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Auch müde Gebete zählen

vor 2 Tagen in Spirituelles, 6 Lesermeinungen
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Das Gebet ist nicht für jene Momente reserviert, in denen du dich heilig, ruhig oder inspiriert fühlst - Von Petra Knapp


Wien (kath.net / pk) Fällt dir das Beten gerade schwer? Es gibt ein paar einfache Methoden, die dir helfen können, Gott nahe zu sein – selbst an Tagen, an denen du müde oder frustriert bist, schreibt Cerith Gardiner in einem Artikel auf „Aleteia“. „Seien wir ehrlich: Nicht jede Lebensphase spürt sich besonders spirituell und von Gebet erfüllt an.“

„Du hast vielleicht einen tiefen Glauben und fühlst dich dennoch abgelenkt, ausgelaugt, gehetzt oder einfach nur erschöpft. Zu Beginn des Jahres 2026 tragen viele Menschen eine stille Müdigkeit mit sich herum – aufgrund des Tempos des Lebens, aufgrund von Sorgen um die Welt, aufgrund persönlicher Kämpfe, die niemand sonst sieht.“

„Wenn dir das Beten also derzeit schwerfällt, bist du kein Versager. Du bist ein Mensch. Und die gute Nachricht lautet: Das Gebet ist nicht für jene Momente reserviert, in denen du dich heilig, ruhig oder inspiriert fühlst. Tatsächlich beginnen einige der ehrlichsten Gebete genau dann, wenn du dich überhaupt nicht spirituell fühlst.“


Der Autor schlägt ein paar einfache Methoden vor, mit denen Gebet möglich ist, auch wenn sich dein Herz müde oder leer anfühlt.

Erstens: Bleib an dem Ort, wo du bist, nicht dort, wo du denkst, dass du hingehörst. Konkret: Für das Gebet brauchst du weder die „richtige“ Stimmung noch eine perfekte Wortwahl. „Du musst dich nicht ,zusammenreißen‘, bevor du dich Gott zuwendest. Wenn alles, was du zustande bringst, die Sätze ,Ich bin erschöpft‘ oder ‚Ich weiß nicht, was ich tue‘ ist, dann ist das bereits ein Gebet.“ Gott begegnet dir in deiner Realität, nicht in deiner Leistung.

Zweitens: Halte es kurz. Wenn das Leben hektisch oder überwältigend ist, können lange Gebete unmöglich erscheinen. Ein einfacher Satz, der den ganzen Tag über wiederholt wird, kann ausreichen: „Herr, sei bei mir.“ – „Jesus, ich vertraue dir.“ – „Hilf mir.“ Diese kurzen Gebete fügen sich in die Lücken des Alltags ein – beim Autofahren, beim Warten in der Schlange. Sie halten dein Herz sanft auf Gott ausgerichtet.

Drittens: Stille zählt als Gebet. „Du brauchst nicht immer Worte“, schreibt der Autor. „Manchmal bedeutet Beten einfach nur, in Gottes Gegenwart zu sitzen, auch wenn deine Gedanken abschweifen. Stille ist nicht leer, sondern ein Akt des Vertrauens.“ Stille ermöglicht es Gott, unter der Oberfläche zu wirken.

Viertens: Leihe dir die Worte anderer. Lies die Heilige Schrift, die Psalmen, das Vaterunser oder vertraute Gebete. Sie können uns tragen. Wir müssen das Gebet nicht erfinden.

Fünftens: Bete mit deinem Körper. Gebete finden nicht nur im Kopf statt. Zünde eine Kerze an. Mach langsam das Kreuzzeichen. Gehe in Stille spazieren. Setzen dich kurz in eine Kirche. Gesten können das Gebet erden, wenn die Gedanken verstreut sind.

Sechstens: Sei geduldig, wenn du nichts spürst. Gott ist nicht weit weg, nur weil es sich für dich so anspürt. Oft vertieft sich der Glaube in Zeiten der Trockenheit. Ein Glaube, der auch dann noch besteht, wenn die Gefühle verblassen, ist ein wirklich starker Glaube.

„Wenn das Jahr 2026 beginnt, denken Sie daran“, schließt der Autor. „Beim Gebet geht es nicht darum, sich jeden Moment Gott nahe zu fühlen. Es geht darum, sich immer wieder für ihn zu entscheiden – genau so, wie du bist.  Auch müde Gebete zählen. Wahrscheinlich zählen gerade müde Gebete besonders. Und manchmal sind es genau diese Gebete, die Gott am meisten gebraucht.“


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Lesermeinungen

kleingläubiger vor 26 Stunden:

Ich habe mir angewöhnt, bei monotonen Tätigkeiten wie Autofahren oder beim Warten zu beten, und sei es nur innerlich. Gerade eine Autofahrt scheint mir ideal zu sein, um nebenher einen Rosenkranz zu beten. Aber auch in Bus und Bahn, selbst wenn es da wegen dem Alltagslärm schwieriger ist.

723Mac vor 36 Stunden: in der Stille des Gebets (die Gottesmutter schweigt auch auf Golgotha)

begegnen wir den gekreuzigten Herren aber auch seine Mutter.

Herzliche Einladung zum Gebet vor jedem Tabernakel und in München insbesondere in die Münchner Herzogspitalkirche wo wir auch heute eine Chance haben die Gottesmutter zu begegnen und wie der Lieblingsjünger Jesu als eigene Mutter anerkennen und zu sich nach Hause einladen.

Jeden Tag 16.00 Uhr Eucharistischer Rosenkranz anschliessend Gebete für den amtierenden Papst, heute Papst Leo, Herzogspitalkirche, Herzogspitalstr. 7, Innenhof

Alle Gläubige vom ausserhalb München dürfen ihre Gebetsanliegen telefonisch im Herzogspitalkloster täglich ausser Sonntag an der Pforte melden. Unsere Schwestern beten dann für Sie für Ihre Anliegen und Ihre Gesundheit

Stefan Fleischer vor 2 Tagen: Ja

Gott hat keinen Zählrahmen und keinen Computer. Beim ihm zählt auch nicht unsere Leistung (die wir ja auch nur seiner Hilfe verdanken) sondern unser Bemühen. Im Covertext des Büchleins Heiligkeit für Anfänger steht: «Heiligkeit ist die tiefe Beziehung zu Gott, ein wunderbares und unergründliches Zusammenspiel von Gott und Mensch, von Gnade und Bemühen.» (aus dem Gedächtnis zitiert). Ein tiefes Glück, eine tiefe Freude kann Gott uns schenken, wenn er dies für gut findet. Er kann uns aber auch auf den Weg durch die finstere Schlucht mitnehmen. Auch dann ist er bei uns, auch dann geben uns sein Stock und sein Stab Zuversicht. (vgl. Ps 23,4)

gebsy vor 2 Tagen: Vergelt's Gott!

Da wird die wahre Wirklichkeit betrachtet und liebevoll angeboten.
Tatsächlich sind wir gerade dann vom Gebet abgehalten, wenn es unsere Seele am dringensten braucht.
Denken wir nur an konkrete Versuchungen, wenn wir Gottes HELFENDE LIEBE am nötigsten haben ...

Versusdeum vor 2 Tagen: Knien

Im Knien beten wir Gott an oder flehen ihn um Hilfe an. Und ein Gesätz des Rosenkranzes dauert kaum 5 Minuten. Diese Zeit kann man durchaus öfter finden oder vor dem (auch sehr späten und erschöpften) Schlafengehen "investieren". Und das Sanktus als erhebendes Gebet der Anbetung

Paddel vor 2 Tagen: Amen :)

Gebet ist immer gut. Ja, sogar wenn man sich als ein besonders schwerer Sünder fühlt. So wie Adam und Eva im Paradies, die sich versteckt haben im Angesichts ihrer schlimmen Schuld... :) Denn diese Schuld hat Folgen bis zum heutigen Tag. Das ist das Paradebeispiel schlechthin, dass Gott auch dann noch Interesse an einem hat und ja geradezu Sehnsucht nach einem hat. Sonst hätte ER die Beiden doch nach dem Sündenfall nicht aufgesucht und den Dialog begonnen. ER hätte sie ohne Worte rausschmeißen können. Aber nein, hat ER nicht, er hat mit ihnen geredet und ja, es gab Konsequenzen, aber gerechte und barmherzige und ja, Gott hat sich ihnen sogar gleich gestellt und hat ihre Sünde auf sich selbst genommen. Das dürfen wir nie vergessen, egal was wir angestellt haben.

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