kath.net katholische Nachrichten

Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp


Niederösterreich: Pfarrer während Messfeier verstorben

vor 4 Stunden in Österreich, 5 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden


59-jähriger Priester und langjähriger Legion-Mariens-Leiter Raimund Beisteiner brach nach Kommunionspendung tot zusammen


Wien (kath.net/KAP) In Niederösterreich ist am Sonntag ein katholischer Pfarrer während eines Gottesdienstes plötzlich verstorben. Wie die Erzdiözese Wien mitteilte, brach der 59-jährige Pfarrmoderator Raimund Beisteiner während der Feier der Sonntagsmesse in seiner Pfarre Wiesmath (Bezirk Wiener Neustadt) kurz nach der Kommunionspendung zusammen und verstarb trotz sofort eingeleiteter professioneller Hilfe noch in der Kirche.

Raimund Beisteiner wurde 1966 im Burgenland geboren. Er trat in das Oratorium des hl. Philipp Neri in Maria Lanzendorf ein, wurde 1999 zum Priester geweiht. 2006 wechselte er in den Klerus der Erzdiözese Wien, wo er 2011 endgültig inkardiniert wurde. In der Folge leitete er über viele Jahre die Pfarre Wiesmath in Niederösterreich und prägte dort das kirchliche Leben durch kontinuierliche seelsorgliche Arbeit.


Neben seiner Tätigkeit in der Pfarrseelsorge übernahm Beisteiner zahlreiche überregionale Aufgaben. Seit 2007 war er geistlicher Leiter der Legion Mariens in Österreich (Senatus von Österreich) und begleitete deren Mitglieder in spirituellen Fragen und in der Gestaltung ihres Apostolats. Zudem war er in der Männerseelsorge im Dekanat Kirchschlag tätig und engagierte sich im Katholischen Bildungswerk sowie in verschiedenen kirchlichen Gremien.

Mit der Bildung des Seelsorgeraums Bucklige Welt Süd wirkte Beisteiner zusätzlich in den Pfarren Hochwolkersdorf, Schwarzenbach und Wiesmath mit und unterstützte die Zusammenarbeit in pastoralen Teams. In kirchlichen Kreisen galt er als sachlich, verlässlich und pflichtbewusst. Sein plötzlicher Tod löste innerhalb der Erzdiözese Wien und darüber hinaus große Betroffenheit aus. "Mit seinem plötzlichen Tod verliert die Kirche in Wien einen Priester, der seine Aufgaben mit Ernsthaftigkeit, Pflichtbewusstsein und seelsorglicher Umsicht erfüllte und bei vielen Menschen großes Vertrauen und Wertschätzung genoss", heißt es in einem Nachruf der Erzdiözese.

An einer noch am Sonntagabend kurzfristig organisierten Gebetsstunde nahmen zahlreiche Gläubige und Priester teil, auch Erzbischof Josef Grünwidl erwies dem verstorbenen Seelsorger die letzte Ehre. Das Requiem für Raimund Beisteiner wird am Samstag um 10 Uhr in der Pfarrkirche Wiesmath gefeiert, die Beisetzung erfolgt anschließend in seiner Heimatgemeinde Lackendorf im Burgenland.

Copyright 2026 Katholische Presseagentur KATHPRESS, Wien, Österreich
(www.kathpress.at) Alle Rechte vorbehalten


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Tweet 




Lesermeinungen

Mariat vor 1 Stunden: @SarahK

"...dass man es postmortem tun kann weil Gott zum Todeszeitpunkt weiß dass irgendwann mal für die Seele gebetet wird (frei nach Pater Pio)"
Und Pater Pio hatte darin viel Erfahrung!
Ja, so sehe ich es auch.
Gott handelt, hilft oft bereits im Voraus, da er weis, dass für diese Seele, die der Hilfe bedarf gebetet wird!

Walahfrid Strabo vor 2 Stunden: Möge er schauen, was er verkündete

Für einen Priester - nüchtern betrachtet - im Grunde der schönste Tod.

Für die Anwesenden - Gläubige, Ministranten usw. - natürlich schockierend. Und wieder ein Mitarbeiter im Weinberg des Herrn weniger.

Requiescat in pace!

SarahK vor 2 Stunden: Und doch welche Gnade so zu sterben

Und machen wir uns bewusst, dass der Tod kommt wie der Dieb in der Nacht. Ich bin gerade von soviel Verlogenheit umgeben, dass ich nicht mehr weiß wem man trauen kann und niemanden mehr “in den Himmel hebe” und ich glaube das einzige was man tun kann ist für die Seelen zu beten und beruhigend, dass man es postmortem tun kann weil Gott zum Todeszeitpunkt weiß dass irgendwann mal für die Seele gebetet wird (frei nach Pater Pio)

Mariat vor 3 Stunden: Ein wunderbares Zeugnis für diesen Diener des Herrn!

Er hat die letzte Kommunion noch hier auf Erden empfangen. Möge er nun direkt bei unserem Herrn, Jesus Christus im Himmel sein. Amen.

Versusdeum vor 4 Stunden: Der Herr nehme seinen Diener

am Tisch seines niemals endenden himmlischen Hochzeitsmahles auf.

Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.


© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz