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„Die einzelnen Schritte sind mit EB Becker abgesprochen und werden von ihm ausdrücklich begrüßt“

vor 6 Tagen in Deutschland, 8 Lesermeinungen
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Zu den 14 Domkapitularen sollen 14 Laienvertreter dazukommen – Probleme mit dem „Päpstlichen Geheimnis“, das auf diese ganze Gruppe ausgedehnt werden muss


Paderborn (kath.net) Das Paderborner Metropolitankapitel hat die Beteiligung von 14 Laien bei der Kandidatenfindung für die Nachfolge von Erzbischof Hans-Josef Becker beschlossen, man möchte damit den Forderungen des Synodalen Wegs entgegenkommen. Das gibt das Erzbistum Paderborn in einer Pressemeldung bekannt. Zu den 14 wahlberechtigten Domkapitularen (zehn residierende und vier nichtresidierende) sollen 14 Laien dazukommen. „Diese Gruppe soll zusammengesetzt sein aus je einem Vertreter von 3 Pastoralen Räumen/Pastoralverbünden aus jedem der drei sog. Kooperationsräume (also 3 x 3 = 9), die per Losverfahren aus allen auf Anfrage an alle Pastoralen Räume/Pastoralverbünde eingesandten Namen ausgelost werden, 3 vom Diözesanpastoralrat benannten Personen sowie je eine von der Direktorenkonferenz der Katholischen Schulen im Erzbistum und vom Diözesan-Caritasverband benannte Person. Diese 14 Personen werden zur Zusammenkunft mit dem Kapitel eingeladen. Insgesamt werden also 28 Personen die Gruppe bilden“.


Die Gruppe wird in einer ersten Zusammenkunft reflektieren über: „der Klärung der Bedeutung und Anforderungen an das Bischofsamt; Procedere der Bestellung des künftigen Erzbischofs (Rechtsvorschriften, Erwartungen); Beschreibung des Profils des künftigen Erzbischofs“.

Allerdings gilt ebenso: „Eine weitergehende Beteiligung dieser Gruppe von Vertretern aus dem Erzbistum an der eigentlichen Wahl aus einer Dreierliste des Apostolischen Stuhls steht unter dem Vorbehalt, dass dieser das sog. ‚Päpstliche Geheimnis‘ auf diese Gruppe ausdehnt. Im Rahmen des Konkordatsrechts muss aber immer gewährleistet sein, dass der neue Erzbischof immer auch von der Mehrheit des Kapitels gewählt werden kann.“

Seitens des Metropolitankapitels erhoff man sich „von dieser Vorgehensweise eine Beteiligung der Gläubigen, soweit dies derzeit rechtlich möglich ist und damit eine möglichst hohe Beteiligung im Erzbistum am Wahlvorgang. Dabei soll ins Bewusstsein gehoben werden, dass es sich hierbei nicht um eine bloße einfache Personalentscheidung handelt, sondern um einen geistlichen Vorgang in der Kirche von Paderborn. Die einzelnen Schritte sind mit Erzbischof Hans Josef Becker abgesprochen und werden von ihm ausdrücklich begrüßt.“


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Lesermeinungen

tarsus vor 5 Tagen: Irrenhaus Erzbistum

Wenn es nicht so trauig wäre, müßte man lachen.
1. Den Forderungen des SW folge leisten. Wie irrsinnig. Seit wann hat der labberverein was zu sagen?

2. Wie will man bei 28 gemeinsam in eine Urne abgegebenen Stimmzettel die Mehrheit der Domkapitelstimmen analysieren?

Auf den Punkt gebracht. EB Paderborn ist ein Käfig voller Narren.
Rom möge dem Ganzen ein schnelles Ende bereiten.

Zeitzeuge vor 6 Tagen: Das deutsche Partikularrecht kennt zwar die Mitglieder des Domkapitels

als Wähler, von Laien ist jedoch darin m.E. keine
Rede.

Can. 378 § 1 CIC nennt die Voraussetzungen, die
ein Bischofskandidat haben muß:

Festen Glauben, Frömmigkeit, Seeleneifer,
Lebensweisheit, Klugheit und guter Ruf.

Ich kann mir aufgrund der gegenwärtigen kirchl.
Lage nicht vorstellen, daß bei dem angedachten
Wahlgremium, falls es kirchenrechtl. überhaupt
möglich ist, ein echter, kath. Konservativer
(von conservare = bewahren, vgl. 2 Tim 1,13-14)
zum Bischof gewählt und vom Papst bestätigt wird.

Warten wir ab!

physicus vor 6 Tagen: Unausgegoren

Bei diesem Prozedere erhöht sich die Gefahr, dass öffentlich schmutzige Wäsche gewaschen wird - zu Lasten des Bischofsamtes. Der Plan wirkt auf mich unausgegoren.

ThomasR vor 6 Tagen: die Beteiligung der Laien an den extrem wichtigen Entscheidungen

über die Zukunft der Kirche sehr wichtig

schließlich vorwiegend die laien finanzieren das Ganze über Kirchensteuersystem (auch die Finanzierung der laufendenSynode erfolgt zu Lasten des Kirchensteuerzahler)

Die Beteiligung ist jedoch demokratisch zu erfolgen (ZdK fehlt z.B. demokratische Legitimiation)

Die Anzahl der Mitarbeiter der Kirche ist im gelichen Umfang zu gewährleisten wie % Anteil der Mitarbeiter an der Anzahl der Kirchensteuerzahler ge
samt

Momantan wurden die Laien aus der Entscheidungsfindung über die Zukunft der Priesterausbildung in Deutschland ausgesschlossen. Es ist auch kein Thema beid er laufenden Synode. Nach dem unter der DBK kursierenden Arbeitspapier sollen alle Priestserseminare aufgelöst werden und durch 3 Ausbildungscenter für Priester ersetzt werden. Es kann nur weitere Reduzierung der Anzahl der Bewerber mit sich bringen- die Gläubigen über die Entrichtung der Krichensteuer haben es trotzdem zu finanzieren.
Danke für Widerpsruch ertsmal aus Regensburg !

Martinus Theophilus vor 6 Tagen: Rechtsbruch mit Ansage.

Dieses Prozedere ist offensichtlich rechtswidrig, da es elementaren kirchen- und staatskirchenrechtlichen Bestimmungen zuwider läuft.
Der Heilige Stuhl möge die Mitglieder des Metropolitankapitels auffordern, diesen Unsinn zu unterlassen und ihnen andernfalls sofortige Amtsenthebung androhen.

Chris2 vor 6 Tagen: @Uwe Lay

Punkt 2., in der Gesellschaft eine zentrale ideologisch motivierte Forderung, dürfte in diesem Zusammenhang eher satirischen Charakter haben, da Priester aus z.B. Afrika oder Polen meist gläubiger sind, als die, die hier durch die Glaubensfleischwölfe nicht weniger "katholischer" Profesooren gedreht wurden...

Uwe Lay vor 6 Tagen: Qualitätskriterien für die neuen Bischöfe

Zu den Qualitätskriterien eines zeitgemäßen Bischofs für die neue "Synodalkirche":
1. Er sollte homosexuell sein,
2. im Idealfall einen Migrationshintergrund aufweisen,
3. für die Abschaffung des Zölibates, für das Frauenpriestertum und für die Übernahme der Genderideologie sein,
4. sollte für ihn gelten: Der Heilige Geist ist identisch mit dem jetzigen Zeitgeist.
Findet sich ein Kandidat, der 3 von den 4 Punkten erfüllt, ist er ein Idealkandidat.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot

girsberg74 vor 6 Tagen: „Ein Berg kreißt und gebiert eine Maus“

Abgesehen davon,
dass bei einer solch großen Gruppe der unbeschnittene Austausch von Gedanken schwieriger wird, eröffnet diese Konstruktion geschickten Manipulierern stärkeren Einfluss. - Soweit zur Organisation.

Die Bestimmung, dass der Erwählte die Mehrheit des Kapitels haben muss, macht die Beteiligung von Laien wenig Sinn, außer dass durch Laien weniger sichere Kapitulare zu manipulieren sind.

Ich kann nicht nachvollziehen, worin der Sinn dieser Konstruktion liegen soll, außer dass man einem Druck von Leuten des Synodalen Weges nachkommt. Vielleicht sollten die Verantwortlichen erst noch mal lesen, was der in dieser Hinsicht unverdächtige Kardinal Kasper über den Synodalen Weg sagt.

Ich wage nicht die Antwort, ob geistlicher Vorgang oder geistlicher Vorhang.

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