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Neuer Hirtenstab für Papst Leo XIV. betont die Auferstehung

14. Jänner 2026 in Aktuelles, 6 Lesermeinungen
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Päpstliche Ferula erstmals zum Abschluss des Heiligen Jahres am Dreikönigstag verwendet


Vatikanstadt (kath.net/KAP) Neues Jahr, neues päpstliches Zeichen: Leo XIV. hat bei der Messfeier am 6. Jänner im Petersdom erstmals einen neuen Hirtenstab benutzt. Dieser erinnert mit seinem Kreuzmotiv an den Hirtenstab von Johannes Paul II. (1978-2005), wie das Liturgische Büro des Vatikans gegenüber dem Portal Vatican News bestätigte. Dabei seien aber die Hinweise auf die Auferstehung von Jesus Christus stärker herausgearbeitet.

"Christus wird nicht mehr mit den Nägeln der Passion dargestellt, sondern mit seinem glorifizierten Körper, der aufsteigt zum Vater", so der Vatikan. "Wie bei seinen Erscheinungen zeigt der Auferstandene den Seinen die Wunden des Kreuzes als leuchtende Zeichen des Sieges, der den menschlichen Schmerz zwar nicht ungeschehen macht, ihn aber in einer Morgenröte göttlichen Lebens übersteigt."


Der Päpstliche Hirtenstab, die sogenannte "Ferula pontificalis", kommt nur selten zum Einsatz. Am 6. Jänner, dem Dreikönigstag, nutzte Leo XIV. den Stab beim Abschluss des Heiligen Jahres 2025 mit der Schließung der Heiligen Pforte am Petersdom. Bereits für 2033 hat er ein kirchliches Großereignis angekündigt, das alle christlichen Konfessionen gemeinsam in Jerusalem feiern sollen: 2.000 Jahre Tod und Auferstehung von Jesus Christus.

Die "Ferula" ist seit dem Spätmittelalter bezeugt. Anders als ein Bischofsstab, der im oberen Teil eine Krümme aufweist, ist der Hirtenstab des Papstes im oberen Teil gerade: ein Hinweis auf seine Autorität über die ganze Weltkirche. Papst Paul VI. (1963-1978) trat beim Abschluss des Zweiten Vatikanischen Konzils 1965 erstmals mit einem Hirtenstab mit der Darstellung des Gekreuzigten auf.

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Foto (c) Vatikan Media


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Lesermeinungen

heikostir 15. Jänner 2026: @Fink

Eine etwas seltsame Frage.

Weder moderne noch nicht moderne Kunst sind grundsätzlich angemessen für sakrale Zwecke. Das entscheidet sich immer im konkreten Einzelfall.

Fink 15. Jänner 2026: @ heikostir - gilt dann für Sie auch der Umkehrschluss, nämlich:

"Moderne Kunst ist grundsätzlich angemessen für sakrale Zwecke" ?

heikostir 14. Jänner 2026:

Die von den Päpsten Paul VI., Johannes Paul I., Johannes Paul II., Benedikt XVI. (anfangs) und Papst Franziskus (zeitweise) verwendete Ferula ist für mich eines der gelungensten Beispiele moderner Kunst im liturgischen Bereich.

Der heilige Papst Paul VI. ein Liturge mit viel Fingerspitzengefühl hatte auch einen großen Sachverstand für gelungene Kunst im religiösen Bereich. Unvergessen das von ihm initiierte Treffen mit Künstlern in der Sixtinischen Kapelle, an der auch JPII. und BXVI. anknüpften.

Bei der neuen Ferula von Leo XIV. wird die besondere Verbindung von Kreuz und Auferstehung besonders betont. Sehr schön.

Insgesamt finde ich es sehr sinnvoll und der Liturgie angemessen, dass auch zeitgenössische Formen des Ausdrucks zur Anwendung kommen. Ebenso ausdrucksstark sind alte Originale. Alte Formen heute aber einfach zu kopieren, ist dagegen einfallslos und endet nicht selten im Kitsch.

Jede Zeit hat ihre Ausdrucksformen: Romanik, Gotik, Barock... Moderne...Und das ist gut so!

carl eugen 14. Jänner 2026: @Cistercium

Weil viele kirchliche Medien keine Ahnung von Kirche und Papst haben. ;-)

Cistercium 14. Jänner 2026: Ferula

Warum kommt die Ferula nur selten zum Einsatz? Der Papst verwendet sie doch bei jeder öffentlichen Hl. Messe.

Fink 14. Jänner 2026: Der Kreuzstab (Ferula) von Papst Benedikt war vorbildlich

Meine Kritik und Abneigung gegenüber moderner Kunst und "Design" ist hier bekannt. Im sakralen Bereich halte ich diese für nicht angemessen (man unterscheide "Kunst" und "Schönheit"!).
Dieses künstlerisch aufgeladene Kruzifix von Papst Johannes Paul II, dann weiterverwendet von Papst Franziskus, mochte ich nicht. Auch den oben abgebildeten neuen Kreuzstab von Papst Leo halte ich nicht für angemessen. Moderne Kunst halt...

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