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Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. Hesemanns aktuelle Studie über Heroldsbach

vor 15 Stunden in Aktuelles, 17 Lesermeinungen
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„Nach 75 Jahren scheint also wieder Bewegung in die Sache zu kommen. Nun liegt es am Vatikan, zu überprüfen, ob nicht doch in Oberfranken die Muttergottes erschien.“ Von Verena Fabekovec


Rom (kath.net) Vor einigen Tagen wurde Pater Dietrich von Stockhausen (83), langjähriger Rektor der Gebetsstätte Heroldsbach (von 1998 bis 2014) von Papst Leo XIV. im Vatikan empfangen. Es war eine Begegnung zweier „Söhne des heiligen Augustinus“ – der Papst ist Augustiner, der Pater Augustiner Chorherr –, doch im Mittelpunkt stand die Muttergottes. Von Stockhausen überreichte dem Papst die neueste Studie über die mutmaßlichen Marienerscheinungen in Heroldsbach von 1949 bis 1952 – und bat ihn, sie einer Neubewertung zu unterziehen. 

Am 9. Oktober 1949 hatten vier Mädchen im oberfränkischen Heroldsbach behauptet, dass ihnen die Muttergottes erschienen sei. Es war der Beginn der vielleicht bemerkenswertesten Manifestation des Übernatürlichen in der Geschichte der katholischen Kirche. Drei Jahre lang, bis zum 31. Oktober 1952, sahen die vier Mädchen sowie fünf weitere Altersgenossinnen, aber auch zahlreiche Erwachsene, an hunderten Tagen Maria und Jesus, Engel und Heilige, ja sogar die Heilige Dreifaltigkeit. Zugleich kam es am 8. Dezember 1949 vor 10.000 Augenzeugen zu einem Sonnenwunder, am 2. Februar 1950 vor 70.000 Augenzeugen zu einem Lichtwunder und am 1. November 1950 sahen dreihundert Beter, wie nachts die leuchtende Gestalt Mariens, ihr Kind im Arm, langsam vom Himmel hinab- und in diesen wieder aufstieg. Doch obwohl namhafte Experten nach ausgiebigen Gesprächen mit den Zeugen für die Echtheit der angeblichen Erscheinungen eintraten, ging das Erzbistum Bamberg eher ungnädig mit ihnen um. Insbesondere Weihbischof Artur Michael Landgraf lehnte das in Heroldsbach manifestierte Aufflammen der Volksfrömmigkeit mit ihrem nach Meinung des Theologen „überwundenen Wunderglauben“ entschieden ab und setzte durch, dass Wallfahrten nach Heroldsbach erst vom Erzbistum, dann auch von Rom verboten wurden. Die Seherkinder und alle Unterstützer der Erscheinungen wurden für exkommuniziert erklärt, Priester, die sie weiterhin verteidigten, kurzerhand strafversetzt. Trotzdem beharren die Seherkinder, von denen vier noch leben, bis auf den heutigen Tag darauf, dass ihnen tatsächlich Maria erschienen war. Erst 1998 wurde die Wallfahrt auf den Erscheinungshügel vom Erzbistum Bamberg offiziell erlaubt und in Heroldsbach eine diözesane Gebetsstätte eingerichtet, deren erster Rektor Pater von Stockhausen war. Seit 2025 steht die Gebetsstätte unter Leitung seines Ordensbruders Pater Markus Straubhaar.


2020 gab Papst Franziskus die Akten zur „causa Heroldsbach“ für die Forschung frei. Der deutsche Historiker Michael Hesemann erhielt Zugang zu den vatikanischen Archiven, wertete sie aus und veröffentlichte vier Jahre später ein Buch. In „Heroldsbach – Als der Himmel die Erde berührte“ (2024) wies er nach, mit welchen Tricks, allem voran gezielter Desinformation, Weihbischof Graf die vatikanische Verurteilung von Heroldsbach bewirkte. „Haltloser Dorfklatsch wurde für bare Münze genommen, hunderte Zeugenaussagen, die übernatürliche Ereignisse bestätigten, dagegen unter den Tisch gekehrt“, erklärte Hesemann 2024 bei der Präsentation seines Buches in Heroldsbach. „Es ist Zeit, dass der Vatikan den Fall neu aufrollt – und sein vernichtendes Urteil von 1951 revidiert“, fordert der Autor.

Mit großer Aufmerksamkeit nahm Leo XIV. Hesemanns Studie zur Kenntnis, als Pater Dietrich von Stockhausen sie ihm am letzten Mittwoch überreichte. Er kannte den Autor, denn Hesemann hatte erst im Herbst 2025 die Biografie „Leo XIV. – Papst und Brückenbauer“ über ihn herausgegeben. Und er versprach, sich über die „causa Heroldsbach“ näher zu informieren. 

Nach 75 Jahren scheint also wieder Bewegung in die Sache zu kommen. Nun liegt es am Vatikan, zu überprüfen, ob nicht doch in Oberfranken die Muttergottes erschien. 

Foto: Pater Dietrich von Stockhausen überreicht Papst Leo XIV. die aktuelle Studie über Heroldsbach © Fabekovec


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Lesermeinungen

Christine vor 5 Stunden:

@1517
Entschuldigen Sie bitte, ich kann keine "Unvereinbarkeit mit dem Neuen Testament" in den genannten Aussagen erkennen. Was meinen Sie genau?

Versusdeum vor 5 Stunden: @1517

Und was genau davon ist jetzt unvereinbar mit dem Neuen Testament?

Wynfried vor 6 Stunden: @ Ulmer Spatz

KI-Antwort:

Der geografische Mittelpunkt zwischen Fatima und Moskau liegt ungefähr bei:

50,17° N, 10,77° O

Vergleich mit Heroldsbach:
Heroldsbach: ca. 49,69° N, 11,00° O
Mittelpunkt: ca. 50,17° N, 10,77° O
Heroldsbach liegt also sehr nahe am exakten geografischen Mittelpunkt zwischen Fatima und Moskau, nur etwa 0,5° südlich und 0,23° östlich davon.

Fazit:
Heroldsbach liegt fast genau in der Mitte zwischen Fatima und Moskau, mit nur einer kleinen Abweichung. Man kann sagen, dass es geografisch sehr nahe am Mittelpunkt dieser Strecke liegt.

Rolando vor 7 Stunden: 1517

Was ist denn da unvereinbar mit der Hl. Schrift?
Die Kirche ist Säule und Fundament der Wahrheit, 1Tim 3,15, nicht die Schrift allein.

UlmerSpatz vor 11 Stunden: @Rolando

Millimetergenau?
Haben Sie so exakt gemessen?

1517 vor 11 Stunden:

Einige Aussagen in den Erscheinungen sind deutlich unvereinbar mit dem Neuen Testament:

»1. „Liebe Gottesmutter, dürfen wir Dich als Gottesmutter von Heroldsbach-Thurn verehren?“ Antwort: Ein lautes „Ja!“
„Liebe Gottesmutter, hast Du die sich drehende Sonne und den wandelnden Stern uns als Zeichen Deiner wunderbaren Erscheinung gegeben?“ Antwort: „Ja.“
Die Gottesmutter sagte, ohne gefragt zu sein: „Es freut mich, dass die Leute alle Tage zum Rosenkranzbeten kommen und sie sollen weiter kommen. Die Leute sollen noch viel mehr beten, es ist noch nicht genug.“
„Liebe Gottesmutter, kommst Du wieder?“ Antwort: „Ja, wenn die Menschen fest beten, dann komme ich wieder.“
„Sollen wir bauen? Was und wo?“ Antwort: „Ins Birkenwäldchen eine Grotte und auf den Berg eine schöne Kapelle. Die Heroldsbacher und Thurner sollen fest zusammenhalten.“«
(aus den Heroldsbach-Protokollen 1949, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Heroldsbacher_Marienerscheinungen )

Rolando vor 12 Stunden: serafina Versusdeum

Heroldsbach liegt exakt auf der Linie zwischen Fatima und Moskau.
Man es nachmessen, Heroldsbach liegt noch dazu millimetergenau EXAKT in der Mitte dieser Linie Fatima - Moskau.
Diese Bedeutung wird auch noch zur Geldung kommen.

serafina vor 12 Stunden: @Versusdeum

Sorry. Sie haben natürlich vollkommen recht. Hab mich vertan. Sollte heißen: Geografische Mitte zwischen Fatima und Moskau.
S. hierzu folgenden Link "Sensationelle gottgegebene(!) Beweise der Echtheit der Erscheinungen von Heroldsbach (1949 - 1952)"
https://www.adorare.ch/hblage.html

723Mac vor 12 Stunden: die einzige kirchenamtlich anerkannte Mariophanie in Deutschland

samt 4 kirchenamtlich anerkennten Heilungen und einer Errettung auf die Fürsprache der schmerzhaften Gottesmutter von gemeldeten über 3 TSD (Lourdes hat 70 kirchenamtlich anerkannte Heilungen)

ist die Augenwende Mariens in der Münchner Herzogspitalkirche vom Jahr 1690 -(Anerkennugurkunde vom Jahr 1691, Richtigkeit der Angaben letztmalig bestätigt durch ein Imprimatur des Bistums 1953)

Der Fürsprache der Gottesmutter die hier in einer Figur (imago miraculosa) der schmerzhaften Gottesmutter verehrt wird, wird rettende Wirkung bis heute zugesagt. Nach der Verlegung der Figur und der Anbetung des Allerheiligsten im 2.WK in die Maria-Theresia-Klinik am Bavariaring, brannte die Herzogspitalkirche vollständig aus aber die gesamte Klinik samt allen Patienten wurde vor Folgen der Bombenangriffe gerettet

UlmerSpatz vor 13 Stunden: Und noch eine Ergänzung

@SalvatoreMio
@Gebsy
Die vielleicht wichtigste Erscheinung in Deutschland ist MARIENFRIED

Versusdeum vor 13 Stunden: Liebe @serafina

Ich schätze Ihre Beiträge ansonsten sehr, aber Ihre Europakarte würde ich schon gerne einmal sehen (hier wäre jetzt ein großes Smiley, wenn das hier üblich wäre ;) Upps)

Rolando vor 13 Stunden: serafina

Wir glauben den Zeugnissen der Apostel Jesu, da kann man auch seiner Mutter glauben und denen die wie die Apostel Jesu auch Jesus und seine Mutter im Heroldsbach bezeugen.

serafina vor 14 Stunden: Zufall oder Vorsehung?

Heroldsbach ist ziemlich genau die geografische Mitte zwischen Fatima (Portugal) und Medjugorje (Bosnien-Herzegowina).
Ich jedenfalls glaube an die übernatürlichen Erscheinungen in Heroldsbach.

Rolando vor 14 Stunden: gebsy

Ja, Deutschland bekam viele Gnaden, auch einen deutschen Papst, doch wie ging man mit ihm um? Wie reagierte der Bundestag auf seiner Rede 2011? Sein Augustinuszitat ist mitterweile wahr geworden. Wir haben das Erbe des Protestantismus, mit weitreichenden Folgen, Verlust des Priestertums, Lüge von "Schrift allein" und "Glaube allein", sowie die Etablierung der eigenmächtigen Schriftauslegung entgegen 2Petr 1,20 und 2Petr 3,16. Es wird Zeit das die negativen Früchte überwunden werden. Deutschland bekam sogar einen deutschen Papst, doch wie ging man mit ihm um, wie reagierte der Bundestag 2011 bei seiner Rede? Das Augustinuszitat wurde mittlerweile wahr.

SalvatoreMio vor 14 Stunden: und noch eine Ergänzung!

@Gebsy: HEEDE im Emsland (Richtung Emden und Nordsee)

Kerze vor 14 Stunden:

Welch eine große Freude dieser Beitrag über Heroldsbach.
Danke lieber Pater Dietrich für Ihr beständiges Wirken.
Die Mutter Gottes ist unsere große Fürsprecherin im Himmel.
Wir danken ihr von Herzen und vertrauen weiterhin.

gebsy vor 14 Stunden: Ist ein Vergleich hilfreich?

Wenn es zur Klärung und Deutung beitragen kann, ist es sinnvoll, diese drei Stätten zu vergleichen:

HEROLDSBACH - MEDJUGORJE - SIEVERNICH

Der Himmel lässt uns nicht im Stich ...

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