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vor 8 Stunden in Weltkirche, 10 Lesermeinungen
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Außertourliches Treffen mit Spitzen des Ordensdikasteriums in Sachen Piusbruderschaft - Vatikansprecher Bruni: Für kommende Woche wurde ein Treffen zwischen Kardinal Fernández (Glaubensdikasterium) und dem FSSPX-Generaloberen Pagliarani anberaumt
Vatikanstadt (kath.net/KAP) Steht Papst unter Druck? Nach Ankündigung von Bischofsweihen ohne päpstliche Erlaubnis durch die Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX) hat sich Leo XIV. mit Vertretern der für die Gemeinschaft zuständigen Vatikanbehörde getroffen. Am Mittwoch führte das Kirchenoberhaupt Gespräche mit der Leitungsebene des Ordensdikasteriums, wie das vatikanische Presseamt zunächst ohne weitere Angaben mitteilte. Anwesend waren die Präfektin Simona Brambilla, der Pro-Präfekt Kardinal Ángel Fernández Artime sowie die Sekretärin Tiziana Merletti. Üblicherweise trifft sich der Papst mittwochs nicht mit Leitern seiner Kurienbehörden.
Inzwischen wurde bekannt, dass der Vatikan das Gespräch mit der FSSPX suchen möchte. In der kommenden Woche ist ein Treffen zwischen dem Leiter der Glaubensbehörde, Kardinal Víctor Manuel Fernández, und dem Generaloberen der Piusbruderschaft, Davide Pagliarani, geplant. Das bestätigte Papstsprecher Matteo Bruni am Mittwochabend gegenüber Kathpress. "Das Treffen ist eine gute Gelegenheit für einen informellen und persönlichen Dialog, der dazu beitragen soll, wirksame Instrumente für den Austausch zu identifizieren, die zu positiven Ergebnissen führen können", so Bruni.
Die Priesterbruderschaft Sankt Pius X. fällt in den Zuständigkeitsbereich des "Dikasteriums für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens". Die Gemeinschaft hatte Anfang der Woche angekündigt, trotz der fehlenden Erlaubnis durch den Papst neue Bischöfe weihen zu wollen. Der Generalobere begründete den Schritt mit der Sorge um den Fortbestand der Gemeinschaft, deren kirchenrechtlicher Status weiter unklar ist. Diesbezügliche Kommunikation mit dem Vatikan habe laut Davide Pagliarani zu keinem zufriedenstellenden Ergebnis geführt.
Am Dienstag teilte der Vatikan dazu mit: "Die Kontakte zwischen der Bruderschaft St. Pius X. und dem Heiligen Stuhl werden fortgesetzt, mit dem Ziel, Brüche oder einseitige Lösungen in Bezug auf die aufgetretenen Probleme zu vermeiden."
Die Piusbruderschaft entstand um den 1988 exkommunizierten und somit aus der kirchlichen Gemeinschaft ausgeschlossenen Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991). Dieser hatte 1976 gegen ein päpstliches Verbot Priester geweiht und damit die Piusbrüder innerkirchlich isoliert. Die dadurch ausgelöste Auseinandersetzung erreichte 1988 mit der Weihe von vier eigenen Bischöfen und der Exkommunikation der Beteiligten ihren Höhepunkt. Papst Benedikt XVI. (2005-2013) hob diese Exkommunikation zwar 2009 auf, zu einer theologischen Einigung kam es aber nicht.
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Stefan Fleischer vor 1 Stunden: Meines Erachtens
ist es im Kirchenrecht gleich wie in der zivilen Rechtsprechung. Solange ein Gesetz nicht durch die zuständige Instanz aufgehoben ist, hat sich der Richter in seinem Urteil daran zu halten und ein entsprechendes Urteil zu fällen. Sollte er milderen (oder auch erschwerende) Umstände feststellt, kann er dies im Urteil berücksichtigen. Dies ändert dann aber nichts an der grundsätzlichen Beurteilung der Tat. Anschliessend besteht dann die Möglichkeit, dass eine berechtigte Stelle oder Person «Gnade vor Recht» walten lässt. Auch dadurch wird die Rechtswidrigkeit der Tat nicht aufgehoben. Und niemand hat ein Recht, sich auf einen solchen Gnadenakt - und käme er von Gott selbst – zu berufen, um selbst sich nicht an eine gültige Vorschrift halten zu müssen.
heikostir vor 1 Stunden: @Versusdeum @Jothekieker
Die Piusbruderschaft hat schon einmal die schwere Sünde eines schismatischen Akts auf sich geladen und plant den nächsten schismatischen Akt.
Daher kann man durchaus von Bekehrung sprechen.
Zudem war es kein anderer als Papst Benedikt XVI., der festgestellt hat, dass die Probleme mit der Piusbruderschaft doktrineller, also die Lehre der Kirche betreffender Natur sind. Und es war derselbe Benedikt XVI., der klar gestellt hat, dass an der Anerkennung aller (!) des II. Vatikanums durch die Piusbruderschaft kein Weg vorbeiführt.
Übrigens hat auch Kardinal Müller immer wieder darauf hingewiesen.
@Jothekieker: Da muss ich Ihnen widersprechen: Gruppen, die schismatische Akte setzen, habe keine Existenzberechtigung.
golden vor 3 Stunden: Schon mal was gehört
vom "Rat des Gamaliel"? Apostlgeschichte 5,34 ff.
Gott wird schon wissen,was er vorhat.
gebsy vor 4 Stunden: Dass die Gespräche
O H N E Vorurteile gelingen mögen, kann nur von der Gnade Gottes erbeten werden.
Wozu Menschen fähig sind, zeigt die aktuelle Situation ...
Versusdeum vor 5 Stunden: @heikostir
Ich würde "einlenken" bevorzugen, denn "bekehren" stünde eher bei anderen an. Aber natürlich hoffe ich auch, dass daraus etwas fruchtbares wächst.
anjali vor 5 Stunden: @SpatzinDerHand
Ja!!!! Was Sie hier schreiben ,das war was ich auch gleich dachte !
lesa vor 5 Stunden: Veni Creator Spiritus
@Spatz in der Hand: UPPS! Wenn in der Kirche alle so ihrlich wären wie Sie würde es anders aussehen.
Allerdings kann man in der Kirche Christi ständig mit Wundern rechnen. Davon ausgehen kann man abericht.
Eines ist sicher: Gott führt die Sache und wird nicht ablassen, das gute Werk fortzuführen, wie auch immer, (mit oder ohne "Erlaubnis", Gott weiß, was da jetzt die bessere Variante ist) um es zu vollenden, damit SEINE Kirche fotrbesteht.
Die Wahrheit ist wie eine unzerstörbare Pflanze - und die Schlangenzertreterin ist stark. Sie rufen wir an!
Jothekieker vor 5 Stunden: @heikostir
Die Piusbrüder haben durchaus ihre Existenzberechtigung. Ohne sie würde es die "alte Messe" nicht mehr geben. Zudem sind sie überall dort der Notausgang, wo die "alte Messe" durch Maßnahmen wie Traditiones Custodes eingeschränkt wird.
Unabhängig davon halte ich die lehrmäßigen Probleme für leichter überwindbar als das gegenseitige Mißtrauen. Da ist noch einiges an Arbeit erforderlich, aber dieser Mühe muß man sich der Einheit der Kirche willen unterziehen.
SpatzInDerHand vor 5 Stunden: Mal so ganz unter uns...
... also wenn diese Gespräche irgendeine Chance auf Erfolg haben sollten, dann sollte der Vatikan einen anderen Gesprächspartner anbieten als ausgerechnet die Fehlbesetzung Fernández, genannt "Tucho" wegen einiger schlüpfriger Publikationen!
heikostir vor 6 Stunden:
Es ist meine große Hoffnung, dass aus dieser schwierigen Situation am Ende dennoch Positives erwächst:
Nämlich, dass die Piusbrüder sich bekehren, ihren irrigen Weg verlassen und endlich zur vollen Einheit mit dem Hl. Vater und der Gesamtkirche zurückkehren.
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