut Stiftung der Vatikanstaat. Der Rest wird über Spenden von Privatpersonen und Stiftungen finanziert sowie über öffentliche Gelder. Hier gibt es jedoch Widerstand im Kanton Luzern. Per Referendum soll daher im Herbst über den Beitrag des Kanton abgestimmt werden.

Das Projekt der Renovierung der Gardekaserne umfasst drei Kasernengebäude aus dem 19. Jahrhundert. Die Gebäude sind schlecht isoliert, haben Feuchtigkeitsprobleme. Darüber hinaus wurde die Garde in den vergangenen Jahren personell deutlich aufgestockt. Somit gibt es auch ein Platzproblem.

Das Schweizer Architekturbüro Durisch+Nolli plant den Bau der neuen, größeren Kaserne möglichst nachhaltig. So ist etwa vorgesehen, Material des abzureißenden Altbaus wiederzuverwenden, etwa zermahlen als Bestandteil für Zement. Der Neubau soll bis zu 60 Prozent mehr Fläche bieten, aber 55 Prozent weniger Energie verbrauchen.

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