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Unter den kroatischen Katholiken wächst Grundsatzkritik

vor 2 Tagen in Deutschland, 11 Lesermeinungen
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Nach „Schleim-Jesus“-TV-Gottesdienst schreibt Gruppe kroatischer Katholiken offenen Brief an Bischof Krämer und DBK – „Halten es für unverzichtbar, dass unsere Kirche dem Weg treu bleibt, den sie seit Jahrhunderten als Kirche Petri gegangen ist“


Stuttgart (kath.net) Die ARD-Übertragung der Christmette der katholischen Kirche St. Maria/Stuttgart mit der umstrittenen Darstellung eines mit schleim verkleideten Erwachsenen als „Jesus-Kind“ in der Krippe hat kroatische Katholiken zur grundsätzlichen Gegenreaktion bewogen. Der Facebookauftritt der (nichtkirchlichen) „Kroaten in Stuttgart“ („hrvati stuttgart“) dokumentiert den offenen Brief „Luka Pilicic im Namen der Gruppe kroatischer Katholiken“ (siehe unten).

Der in respektvollem Ton gehaltene Offene Brief wendet sich an den Bischof von Rottenburg-Stuttgart, Klaus Krämer, sowie an alle Mitglieder der Deutschen Bischofskonferenz. Man halte „es für unverzichtbar, dass unsere Kirche dem Weg treu bleibt, den sie seit Jahrhunderten als Kirche Petri gegangen ist. Die Kirche darf sich nicht dem Zeitgeist anpassen, sondern muss aus ihrer eigenen Identität heraus handeln. In diesem Zusammenhang teilen wir die Sorge, dass politische oder ideologische Symbole – wie etwa LGBT-Fahnen – in kirchlichen Einrichtungen zu Verwirrung führen und der kirchlichen Lehre widersprechen. Diese Haltung hinsichtlich der Anbringung von LGBT-Fahnen in kirchlichen Räumen steht auch im Einklang mit der klar vertretenen Position von Kardinal Gerhard Ludwig Müller.“


Auch beobachte man mit Sorge, „dass es im Klerus trotz des Versprechens des Zölibats Geistliche gibt, die dieses Versprechen nicht leben. Gleichzeitig fordern einige strukturelle und lehrmäßige Änderungen, statt persönliche Konsequenzen zu ziehen. Dies untergräbt die Glaubwürdigkeit der Kirche und führt zu weiterem Vertrauensverlust.“

Als „besonders besorgniserregend“ stufen diese Katholiken den dramatischen „Rückgang von Priester- und Ordensberufungen. Wir sind überzeugt, dass dies nicht am Zölibat liegt, sondern an Defiziten in der Glaubensverkündigung, der Katechese und der religiösen Bildung – insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Papst Benedikt XVI. hat zu Recht die Frage gestellt, ob die Kirchensteuer der geistlichen Erneuerung dient oder sie eher behindert. Auch diese Frage sollte offen und ehrlich diskutiert werden.“

Bereits vor einigen Tagen hatte schon der Franziskanerpater Zvonko Tolic seine Kritik am „Schleim-Jesus“ öffentlich gemach. Tolic ist der Leiter der Kroatischen Katholischen Mission in Berlin und war zuvor viele Jahre der Leiter der Kroatischen Katholischen Mission Stuttgart gewesen. Er schreibt: „Ich erhebe dagegen ausdrücklich Einspruch“ (siehe Link zum Internetauftritt der Pfarreiengemeinschaft Vöhringen, dort ist dieser Brief in voller Länge und mit Zustimmung okumentiert).

Foto: (c) ARD-Screenshot

Zum vollen Text des offenen Briefes:


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Lesermeinungen

Versusdeum vor 18 Stunden: Ungläubige innerkirchliche Funktionärskaste

@jabberwocky Danke, Sie haben die Misere in Deutschland perfekt auf den Punkt gebracht

Paddel vor 27 Stunden: §166 StGB

weltliches Gericht.

Kirchlich: 2. Gebot: "Du sollst den Namen des Herrn deines Gottes nicht mißbrauchen."

Wessen Geistes Kind ist dieser Priester?

Der Gärtner vor 29 Stunden: Häresie

Vor kurzem war Papst Leo XIV. in der Türkei, hat sich mit anderen Kirchenführern in der Stadt Iznik getroffen. Dort beging man den 1700. Jahrestag des Konzils von Nicäa. Dort wurde vor langer Zeit festgelegt, was wir zu glauben haben, hier 1:40 bis 1:55 im Video.
Ein katholischer Priester, in der Christmette verkündet, das es Jesus nicht gegeben habe, dies ist nämlich die Konsequenz seiner Worte, ist sofort zu entlassen Herr Bischof Krämer von Stuttgart. Der Mann ist ungläubig. Ich glaube kaum, dass Herr Bischof da einen Ermessensspielraum hat.

www.youtube.com/watch?v=4-HfQhsd7HQ

modernchrist vor 35 Stunden: Der Rundfunkpfarrer behauptet,

dass Lukas sich was gedacht hat, als er Gott als
Kind auf die Welt kommen lässt!!! Lukas wäre damit ein gemeiner Lügner, die ganze Weihnachtsgeschichte ein absolutes freches Märchen! Das ist irre Häresie! Die Leute denken dann langfristig, dass die Idee der Menschwerdung Gottes überhaupt ein Hirngespinst von verrückten Juden war! Der Schaden am Glaubensvertrauen der Menschen durch so eine pseudotheologische Predigt und durch den Käse der Pastille dazu, er ist unermesslich. Man könnte weinen vor Zorn. Gott durch einen unförmigen, ekeligen, unmenschlichen Fleischklumpen dargestellt, ist ein Sakrileg. Ich rolle nicht automatisch einen roten Teppich aus, wenn ich höre "eine junge Künstlerin" hat das "für uns" gestaltet!

girsberg74 vor 36 Stunden: Wer weiß,

ob das Bestimmungswort des Begriffs „Schleim-Jesus“ nicht das Grundwort der betreffenden Hierarchie ist?

SalvatoreMio vor 2 Tagen: Also war das Christkind in der Futterkrippe ein "Lukas-Märchen"?@

@Fink: Die ekelige Krippe hätte man notfalls als Symbol verstehen können für all die Leidenden auf Erden. - Aber lt. Rundfunkpfarrer nebst Gemeindereferentin ist die Geburt Jesu als Kind im Stall offenbar eine Erfindung des Evangelisten gewesen? - Da ein Mensch nur als Kind geboren wird, kann Jesus also überhaupt nicht geboren worden sein; kann es zuvor auch keine Ankündigung durch den Engel Gabriel gegeben haben, auch weder eine Jungfrau Maria noch Josef; somit auch keinen außergewöhnlichen Kometen am Himmel und keine Sternforscher... und noch viel mehr. Ja, was denn überhaupt? Nun, schon lange gibt es Ungläubige, die die Bibel für ein Märchenbuch halten, und der Rundfunkpfarrer bestätigt es! Oder wusste er nicht, was er sagte und hat seine Assistentin das Evangelium nur überflogen aus Mangel an Zeit?

kleingläubiger vor 2 Tagen:

Vielen Dank an die aufrechten kroatischen Katholiken! Deren Gottesdienste sind oft sehr gut besucht und man findet oft einen lebendigen Glauben vor. Doch in Stuttgart wird alles, was traditionell katholisch ist, an den Rand gedrängt. Man könnte so vieles aufzählen: Die Petrusbruderschaft muss ganz am Stadtrand in einer schlecht erreichbaren Betonkirche feiern, Beichtwillige werden eher wir lästige Exoten behandelt, der Stadtdekan fällt Lebensschützern und Gebetsinitiativen gegen die abscheuliche Oper „Sancta“ in den Rücken und verkündet, diese würden „natürlich nicht die katholische Kirche repräsentieren“ und so weiter und so fort.

SarahK vor 2 Tagen: Draga hrvatska braćo i sestre u Kristu, srdačno vam zahvaljujem!

Dragi Hrvati,
možete li vas molim također pisati biskupu Helmutu u Aachenu. Tamo se, čini se, više ni ne zna što je rimokatoličko, a Zakonik kanonskog prava (CIC) očito je potpuna nepoznanica odgovornima.
Hvala vam unaprijed.

jabberwocky vor 2 Tagen: Hvala , liebe Kroaten

Ich bin sehr dankbar für unsere kroatischen, polnischen, ukrainischen und orientalischen Glaubensbrüder und -schwestern. Sie beleben allein durch Ihr Da-sein unsere geistlich vertrocknete Heimat. Einen Punkt in den Facebook-Kommentaren möchte ich herausgreifen. Dort schreibt jemand, daß die muttersprachlichen Gemeinden von der Ortskirche an den Rand gedrängt werden. Dies geschieht natürlich nicht, weil es fremdsprachliche Gemeinden sind. Sondern das geschieht, weil Sie Jesus treu sind und ihm in Liebe dienen. Deutschen Gruppierungen, die sich ganz Jesus geben, geschieht oft das gleiche. Der Grund liegt darin, daß in Deutschland eine innerkirchliche Funktionärskaste die Macht hat, für die es ein Ärgernis ist, das Evangelium ernst zu nehmen. Darum gilt: Einfach weitergehen! Diese Leute bekämpfen geistliche Aufbrüche, sie bekämpfen Frömmigkeit und Gottesfurcht; aber Jesus ist der Herr. Nochmal Danke, daß Sie sich zu Wort gemeldet haben.

ThomasR vor 2 Tagen: es hat nichts gegeben, nix passiert

die Karavanne Richtung Untergang geht weiter

Fink vor 2 Tagen: Der Journalist Alexander Kissler spricht Klartext dazu

In der Reihe "Kissler Kompakt" hat er heute auf YouTube ein 6-minütiges Video zu dieser Skandal-Christmette in Stuttgart eingestellt.
Sehenswert ! Siehe Link.

www.youtube.com/watch?v=yVKfmIVOuAQ

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