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vor 30 Stunden in Familie, 8 Lesermeinungen
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Frauen sollten keine Schuldgefühle haben, wenn sie nach der Geburt ihres Kindes bald wieder arbeiten gehen, sagte die ehemalige First Lady der USA.
Washington D.C. (kath.net/LifeNews/jg)
Die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, hat vor kurzem in einem Podcast erneut die nach ihrer Ansicht schwierige Situation berufstätiger Mütter in den USA thematisiert – und dabei für Diskussionen gesorgt. In der Episode ihres Podcasts „IMO with Michelle Obama & Craig Robinson“ antwortete sie auf die Zuhörerfrage einer jungen Mutter, die nach der Geburt ihres Kindes wieder in den Beruf einsteigen möchte und mit Schuldgefühlen kämpft.
Obama vertrat die Ansicht, dass die amerikanische Gesellschaft in Bezug auf Mutterschaft widersprüchliche Signale sende. Einerseits werde Frauen gesagt: „Habt keine Abtreibung!“, andererseits fehle es jedoch an echter Unterstützung für Mütter nach der Geburt. Sie kritisierte insbesondere die kurzen Mutterschutzfristen in den USA. Wörtlich sagte sie: „Unsere Mutterschutzregelung ist lächerlich, wenn man überhaupt eine hat, denn meistens sind es drei Monate, vier Monate. Das reicht nicht einmal aus, damit der Körper einer Frau vollständig heilen kann – selbst bei einer natürlichen Geburt. Ganz zu schweigen davon, dass sich die Hormone stabilisieren müssen, weil der Körper noch sagt: ‚Ich ernähre dieses Kind, ich stille.‘ Die Hormone sagen einem das eine, die gesellschaftliche Struktur etwas völlig anderes.“
Sie sprach von einer gesellschaftlichen Heuchelei: Man fordere Frauen auf, Kinder zu bekommen, schaffe aber keine Umgebung, in der sie genesen, sich erholen und dann selbstbestimmt entscheiden könnten, wann sie wieder berufstätig werden möchten.
Besonders umstritten war Obamas Ermutigung an Mütter, sich nicht von Schuldgefühlen lähmen zu lassen, wenn sie beruflich aktiv bleiben oder werden wollen. Sie betonte die Resilienz von Kindern: „Wir müssen uns ehrlich sagen, dass das System für uns nicht funktioniert. […] Manchmal ist 40 Prozent in Ordnung, manchmal 30 Prozent, manchmal 70 Prozent. Kinder sind viel widerstandsfähiger, als wir ihnen zutrauen. Sie hören nicht auf, uns zu lieben, nur weil wir das Haus verlassen und einem Job nachgehen. So funktioniert das nicht. Sie werden nicht kaputtgehen, nur weil Mama eine Leidenschaft hat, die sie verfolgen möchte – auch wenn das schwer zu erkennen ist, wenn das Baby erst ein Jahr alt ist.“
Der Podcast-Beitrag wird von LifeNews.com scharf kritisiert. Der Beitrag von Steven Ertelt verweist darauf, dass es in den USA zahlreiche Hilfsangebote von Regierungsprogrammen, Wohltätigkeitsorganisationen, Kirchen und Schwangerschaftsberatungsstellen gebe – und sieht in Obamas Aussagen einen Widerspruch zur Realität vieler Mütter.
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Veritasvincit vor 18 Stunden: @LouiseS.
Ja, lesen Sie ein wenig zwischen den Zeilen.
Z.B.: Die berufstätige Frau wird wie der Mann eine Karriere anstreben und das Kind tritt etwas in den Hintergrund.
Leandro vor 25 Stunden: Welpenschutz
Will sie auch für Hunde den Welpenschutz abschaffen ?
Eine Katastrophe für die Kinder.
LouiseS. vor 28 Stunden: @Uwe Lay
Ich höre auch immer nur, dass meine Töchter \ Schwiegertochter arbeiten gehen „müssen“. Sie müssen nicht! Der Stadt greift durch Sozialhilfe, Erziehungsgeld unter die Arme. Es geht nur um das große Haus, den Zweitwagen oder den Urlaub. Hatten wir das? Nein. Haben wir mit einem Einkommen hungern und nackt rumlaufen müssen? Nein! Heute ist’s im Kindergarten schon, dass die größeren Kinder mit ihrem 5 Sterne Urlaub prahlen während die kleine Lotta „nur“ an der Nordsee im Wohnwagen war. Die Gesellschaft ist krank
Uwe Lay vor 29 Stunden: Wenn eine Mutter nicht will, wie sie soll
Simone de Beauvoir, die Vordenkerin des Feminismus: „Keine Frau sollte berechtigt sein, zu Hause zu bleiben und ihre Kinder zu erziehen. Die Gesellschaft sollte anders sein. Frauen sollten diese Wahl nicht haben, gerade weil, wenn es eine solche Wahl gibt, zu viele Frauen diese Wahl treffen werden."
Also zwingt man die Frau zum Arbeiten, weil eben oft das Gehalt des Ehemannes nicht ausreicht zur Finanzierung der Familie!
Uwe Lay Pro Theol Blogspot
LouiseS. vor 29 Stunden: @ Veritasvincit
Was hat Männerarbeit mit der Thematik zu tun? Frau Obama hat lediglich Frauen ermutigt, sich je nach eigenem Empfinden durchaus für eine Berufstätigkeit mit Kind zu entscheiden. Das ist in meinen Augen nicht zu kritisieren- oder muss ich zwischen den Zeilen lesen? I
Fink vor 29 Stunden: Offizielle Empfehlung: nach der Geburt 6 Monate voll stillen (ohne Beikost), weitere
...weitere 6 Monate teil-stillen (mit Beikost). Wurde jetzt im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht (JEDER Arzt kriegt es- nicht jeder Arzt liest es...). SIEHE LINK.
Wie soll das mit einer Berufstätigkeit vereinbar sein ?
Hier wird also der Idealzustand formuliert. Aber dazu müssen auch vielfache Voraussetzungen gegeben sein (ich rede hier als "Theoretiker").
Das stimmt schon, beim Mutterschutz nach der Geburt sollte in den USA mehr getan werden (soweit mir die Verhältnisse dort bekannt sind).
www.aerzteblatt.de/search/result/30f1ea56-f8ca-4310-a573-ae4736234a6e?q=Stillen
LouiseS. vor 30 Stunden: Es ist von außen immer schnell klar, was
eine Mutter nach der Geburt eines Kindes zu tun hat : Kinder, Küche: Kirche. So haben wir älteren Frauen es ganz selbstverständlich gemacht. Hier sind 4 städtische Kitas/ Kindergärten und je eine Kita in katholischer Trägerschaft unt eine Kita in Trägerschaft der evangelischen Kirche. Sie nehmen Kinder ab 1 Jahr - Konfessionsunabhängig. ALLE Einrichtungen sind voll und haben Wartelisten. Die Lebenshilfe baut aktuell eine inklusive Kita und hat Bewerbungsstop verhängt. Ich selber betreue meinen jüngsten Enkel, 3/4 Jahr jeweils 1 Tag in der Woche und 4 Tage geht er zur Tagesmutter. Inzwischen zahlt die politische Gemeinde eine Tagesmutter für 8 Stunden weil sie nicht genug Kita Plätze hat. Meine Schwiegertochter ist nach 8 Wochen zurück in den Beruf. Wir Omas waren nicht glücklich damit, aber es ist die Zeit heute.
Veritasvincit vor 30 Stunden: Vermännlichung
Michelle Obama zieht offenbar die Männerarbeit der Kinderpflege vor.
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