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vor 3 Stunden in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Fast alle Printmedien verlieren zum Teil gewaltig bei Abos. Auch die katholischen Medien leiden unter dem Abo-Rückgang
Hamburg (kath.net/gem/rn) Der deutsche Zeitungsmarkt steht unter massivem Druck. Die jüngsten Zahlen der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW) für das vierte Quartal 2025 zeichnen ein düsteres Bild: Fast alle großen überregionalen Blätter verzeichnen teils zweistellige Verluste. Lediglich zwei Titeln gelingt es, sich dem Abwärtstrend zu widersetzen. Besonders hart trifft es das Boulevard-Segment. Die „Bild“-Zeitung bleibt zwar mit rund 566.000 verkauften Exemplaren (Abonnement und Einzelverkauf) die auflagenstärkste Tageszeitung Deutschlands, verlor jedoch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum über 110.000 Käufer – ein dramatisches Minus von 16,3 Prozent. Auch die sonntägliche Schwester, die „Bild am Sonntag“, büßte 16 Prozent ihrer verkauften Auflage ein.
Auch die großen Abo-Zeitungen kämpfen mit dem Schwund. Die „Süddeutsche Zeitung“ verlor 7,7 Prozent und liegt nun bei ca. 213.000 Exemplaren. Ähnlich erging es dem „Handelsblatt“ (-7,9 %) und der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (-5,5 %). Einzig die „Welt“ kam mit einem moderaten Minus von 3,5 Prozent vergleichsweise glimpflich davon. Gegen den allgemeinen Trend konnten sich nur zwei Wochenpublikationen behaupten: „Die Zeit“ und „der Freitag“. „Die Zeit“ festigte ihre Spitzenposition bei den Wochenzeitungen mit einem Plus von 1,3 Prozent auf insgesamt 573.086 verkaufte Exemplare.
Bei den katholischen Print-Medien verlieren sowhl die Katholische SonntagsZeitung für Deutschland (gesamt) incl. Neue Bildpost als auch die "Tagespost" deutlich an Lesern. Die Katholische SonntagsZeitung für Deutschland (gesamt) incl. Neue Bildpost verliert im Jahresvergleich 2.525 Abos und hat noch 16943 Leser. Die "Tagespost" verliert 502 Leser und hat noch 8982 Abos. Der Branchendienst Meedia wertet die Zahlen als Beleg dafür, dass die reine Papier-Ära der überregionalen Presse ihrem Ende entgegengeht.
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Jothekieker vor 51 Minuten: Entbehrlich
Die Zeiten, in denen man Zeitungspapier für die Kartoffelschalen benötigte, sind vorbei.
heikostir vor 2 Stunden:
Die Entwicklung ist nicht verwunderlich. Durch die technischen Möglichkeiten bilden sich neue Formen der Informationsgewinnung heraus. Die Frage ist nur, ob diese wirklich besser sind (Stichwort fake in sozialen Medien, gezielte Beeinflussung durch diktatorische Staaten oder recht- und linksextremistische Hetze usw.)
Versusdeum vor 3 Stunden: Durchaus nachvollziehbar
Die "WELT" ist unter den alten Nachrichtenmedien sicherlich noch das objektivste und informativste, das auch schwere Fehlentwicklungen nicht verschweigt (wobei auch ich fast nur WELT online nutze, auch wegen der hervorragenden, fast immer offenen und sinnvoll sortierbaren Kommentarfunktion).
Dass die Tagespost verliert, dürfte der Tatsache geschuldet sein, dass die Genereration derer, die noch aus dem Glauben leben und Zeitung lesen, langsam wegstirbt. Denn eigentlich informiert sie ebenso vorbildlich über Kirche und Glauben wie sie einen Überblick über Welt und Politik bietet. Dass sie überschaubar ist und nicht täglich erscheint, sehe ich als Vorteil, denn was nützen einem hunderte Gramm Papier, wenn man nicht dazukommt, sie zu lesen?
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