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vor 3 Stunden in Deutschland, 8 Lesermeinungen
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Passauer Bischof nach Teilnahme an der 6. Vollversammlung des Synodalen Wegs: „Würden alle Reformforderungen des Synodalen Weges umgesetzt, wäre das sehr grundsätzlich der Weg in eine andere Art von Kirche.“
Passau (kath.net) „In der Sache selbst war ich ja in mehrfacher Hinsicht kritisch, weil ich gesehen habe: Hier geht es um Reformforderungen, die einen sehr zentralen Kern der Kirche berühren, nämlich das, was wir theologisch die sakramentale Verfassung der Kirche nennen. Würden alle Reformforderungen des Synodalen Weges umgesetzt, wäre das sehr grundsätzlich der Weg in eine andere Art von Kirche.“ Das erläutert der Passauer Bischof Stefan Oster im Interview, der Text ist auf der Website des Bistums veröffentlicht.
Oster äußert im Rückblick auf den beim Synodalen Weg vor längerer Zeit in der Abstimmung durchgefallenen theologischen Grundlagentext zu einer neuen Sexualethik, dass zwar auch seiner Einschätzung nach „die derzeit geltende kirchliche Lehre zu diesem Thema weitere Vertiefung und Differenzierungen“ brauche, doch sei „der damalige Textentwurf aus meiner Sicht viel zu weit gegangen. Ich bin überzeugt, dass er auch unter den Gläubigen Polarisierungen verstärkt hätte.“
Gefragt danach, ob die deutschen Bischöfe seines Erachtens nach ausreichend auf die Warnungen aus dem Vatikan gehört hätten, stellte Oster fest: „Nein“. Er sei „der Ansicht, dass sich die Polarisierungen innerhalb des Volkes Gottes, innerhalb der Bischofskonferenz wie auch zwischen der Kirche in Deutschland und der Weltkirche durch den Synodalen Weg eher verstärkt“ hätten. Er hoffe, dass man nun wieder mehr an der Einheit arbeiten könne.
Er selbst gehe davon aus, dass die sogenannte „Synodalkonferenz“ auf Bundesebene „als neues Gremium auf der Bundesebene“ kommen werde. Das Gremium müsse noch von der Bischofskonferenz und dann von Rom bestätigt werden.
Das Interview auf der Website des Bistums Passau: Link
Archivfoto Bischof Oster (c) DBK/Marko Orlovic
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Jörgen vor 37 Minuten: @CusanusG
Welche Wirkung erwarten Sie, wenn Bischof Oster seine klare Position undiplomatischer formuliert?
modernchrist vor 43 Minuten: Oster:
"...der Weg in eine andere Art von Kirche.“ Ganz klar! Und warum will man eine andere Kirche hierzulande? Warum will man "anderskatholisch" sein? Damit man auf den ev. Kirchentagen die Reformerfolge bekanntmachen kann mit dem Angebot, doch jetzt zu fusionieren! Was, ihr wollt noch nicht? Ja dann drücken wir halt mit dem neuen Beschlussgremium noch ein paar weitere Hürden weg - und die Einheit mit den Protestanten ist nach 500 Jahren möglich. Wer als Bischof wird sich diesem historischen Datum dann verweigern? Darum trat Bätzing bei den Protestanten auf mit der Aussage, er werde weiterhin für die Frauenweihe kämpfen. Vieles Zerstörerische in der Geschichte wurde jahrzehntelang klammheimlich angestrebt, vorbereitet, wurden die Leimruten und Wurstzipfel gelegt. Denken wir an den Missbrauch in der Kirche, an die Schwulenbewegung, an den Epstein-Supergau aktuell u.a.
heikostir vor 2 Stunden:
Ich freue mich, dass es in Deutschland Bischöfe wie Oster, Vorderholzer und Woelki gibt. Sie haben meine Sympathie und mein Gebet.
Bonifaz2010 vor 2 Stunden: Sehr diplomatisch!
„Würden alle Reformforderungen des Synodalen Weges umgesetzt, wäre das sehr grundsätzlich der Weg in eine andere Art von Kirche.“ - Das ist sehr diplomatisch vom Bischof ausgedrückt; man könnte auch sagen, das wäre der Weg in die Apostasie und die völlige Selbstzerstörung der Kirche.
CusanusG vor 2 Stunden: Kardinal Zen als Vorbild
Immerhin hat Bischof Oster in seiner Opposition gegen den synodalen Weg durchgehalten. Allerdings würde ich mir oft klarere Sprache von ihm wünschen.
Kardinal Zen war da sehr klar in seiner Kritik am synodalen Prozess der Weltkirche. Eine ähnliche Analyse sollte Bischof Oster in seiner Kritik am Synodalen Weg in D eigentlich auch gelingen.
Es wäre wünschenswert, wenn man die Dinge, die falsch laufen, auch als solche benennt, statt dort immer noch angeblich positive Elemente zu suchen.
Insbesondere sehe ich nicht, dass der synodale Weg etwas zur Missbrauchsprävention geleistet hat. All die rechtlichen Regelungen sind abseits des synodalen Wegs gekommen bzw. setzen das um, was Benedikt XVI. schon vor 15 Jahren gefordert hat. Das Einrichten von LGBTQ-Beauftragten in dt. Bistümern ist indes kein Fortschritt.
Im übringen hoffe ich, dass Rom der Synodalkonferenz einen Riegel vorschieben wird. Es reicht.
Versusdeum vor 3 Stunden: @barbaletta
Die Frage ist eher: Welchen Bischöfen ist das völlig klar, aber sie sind Getriebene (Stichworte: Ordinariate, Laienverbände, veröffentlichte Meinung, Kirchensteuer etc.) - und welche Bischöfe tun das alles vorsätzlich, um eine "andere Kirche" zu erschaffen, was die Kirche als Kirche Christi zerstören würde?
gebsy vor 3 Stunden: Arbeit an der Einheit
"Er hoffe, dass man nun wieder mehr an der Einheit arbeiten könne."
Ist dieser Wunsch zielführend?
Oder kann diese Feststellung auch so gedeutet werden, dass dem Geschenk des Erlösungsopfer nicht VOLLES Vertrauen gezohlt wird ...
barbaletta vor 4 Stunden: Wie lange noch...
brauchen die deutschen Bischöfe, um zu erkennen, dass der Synodale Weg eine häretische, die Kirche Christi sabotierende Bewegung ist?
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