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vor 13 Stunden in Schweiz, 7 Lesermeinungen
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Die Anzahl der Priesterseminaristen ist im Schweizer Bistum Chur drastisch zurückgegangen - Unter Huonder gab es noch 25 Seminaristen, jetzt nur mehr 4-7 - Kandidaten haben das Bistum sogar verlassen
Chur (kath.net/rn)
Wie viele Seminaristen gibt es noch im Bistum Chur? Fragt man dazu die KI „Gemini“, bekommt man folgende Antwort: „Die Anzahl der Seminaristen im Bistum Chur hat in den letzten Jahren einen deutlichen Tiefstand erreicht. Die Zahl der klassischen Seminaristen für Chur liegt im niedrigen einstelligen Bereich (etwa zwei bis fünf Kandidaten).“ Doch wie viele sind es jetzt wirklich? Dazu gibt es entsprechende Gerüchte. kath.net hat jetzt beim Bistum nachgefragt.
„Gegenwärtig gibt es im Bistum Chur vier Priesteramtskandidaten. Zudem studieren im Seminar St. Luzi in Chur drei Seminaristen aus dem Bistum St. Gallen“, teilt Bischof Bonnemain über seine Sprecherin gegenüber kath.net mit. Auf die Frage, warum die Seminaristenzahlen in den letzten Jahren so stark zurückgingen, erklärte der Bischof: „Die Zahl der Seminaristen ist im Bistum Chur leider sehr klein geworden, wie auch in den meisten Bistümern Europas. Deswegen müssen wir intensiv um Berufungen beten. Zugleich sollen die Kriterien für die Aufnahme ins Seminar streng bleiben. Wir dürfen nicht der Versuchung unterliegen, bei der Aufnahme lockerer zu werden, nur weil die Zahl der möglichen Kandidaten klein ist – im Gegenteil!“
Laut Insidern aus dem Bistum Chur sind mindestens ein halbes Dutzend junger Männer, die Priester werden wollten, wegen Bonnemain weggegangen oder haben sich andere Gemeinschaften wie die Petrusbruderschaft gesucht. Auf die Frage, warum dies so sei, erklärte Bischof Bonnemain gegenüber kath.net: „Ob gegenwärtig im Seminar der Petrusbruderschaft oder ähnlicher Gemeinschaften ehemalige Seminaristen des Bistums Chur studieren, weiß ich nicht. Wenn es so wäre, könnte ich mir vorstellen, dass dies aufgrund einer Vorliebe für die Liturgie, wie sie vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil gefeiert wurde, geschieht. Ich möchte aber in unserem Bistum Seminaristen und Priester haben, die treu, andächtig und mit persönlicher Beschaulichkeit das Geheimnis der Eucharistie gemäß der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil approbierten Liturgie feiern.“
Kurz vor dem Ende der Amtszeit von Bischof Huonder im Jahr 2019 hatte es im Bistum Chur übrigens noch 25 Seminaristen gegeben.
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Kostadinov vor 9 Stunden: Das scheint gewollt...
einfach den Artikel von Martin Grichting nochmals lesen vom 14. März über die Zustände im Bistum Chur
T.L.D vor 9 Stunden: LOL!
"Ich möchte aber in unserem Bistum Seminaristen und Priester haben, die treu, andächtig und mit persönlicher Beschaulichkeit das Geheimnis der Eucharistie gemäß der nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil approbierten Liturgie feiern.“
Tja, aber an der eigenen Hochschule werden die Rubriken für die "Hochschulgottesdienste" auch nicht eingehalten, und ausserdem wird dort gelehrt, dass man sich nicht so sehr auf die Messe konzentrieren sollte.
Meistens kommen Seminaristen aus eher traditionellen Gemeinden, weil sie dort noch sehen, was ein Priester ist. Das sollte zum Nachdenken anregen.
ThomasR vor 10 Stunden: 66 Eintritte in 3 Priesterseminaren der Piusbruderschaft 2025
sprechen eher für die Öffnung der diözesanen Priesterausbildung auch für alte Messe bzw. für beide Ordnungen des römischen Ritus.
Jedem Ortsbischof steht es nach § 87 CJC zu die Priesterausbildung in eigenem Bistum auch für die in der alten Ordnung des römischen Ritus beheimatete Bewerber/Kandidaten zu öffnen, sonst kan sein , dass es irgendwann ausser altrituellen Gemeinschaften wie in Irland so gut wie keine Bewerber geben wird.
Mensch#17 vor 11 Stunden: Wen wundert es?
Schuld sind ...
... die Umstände
... die Zeit
...
... die Anderen!
Nein - ich nicht!
Oder so ähnlich!
Wilolf vor 12 Stunden: „Ich möchte aber…“
Das liest man immer öfter, dass ein Bischof sagt „ich möchte…, ich will…“. Anscheinend kommt das bei Journalisten gut an.
Im Vaterunser beten wir aber „DEIN Wille geschehe.
Uwe Lay vor 12 Stunden: Ein Erfolg!
Das ist aus linksliberaler Sicht eine Erfolgsmeldung: "conserative" Priesteramtskandidaten verließen das Priesterseminar und nun ist es fast leer: das beste Argument zur Abschaffung des Zölibates und für die Einführung des Frauenpriestertumes.
Uwe Lay Pro Theol Blogspot
ThomasR vor 12 Stunden: es ist stets Entscheidung des Ortsbischofs
die Priesterausbildung auch für die Bewerber aus Afrika (so ein Projekt läuft momentan in Brixen) , wo die Plätze in den Priesterseminaren fehlen oder auch für die im alten Ritus beheimatete Bewerber zu öffnen.
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