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vor 2 Tagen in Weltkirche, 9 Lesermeinungen
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Spektakel gehören in den Bereich des Weltlichen, Aufgabe der Kirche sei es, die Aufmerksamkeit der Menschen wieder auf das Geheimnis zu lenken.
Rom (kath.net/CNS/jg)
Bei der Weltbischofssynode 2012 hat Papst Leo XIV., damals Generaloberer des Augustiner-Ordens, in einer Rede über die Neuevangelisation auch auf die Liturgie Bezug genommen und davor gewarnt, Gottesdienste in ein „Spektakel“ zu verwandeln. Aufgabe der Kirche sei es vielmehr, die Menschen „in das Wesen des Geheimnisses“ einzuführen, das ein „Gegenmittel zum Spektakel“ sei.
Wörtlich sagte er: „Die Kirche muss der Versuchung widerstehen, zu glauben, dass sie mit den modernen Massenmedien konkurrieren kann, indem sie die heilige Liturgie in ein Spektakel verwandelt. Kirchenväter wie Tertullian erinnern uns daran, dass das Spektakel in den Bereich des Weltlichen gehört und dass unsere besondere Mission darin besteht, die Menschen in das Wesen des Geheimnisses als Gegenmittel zum Spektakel einzuführen. Folglich muss die Evangelisierung in der modernen Welt die geeigneten Mittel finden, um die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit vom Spektakel auf das Geheimnis zu lenken.“
Archivfoto: Bischof Robert Prevost (c) Diözese Chiclayo
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Tante Ottilie vor 21 Stunden: Völlig richtig, liebe lakota, was Sie schreiben
Mir ging's ähnlich wie Ihnen. Bin auch von den Eltern in die Kirche mitgenommen und behutsam und kindgerecht dort eingeführt worden.
Man hat mir Ehrfurcht vor Gott und seinen Geheimnissen beigebracht.
Und auch eine Disziplin im Glauben, ohne die es einfach nicht geht.
Die Kirche ist das Haus Gottes und der Ort, wo wir und unsere Mitmenschen mit ihm Kontakt aufnehmen können und sollen.
Da gilt es auch Respekt und Rücksicht auf die Mitchristen zu üben und sich nicht wie auf dem Jahrmarkt oder der Hüpfburg zu benehmen.
Mir tun an sich die Kinder leid, die 3s nicht besser vermittelt bekommen. Die schlechten Ergebnisse solch falschen Handelns sprechen ja für sich.
lakota vor 21 Stunden: @Liebe Tante Ottilie
ich hätte ja noch nicht mal was dagegen, wenn unsere "Familienmessen" (es sind trotzdem mehr Alte als Familien drin) lockerer "kindgerechter" gefeiert werden - wenn das Ergebnis anders aussähe.
Aber wo sind die Kinder denn sonntags? Da kommt die Erstkommunion - aber die Kinder sind weder vor diesem Fest in der Hl.Messe, noch danach. Evtl. sieht man noch ein paar bei der Firmung.
Also bringen diese Familiengottesdienste gar nichts.
Mich hat meine Mutter schon als kleines Kind mit in die Kirche genommen, hat mir das Weihwassernehmen bei gebracht, die Kniebeuge vor dem Tabernakel (in dem Jesus ist) und "kindgerecht" immer mehr.
Was nehmen Kinder in den heutigen Gottesdiensten für ihren Glauben mit?
Tante Ottilie vor 25 Stunden: Sorry, Schreibfehler: "verbildete" statt "verbindet(e)" sollte 3s heißen
Tante Ottilie vor 33 Stunden: @lakota
Ich stimme Ihnen vollkommen zu.
Leider haben einige verbindet Frauen bei uns gerade wieder eine Infantilisierung Hl. Messen angestrebt und fürs erste auch durchgesetzt. Am kommenden Wochenende ist hier bei uns eine Familienmesse mit genau solchen im Altarraum herumhüpfenden Kindern angesetzt. Das bleibe ich weg und weiche dann halt notgedrungen auf einen würdig gefeierten Fernsehgottesdienst auf ktv aus.
Motto:
"Eh ick mir so ärjere, bleib' ick lieba wech."
lesa vor 2 Tagen: Das Gegenteil von Spektakel: Mysterium.
Gut, dass der Heilige Vater das gesagt hat, er wird das gewiss noch öfters tun!
Die Heilige Messe ist das genaue Gegenteil von einem Spektakel - nämlich ein unaussprechliches Mysterium. Man kann sich ihm nur mit Ehrfurcht öffnen, und es lehrt Ehrfurcht - immer mehr. "Spektakel" aber lässt den Sinn für dieses Geschehen mehr und mehr abstumpfen. Es ist aber ein Unterschied, ob man Unterhaltung bekommen hat oder jenem lebendigen Wasser begegnet ist, das in die Ewigkeit hinübersprudelt und darum den innersten Durst löscht und Speise, die nicht verdirbt, sondern nährt für die Ewigkeit. (vgl Joh 6 und 7)
Es gäbe einen direkten Weg, diesem unfassbaren himmlischen Geschenk und damit den ungekürzten Glauben wieder zugänglich zu machen -
wohl eine Gnade, die erbetet werden muss, einschließlich des Mutes der Hirten, die für diese echte Reform, die in der Reform der Reform (hier konkret der Liturgiereform) besteht, notwendig ist.
lakota vor 2 Tagen: Welch eine Wohltat
sind diese Worte!
"Aufgabe der Kirche sei es vielmehr, die Menschen in das Wesen des Geheimnisses“ einzuführen...".
Das gelingt nicht mit Events, Action, Herumhüpfen von Kindern um den Altar.
Tante Ottilie vor 2 Tagen: Der neue Papst hat hier absolut recht:
Auch ich beklagen seit längerem die Eventisierung von Gottesdiensten (Hl. Messen) in verschiedenen Gemeinden unserer Großpfarrei - da bleibe ich ggf. solchen Spektakeln lieber fern und weiche auf Fernsehmessen aus.
Das wird manch einer wahrscheinlich auch kritisieren, aber für mein seelisches Gleichgewicht und Wohlbefinden ist es einfach zuträglicher, als wenn ich mich ohnmächtig innerlich aufregen und mit Groll im Herzen solch einem Spektakel-Gottesdienst beiwohne.
gebsy vor 2 Tagen: Vergelt's Gott!
Ein betender Priester kann der Versuchung besser Widerstand leisten, als ein Manager ...
Hängematte vor 2 Tagen: Genau, die Hl. Messe ist kein Entertainment.
Leider versuchen dies manche Priester und verzweifeln dann, weil der Erfolg unter ihren Erwartungen bleibt.
Ich denke dabei an einen Priester in der Oststeiermark
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