kath.net katholische Nachrichten

Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp


Ist Deutschland auf dem (Rück-)Weg in die DDR?

18. Juli 2022 in Deutschland, 24 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden


Der deutsche Journalist Ralf Schuler kritisiert ausuferende Verfassungsschutz-Aufträge und zunehmende Sprech- und Denkverbote in der Bundesrepublik, die ihn an die DDR-Zeit erinnern und in eine unfreie Gesellschaft münden würden.


Berlin (kath.net/mk) „Ein Hauch DDR weht durch die Republik.“ Mit dieser Feststellung übertitelt Ralf Schuler seinen Artikel in der schweizerischen Weltwoche, in dem er den deutschen Aufbruch zu einer neuen Gesellschaftsordnung zerpflückt. Der Ostberliner fühlt sich an die DDR erinnert, wenn der deutsche Inlandsgeheimdienst sich nicht mehr nur um Leute kümmert, die auf „aggressiv-kämpferische“ Weise die freiheitlich-demokratische Grundordnung abschaffen wollen, sondern mittlerweile auch Personen ins Visier nimmt, die demokratische Entscheidungsprozesse und Institutionen „verächtlich machen“ und zum Ignorieren behördlicher oder gerichtlicher Anordnungen aufrufen. Da passen nicht nur die abschätzig und ignorant so bezeichneten „Corona-Leugner“ wunderbar hinein, sondern dieser diffuse Auftrag kann – in DDR-Manier – zur Bespitzelung und Verfolgung von fast allen politisch gerade ungeliebten Lebensbereichen verwendet werden. Ebenso verhält es sich mit der auch erst vor kurzem geächteten „gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit“.


Schuler schildert seine (Ent-)Täuschung, als ihm als ehemaligem DDR-Bürger bewusst wurde, dass dem freien Westen, der jahrzehntelang so zäh gegen den Sozialismus gekämpft hatte, Freiheit und Wohlstand als Fundamente der Demokratie offenbar nicht in Fleisch und Blut übergegangen waren. „War der Gesellschaftsentwurf der ‚Arbeiter- und Bauernstaaten‘ eben erst gescheitert, so zieht mit Diversity und Regenbogenfahne wieder ein herbeizuführendes Gesellschaftsmodell herauf, das nicht nur Akzeptanz und Toleranz zum Ziel hat, sondern mit quotierten Personalplänen in Staat und Wirtschaft, mit verordneter Sprache und reglementiertem Denken eine andere Gesellschaft und neue Menschen hervorbringen will“, bringt es der Autor auf den Punkt. Ein Grundeinkommen könne in Wahrheit nicht „bedingungslos“ sein, und der Staat sei nicht dazu da, um jede kritische Wendung im Leben mit Schuldenmilliarden abzufedern. Die bisherige grundsätzliche Technologieoffenheit im Bereich Atomkraftwerke oder Verbrennungsmotoren werde zunehmend von Verboten verdrängt. Diese ganze Regelungsmaschinerie solle offenbar eine Gesellschaft erzwingen, die sich in der freien Selbstorganisation von unten nicht einstellen würde. „Es ist der diskrete Charme der DDR, der sein ungutes Aroma im Land verströmt.“


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!



Lesermeinungen

Evagrius 19. Juli 2022: @heiner1898

Ihrer Logik folgend, dürfte die AfD dann aber auch nicht zu den Wahlen zugelassen werden, das heißt sie müsste verboten werden. Anders gesagt: Weshalb wird eine Partei aus dem Diskurs ausgeschlossen, die auf dem Stimmzettel für den Bürger wählbar ist? Millionen von ganz normalen Bürgern sind somit politisch im ÖRR gar nicht vertreten. Sie zahlen dafür, dass sie totgeschwiegen werden. Irgendwie ungerecht. Auch in der Linken sind Linksextreme beheimatet. Die sind im ÖRR weit präsenter als die AfD.

heiner1898 19. Juli 2022: @Evagrius

Warum sollte der Staat, denn der ist ja letztendlich der Entscheider beim ÖRR, eine Partei zulassen, die vom Verfassungsschutz als Verdachtsfall für Rechtsextremismus beobachtet wird? Das wäre m.E. kontraproduktiv.

kanake 19. Juli 2022: @Chris2

Sie sehen vielleicht selbst was derzeit passiert, wo man im Wesentlichen ohne Maske unterwegs ist, von Lockdown ganz zu schweigen. Die Infektionszaghlen sind trotz des Sommers sehr hoch. Wir können froh sein, dass die Omicron-Variante weitgehend milde Verläufe hat, sonst hätten wir ein Problem. Bei ähnlicher Verfahrensweise wie jetzt und der ursprünglichen Variante des Virus hätten wir sicher sehr viele Tote zu beklagen.

Evagrius 19. Juli 2022: Enger Meinungskorridor

Mir als außenstehendem Österreicher fällt auf, dass der Meinungskorridor in Deutschland sehr eng geworden ist. Ich kenne die "Aktuelle Kamera" zwar nur vom Hörensagen, aber ARD und ZDF dürften nicht mehr weit davon entfernt sein. So kommt die einzige wirkliche Oppositionspartei in Talkshows gar nicht vor (2022 wurde zu den Talkshows noch kein einziger AfD-Politiker eingeladen), dafür kommt Karl Lauterbach 100 mal vor. Es gibt doch sicher auch einen Gesundheitssprecher der AfD, der eine zu respektierende Meinung vertritt. AfD-Wähler zahlen also fleißig Zwangsbeitrag für den ÖRR, kommen aber so gut wie gar nicht vor.

Zeitzeuge 19. Juli 2022: Lieber Chris2,

im Link mehr über Impfschäden und die Schwierig

keiten der Betroffenen, richtig behandelt zu wer

den.

Außer dem moralischen Aspekt, wir sind hier bei

kath.net, gibt es ernste med. Bedenken, so wie

ich infolge meiner Krebserkrankung von dieser

"Impfung" Abstand nehme - Anfang Mai war meine

ganze Familie coronaerkrankt - ich war 10 Tage

"positiv" - und hatte die geringsten Beschwerden

von allen - nämlich ein wenig Husten und

Schnupfen....... .

Die Asia-Grippe 1957/58 habe ich ebenfalls

ohne Ansteckung überstanden und auch die

Hongkong-Grippe 1968-70 - damals waren die

Medien mit den 68er Unruhen, dem "Prager

Frühling" und der Olympiade in Mexiko weitaus

mehr aktiv als mit dieser Viursgrippe, die

schon recht heftig war.

Im Link sind die Kommentare Betroffener hoch-

interessant, z.B. der Mann aus Thailand, dort

scheint man sich mit den Opfern von Pfizer & Co.

auch in den Medien ernsthaft zu beschäftigen -

warum nicht bei uns...........?

www.daserste.de/information/wirtschaft-boerse/plusminus/videos/impfschaden-kosten-100.html

Chris2 18. Juli 2022: Lob der Maßnahmen Zynismus oder ernst gemeint?

@kanake Meinen Sie das ernst? Haben Sie etwa nicht mitbekommen, dass die offizielle Evaluierungskommission der Regierung festgestellt hat, dass es nach 2 1/4 Jahren praktisch keine verwertbaren Daten zur Wirksamkeit der Coronamaßnahmen in Deutschland gibt? Also hat jeder Politiker oder Journalist, der Kritikern "Verschwörungstheorien" unterstellt und behauptet hat, die Maßnahmen würden wirken, gelogen und auch noch selbst Verschwörungstheorien verbreitet.

Chris2 18. Juli 2022: Gefährliche FFP-2-Masken

@Zeitzeuge: Stiftung Warentest hatte letztes Jahr FFP2- Masken für Kinder und Erwachsene getestet. Die für Kinder dürfte es von Haus aus gar nicht geben (es gibt keine Norm für Arbeitsschutzmasken für Kinder, also z.B. auch keine Grenzwerte für den Atemwiderstand) und alle fielen wegen ihres hohen Atemwiderstandes durch. Bei den für Erwachsene waren immerhin 4 von 20 empfehlenswert.
Und welche Konsequenzen hatte das? 0,0. Der Politik in D (Konstante: SPD) ist es offenbar - wie bei den niemals auf Wirksamkeit überprüften Maßnahmen - völlig egal, was wie viel bringt oder gar schadet. Aber wer das eine wie das andere hinterfragte, wurde stets als "Coronaleugner" und "Verschwörungstehoretiker" gebrandmarkt. Seitdem wir nun ganz offiziell wissen, dass in den letzten 2 1/4 Jahren nicht einmal geeignete Daten erfasst wurden, um die Wirksamkeit der Maßnahmen beurteilen zu können, muss man Vorsatz und damit entweder völlige Unfähigkeit oder Vorsatz (also Verschwörungspraxis) unterstellen...

www.test.de/FFP2-Masken-fuer-Kinder-im-Test-5824683-0/

KatzeLisa 18. Juli 2022:

Die Mehrheit der Bevölkerung kennt zum Thema "Corona" nur das, was ihnen Politiker und die regierungstreuen Medien Tag für Tag vorgesetzt haben. Sie haben keine Ahnung, was mit der Corona-Krise in Gang gesetzt wurde, sie wissen nicht, daß die Seren experimentell und immer noch nur bedingt zugelassen sind, sie kennen nicht die Liste der Nebenwirkungen, die sogar von Pfizer selbst veröffentlicht wurde.
Eine unglaublich geschickte, perfide Propaganda hat es geschafft, Milliarden Menschen mit genetischen Stoffen zu "impfen", deren Nebenwirkungen verschleiert werden und deren Langzeitwirkungen unabsehbar sind (bis zur Schädigung der Fruchtbarkeit).
Es ist sinnlos, mit diesen Leuten zu diskutieren.

Um so dankbarer bin ich, wenn aufmerksame, kritische Menschen erkennen, auf welcher schiefen Bahn sich unser demokratischer Rechtsstaat befindet.
Der Autor Uwe Tellkamp hat in seinem neuen Roman "Der Schlaf in den Uhren" dieses Thema aufgenommen und wird deshalb natürlich heftig diffamiert.

Ahmed 18. Juli 2022: @Zeitzeuge

Wenn die Menschen die teureren dt. Masken nicht kaufen, dann kommem diese Firmen eben in Schwierigkeiten. Falls der Staat dann Unterstütung gibt, dann heißt es, die Menschen würden bevormundet. Also gehen diese Firmen ein und es gibt nur noch Billigkrams aus China.

Zeitzeuge 18. Juli 2022: Lt. dem beigefügten Link steht die deutsche Maskenprodiktion vor dem "Aus";

die deutschen Verantwortlichen scheinen mehr auf

chinesische Billigware zu setzen, über deren

"Qualität" kann jeder sich selber auf dem Internwt

informieren........ .

Zu dem Gesamtkomplex "Corona" habe ich mich öfter

hier geäussert, ich verweise z.B. auf die eben

verlinkte Seite der kritischen Richter und

Staatsanwälte.

Meine persönlichen Bedenken gegen die Covid-

Spritzen bleiben bestehen, eine neue Diskussion

hierüber (moralische und medizinische Bedenken)

sind der Kommunintät hier bekannt!) beabsichtige

ich nicht zu führen, danke!

www.tagesschau.de/wirtschaft/maskenproduktion-103.html

heiner1898 18. Juli 2022: @Zeitzeuge

Danke für den Link. Dass das Netzwerk kritischer Richter und Staatsanwälte sowie deren Webseite bestehen und weiter bestehen können, zeigt eindrucksvoll, wie unrecht Herr Schuler hat. In der ehemaligen DDR hätte so ein Netzwerk nie entstehen können, es wäre bei Zeiten nach Unterwanderund durch die Staatsicherheit aufgeflogen und die Mitglieder entweder inhaftiert oder (das hat man auch oft gemacht) selbst als inoffizielle Mitarbeiter der Staatssicherheit eingesetzt worden.

Xaverflo 18. Juli 2022: Willkommen in der DDR

Ich sehe durchaus Tendenzen für einen Rückweg in DDR-Verhältnisse. Es ist die politische Aufladung aller privaten und auch intimen Lebensbereiche (Stichwort SPD: Lufthoheit über Kinderbetten). Wählen bringt praktisch nichts mehr, weil die etablierten Parteien alle dieselbe Politik machen. Die große Koalition, stellt sich im Nachhinein raus, könnte der Einstieg in Richtung "Einheitslisten" nach sozialistischem Vorbild gewesen sein. Alles ist alternativlos: Klima, Corona, Ausstieg aus allem.

@kranichsteiner, @kanake: Etwas Satirisches zum Thema Meinungsfreiheit und Bewegungsfreiheit in Corona-Zeiten. Am Ende des Beitrags kommt es: "Die Grenzen discht, die Regale leer, willkommen in der DDR."

www.youtube.com/watch?v=xcqGn1SsYNg

AngelView 18. Juli 2022: @kanake und @kranichsteiner Teil 2

Darüber hinaus ist ein nicht unerheblicher Teil der wirtschaftlichen Probleme - auch Nahrungmittelprobleme - Inflation, etc., die wir jezt haben, durch die Maßnahmen verursacht. Durch zwei Jahre "die Wirtschaft in den Keller treten", hat der kleine Tropfen Angriffskrieg Russland gegen Ukraine das Fass (nur etwas schneller) zum Überlaufen gebracht. Während der Westen sich um "Schnupfen" und "G-Regeln" kümmerte, konnte ein Staatschef, der da weniger empfindlich ist, in Seelenruhe einen Krieg vorbereiten. Und keiner hat´s gemerkt bzw. die Prioritäten lagen falsch.
Das, was wir jetzt gerade erleben, ist nicht die Mitte oder das Ende, nein, das ist erst der Anfang von dem, was da noch kommt. Egel, ob Krankheiten, Kriege, Versorgungsproblematik, usw.. Das alles wird weit mehr Menschen das Leben kosten als Corona. Schauen Sie einfach mal regelmäßig in die Statistiken dazu. Vielleicht überdenken Sie dann ihre Einschätzung nochmal.

AngelView 18. Juli 2022: @kanake und @kranichsteiner Teil 1

@kanake: Kleine Berichtigung. Die Impfung ist NICHT freiwillig. Freiwillig ist etwas dann, wenn ich mich frei für oder gegen etwas entscheiden kann, ohne durch die eine oder andere Wahl staatlichen oder sonstigen existenzbedrohenden Strafsanktionen (Kein Gehalt bei Erkrankung, obwohl das auch bei Impfung passiert) unterliegen, meinen Job riskiere etc.. Bei den Sanktionen ist da nichts freiwillig.

@kranichsteiner: Ein natürliches Ereinis "Tod" - aus welchem Grund auch immer - mit Abtreigung, also vorsetzlichem Mord durch Dritte zu vergleichen, hinkt massiv.
Eine Generation, die geschädigt ist (physisch oder psychisch) bringt wieder eine Generation hervor, die geschädigt ist. Wir haben gerade erst die parallelel Folgeschäden der Kriege erledigt, jetzt schädigen vorsätzlich die nächsten Gernerationen. Und ich traue mich da Ihnen zu widersprechen, Maskenpflicht und Lockdown hatten bei weitem nicht den gedachten Erfolg. Rechnen Sie die "mit"-Verstorbenen raus, dann wären es nicht mal 500T.

bahai 18. Juli 2022: @Zeitzeuge

Man muss nicht unbedingt die preiswerteren FFP2-Masken aus China kaufen, es gibt auch in Deutschland produzierte. So viel ich weiß haben ca. Anfang 2021 die Krankenkassen Berechtigungen an ältere Menschen verschickt, die zum Erwerb solcher Masken in Apotheken dienen.

kanake 18. Juli 2022: @AngelView

Dass beim ersten Mal manches nicht optimal läuft, ist normal und der Virus war vollkommen neu und unerforscht. Auch ich finde, dass die dt. Regierung im großen ganzen Entscheidungen getroffen hat, die notwendig waren. In einer Gesellschaft muss es nun einmal Regeln geben, keiner darf mit 150 km/h durch die Stadt oder bei Rot über die Kreuzung fahren. Und bei Corona war das nun mal Lockdown und Masken (Impfung ist ja freiwillig).

Zeitzeuge 18. Juli 2022: Im Link die Website kritischer Richter und Staatsanwälte;

Ob allen Bürgern bekannt ist, wie schlecht oft

die Masken aus China wirklichen Schutz bieten?

Die juristischen Argumente der kritischen Richter

und Staatsanwälte sollten auch mit juristischen

Argumenten beantwortet werden!

Da das Thema hier schon öfter diskutiert wurde,

verzichte ich auf weitere Diskussionsbeiträge

meinerseits, wobei ich den Vergleich mit der

ehemaligen "DDR" persönlich so nicht machen

würde, es reicht der juristische Blick in

unsere Verfassung - wie z.B. auf der jetzt

verlinkten Seite!

netzwerkkrista.de/2022/05/26/grundrechte-ohne-schutz-der-beschluss-des-bundesverfassungsgerichts-zur-einrichtungs-und-unternehmensbezogenen-nachweispf

kranichsteiner 18. Juli 2022: @AngelView

"..."nur" weil vielleicht 500T Menschen ein paar Jahre früher gestorben wären" Ich fasse es nicht! So könnte auch ein Abtreibungsbefürworter argumentiern.
Übrigens fürchte ich, wäre es ohne Maskenpflicht, Lockdown und Impfungen nicht bei 500.000 Toten geblieben.

AngelView 18. Juli 2022: @kranichsteiner

Sie geben an, dass Sie die Maßnahmen der Regierung zu Corona für durchdacht halten und damit Schlimmeres verhindert wurde.
Was genau meinen Sie mit "Schlimmeres"? Können Sie das spezifizieren?
Haben Sie in Ihre Überlegung auch mit einbezogen, dass man (ca. 80) Millionen - oder anders formuliert: 2-3 Generationen - von Menschen mit den Maßnahmen geschädigt hat, "nur" weil vielleicht 500T Menschen ein paar Jahre früher gestorben wären als die Statistik das für richtig hält? Sterben müssen wir alle, insofern verschiebt sich nur der Zeitpunkt. Aber hier hat man weit mehr Menschen das LEBEN zerstört. Die ganzen Kinder, Jugendlichen, jungen Erwachsenen, gezwungene Homeofficearbeiter, in Depressionen und ins Burnout getriebene Leute, die Leute mit Impfschäden (z. B. Organschäden, oder auch vermehrte Allergien/Emfindlichkeiten) sind demnach, wenn ich Sie richtig verstehe, weniger schlimm? Glauben Sie, dass diese Leute das auch so sehen? Diese Leute müssen den Rest ihres Lebens damit leben.

kanake 18. Juli 2022:

Glücklicherweise habe ich die DDR-Zeit nicht mehr mitbekommen. Aber als Berliner kenne ich die Mauerkreuze um weiß von den zahlreichen Toten an dieser Mauer. Dass der Author das mit den Verhältnissen in Deutschland vergleicht finde ich schräg. Aber, es hat eben jeder das Recht seine Meinung zu sagen und sei sie noch so schräg. Das ist das Gute an Deutschland.

heiner1898 18. Juli 2022:

Herr Schuler vergleicht hier Äpfel und Birnen, was einem Journalisten nicht passieren sollte. Die DDR war ein stalinistisches System, es hat u.a. seinen Bürgern freie Meinungsäußerung und freies Reisen verboten. Kritiker dieses Systems wurden teils Jahre weggesperrt. Zudem gab es zahllose Tote an der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze. Deutschland ist dagegen jetzt ein freiheitlicher Staat, es herrscht Meinungs- und Reisefreiheit. Dass man natürlich auch andere Meinungen ertragen muss, sollten alle Kritiker der Corona-Maßnahmen der Regierung bedenken. Ich weiß von niemanden, der wegen solcher Kritik inhaftiert wurde.

JP2B16 18. Juli 2022: Zitat der großen DDR-Bürgerrechtlerin Bärbel Bohley von 1990:

„Alle diese Untersuchungen, die gründliche Erforschung der Stasi-Strukturen, der Methoden, mit denen sie gearbeitet haben und immer noch arbeiten, all das wird in die falschen Hände geraten. Man wird diese Strukturen genauestens untersuchen – um sie dann zu übernehmen. Man wird sie ein wenig adaptieren, damit sie zu einer freien westlichen Gesellschaft passen. Man wird die Störer auch nicht unbedingt verhaften. Es gibt feinere Möglichkeiten, jemanden unschädlich zu machen. Aber die geheimen Verbote, das Beobachten, der Argwohn, die Angst, das Isolieren und Ausgrenzen, das Brandmarken und Mundtotmachen derer, die sich nicht anpassen – das wird wiederkommen, glaubt mir. Man wird Einrichtungen schaffen, die viel effektiver arbeiten, viel feiner als die Stasi. Auch das ständige Lügen wird wiederkommen, die Desinformation, der Nebel, in dem alles seine Kontur verliert.“

Wie sehr Frau Bohley recht hatte, zeigt u.a. ein aktuelles Vorhaben der Landesregierung von NRW.

www.tichyseinblick.de/meinungen/gruene-cdu-buergerrechte-meldestellen/

kranichsteiner 18. Juli 2022:

Diese Meinung von Ralf Schuler halte ich für maßlos übertrieben. Schuler war zur deutschen Wiedervereinigung gerade mal 25 Jahre und hat von der DDR wohl wenig mitbekommen. Ich selbst halte die Maßnahmen unserer Regierung gegen die Corona-Pandemie für durchdacht, Fehler unterlaufen jedem Menschen, zumal das Virus völlig neu war. Durch diese Politik wurde Schlimmeres verhindert.

Seeker2000 18. Juli 2022: Ach ne?!

Das fällt dem Autor ja früh auf. Oder traut er sich erst jetzt das zu sagen/schreiben.
Vor dieser Entwicklung warnen Menschen seit Beginn von Corona. Das sind die Leute, die man als Querdenker beschinpft hat. Natürlich gab und gibt es da tatsächlich "Durchgedrehte", aber viele waren nur einfach Vorherseher.
Schlimmer ist, dass der Großteil der Bürger alles mit sich machen läßt, wenn man es ihnen nur schön genug redet und sich der Staat als großer Beschützer generiert. Beschützt wurde nur eines: Die Machtposition der Politiker.
Es wäre an der Zeit die Menschen wieder zum eigenständigen Denken anzuleiten. Wäre das nicht Aufgabe auch der Journalisten?

Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz