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Benediktiner-Abtprimas Polan im Stift Kremsmünster zu Gast

5. Juli 2022 in Jugend, 1 Lesermeinung
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Jugendinitiative "Treffpunkt Benedikt" feierte 15-Jahr-Jubiläum - Oberster Benediktiner ermutigt junge Leute, der eigenen Berufung im Leben Raum zu geben


Linz (kath.net/KAP) Hoher Besuch im oberösterreichischen Stift Kremsmünster. Abtprimas Gregory Polan (72), Oberhaupt aller Benediktinermönche weltweit, war am Wochenende u.a. Ehrengast beim 15-Jahr-Jubiläum der Initiative "Treffpunkt Benedikt", einem Angebot für junge Menschen, das monatliche Treffen mit Gebet, Musik und inhaltlichen Impulsen, Sommerwochen, Einkehrtage und Pilgerfahrten umfasst. Der "Treffpunkt Benedikt" war 2007 von P. Berhard Eckerstorfer und Abt Ambros Ebhart gemeinsam mit jungen Leuten ins Leben gerufen worden. Inzwischen hat längst ein eigenes Jugendteam die Verantwortung dafür übernommen. Eckerstorfer ist inzwischen Rektor der Benediktinerhochschule Sant'Anselmo in Rom, wo sich auch der Sitz des Abtprimas befindet. Eckerstorfer hat Polan nach Kremsmünster begleitet.

Abtprimas Polan ermutigte in seinem Jubiläumsvortrag die jungen Leute, der eigenen Berufung Raum zu geben. Ausgehend von der Heiligen Schrift und den Wendungen im eigenen Leben stellte Polan auf eine sehr persönliche Weise das Thema der Berufung in den Mittelpunkt. Um die eigene Berufung leben zu können, brauche es gute Freunde, viel Geduld, Ausdauer und vor allem die Begegnung mit Christus im Gebet und in der Stille, um sein Wort zu hören. So könne sich die Berufung jeden Tag weiter entfalten, sagte der Abtprimas. Gerade auch in "Umwegen" ließe sich die sanft leitende Hand Gottes erkennen.
Der Abtprimas gab den jungen Leuten zudem mit auf den Weg, dass es für sie heute wichtig sei, bei gesellschaftlichen Entwicklungen, die dem Evangelium widersprechen, mutig und kritisch zu sein.


Das Thema "Berufung" stand auch im Mittelpunkt eines weiteren Vortrags Polans im Rahmen der Veranstaltung "Mehrwert Glaube". Polan rief dazu auf, im eigenen Umfeld, wie in der eigenen Pfarre, Berufungen zu fördern und junge Menschen zu ermutigen, gerade auch einen geistlichen Weg als Priester oder in einem Orden zu wählen. Er sehe das als große Aufgabe der Gemeinden, so der Abtprimas. Das benediktinischen Mönchtums habe mit seinem Sinn für Gemeinschaft, Liturgie und Gastfreundschaft sehr viel zu den Fragen der Gegenwart beizutragen, zeigte sich der Abtprimas weiters überzeugt.

Am Sonntag stand Polan einem Festgottesdienst in der Stiftskirche von Kremsmünster vor. Der Glaube der jungen Leute und ihre Freude sei für ihn sehr inspirierend gewesen, so der Abtprimas in seiner Predigt. Österreich bezeichnete er als "Land des Glaubens, der Klöster und der Musik". Auch eine Begegnung und ein intensiver Austausch mit dem Konvent von Stift Kremsmünster stand auf dem Programm Polans'. Er ermutigte die Benediktiner von Kremsmünster u.a. dazu, die klösterliche Gastfreundschaft besonders zu pflegen. Auch die Ökumene und der weltweite Synodale Prozess waren Themen. Die besondere Sorge des Abtprimas' auf Weltebene gilt derzeit der Ausbildung der jungen Mönche aus den wachsenden afrikanischen Gemeinschaften. Polan legte den Mönchen von Kremsmünster auch die biblischen Psalmen besonders ans Herz.

Der US-Amerikaner Gregory Polan steht seit 2016 an der Spitze der Benediktinern und Benediktinerinnen, einem der größten Orden der katholischen Kirche. Der im 6. Jahrhundert vom heiligen Benedikt gegründete Orden ist zudem der älteste der katholischen Kirche. Polan besucht dieser Tage noch einige weitere Benediktiner-Klöster in Österreich, bevor er am Donnerstag zurück nach Rom reist.

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Foto von der Veranstaltung (c) Stift Kremsmünster


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Lesermeinungen

winthir 5. Juli 2022: eine kleine Korrektur.

Der Abtprimas ist nicht das Oberhaupt aller Benediktiner. Die Klöster sind autark, bzw. Angehörige einer Kongregation.

Das Amt des Abtprimas gibt es seit 1893 auf das Drängen Roms hin - " Wir wollen einen einzigen Ansprechpartner, bittschön".

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