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„Der einzige schlechte Rosenkranz ist der, den du nicht gebetet hast“

vor 23 Stunden in Jugend, 4 Lesermeinungen
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YouTuber Gabe Castillo ist überzeugt, dass der Rosenkranz eines der mächtigsten Gebete ist.


Fort Worth (kath.net / pk) Der Rosenkranz sei jenes Gebet, welches eine der größten Veränderungen schaffen könnte, um ein besseres Leben zu führen. Das sagte der katholische YouTuber Gabe Castillo im Gespräch mit ChurchPOP auf der SEEK 2026 in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas. Castillo führt den YouTube-Kanal „Gabe After Hours“.

Nach Ansicht vieler Heiliger, Kirchenlehrer und Päpste sei der Rosenkranz das wichtigste Gebet nach der Heiligen Messe. „Wenn er richtig gebetet wird, ist der Rosenkranz das beste Gebet, um die Seele darauf vorzubereiten, mehr Gnaden in den Sakramenten zu empfangen, das beste Gebet, um Gottes heiligen Willen zu erkennen und dann die Kraft und den Mut zu haben, ihn zu tun, und das beste Gebet, um Laster zu überwinden.”


Castillo gibt ein paar praktische Tipps, um dieses Ziel zu verwirklichen.

1) Trage immer einen Rosenkranz bei dir, in der Hosentasche, Handtasche oder Geldbörse. Dies sei eine  „physische Erinnerung daran, dass ich Einfluss auf den Ausgang menschlicher Ereignisse habe, dass ich die Fähigkeit habe, zu beten, Veränderungen herbeizuführen und in schwierigen Situationen Gnade zu spenden“.

 2) Sei dir über deine Intention im Klaren. „Wenn du eine neue Gewohnheit beginnst, musst du dir immer vor Augen halten, warum du das tust“, erklärt Castillo. Dies sei wichtig, um nicht den Fokus zu verlieren. Eine gute Idee sei außerdem, ein Zeitlimit festzulegen, um auch ein Ziel zu erreichen.

3) Einfach beten. „Man muss verstehen, dass der Rosenkranz zwar ein Rosenstrauß für die Muttergottes ist, aber auch eine Waffe in der Hand des Christen“, meint Castillo. „Wenn man also anfängt, den Rosenkranz zu beten, wird der Teufel einen massiven Angriff starten und alles tun, um einen davon abzuhalten. Man hört eine Stimme im Kopf sagen: ‚Bete später, du bist nicht gut darin, du verschwendest deine Zeit‘ – das kommt vom Feind.“

Die beiden größten Versuchungen seien Ablenkung und Entmutigung. „Gib dich auch einmal damit zufrieden, den Rosenkranz schlecht zu beten, bringe es einfach am Ende des Tages hinter dich, denn der einzige schlechte Rosenkranz ist der Rosenkranz, den du nicht gebetet hast.“ Das Gebet sei wie ein Muskel: „Je mehr du betest, desto besser wirst du.“ Wichtiger als das Gefühl sei die Beständigkeit, sie sei ein Zeichen spiritueller Reife.

4) Mache dir einen Plan. „Wenn du in irgendetwas erfolgreich sein willst, vor allem aber im spirituellen Leben, brauchst du eine Lebensregel“, ist Castillo überzeugt. Er hält es für wichtig, sich gleich am Morgen Zeit fürs Gebet zu nehmen. Warum? „Wir wissen nicht, was im Laufe des Tages passieren wird, wir wissen nicht, wohin Jesus uns rufen wird und wo wir sein Antlitz in jemandem sehen werden, der leidet, der in Not ist, aber wenn Sie am Morgen beten, haben Sie bereits die Gnade auf Ihrer Seite.“


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Lesermeinungen

gebsy vor 14 Stunden: Genügsamkeit ist eine Tugend,

welche beim Gebet zum Verhängnis wird ...

Persönliche Erfahrung als Postwurf:

www.gebsy.at/onewebmedia/2014-04-22_Postwurf_2B8010.pdf

lesa vor 16 Stunden:

Danke für den Artikel! Die Überschrift ist sehr gelungen!

j@cobus vor 20 Stunden: Alfons von Liguori: Die Macht des Gebetes

Wir wollen nun dieses erste Kapitel beschliessen, indem wir aus allem, was bisher gesagt wurde, die Folgerung ziehen, dass derjenige, der betet gewiss selig wird, uns wer nicht betet, gewiss verloren geht. Alle Seligen im Himmel, die unmündigen Kinder ausgenommen, sind durch das Gebet selig geworden. Alle Verworfenen sind zugrunde gegangen, weil sie nicht gebetet haben; hätten sie gebetet, wären sie nicht zugrunde gegangen. Und nichts wird in der Hölle ihre Qual und ihre Verzweiflung höher steigern als der Gedanke, dass sie sich durch ein so leichtes Mittel hätten retten können, da es nicht bedurft hätte, als Gott um seine Gnaden zu bitten, dass diese Gnadenzeit für immer vorüber und für sie keine Zeit mehr sei, Gott um Gnaden anzurufen.

Hl. Alfons Maria von Liguori: Die Macht des Gebetes, erstes Kapitel, letzter Abschnitt

@Stefan Fleischer: sehr gut, zum heutigen Jugendlichen ermunternd zu sagen, den Rosenkranz wie ein Handy zu benutzen.

Stefan Fleischer vor 22 Stunden: Der Rosenkranz ist für mich

auch oft so etwas wie mein Handy zu Gott. Die Regelmässigkeit der Gebete, ihr Rhythmus, wird dann sozusagen zur Trägerfrequenz, auf welcher sich mein Gespräch mit Gott abwickelt. Ich kann dabei all meine Freuden und Sorgen und auch meine Probleme und Leiden ihm unterbreiten. Und wenn ich dann seine Antwort auch oft nicht höre, so sagt mir der Glaube, dass er darauf auf seine Art und Weise darauf reagiert. So komme ich dann oft zu einer inneren Ruhe, wie sie kein Psychiater dieser Welt zu vermitteln vermag. Dann erfahre ich immer wieder, was es heisst, Kind meines Vaters im Himmel zu sein, einfach zu ihm kommen zu dürfen und spüren, wie er mir sagt: «Schon gut, aber jetzt gehen wir weiter.»

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