kath.net katholische Nachrichten

Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp


Putins Patriarch verbreitet nach Teil-Mobilmachung erneut plumpe Putin-Propaganda

22. September 2022 in Aktuelles, 10 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden


Der Patriarch spricht de facto der freien Ukraine das Recht auf Existenz ab und übernimmt die Lügen von Putins Propaganda und schweigt weiterhin zum Angriffskrieg Russlands auf ein freies Land


Moskau (kath.net)

Das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill, verbreitet nach der Teilmobilmachung in Russland, nach der es gestern in Russland landesweit Proteste gab und mindestens 1250 Festnahmen gab, weiterhin Putins Propaganda. So ruft Kyrill die Russen einerseit auf, die Ukrainer nicht als Feinde zu betrachten. Dann spricht der Patriarch aber de facto der freien Ukraine das Recht auf Existenz ab und behauptet laut RIA: "Wir wissen, welche Gefahr dem ukrainischen Volk droht, das versucht, von einem Teil des heiligen geeinten Russlands in einen Staat umgestaltet zu werden, der diesem Russland feindlich gesinnt ist, feindlich gegenüber Russland."


Damit wiederholt Kyrill de facto die Lügen Putins und  übernimmt de facto die Behauptung, dass die Ukraine eine Nazi-Regierung habe und der demokratisch gewählten Präsident Wolodymyr Selensky der Feind des ukrainisches Volkes sei, der gegen Russland aufhetzt. Den Angriffskrieg von Russland auf die Ukraine und die Zerstörung von zehntausenden Menschenleben erwähnt Kyrill erneut mit keinem Worte. Bereits zu Kriegsbeginn lügt das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, der früher beim KGB war, der Welt ins Gesicht: "Wir wollen niemanden bekämpfen, Russland hat noch nie jemanden angegriffen. Es ist ein Wunder, dass ein mächtiges und großes Land niemanden angegriffen hat, es hat nur seine Grenzen verteidigt."

 

Foto: Sogar Kinder werden in Russland eingesperrt, die sich für Frieden einsetzen möchten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!



Lesermeinungen

Lemaitre 23. September 2022: @Labrador

Das habe ich tatsächlich & das Hl. Röm. Reich dt. Nation war eben auch nur ein menschliches Konstrukt, welches von seinen Konstrukteuren und den darin Handelnden vllt. als heilig betrachtet wurde, es aber nie war - zumindest ist mir keine Heiligsprechung eines solchen Konstruktes bekannt, gerne können Sie hier ein Beispiel bringen.

Keiner der anderen Punkte hat etwas mit dem Artikel hier zu tun, so dass ich mich kurz gefragt habe, warum Sie diese hier anführen. Die Antwort ist offensichtlich.

Ich habe nur eine Bitte: fangen Sie ihre Posts doch nicht mit "Lieber" an, wenn sich die daran anschließende Argumentation nur auf faktenbefreite ad hominem-Beleidigungen stützt. Das ist einfach unredlich.

Haben Sie eigentlich schon einmal in Betracht gezogen, dass auch Sie selbst das Potential haben, um bei manchen Themen ein Scott Hahn you sein, vorausgesetzt, Sie sind bereit, sich selbst Irrtümer einzugestehen?

Labrador 22. September 2022: Lieber Lemaitre - schon mal was vom „Heiligen Römischen Reich deutscher

Nation“ gehört?

Sie erteilen Ratschläge u.a. an AfD Politiker wegen Putin und wir haben einen Papst, der Kardinal Zen & den Prozess in Hong Kong ignoriert und mit der CCP paktiert, obwohl China etwa 1.000.000 Uiguren in Lagern festhält, foltert, mordet, als unfreiwillige Organspender einsetzt … wenn man „China Uiguren Lager“ googelt, taucht da auch der Begriff „Völkermord“ auf.

Und bei COVID-19 argumentieren Sie entweder
- wie ein „Landarzt“ der vor 20 Jahren aufgehört hat, am Wissensgewinn der Medizin teilzuhaben, oder
- wie ein total verstrahlter Universitätsprofessor, dem es in naher Zukunft ergehen wird wie Scott Hahn als er Katholik wurde. Jener hat ihm „unbekannte“ Abschnitte der Bibel entdeckt und Sie werden Studien „entdecken“, die im letzten Jahr geschrieben wurden.

Wenn ich Ihnen was raten darf: Sie sollten entweder den Mund nicht so voll nehmen oder etwas Bildung nachtanken.

Im Link verteidigt ein konservativer Protestant aus den USA Card. Zen, ab 44:00.

www.youtube.com/watch?v=Ja_2ASyIzrc

SCHLEGL 22. September 2022: @winthir

Da sind Sie leider im Irrtum! Patriarch Jeremias II. hat im Jahre 1589 das Patriarchat von Moskau gegründet, jedoch (leider) kein Patriarchat von Kiew!
Das war neben der Unterdrückung der Orthodoxen im polnisch-litauischen Staat der Grund für die Union von Brest Litowsk im Jahre 1595.
Das Patriarchat von Moskau war ab Zar Peter I bis nach der Oktoberrevolution 1917 unterbrochen (ersetzt durch den heiligen Synod).
Kiew war leider niemals Patriarchat, der sogenannte "Patriarch Filaret (Denisenko)" hat sich selbst zum Patriarchen ernannt, wird aber als solcher von Konstantinopel nicht anerkannt. Das Oberhaupt der orthodoxen Kirche der Ukraine ist Metropolit Epiphanij (Dumenko).
Auch dem Oberhaupt der ukrainisch griechisch katholischen Kirche hat Rom offiziell bis jetzt nicht den Titel Patriarch verliehen, aber alle ukrainisch griechisch katholischen Bischöfe, Priester und Laien nennen Svjatoslav Schevtschuk PATRIARCH und er selbst bezeichnet seine Kirche in Kiew als Patriarchalkirche.

de.wikipedia.org/wiki/Jeremias_II.

winthir 22. September 2022: Alle russisch-orthodoxen Christen unterstehen dem Patriarchen von Kiew.

Das hat der Patriarch von Konstantinopel, Philotheos Kokkinos, im Jahr 1375 so entschieden.

Quelle: s. link.

de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Ukraine#Verlegung_und_Zersplitterung_der_russischen_Metropolis

kranichsteiner 22. September 2022:

Es ist wie Monsignore Schlegl sagt. Putin und Michailowitsch Gundjajew waren zu Zeiten der Sowjetunion beide KGB-Offiziere, heute ist der eine Präsident der Russischen Förderation und Kriegsverbrecher, der andere eine Art Oligarch, der im Nebenjob unter dem Namen Kyrill und zu seiner Imagepflege eine Kirche leitet.

SCHLEGL 22. September 2022: @Richelius

Nach meinen Informationen untersteht die russisch-griechisch-katholische Kirche dem Patriarchen Svjatoslav von Kiew.
Möglicherweise, wegen des russischen Aggressionskriegs gegen die Ukraine, wurde ein Römisch-Katholischer Bischof aus Russland "zwischengeschaltet".Normalerweise sollen aber Katholiken des byzantinischen Ritus nur ausnahmsweise einen Oberhirten des lateinischen Ritus haben.

heiner1898 22. September 2022:

Ich hoffe, Kyrill I wird für seine Kriegshetze eines Tages noch hier auf Erden zur Rechenschaft gezogen und er sitzt dann mit Putin & Co auf der Anklagebank eines internationalen Kriegsgerichtes.

Richelius 22. September 2022: @ Schlegl

Die russ.gr.kath Kirche untersteht doch einem russischen Bischof des lat. Ritus; oder hat sich da was geändert?

SCHLEGL 22. September 2022: Gundjajew der Putinist

Die Vorbehalte welche die ukrainisch-griechisch-katholische Kirche gegen ökumenische Kontakte mit der RUSSISCH-ORTHODOXEN Kirche, sowohl in der Zeit der Sowjetunion, als auch jetzt unter Putin ausgesprochen hat, haben sich voll bestätigt! Früher waren ein Großteil der Bischöfe u. Metropoliten Mitarbeiter des KGB und haben sogar auf dessen Wunsch Kirchen geschlossen. Jetzt sind de facto lauter Anhänger Putins auf russischem Bischofsstühlen.
Nach der Ära des Kriegsverbrechers Putin wird das russische Volk auch dem Patriarchen und den Bischöfen die Rechnung präsentieren. Die zahlenmäßig größte orthodoxe Kirche hat unermesslichen Schaden genommen durch die Schuld des Patriarchen und der Bischöfe.
Vielleicht ist das die Chance für eine "russisch-griechisch-katholische Kirche", die es bereits jetzt in Russland gibt. Sie ist zahlenmäßig sehr klein und untersteht dem ukrainisch-griechisch-katholischen Patriarchen Svjatoslav von Kiew.

Lemaitre 22. September 2022: Heiliges Russland...

Alleine die Vorstellung, dass ein nur durch den Menschen geschaffenes, prinzipiell theoretisches Konstrukt wie ein Staat "heilig" sein könnte, ist völlig absurd.

Zaren, Stalin oder Putin: immer dieselben Lügen, Probleme etc. mit diesem Land.

Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.

© 2022 kath.net | Impressum | Datenschutz