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vor 3 Tagen in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Zwei Drittel sehen Abstieg der deutschen Wirtschaft – 56 Prozent unserer Umfrageteilnehmer machen sich große Sorgen um die Meinungsfreiheit in Deutschland. Gastbeitrag von Hermann Binkert/INSA
Berlin (kath.net/Meinungsforschungsinstitut INSA Blog) Fast zwei Drittel der Befragten (65 Prozent) finden, dass die deutsche Wirtschaft derzeit einen deutlichen Abstieg erlebt. Nur gut jeder Fünfte (21 Prozent) ist anderer Ansicht. Die pessimistischen Befragten sind in dieser Frage durchweg in der Mehrheit, unabhängig von Geschlecht, Alter, Region, politischer Präferenz etc.
Etwas anderes sieht es aus, wenn man das Thema Migration in den Blick nimmt: Für jeden zweiten Befragten (50 Prozent) ist die Migration derzeit das größte Problem Deutschlands. 38 Prozent stimmen dem aber nicht zu und weitere zwölf Prozent der Befragten können oder wollen sich dazu nicht äußern. Bei den unter 30-Jährigen (36 Prozent Zustimmung zu 47 Prozent Ablehnung) stimmt eine relative Mehrheit der These von der Migration als größtem Problem nicht zu. In allen anderen Altersgruppen sieht eine Mehrheit die Immigration als größtes Problem. Wähler der Union, der AfD, des BSW und der FDP stimmen der Migrations-These mehrheitlich zu, die Wähler von SPD, Grünen und Linkspartei lehnen sie hingegen mehrheitlich ab.
Ebenfalls die absolute Mehrheit der Befragten (59 Prozent) stimmt der These zu, dass der Klimawandel hauptsächlich menschengemacht ist. Nur jeder Vierte (25 Prozent) lehnt diese These ab. Unabhängig von Geschlecht, Alter, Region und politischer Selbstverortung gibt es jeweils mehrheitliche Zustimmung für diese These. Ausschließlich beim Blick auf die Wählerschaft, gibt es bei den Wählern der AfD (36 Prozent Zustimmung zu 42 Prozent Ablehnung) eine relative Mehrheit, die die Klimawandel-These ablehnt.
56 Prozent unserer Umfrageteilnehmer machen sich große Sorgen um die Meinungsfreiheit in Deutschland. Jeder Dritte (33 Prozent) teilt diese Sorgen hingegen nicht. Auch hier gibt es über fast alle sozidemografischen Merkmale Mehrheiten derer, die besorgt sind. Mehrheitlich nicht besorgt sind beispielsweise Befragte, die sich selbst links der Mitte verorten (42 Prozent Zustimmung zu 50 Prozent Ablehnung). Differenziert nach aktueller Wahlpräferenz zeigt sich, dass die Wähler der AfD und des BSW überdurchschnittlich häufig besorgt um die Meinungsfreiheit in Deutschland sind. Wähler der CDU/CSU, der SPD und der Linkspartei sind in dieser Frage gespalten und Grünen- sowie FDP-Wähler sind mehrheitlich unbesorgt ob der Meinungsfreiheit.
Unabhängig von den einzelnen Ergebnissen, scheint es mir wichtig zu sein, die Sorgen und Haltungen sowohl der Mehrheiten als auch der Minderheiten ernst zu nehmen und sich dazu auszutauschen. Die Bestandsaufnahmen von heute sind nicht in Stein gemeißelt.
kath.net-Buchtipp:
Hermann Binkert
Wie Deutschland tickt
Ein Meinungsforscher packt aus
Taschenbuch, 256 Seiten
2025 Fontis Media
ISBN: 978-3-03848-288-8
Preis Österreich: 25,70 Euro
Preis Deutschland: 24,90 Euro
Zum Autor: Der studierte Jurist Hermann Binkert arbeitete 18 Jahre im öffentlichen Dienst, zuletzt als Staatssekretär der Thüringer Staatskanzlei und als Bevollmächtigter Thüringens beim Bund. Am 26. November 2009 gründete Hermann Binkert INSA. Er ist Geschäftsführer der INSA-CONSULERE GmbH, der gemeinnützigen INSA-Stiftung gGmbH und der INSA-Austria GmbH.
Foto oben: Symbolbild (c) pixabay
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Versusdeum vor 3 Tagen: Immer mehr Menschen wachen auf
Aber eine Anarcho-Einwanderungspolitik, die Fachkräfte ausgrenzt, aber selbst Kriminellen und Islamisten den roten Teppich ausrollt(e?), musste ja scheitern.
Dass sich sogar 42% der Anhänger linker Parteien Sorgen um die Meinungsfreiheit machen, überrascht. Aber offenbar sieht man auch in der linken Basis die Nebenwirkungen der antidemokratischen "Brandmauer", die als letztes Argument das Regime der Blockparteien aufrechterhält (ein wahrlich würdiger Nachfolger des "Antifaschistischen Schutzwalls". Die Erichs wären stolz auf euch!).
Bei den max. 2% hiesiger Beitrag zum menschengemachten Anteil am Klimawandel hätte man auch fragen sollen, wer noch bereit ist, unser aller Zukunft für "grüne" Welterlösungsideologien zu opfern.
CusanusG vor 3 Tagen: Erschütternd das Meinungsbild zum Klimawandel
Die These, dass der Klimawandel hauptsächlich menschengemacht ist, wurde selbst im ersten IPCC-Bericht verneint.
Das ist ja auch kein Wunder. Es gibt bei komplexen Systemen in der Naturwissenschaft nie eine mono-kausale Lösung. CO2 als einzige Ursache für Klimaerwärmung ist naturwissenschaftlicher Unsinn. Dann käme als Nächstes die Frage, wie viel CO2 wird vom Menschen ausgestoßen? Es sind läppische 4% des Gesamt-CO2-Ausstoßes. Alle Hilfsannahmen ab hier kann man schon getrost als dubios bezeichnen.
Auch empirisch passt an der These nichts. CO2-Absorptionsexperimente legen Erwärmungseffekte nahe, die nicht über 0,1 °C pro Verdoppelung der CO2-Konzentration hinausgehen. Selbst die postulierten Wasserdampfverstärkungseffekte funktionieren nicht. Schlicht, weil man sie nicht beobachten, sprich mit Wetterballonen messen kann.
Wärmer wird es (moderat) durch erhöhte Sonneneinstrahlungsdauern, nicht durch CO2-induzierteWasserdampf-geriebene Treibhauseffekte.
Alles ist PR - erschreckend!
SursulaPitschi vor 3 Tagen: Die Verbindung: Gerechtigkeit durch Ordnung Man könnte sagen: Wahre Barmherzigkeit braucht einen Rah
Ohne die „Klugheit der Schlange“ (Struktur, Gesetze, Grenzen) wird die „Güte der Taube“ (Hilfsbereitschaft) zur Selbstaufopferung, die niemandem nützt.
Maßnahme Christlich-Ethischer Aspekt (Klugheit) Politisches Ziel
Abschiebung bei Straftaten Schutz der Gemeinschaft vor dem "Wolf" Sicherheit & Rechtsstaatlichkeit
Anpassung der Sozialleistungen Vermeidung von Fehlanreizen & Habgier Erhalt der Systemstabilität
Rückkehrpflicht bei Friedensschluss Prinzip der zeitweiligen Herberge (wie Ägypten) Entlastung der Aufnahmegesellschaft
Was Jesus wohl dazu sagen würde?
Er würde vermutlich fordern, dass Naivität der Klugheit weichen muss. Er würde ermahnen, dass sich die Medien sich nicht von Unaufrichtigkeit und Gewalt einfach überrollen lassen. Seine Kritik galt oft denen, die die Regeln missbrauchten – egal ob sie oben oder unten in der Hierarchie standen.
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