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vor 8 Stunden in Kommentar, 19 Lesermeinungen
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„Der Eindruck drängt sich auf, dass der Luxemburger Kardinal Jean-Claude Hollerich mit den Fantasien deutsch-synodaler Meinungsmacher, ob Kleriker oder Weltchristen, zu sympathisieren scheint.“ Kommentar von Dr. Thorsten Paprotny
Hannover (kath.net) Kardinal Jean-Claude Hollerich stellt mitten in der Fastenzeit Gedankenspiele an, die manchen relativistisch gesinnten Kulturchristen in der westlichen Welt von heute erfreuen mögen, auch wenn sie den säkularen Fortschrittsgläubigen gewiss nicht weit genug gehen werden. Der ORF (https://religion.orf.at/stories/3234715/) zitierte den meinungsfreudigen Hollerich: „Ich kann mir auf Dauer nicht vorstellen, wie eine Kirche bestehen kann, wenn die Hälfte des Volkes Gottes leidet, weil sie keinen Zugang zum geweihten Dienst hat.“
Der Luxemburger Erzbischof und Generalrelator der Weltsynode von 2023/24 hat sich damit nicht explizit von „Ordinatio sacerdotalis“ distanziert, sondern nur eine persönliche Meinung kundgetan, die vielerorts geäußert wird, außerhalb der Kirche und in der Kirche selbst, natürlich dort prononcierter, schärfer und entschlossener. Diese Meinung darf als solche in Deutschland und anderswo frei geäußert und auch wertgeschätzt werden, ebenso bedarf jeder von uns – und das wird Kardinal Hollerich wissen – auch der Korrektur durch die Lehre der Kirche, die nicht eine beliebige Meinung unter vielen darstellt, sondern verbindlich gültig ist. Wenn wir aber das Interview genau lesen: Stellte der Kardinal infrage, das ausschließlich Männern vorbehaltene Priesteramt nun auch für Frauen zu öffnen? Man muss bei der Deutung des Interviews behutsam vorgehen. Er spricht vom „geweihten Dienst“, nicht vom Priesteramt. Dennoch bleibt mindestens ein zwiespältiger Eindruck – denn zum „geweihten Dienst“ oder geweihten Leben gehören auch Ordensfrauen, die ihrer Berufung folgen –, wenn vom Leid der „Hälfte des Volkes Gottes“ deswegen gesprochen wird. Anscheinend leidet fast niemand etwa an seinen Sünden, aber mindestens jede und jeder Zweite an verpflichtenden Weisungen, die auf dem Evangelium und der Lehre der Kirche fußen.
Der heilige Johannes Paul II. schrieb mitnichten etwas Sensationelles oder gar Neues, als er die auf dem Evangelium fußende Lehre der Kirche aller Zeiten und aller Orte am 22. Mai 1994 in Abschnitt 4 bekräftigte: „Obwohl die Lehre über die nur Männern vorbehaltene Priesterweihe sowohl von der beständigen und umfassenden Überlieferung der Kirche bewahrt als auch vom Lehramt in den Dokumenten der jüngeren Vergangenheit mit Beständigkeit gelehrt worden ist, hält man sie in unserer Zeit dennoch verschiedenenorts für diskutierbar, oder man schreibt der Entscheidung der Kirche, Frauen nicht zu dieser Weihe zuzulassen, lediglich eine disziplinäre Bedeutung zu. Damit also jeder Zweifel bezüglich der bedeutenden Angelegenheit, die die göttliche Verfassung der Kirche selbst betrifft, beseitigt wird, erkläre ich kraft meines Amtes, die Brüder zu stärken (vgl. Lk 22,32), daß die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden, und daß sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“
Papst Johannes Paul II. bekräftigte diese Endgültigkeit nicht durch die Äußerung einer persönlichen Meinung, sondern in seinem Amt als Stellvertreter Christi, der die bleibenden Diskurse und Diskussionen – die damals wie heute als diskrimierend aufgefasst werden – sehr wohl wahrnahm, aber gewiss beendet wissen wollte, nicht zuletzt, damit der Auftrag Christi in den Mittelpunkt rückte und die Zentralität der Evangelisierung erkannt würde. In Abschnitt 3 heißt es: „Im übrigen zeigt die Tatsache, daß Maria, die Mutter Gottes und Mutter der Kirche, nicht den eigentlichen Sendungsauftrag der Apostel und auch nicht das Amtspriestertum erhalten hat, mit aller Klarheit, daß die Nichtzulassung der Frau zur Priesterweihe keine Minderung ihrer Würde und keine Diskriminierung ihr gegenüber bedeuten kann, sondern die treue Beachtung eines Ratschlusses, der der Weisheit des Herrn des Universums zuzuschreiben ist.“
Eine Kirche zudem, die sich nicht ans Evangelium hält oder meint, das Evangelium zeitgeistlich verbessern zu dürfen, kann auch nicht gemäß dem Auftrag Christi evangelisieren. Das Priesteramt für Frauen ist damit dauerhaft ausgeschlossen. Kardinal Hollerich allerdings hat in dem Interview allein vom Weiheamt gesprochen. Der emeritierte Papst Benedikt XVI. stellte 2019 in einem Grußwort zum 50-jährigen Bestehen der Internationalen Theologischen Kommission fest, dass die Glaubenskongregation unter seinem Vorsitz sich mit dem Frauendiakonat befasst und 2003 ein Dokument erstellt habe. Er schreibt dazu: „Das Dokument wurde mit großer Sorgfalt erstellt, kam aber in der Frage eines eventuellen Frauendiakonats nicht zu einem einmütigen Ergebnis. Man entschied daraufhin, die Frage den Patriarchen der Ostkirchen zu unterbreiten, von denen aber nur sehr wenige eine Antwort gaben. Es zeigte sich, dass die Frage als solche für die Tradition der Ostkirche schwer verständlich war. Darum schloss diese umfassende Studie mit der Feststellung, dass die rein geschichtliche Perspektive nicht zu einer definitiven Sicherheit führe. Letztlich musste die Frage lehrmäßig entschieden werden.“ Auf Italienisch lauteten seine Worte: „In ultima analisi, la questione doveva essere decisa sul piano dottrinale.“ Die lehrmäßige Entscheidung, ob ein Diakonat der Frau als Weiheamt möglich ist, steht auch 2026 noch aus.
Man muss also die Aussage des luxemburgischen Kardinals weder skandalisieren noch als Vision deuten. Es ist richtig, dass der Ausschluss von Frauen zum Weiheamt persönlich und weltlich als diskriminierend empfunden werden kann. Kardinal Hollerich hätte klarstellen können, dass diese persönlichen Gefühle zulässig sind, dass es aber objektiv auf Grundlage des Evangeliums falsch ist, dass eine Weisung des Herrn diskriminieren kann. Es ist ein unbestreitbares Versäumnis, dass der Kardinal darauf nicht hingewiesen hat. Der Eindruck drängt sich also auf, dass der Luxemburger Erzbischof mit den Fantasien deutsch-synodaler Meinungsmacher, ob Kleriker oder Weltchristen, zu sympathisieren scheint. Es wäre sachgerecht gewesen, an die verbindliche Gültigkeit von „Ordinatio sacerdotalis“ zu erinnern und die Luftschlösser aller Freunde des Frauenpriestertums abzuweisen. Die Chance dazu hat er leider vertan.
Zugleich darf daran erinnert werden, dass die lehrmäßige Entscheidung zum Diakonat der Frau – wie von Benedikt XVI. in einer Fußnote des damaligen Beitrags dargelegt – noch aussteht. Weder Johannes Paul II. noch alle seine Amtsnachfolger trafen eine solche verbindliche lehrmäßige Entscheidung. Das ist, und nichts anderes, ist der Stand der Dinge. Über das sogenannte „Frauenpriestertum“ indessen ist das letzte Wort gesprochen.
Von dem ehemaligen Generalrelator der Weltsynode darf berechtigterweise erwartet werden, dass er unverbrüchlich für die Lehre der Kirche einsteht, ob gelegen oder ungelegen.
Dr. Thorsten Paprotny (siehe Link) lehrte von 1998-2010 am Philosophischen Seminar und von 2010 bis 2017 am Institut für Theologie und Religionswissenschaft der Leibniz Universität Hannover. Der Autor vieler Bücher publizierte bsp. den Band "Theologisch denken mit Benedikt XVI.".
Archivfoto Kardinal Hollerich (c) Erzdiözese Luxemburg
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Sarah-Maria vor 1 Stunden: SalvatoreMio
Engagierte junge Menschen sind doch erstmal ein Grund zur Freude. Wir hatten / haben in der Fastenzeit jeden Morgen um 5:30 Uhr für junge Leute eine sogenannte Frühschicht in der Kirche mit Gebet und Meditation. So seltsam es anmuten mag, es sind stets fast 100 Junge Menschen zu dieser Uhrzeit bereit für ein kirchliches Angebot. Und es sind beileibe nicht alles fromme Kirchgänger. Selbst meine kritischen Enkel nehmen teil. Man muss die Pflänzchen hegen und pflegen und langsam in die Kirche wieder integrieren. Und mit Rosenkranz brauchen Sie niemand unter 80 hier kommen. 1x wöchentlich gab es ein Angebot und immer nur eine Handvoll Beter jenseits der 80 kamen. Nach Ostern wird es eingestellt. Hier wird bei Beerdigungen schon seit Jahren kein Rosenkranz mehr gebetet; junge Leute können / wollen es nicht weil fûr sie aus der Zeit gefallen. Stattdessen sind Musik und Kerzen die neue Norm, es sei denn ein älterer Partner lebt noch und besteht auf Rosenkranz.
marlin vor 2 Stunden: @ Triceratops
@Triceratops: „Warum verlangt man vom Papst andauernd, er solle irgendwelche Dinge, die von früheren Päpsten kamen, immer und immer wiederkäuen?“
Gute Frage!
Gegenfrage: Warum hört der Teufel nicht auf, die Menschen zu verführen, obwohl er selber weiß, dass sein Schicksal besiegelt ist (vgl. Offb 20,10)?
SalvatoreMio vor 2 Stunden: Vieles ist heutzutage veränderbar ...
@Liebe Anjali! Man gehe zum "Onkel Doktor", lasse sich behandeln, und plötzlich ist man ein Mann, auch laut deutschem Personalausweis! - Und die nächste Herausforderung steht vor der Tür: Bischof Johan Bonny von Antwerpen will bis 2028 verheiratete Männer für sein Bistum zu Priestern zu weihen. - Das Ganze erinnert mich an Strategien von Kindern und Jugendlichen: man geht den Erwachsenen mit Forderungen so lange auf den Geist, bis diese ihre Ruhe haben wollen und nachgeben. - Uns fehlen ganz dringend Priester, aber sie müssen erbetet werden, doch das scheint fast nirgends eine Option zu sein. Also werden andere Wege gesucht. Im übrigen fällt deutlich auf: Junge Erwachsene, für die Kirche noch Bedeutung hat, engagieren sich gern auf sozialem Gebiet und stellen alle möglichen Events auf die Beine, doch Anbetung, Heilige Messe, Rosenkranzgebet - das rangiert an letzter Stelle.
Stephaninus vor 3 Stunden: Kein guter Stil
Es ist nicht gut, wenn Kardinäle oder Bischöfe ihre der offiziellen Position der Kirche widersprechenden Ansichten in dieser Sache so locker in der Welt verbreiten. Hollerich ist da leider längst kein Einzelfall (er behauptet überdies 90% der Gläubigen würden seine Ansicht zum Frauenweiheamt teilen). Da wäre mehr Behutsamkeit wünschenswert.
anjali vor 4 Stunden: Priester(in)
Ich bin eine Katholische Frau und leide nicht darunter dass ich keine Priesterin werden kann. Das geht halt nicht da ein Priester Jesus verkörpert und der war Mann.Als Frau habe ich andere Aufgaben.Ein Mann kann ja auch nicht Mutter werden.
Mensch#17 vor 4 Stunden: Er kann sich "auf Dauer nicht vorstellen..." - muß er ja auch nicht.
Der Gute muß sich auf Dauer gar nichts vorstellen, denn beim Eintritt in die Ewigkeit ist es mit dem "sich etwas vorstellen" vorbei. Dann sehen wir die eigentliche Wirklichkeit.
Und bis dahin darf er sich noch gerne alles mögliche vorstellen, z.B. dass der Vatikan grün angemalt wird, oder das der Mond rot gemacht und mit der Werbung "Coca Cola" versehen wird.
Das alles darf er sich gern vorstellen, oder auch "nicht vorstellen". Nur mir wäre es recht, wenn er das dann für sich behalten würde!
Triceratops vor 5 Stunden: @Cosmas
"längst überfällige Klarstellung"??
Die Sache ist doch längst klargestellt, und zwar schon von Johannes Paul II.
Warum verlangt man vom Papst andauernd, er solle irgendwelche Dinge, die von früheren Päpsten kamen, immer und immer wiederkäuen?
Demnächst kommen womöglich hier noch Forderungen, der Papst möge doch endlich klarstellen, dass man nicht morden oder stehlen soll.
marlin vor 5 Stunden: Jean-Claude Kardinal Hollerich - seine Positionen:
Zitat aus Wikipedia: „„Im Oktober 2019 erklärte Hollerich, er könne sich die Zulassung von verheirateten Priestern neben zölibatären Priestern in der römisch-katholischen Kirche vorstellen.
Homosexuelle Handlungen sind seiner Meinung nach keine Sünde, erklärte er in einem Interview vom Februar 2022; die christliche Sexualmoral brauche nach Angaben des Kardinals „eine Grundrevision der Lehre“.
… das Verbot der Frauenweihe sei „wahrscheinlich“ keine unfehlbare Lehre des Papstes. „Mit der Zeit“ könne ein Papst diese Frage anders entscheiden.““
Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Jean-Claude_Hollerich#Positionen
Also: Abschaffung des Zölibates, Frauenpriestertum und Homosexualität schwadronieren innerhalb der Kirche immer Hand in Hand.
Der Mann hat wohl die „Antwort auf den Zweifel bezüglich der im Apostolischen Schreiben »Ordinatio sacerdotalis« vorgelegten Lehre“ nicht gelesen – die ich hier noch mal gerne unten verlinke:
Gandalf vor 6 Stunden: Hollerich, ein Schwätzer vor dem Herrn!
Und ein Fähnchen im Wind, unter Benedikt wäre er hätte er sicherlich anders laut gedacht, er passt sich halt gerne an ;-)
Versusdeum vor 6 Stunden: Unverantwortliche Hybris
Leute wie Hollerich und die Mehrheit der Bischöfe in Deutschland wollen Gott zwingen, seine Meinung zu ändern und jedem Menschen, der das ultimativ einfordert*, gefälligst die Weihegnaden und -vollmachten zu verleihen (außer natürlich AfD-Mitgliedern, wie wir die letzten Monate gelernt haben)! Was glauben die eigentlich, wer die sind??? "Und ihr werdet sein wie Gott!"! Nein, sie stellen sich sogar ÜBER Gott, weil sie sich erdreisten, Ihm Vorschriften zu machen!
* So wie im unsäglichen Wisch des SyndWegs über das Priestertum
Sarah-Maria vor 7 Stunden: Frauen
Smaragdos vor 7 Stunden:
Auch wenn er nicht Papst, sondern nur Kardinal ist, hat Kardinal Müller lehrmässig klargestellt, dass mit dem Frauenpriestertum auch der Frauendiakonat vom Tisch ist. Denn das Weiheamt ist ein einziges Sakrament, lediglich in drei Stufen. Von daher ist die Diakonweihe die erste Stufe des Weihesakraments.
Hollerich ist übrigens kein belgischer Kardinal, sondern ein luxemburgischer.
Cosmas vor 7 Stunden: Wo bleibt die längst überfällige Klarstellung von Papst Leo?
Versusdeum vor 7 Stunden: Beschwerden, Eminenz, bitte direkt an Gott
Denn er hat vor 2000 Jahren das Weihenamt und die Weihevollmachten ausschließlich an Männer übertragen, obwohl er mit seiner Mutter und Maria Magdalena zwei hervorragend geeignete Kandidatinnen gehabt hätte - seine Mutter sogar als einzigem Menschen außer ihm ohne die Erbsünde!
Hat er aber nicht.
Causa finita.
Und jeder weitere absolut unverantwortliche Herumlavieren bringt nur unnötiges Leid über Mädchen und Frauen, die sich Hoffnungen machen - und damit über die ganze Kirche. Denn wo keine Weihe, dort keine Hl. Messe, keine Wandlung, keine Sündenvergebung...
marlin vor 7 Stunden: Im Westen nichts Neues!
Zitat: „„Es wäre sachgerecht gewesen, an die verbindliche Gültigkeit von „Ordinatio sacerdotalis“ zu erinnern und die Luftschlösser aller Freunde des Frauenpriestertums abzuweisen.““
Ganz genau! Warum hat er das nicht getan?
Weil er dazu zu feige ist. Hätte er das, wäre er entweder ignoriert worden, oder von den Synodalen verbal angegriffen – warum sollte er sich so etwas antun?
Jetzt wird er von den s.g. Konzilskatholiken und Synodalen gefeiert und kommt in die Presse.
Also, im Westen nichts Neues – das Gejammer und Gejaule geht weiter und bevor ich ausfallend werde, höre ich lieber auf zu schrieben… ;-) :-)
rorro vor 7 Stunden: Falsche "Hoffnung" schüren
Mein Hauptproblem mit den Aussagen des Kardinals ist, daß er aufgrund seiner profunden Ausbildung als Jesuit eigentlich weiß was gehen könnte und was nicht, aber dies nicht sagt - und seine "Weihe" die Priesterweihe von Frauen nicht direkt ausschließt.
Papst Johannes Paul II. hat exakt die Formulierung genutzt, die Art. 25 von Lumen Gentium für eine unfehlbare Lehräußerung vorsieht. Noch Jahre später hat ein Ordensmitbruder von Kardial Hollerich, nämlich Kardinal Ladaria SJ als Präfekt der Glaubenskongregation, mehrfach erklärt, daß dieser Entschluß Teil des depositum fidei sei - und damit unabänderlich.
Wie oft ist es passiert, daß ein Bischof von Rom - dessen Vorrangstellung exakt darauf beruht, das depositum zu wahren und zu schützen - es nachträglich verändert oder den Inhalt neu definiert?
Eben, noch nie, gar nicht!
Wäre das der Fall, hätte der Papst seine Aufgabe nicht erfüllt, der Irrtum wäre in das höchste Lehramt eingezogen und die Katholische Kirche könnte einpacken.
Jörgen vor 8 Stunden: Unberechtigte Hoffnung
Wer unberechtigt Hoffnung schürt, ist auch verantwortlich für Enttäuschung und damit auch teilweise für den Exodus aus der Kirche.
Eine relevante Anzahl von Ausgetretenen benennt solche Gründe, und das vorallem aufgrund deren Omnipräsenz. Die wahren Ursachen liegen freilich tiefer.
modernchrist vor 8 Stunden: in diesem Satz sind mehrere sehr problematische, z.T. übergriffige Aussagen enthalten:
Hollerich: "Ich kann mir auf Dauer nicht vorstellen, wie eine Kirche bestehen kann, wenn die Hälfte des Volkes Gottes leidet, weil sie keinen Zugang zum geweihten Dienst hat.“
1. Er insinuiert den Zuhörern, dass eine Kirche, die wie bisher handelt, nicht weiterbestehen kann. Das ist ungeheuerlich! 2.Er behauptet, dass die Hälfte der Leute leidet! Das stimmt ebenso nicht! Er sollte sich lieber um das Leiden der Frauen nach Abtreibung oder Krieg kümmern! Oder leiden alle Männer daran, dass sie nicht gebären können? Es kann eben nicht jeder alles! Eine Frau kann nicht Leib und Blut eines Mannes repräsentieren. Bei Frauenblut denkt man an völlig andere Sachen! Käme die Frauenweihe, so wäre das Priesteramt zur reinen Funktion verkommen, keine neue Qualitas mehr als Alter Christus. Hollerich verneigt sich vor dem Genderismus, einem sehr gefährlichen Denken. Niemals wird das kommen, ohne brutale Spaltungen und die Zerstörung der Weltkirche.
ottokar vor 8 Stunden: Die Hälfte des Gottesvolkes leidet.......
Gottesvolk sind wir alle, die wir von Gott geschaffen sind.Nach dem wiener Erzbischof leiden im Volk Gottes die Priester unter dem Zölibat, nach Hollerich alle Frauen, weil sie nicht Priesterinnen werden dürfen. Unser Herr Jesus Christus leidet wegen unserer Sünden, wegen der Untreue seiner Diener.Freude und Leiden gehören zu unserem Leben und letzteres sollten wir Gott weihen.Um unser Leben Gott zu weihen müssen wir Frauen und Männer nicht geweiht sein. Die Gottesmutter Maria ist nie geweiht worden, sie hat den Willen des Herrn still angenommen und sich als Magd gefügt Herrn.
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