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Heute steht die Marmorbüste auf einem Altar in einer Seitenkapelle der Basilika Sant’Agnese fuori le mura und ist inzwischen durch ein Alarmsystem gesichert - VIDEO
Rom (kath.net) In der Basilika Sant’Agnese fuori le mura an der Via Nomentana in Rom wurde eine Marmorbüste, die Christus als Erlöser darstellt, nach Jahrhunderten der Ungewissheit offiziell Michelangelo Buonarroti neu zugeschrieben. Das berichtet das katholische Internetportal „Aleteia“. Das Werk war bereits bis zum frühen 19. Jahrhundert bereits Michelangelo zugeschrieben worden, diese Urheberschaft geriet dann aber über fast 200 Jahre hinweg in Vergessenheit.
Die Forscherin Valentina Salerno hatte jahrelange Archivrecherchen durchgeführt. Salerno ist keine Kunsthistorikerin, sondern stützt ihre Arbeit ausschließlich auf notarielle Dokumente, Inventarlisten und Korrespondenzen aus Michelangelos letzten Lebensjahren. Deshalb verlässt sie sich nicht auf stilistische Analysen, sondern rekonstruierte den Weg des Kunstwerks anhand von Dokumenten. Diese belegen ein System, mit dem Michelangelos Erbe durch seine Schüler und religiöse Institutionen geschützt wurde.
Die neuen Dokumente deuten – entgegen bisheriger Theorien – darauf hin, dass er Zeichnungen und Marmorskulpturen gezielt an vertraute Personen und an die Kirche weitergab, um sein Vermächtnis zu sichern. Die Büste in Sant’Agnese überdauerte so Jahrhunderte von Renovierungen und politischen Umbrüchen, direkt vor den Augen der Gläubigen.
Heute steht die Marmorbüste auf einem Altar in einer Seitenkapelle der Basilika und ist nun – ihrer Bedeutung angemessen – durch ein Alarmsystem gesichert.
Bild: Selbstbildnis Michelangelos
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