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vor 12 Stunden in Weltkirche, 43 Lesermeinungen
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Die Priesterbruderschaft will ihren Fortbestand sichern und neue Bischöfe weihen - trotz der fehlenden Erlaubnis aus dem Vatikan. Dieser will auf Dialog setzen und warnt die Gemeinschaft vor einem Alleingang.
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Der Vatikan möchte einen Alleingang der Piusbrüder verhindern und stattdessen an einer gemeinsamen Lösung arbeiten. Nach der brisanten Ankündigung neuer Bischofsweihen durch die Priesterbruderschaft hielt Papstsprecher Matteo Bruni am Dienstag gegenüber Kathpress fest: "Die Kontakte zwischen der Bruderschaft St. Pius X. und dem Heiligen Stuhl werden fortgesetzt, mit dem Ziel, Brüche oder einseitige Lösungen in Bezug auf die aufgetretenen Probleme zu vermeiden."
Der Generalobere der Gemeinschaft, Davide Pagliarani, hatte am Montag die Weihe von neuen Bischöfen am 1. Juli angekündigt. Dieser Schritt könnte die Gräben zwischen der Bruderschaft und dem Vatikan wieder vertiefen. Die Gemeinschaft lehnt die Reformen des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-1965) ab. Ihr Gründer, der 1988 exkommunizierte und somit aus der vollen kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossene französische Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991), hatte 1976 gegen ein päpstliches Verbot Priester geweiht und damit die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. innerkirchlich isoliert.
Sorge um Fortbestand
Die dadurch ausgelöste Auseinandersetzung erreichte 1988 mit der Weihe von vier eigenen Bischöfen und der Exkommunikation der Beteiligten ihren Höhepunkt. Papst Benedikt XVI. (2005-2013) hob diese Exkommunikation zwar 2009 auf; zu einer theologischen Einigung kam es aber nicht. Von den 1988 geweihten vier Bischöfen leben nur noch zwei, weswegen sich die Piusbrüder offenbar um den Fortbestand ihrer Gemeinschaft sorgen.
Zweimal habe sich Pagliarani in den zurückliegenden Monaten deswegen nach Rom gewandt, heißt es in einer aktuellen Mitteilung der Piusbrüder. In den vergangenen Tagen habe der Generalobere ein Schreiben des Heiligen Stuhls erhalten, "der unseren Forderungen in keiner Weise entspricht". Aus Sorge um das Seelenheil der Anhänger und mit Blick auf eine "objektive Lage der schweren Not" hielten Pagliarini und die Verantwortlichen der Gemeinschaft neue Bischofsweihen für unumgänglich.
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Hardenberg vor 1 Stunden: @ThomasR
Aus dem Jahr 2025 von den Piusbrüdern:
In diesem Jahr 2025 werden fünf Subdiakone zu Diakonen und vier Diakone zu Priestern geweiht. Bei den zu weihenden Priestern handelt es sich um zwei Schweizer, einen Deutschen und einen Österreicher. Es wird das letzte Mal für längere Zeit sein, dass alle drei deutschsprechenden Länder unter den Weihekandidaten vertreten sein werden.
ThomasR vor 2 Stunden: mit 66 Semianristen im ersten Ausbildungsjahr bei FSSPX
spricht für die Zukunft dieser Gemeinschaft
oder irren sich alle 66 ?
Paddel vor 2 Stunden: @lesa "nehmen alles auf sich"
Was genau meinen Sie mit "alles"? Den Opfer/Leidensstatus haben sie wegen ihres Ungehorsams gegen den Willen Gottes.
Sehen Sie denn nicht liebe @lesa wie sehr sich unser heiliger Vater bemüht? Wo ist hier ein Entgegenkommen der Piusbrüder sichtbar/erkennbar?
Im Übrigen haben wir enge Kontakte zu Piusbrüdern und zählen deren Familien zu unserem engsten Freundeskreis.
Genauso wie Protestantische Familien.
In gegenseitiger Anerkennung unserer unterschiedlichen Auffassungen, die uns gegenseitig bekannt sind.
Hardenberg vor 2 Stunden: @barbaletta
Warum sollte der Papst diese Erlaubnis erteilen? Diese Bischöfe hätten ja kein Bistum.
Wynfried vor 3 Stunden: @ Schillerlocke
So einfach ist es eben nicht. Gehorsam ist eine formale Kategorie. Die Glaubenswahrheit hingegen ist substantiell. Beides gegeneinander auszuspielen, ist theologisch wie geistlich fatal.
discipulus vor 3 Stunden: @lesa: Kirchenrecht
Das Kirchenrecht sieht für eine unerlaubte Bischofsweihe die Tatstrafe der Exkommunikation vor. Wer ohne oder gar gegen den Willen des Heiligen Stuhles einen Bischofs weilt, will eo ipso eine eigene Kirche, sonst würde er das nicht machen. Das Kirchenrecht ist da eindeutig und kennt da auch keine Ausnahme. Bitte keine Unwahrheiten verbreiten.
lesa vor 3 Stunden: Gott ist am Werk. Beten wir, dass sie treu bleiben.
@Versusdeum: Ja, beten wir inständig. Gott ist am Werk. Nach unbedachter, oberflächlicher Einschätzung (Ungehorsam etc.) wurden von Bischof Huonder u. auch B. Athanasius Schneider die Augen geöffnet. Nach intensiver Auseinandersetzung mit den grundagen und nach drei Jahren Erlebens vor Ort (nicht vom Hörensagen) ist man einfach erstaunt über die Fülle an kirchlichem Leben, das den Glübigen ier geboten wird mit allem, was dazu gehört. Hier ist Gott am Werk. Schon klar, Bischofsweihen sind eine heikle Sache. Aber der Entscheidung ging jahrelanges Ringen und Beten voraus. Das Kirchenrecht sieht nicht die Exkommunikation vor für Leute, die keine eigene Kirche wollen, sondern nur die Sakramente spenden, die den Papst anerkennen, aber die Kirche im Notstand sehen. Die Piusbrüder wollen nur den den Willen Gottes und dass die Gläubigen den ungekürzten Glauben vollziehen können. Sie sehen die Lage der Kirche m.E. sehr klar - und nehmen alles auf sich.
chorbisch vor 4 Stunden: @ barbaletta
Überschätzen Sie da nicht die Bedeutung und die Einflußmöglichkeiten der DBK? Die FSSPX ist nicht auf Deutschland beschränkt, also wäre DBK-Kritik nur eine Stimme unter vielen. Und was man außerhalb der deutschen Grenzen vom "Synodalen Weg" deutscher Prägung hält, haben ja viele Bischöfe schon deutlich gemacht.
Außerdem führen die von der FSSPX betreuten Gemeinden in Deutschland ein relativ ungestörtes Leben, oft in eigegen Kirchen und Kapellen. Dort dürfte sicher auch zu Themen, wie Frauenordination oder Segnung gleichgeschlechtlicher Paare klare Worte fallen, ohne daß dies für die Gemeinde negative Folgen hat. Da mag mancher synodal angehauchte Priester oder Dekan in der Nachbarschaft mit den Zähnen knirschen, machen kann er nichts.
chorbisch vor 4 Stunden: @ Per-Mariam-ad-Jesum-Christum
Ja, es kann unter Umständen nicht schaden, eine Sache zu überschlafen. Aber hätten Sie diese Zeile auch gewählt, wenn Weihbischof Eleganti die Pläne der Bruderschaft ähnlich bewertet hätte, wie die "junge deutsche Theologin"?
Oder hätten Sie den Text dann nicht ebenfalls als "hervorragend" eingestuft?
Ich habe manchmal das Gefühl, Begriffe, wie "Schnellschuß", oder "war beim Schreiben wohl nicht ganz auf der Höhe", werden gerne verwendet, wenn ein Autor nicht das schreibt, was man von ihm erwartet hat.
Nicht mißverstehen, ich kann den Wunsch der Bruderschaft nach der Weihe nachvollziehen, ebenso, daß sie über die bisherige Reaktion aus Rom ungehalten ist. Aber ob die nun angedeuteten Drohungen, zusammen mit dem Notstandsargument der FSSPX nahestehender Personen taktisch klug sind, wage ich zu bezweifeln.
Die FSSPX möchte etwas von "Rom" und ihre beiden Bischöfe stehen noch nicht am Rand des Grabes. Da könnte man mit mehr Ruhe vorgehen, um nicht ihren Gegnern Argumente zu liefern.
Wynfried vor 4 Stunden: @ heikostir
Es liegt mir fern, eine „spalterische Gruppe“ in Schutz nehmen zu wollen. Schismen fallen aber nicht „einfach so“ vom Himmel. Kardinal Ratzinger sagte 1988 kurz nach den unerlaubten Bischofsweihe von Econe:
„Die Normen, mit denen man seit der Erscheinung des Dekrets über den Ökumenismus im Zweiten Vatikanum die Vergangenheit bewertet, müssen logischerweise auch in der Gegenwart Gültigkeit haben. Eine der fundamentalen Entdeckungen der ökumenischen Theologie ist, daß Schismen nur dann entstehen können, wenn in der Kirche einige Wahrheiten und einige Werte des christlichen Glaubens nicht mehr gelebt und geliebt werden.“
Eine Spaltung überwindet man nicht durch einseitige Schuldzuweisungen. Es ist gerade das Papstamt, das zur Versöhnung drängen und führen soll. Hoffen wir und beten wir!
www.kath-info.de/ratz_13j.html
Tonia vor 5 Stunden: à propos Seelenheil
Wenn man sich vor Gott für das Seelenheil seiner Kinder verantwortlich fühlt,schickt man seine Kinder dann in einen Gottesdienst in dem die Glaubenswahrheiten geleugnet werden, wo der romtreue Pfarrer fragt: Glaubt ihr noch an die Hölle? Ich nicht! Und so weiter und so fort. Wo Mütter den Kommunionunterricht halten, die nie eine Kirche von innen sehen? Die vielen jungen Familien die zu den Piussen gehen sind doch vielfach selbst gebrannte Kinder und keine andere Möglichkeit sehen, wo ihren Kindern der wahre Glaube vermittelt und vorgelebt wird.
heikostir vor 5 Stunden: @Per-Maria-ad-Jesum-Christum
Weihbischof Elegantis Text ist keineswegs ein Schnellschuss, sondern eine sehr klare Argumentation, der Sie inhaltlich offensichtlich nichts entgegenzusetzen haben.
Man kann es drehen und wenden, wie man will: Das spalterische Agieren der Piusbrüder ist durch nichts zu rechtfertigen.
Versusdeum vor 5 Stunden: @Schillerlocke
"Diese Pius-Leute haben also ganz offensichtlich ein Problem, nicht aber die Katholische Kirche." Das eine schließt das andere nicht aus.
discipulus vor 5 Stunden: @Versusdeum: Parallelkirche
Ein schismatischer Akt wie die unerlaubte Weihe von Bischöfen ist eo ipso ein Akt zur formalen und auch inhaltlichen Etablierung einer Parallelkirche. Genau so ist "Schisma" definiert. Insofern sind die Piusbrüder dabei schon einen oder mehrere Schritte weiter als die Betreiber der Synodalkonferenz.
Cosmas vor 5 Stunden: Kommunistische chinesische Politiker ernennen hemmungslos katholische Bischöfe
...und Rom nickt es nachher ab. Von Exkommunikation ist nichts zu hören, obwohl dieses ganze angebliche "Abkommen" eine reine Farce ist. Offenbar ist der politische Druck entscheidend...traurig!
Per-Mariam-ad-Jesum-Christum vor 6 Stunden: Stets mindestens eine Nacht über etwas schlafen, bevor kommentieren...
Sie machen es sich viel zu einfach, @heikostir! Ich darf S.E. Weihbischof Dr. Eleganti persönlich kennen und ich schätze ihn und seine profunden Texte und Kommentare sehr wie auch sein Bestreben, jeweils die Wahrheit zu ergründen. Doch dieser Text war ein Schnellschuss mit zu wenig Tiefe und Substanz; es wäre wünschenswert gewesen, wenn er wie auch Pater Ramm einige Tage zugewartet hätten und in aller Ruhe die Situation von diversen Seiten im Lichte einer Gesamtschau (ich wiederhole mich) betrachtet hätten. Dazu ein hervorragender Text einer jungen dt. Theologin: "Bischofsweihen der Tradition: Eine segensreiche Provokation für Rom?" auf katholisches.info. Sie bringt es auf den Punkt! Zudem: Ich wage zu behaupten, dass es leider sehr viel Priester und Bischöfe gibt, die 'innerlich' häretisch und in Folge schismatisch (vom Depositum fidei her) geworden sind. Vor jedem Schisma gab es zuerst den Glaubensabfall...das ist bei der Piusbruderschaft so jedenfalls nicht gegeben.
Schillerlocke vor 6 Stunden: Es kann ja gar nicht darum gehen,
dass sich die Katholische Kirche von diesen Pius-Leuten irgendetwas in Sachen Bischofsweihe abhandeln lässt. M. E. würde man auf diese Weise gründlich die katholische Position und den katholischen Anspruch des Papsttums verkennen. Wie es um Bischofsweihen bestellt ist, ist in der Katholischen Kirche klar und unmissverständlich geregelt. Ohne die Zustimmung des Papstes gibt es keinerlei Bischofsweihe innerhalb der Katholischen Kirche. So einfach ist das. Wer dies nicht anerkennt und dies nicht einhält, begibt sich damit automatisch ins Schisma und befindet sich dann halt auch dort. Diese Pius-Leute haben also ganz offensichtlich ein Problem, nicht aber die Katholische Kirche.
Versusdeum vor 6 Stunden: Beten wir,
dass Gottes Wille geschahe. Zum Heil möglichst vieler Seelen kommt es letzlich einzig und allein darauf an.
Versusdeum vor 6 Stunden: Man muss dazu wissen, dass auch Petrus nicht frei Seelsorge betreiben kann,
vielfach unerwünscht ist oder sogar gemobbt wird. @Per-Mariam-ad-Jesum-Christum hat es ja anschaulich beschrieben. Ich kenne auch einen Messort, der erst kürzlich aus den Gottesdienstordnungen ausgeblendet wurde und hatte live erlebt, wie ein anderer auf Druck von oben gecancelt wurde (das war immerhin noch vor "Summorum Pontificum"). Dass die Petrusbruderschaft aufpassen mus, was sie sagt / predigt, liegt in der Natur der Sache, ganz besonders seit dem Schreiben "Gefängniswärter der Tradition" (TC), das die Erlaubnis zur Feier der Hl. Messe im überlieferten Ritus zu einer (auch willkürlichen!) Entscheidung des jeweiligen Orsbischofs macht. Was das für eine Gemeinschaft bedeuten kann, die z.B. viele Jahre lang ihr Kloster saniert hat und dann plötzlich nicht mehr dort zelebrieren darf (und auch nicht weiß, wie lange sie das in einem anderen Bistum dürfen würde), kann man sich ausrechnen.
Veritasvincit vor 6 Stunden: Forderung und Seelenheil
Der Obere Pagliarani sagt: "Der Heilige Stuhl entspricht unseren Forderungen in keiner Weise" und "Wir weihen die Bischöfe aus Sorge um das Seelenheil unserer Anhänger".
Dem Seelenheil der Anhänger wäre besser geholfen, wenn sich die Bruderschaft mit dem Vatikan einigen würde, statt stur auf Forderungen zu beharren.
Versusdeum vor 6 Stunden: @MPDE
Ein formaler Ungehorsam (und sei es auch in einer derart zentralen Angelegenheit wie Bischofsweihen) ist etwas ganz anderes, als die inhaltliche und formale (!) Etablierung einer Parallel- bzw. Gegenkirche, die wir gerade in Deutschland live erleiden. Krasse Häresien, der Verlust ganzer Sakramente (v.a. der Beichte, aber auch immer mehr das bewusste Ersetzen Hl. Messen durch Wortgottesdienste, also der "Genesis" der Eucharistie, der Vergegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers Christi in der Wandlung in der Hl. Messe) die Abschaffung der kirchlichen Morallehre (kirchliches Arbeitsrecht) oder gar der beschlossene Kirchen"sowjet" mit verbindlichem Gegenlehramt, in dem sich die Bischöfe als Nachfolger der Apostel selbst zu einer Minderheit gemacht haben!
Und nein, das kann man nicht voneinander trennen, denn "ewwrising hängs tugesser" (Oettinger). Und der Piusbruderschaft ist ein Innehalten und Umdenken / Umkehren der Weltkirche wichtiger, als ein quasi-musealer Bestandsschutz für sich selbst.
heikostir vor 7 Stunden:
Interessanter Weise gehört Weihbischof Eleganti (der sicher alles andere als ein liberaler Zeitgeist ist) zu denen, die das Bestreben der Piusbruderschaft mit scharfen Worten verurteilen.
Die Überschrift seines Artikels: "Für alle, die bis jetzt zweifelten: Nun gehen sie wieder ins Schisma!"
Das sollten sich die zu Herzen nehmen, die immer noch meinen, diese spalterische Gruppe in Schutz nehmen zu müssen.
Man kann ihnen nur sagen: Bekehrt euch und kehrt zurück zur vollen Einheit mit dem Hl. Vater und der katholischen Kirche!
www.marian-eleganti.ch/post/f%C3%BCr-alle-die-bis-jetzt-zweifelten-nun-gehen-sie-wieder-ins-schisma
Versusdeum vor 7 Stunden: @SalvatoreMio
Fernandez und Pius? Eine interessante Konstellation. Aber hauptsache, der Gesprächsfaden ist noch nicht gerissen bzw. wird neu gewebt.
SalvatoreMio vor 7 Stunden: Vatikan und Piusbrüder
In "The Pillar" (siehe Link) heißt es heute: Kardinal Víctor Manuel Fernández werde sich nächste Woche mit dem Leiter der Gesellschaft des Heiligen Pius X, mit Pater Pagliarani treffen, um einen fruchtbaren Weg des Dialogs zu finden".
www.pillarcatholic.com/p/vatican-doctrine-chief-to-hold-talks
barbaletta vor 7 Stunden: @ Tereso
wenn die FSSPX genauso wie die FSSP wirken sollte, dürfte sie sich nicht erlauben gegen die Missstände in der Kirche zu predigen – keine Lehrpredigt (z.B. gegen die Frauenordination), keine Bußpredigt (z.B. gegen Homosexualität), keine Moralpredigt usw.
Würden sich die Pius-Patres nicht daran halten, wäre mit ihrer Unabhängigkeit schnell vorbei - dafür würde die DBK in Deutschland schnell sorgen.
Triceratops vor 7 Stunden: @Tereso
ad "Was hindert die Piusbrüder es so zu machen wie die Petrusbruderschaft?":
Der Petrusbruderschaft geht es ausschließlich um die Liturgie. Die Piusbrüder hingegen erkennen etliche Punkte des Vatikanum 2 nicht an, und die Liturgie ist nur so etwas wie das am deutlichsten nach außen Sichtbare.
Bonifaz2010 vor 8 Stunden: @MPDE
"Niemand kontrolliert pastorale Konzepte, Seelsorge, Ausbildung und Prävention." Das kann man so allgemein nicht sagen. Weihbischof Athanasius Schneider hat 2015 im Auftrag des Vatikans die Piusbruderschaft visitiert und dazu bemerkt: "Ich hatte einen guten Eindruck von meinen Besuchen. Ich konnte eine solide theologische, spirituelle und menschliche Realität in den beiden Seminaren feststellen." (aus einem Interview des Internetblogs Rorate Caeli).
heikostir vor 8 Stunden: @ barbaletta
Der Synodale Weg? Zu dem könnte man viele Kritisches sagen. Aber das ist hier nicht das Thema. Also nicht ablenken.
Das Thema ist das unsägliche Verhalten der Piusbruderschaft. Warum sollte der Papst die Bischofsweihen der Piusbruderschaft abnicken? Nur zur Erinnerung: In der kath. Kirche ist es der Papst, der Bischöfe ernennt und nicht die Piusbruderschaft.
Der Gärtner vor 8 Stunden: Alles nicht wirklich unerwartet.
Da auch die Bruderschaft offensichtlich keinen Jungbrunnengefunden hat, habe ich schon lange an die jetzige Situation gedacht. Es war klar, dass irgendwann neue Bischöfe geweiht werden müssen, um weiterhin existieren zu können.
Gerne werde ich abwarten zu sehen, wie Papst Leo mit dem zugegeben schwierigen Thema umgehen wird. Klar ist wohl, dass es auf allen Seiten Menschen gibt, die ihr ganze Hoffnung auf sein Urteil setzen. Wir reden hier ja über den Vollzug des eigenen Glaubens und nicht nur über Kochrezepte. Wie immer gibt es auch nicht nur schwarz oder weiß. Da traue ich zumindest Papst Leo ausreichende Kreativität zu, sehr verschiedene Herangehensweisen zu betrachten und gegebenenfalls auch zu verhandeln. Es gibt immer mehrere Wege, wenn man sie denn suchen will. Für mich steht da auch nicht nur Gehorsam oder Ungehorsam, sondern zumindest auch immer die Sorge um die Priester und Gläubigen der Bruderschaft.
MPDE vor 8 Stunden: @Aegidius
Es ist wieder dasselbe wie bereits unter dem anderen Beitrag: darüber entscheidet der Vatikan! Der Verweis auf China und den synodalen Weg ändert nichts, noch einmal: nichts! am rechtswidrigen Verhalten der Piusbrüder, zumal diese besonders „katholisch“ sein wollen. Sollten sie es dann nicht besser machen als die Synodalen und die chinesische Staatskirche?
MPDE vor 8 Stunden: @Mensch#17
Es ist vor allem ein massives Problem der Transparenz. Niemand kontrolliert pastorale Konzepte, Seelsorge, Ausbildung und Prävention. Wie gesagt, es wäre angebracht, dass die Piusbruderschaft einmal einen Schritt auf den Vatikan zu unternimmt. Sich auf eine Notlage zu berufen, letztlich damit aber Liturgie und Lehre der Kirche zu meinen, ist nicht ausreichend.
Aegidius vor 8 Stunden: Vogel friß ...
Rom frißt doch seit F. alle chinesischen Parteibischöfe um des lieben Friedens willen. Warum dann nicht ohne Zögern und selbstverständlich solche, die katholisch sein wollen?
Per-Mariam-ad-Jesum-Christum vor 8 Stunden: Das Gesamtbild genau betrachten...
Ich schliesse mich der argumentativen Ausführungen von @Bonifaz2010 und anderen an. Unerlaubte Bischofsweihen sind ein schwerwiegender Tatbestand; doch muss man die subjektiven Beweggründe miteinschliessen und das Gesamtbild der derzeitigen kath. Kirche in all ihren Facetten genau anschauen.
@Mensch#17: Die 'Griciglianer' brauchen keine Bischöfe, weil sie sie mehrere Kardinäle (z.B. Burke) haben, die sie tatkräftig unterstützen. Was die FSSP betrifft, schreibt Wolfgang Schrems (03.02.26) in einem Kommentar: "Hier in Wien etwa wirkt die verdienstvolle Petrusbruderschaft unter demütigenden Bedingungen: Eine eigene Kirche gibt es nicht, in der Paulanerkirche bleiben an Sonntagen nur ungünstige Zeiten übrig, auch an Werktagen gibt es ggf. Kollisionen oder ebenfalls ungünstige Zeiten, inakzeptabel sind die Zeiten für das österliche Triduum. In der Kirche selbst ist keinerlei Hinweis auf die FSSP und ihr Wirken zu erkennen, kein Aushang, keine Info im Schaukasten, nichts. Das ist gehässig."
barbaletta vor 8 Stunden: @ heikostir
Akzeptiert der „Synodale Weg“ die Lehre der Kirche in ihrer Gesamtheit?
Nein und dennoch hat der Synodaler Weg seine Schutzherren (manche deutsche Bischöfe). Der Papst (ob Leo oder der Nächste), könnte zumindest von den Bischöfen Distanzierung vom Synodalen Weg verlangen (mit Betonung auf „Verlangen“!).
Felix87 vor 8 Stunden: Gedanken zur FSSPX
Möge Gott geben, dass das noch verhindert wird. Es würde die Situation in der Piusbruderschaft noch verschlimmern. Ich habe immer den Eindruck gehabt, dass die Anhänger der Piusbruderschaft im Grunde unglücklich und innerlich unfrei sind. Eigentlich so, dass es nicht zu einem Christen, einem wirklich "erlöstem" Menschen passt. Wirklich ein negativer Geist in dieser Gemeinschaft... Anderseits haben dort sicher viele einen guten Willen und hängen der Bruderschaft aus Gründen an, die man menschlich verstehen kann. Doch die Wahrheit ist:weder das Konzil noch die neue Messe sind schlecht. Nur die Missbräuche und böswilligen Verdrehungen. Ich hoffe die Anhänger der Piusbruderschaft öffnen sich dem hl. Geist und erkennen es. Wirklich katholisch ist man nur in voller Gemeinschaft mit dem Papst. Warum verschließen sich die Piusbrüder der Barmherzigkeit von Papst Leo? Er ist der Papst, den unsere Zeit braucht!
Tereso vor 9 Stunden:
Was hindert die Piusbrüder es so zu machen wie die Petrusbruderschaft? Sieht man daran nicht, dass es auch ohne Schisma ginge und dass es an der Unnachgiebigkeit der Piusbrüder hängt?
Mensch#17 vor 9 Stunden: Wer soll es denn werden?
"Friss oder stirb!" - so heißt es in einem Spruch, an den ich mich gerade erinnert habe.
Der Papst soll das einfach "fressen", was die Bruderschaft fordert. - Präsentiert man einfach ein paar Kanditaten und Rom soll einfach zustimmen? Warum? Welche andere Gemeinschaft kann da so vorgehen? Vermutlich, weil man autonom bleiben will! Man will sich gar nicht auf die Kirche einlassen. So stellt es sich zumindest für mich da.
Aber es gibt Gegenbeispiele: die Petrusbruderschaft und auch das Institut Christus König und Hohepriester sie "brauchen" keine eigenen Bischöfe und doch finden bei ihnen Priesterweihen etc. nach den früheren lit. Büchern statt.
Die Distanziertheit der Piusbruderschaft hat wohl auch mit mangeldem Vertrauen zu tun: man möcht im Konkreten nicht von der Weltkirche (und deren Bischöfen) abhängig sein. - Das ist ein großes Problem!!!
heikostir vor 9 Stunden: @barbaletta
So einfach ist das nicht.
Die Piusbruderschaft muss zuerst die Lehre der Kirche in ihrer Gesamtheit, also inklusive II. Vatikanum und päpstliches Lehramt seitdem annehmen.
Nicht umsonst hat BXVI. darauf hingewiesen, dass die Probleme mit der Piusbruderschaft doktrineller Natur sind.
Fatima 1713 vor 11 Stunden: Schon wieder "Forderungen" -
- und diesmal sogar als Zitat unter Anführungszeichen! Das ist falsch zitiert, muss das sein? Das Wort "Forderungen" kommt in dieser Erklärung kein einziges Mal vor. Sie ist übrigens sehr kurz, jeder kann das leicht überprüfen. Es heißt "...vom Heiligen Stuhl ein Schreiben erhalten hat, das in keiner Weise auf unsere Anfragen antwortet". Forderungen klingt schon mal ganz anders und wenn man es unter Anführungszeichen setzt, dann sollte man schon richtig zitieren, das muss doch möglich sein!
MPDE vor 11 Stunden: @barbaletta
Weil die Auswahl von Männern zum Amt des Bischofs letztlich allein dem Papst obliegt, auch wenn Vorschläge gemacht werden können und das ja überall passiert. Bischöfe sind keine Ware, die ich bei Bedarf bestelle und absegnen lasse.
MPDE vor 11 Stunden: Wer muss sich wem erklären?
Mich würde interessieren, an welcher Stelle die Piusbruderschaft mal dem Vatikan entgegen gekommen ist. Seitens der letzten Päpste wurden zahlreiche Schritte auf diese Gemeinschaft hin unternommen.
Bonifaz2010 vor 11 Stunden: @barbaletta
Das Problem ist, daß Rom die Piusbrüder eigentlich nicht will. Nichts käme Rom gelegener, als eine biologische Lösung dieser Angelegenheit durch Ableben der beiden Bischöfe ohne Nachfolger.
Was die von der Piusbruderschaft angesprochene "objektive Notlage" der Kirche angeht, so läßt sich diese nicht gut bestreiten. Der Zusammenbruch des Glaubens, die radikale Umdeutung der Glaubenswahrheiten, die Verdunkelung des Opfercharakters der hl. Messe, die ersatzlose Streichung überlieferter Frömmigkeitsformen, der Rückgang der Beichte, die Protestantisierung des kirchlichen Lebens überhaupt und vieles mehr sprechen wohl eine deutliche Sprache. Rom wehrt all dem nicht, sondern beteiligt sich sogar an Fehlentwicklungen, vor allem unter Franziskus. Diese Probleme sind zu ernst, als daß man das Verhalten der Piusbruderschaft alleine mit den Schwarz-Weiß-Kategorien von Gehorsam und Ungehorsam bewerten kann.
barbaletta vor 12 Stunden: Wo liegt eigentlich das Problem?
Die FSSPX bietet um Erlaubnis für die Bischofsweihen und der Papst erteilt diese.
(auch wenn viele Bischöfe und auch Politiker ihre Kleider danach wie Kajaphas zerreißen)
Also noch mal: wo liegt das Problem ?
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