kath.net katholische Nachrichten

Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp


Leo XIV. möchte bei "Alter Messe" "konkrete und großzügige Lösungen"

vor 16 Stunden in Aktuelles, 19 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden


Papst mahnt französische Bischöfe in einem Schreiben zur Großzügigkeit gegenüber der Tradition


Paris (kath.net/rn) In einer richtungsweisenden Botschaft an die französische Bischofskonferenz hat Papst Leo XIV. zu einem neuen Umgang mit Gläubigen aufgerufen, die der außerordentlichen Form des römischen Ritus (Vetus Ordo) verbunden sind. Der Heilige Vater fordert „konkrete und großzügige Lösungen“, um die schmerzhafte Spaltung innerhalb der Liturgie zu überwinden.

Das Schreiben, das im Rahmen der Vollversammlung der französischen Bischöfe veröffentlicht wurde, widmet sich einem der sensibelsten Themen der gegenwärtigen Kirche: dem Wachstum von Gemeinschaften, die die lateinische Tradition pflegen, und deren Integration in das Diözesanleben.


Papst Leo XIV. zeigt sich besorgt über die anhaltenden Spannungen. Es sei „beunruhigend“, so der Papst, dass ausgerechnet die Feier der heiligen Messe – das Sakrament der Einheit – immer wieder zu einer „schmerzhaften Wunde“ im Leib der Kirche werde.

Um diese Wunde zu schließen, sei ein grundlegender Perspektivwechsel notwendig:

Gegenseitiges Verständnis: Der Papst mahnt einen „neuen Blick aufeinander“ an, der von einem tieferen Verständnis für die Sensibilitäten des jeweils anderen geprägt ist.

Einheit in Vielfalt: Vielfalt solle als Bereicherung verstanden werden, die es Brüdern ermöglicht, einander in christlicher Liebe und im gemeinsamen Glauben willkommen zu heißen.

Der Heilige Vater fordert die Bischöfe auf, unter der Führung des Heiligen Geistes nach Wegen zu suchen, die eine „großzügige Inklusion“ derjenigen ermöglichen, die aufrichtig am Vetus Ordo hängen.

Dabei betont er jedoch den verbindlichen Rahmen: Die Lösungen müssen im Einklang mit den Leitlinien stehen, die das Zweite Vatikanische Konzil bezüglich der Liturgie festgelegt hat. Es gehe nicht um einen Rückzug aus der Erneuerung, sondern um eine pastorale Weite, die niemanden an den Rand drängt.

Für die französischen Diözesen, in denen die traditionelle Messe besonders starken Zulauf erfährt, bedeutet dieser päpstliche Vorstoß einen klaren Auftrag: Die Bischöfe sind nun gefordert, Brücken zu bauen, statt Mauern zu errichten.


Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Tweet 




Lesermeinungen

ThomasR vor 5 Minuten: 66 Eintritte in 3 Priesterseminaren der Piusbruderschaft 2025 ist ziemlich viel

Jedem Ortsbischof steht es auch zu auch Priesterausbildung für zweite liturgische Ordnung in eigenem Bistum zu öffnen, statt weitere Priesterseminare zu schliessen.

1968 -Freising,
2022- Passau, Würzburg

ALtrituelle Priester dürfen auch z.B. in der Krankenhausseelesorge/Schulwesen/Gefängnissen eingesetzt werden.

Birituelle Priester in jeder Pfarre.

Versusdeum vor 5 Minuten: @Sarah-Maria

Ihre Äußerungen haben mich regelrecht geschockt. Warum nur glauben Sie, dass es "Hass" (!) gegen Frauen sei, der die Ablehnung eines "Frauenpriestertums" beflügelt? Geht hier dabei doch um eine Grundsatzentscheidung Gottes! Und nein, es ist nicht egal, was Gott vor 2000 Jahren entschieden oder gelehrt hat, denn er trug seinen Aposteln (nicht "Jüngern"!) auf, "... und lehret sie, alles zu halten, was ich Euch geboten habe". Und Jesus hat nicht einmal Maria Magdalena oder seine Mutter zu "Apostelinnen" berufen, die ihm bis unter das Kreuz treu waren (während offenbar alle Apostel außer Johannes geflüchtet waren, sogar Simon Petrus). Aber Gott hat nun einmal entschieden, wie er es entschieden hat. Theologische und praktische Argumente hat @Sextus bereits angedeutet. Wobei das (sicherlich fast nie absichtliche, aber faktische) Verdrängen der Buben aus dem Ministrantendienst bei Einführung von Ministrantinnen zwar ein wichtiger Aspekt ist, aber kein (theo)logisches Argument.

Versusdeum vor 18 Minuten: Deo gratias

Das zweite (!) Mal, dass die Kirche ihre eigene Liturgie bekämpft, mit der sie selbst 400 Jahre + das Kreuzesopfer vergegenwärtigt und Brot und Wein in Leib und Blut Christi gewandelt hatte, beginnt geheilt zu werden. Möge Papst Leo auf diesem Weg der Versöhnung der Kirche mit sich selbst voranschreiten und TC entsprechend ergänzen / revidieren. Denn solange die Kirche Christi ihre eigene Liturgie bekämpft, ihr "bisher Heiligstes und Höchstes für verboten erklärt und das Verlangen danach geradezu als unanständig betrachtet", einem Kult, der die Kultur jahrhundertlang zu ihren größten Meisterwerken inspiriert hatte*, so lange "stellt [sie] sich selbst infrage". Sage nicht ich, sondern Papst Benedikt, noch als Kardinal, im epochalen Interviewband "Salz der Erde".
* wie Agatha Christie und etwa 100 andere Intellektuelle damals erkannt und eine Ausnahmegenehmigung erwirkt hatten

Sextus vor 7 Stunden: Einheit in der Vielfalt

Großartig! Papst Leo XIV ist es gelungen das bergoglianische Element der Liberalität und Inklusion, ohne die Exzesse des Vorgängers, mit Ratzingers Gedanken über die alte und die neue liturgie in wunderbarer Weise zu verbinden.
Sein Rating bei mir, alter Skeptiker, ist durch die Decke der alten Kathedrale gegangen. ;)

Sextus vor 7 Stunden: @ Sarah-Maria und die Frauen am Altar

Es geht nicht um Hass auf das Weibliche in der Kirche.
Der gibt es nicht: das Weibliche in der Kirche ist nicht auszudenken, an die Mutter Gottes an erster Stelle, an die großen Heiligen wie Catharina von Siena, Birgitta von Schweden, Teresa von Avila, Hildegard von Bingen, Gertrud die Große usw. - manche von ihnen Kirchelehrerinnen.
Es geht eher um das Weibliche am Altar: in manchen Kirchen ist das Altar fest in weiblicher Hand.
Die Ministrantenzeit war eine Phase des Erwachsenwerden von Jungs, als Ministranten.
Manche von ihnen fanden aus dieser Erfahrung den Weg zum Priestertum, denn so war es auch von der Kirche gemeint.
Am Altar vollzieht sich das unblutige Opfer eines Mannes,Jesus Christus. Das Priestertum - Hollerich zum Trotz - war schon in Israel von Männern ausgeübt. "In persona Christi" heißt Mann, nicht Frau. In der Trinitätslehre Gott ist Vater, nicht Mutter und Christus ist Sohn, nicht Tochter.
Diskriminierung? Unsinn!

ThomasR vor 7 Stunden: nach § 87 CJC

darf jeder Ortsbischof die Anwendung von Motu proptrio Traditionis custodes im ganzen Bistum aber auch in einzelnen Pfarren aufheben

SarahK vor 9 Stunden: @marlin: verstehe ich mittlerweile

Stimme Ihnen zu, als wir einen neuen Pfarrvikar hatten, war der am Anfang Richtig katholisch und ehrlich und alles was einen guten katholischen Priester ausmacht, hat super gepredigt und dann plötzlich hat der sich komplett verändert. Priester haben doch kein bisschen Rückendeckung vom Bistum wenn sie einfach nur das machen was katholisch ist. Eigentlich irrsinnig wenn man bedenkt, worum es in der Heiligen Messe geht und das da kein Platz für Narzissmus, Selbstverwirklichung und/oder sogar Egoismus sein sollte. Unsere Tochter bevorzugt mittlerweile auch die TLM und hat da wo sie studiert die Möglichkeit. Aber, Gott segne und erhalte die beiden, feiern unsere Priester relativ Messbuch nah, nur die Lieder zum eben meist nicht gebeteten Glaubensbekenntnis sind manchmal etwas naja oder generell die Auswahl wie mein absoluter Hit “Lied, dass die Welt umkreist” *eyeroll*, da bevorzuge ich dann auch die TLM. So jetzt faste ich lieber weiter, auch für unsere Ortsgemeinden.

Paddel vor 9 Stunden: Pontifex

mehr ist dazu nicht zu schreiben.
Nur eines: Seien wir das doch auch!

Was unterscheidet uns denn sonst noch von den Heiden?

Paddel vor 9 Stunden: Mut @marlin

Es ist in der Tat ein Problem. Allein, als Gläubiger hat man es einfacher, einfach zu den Piusbrüdern zu wechseln.
Als Priester geht das nicht so einfach. Die Priester, die es ordentlich machen wollen haben es unglaublich schwer. Und wissen Sie auch warum? Weil einige Gleichgesinnte nicht mitkämpfen sondern zu den Piusbrüdern wechseln. Ja, in meinen Augen ist das auch nicht mutig! Sogar noch feiger. Verzeihung.

marlin vor 10 Stunden: @Sarah-Maria, @Christine

Warum wurden Sie persönlich?
Ich bin‘s nicht geworden.

Und übrigens: stimmt oder hatte ich recht mit dem Vetus Ordo? :-)

Psalm1 vor 10 Stunden: @Sarah-Maria

"Nur weil Frauen vor 2000 Jahren nicht als Jünger dabei waren..."

Doch, das waren sie. Es gab allerdings keine Apostelinnen.

Zum Thema:
Ich sehe beim besten Willen nicht, warum der Vetus Ordo den daran Interessierten vorenthalten werden sollte. Der Novus Ordo wird dadurch niemandem genommen. Kann mir mal jemand erklären, wo genau das Problem liegt?

Christine vor 11 Stunden: Diözesanpriester

"Wenn Diözesanpriester den Vetus Ordo feiern, dann ... deshalb, weil sie nicht den Mut haben den Novus Ordo so zu feiern, wie er gefeiert werden soll."

Es ist schon ein starkes Stück, den Diözesanpriestern Feigheit zu unterstellen und damit den "Vetus Ordo" zu rechtfertigen bzw. hinzubiegen.

Woher wollen Sie denn wissen, was in Diözesanpriestern vor sich geht und aus welcher Gesinnung sie was tun?

Gott sieht aufs Herz, der Mensch sieht nur, was vor Augen ist.

und: Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!

Sarah-Maria vor 11 Stunden: marlin : Kurz vorm Feierabend hier

- Mädchen als Ministranten und weibliche Kommunionhelfer
Woher kommt Ihr unglaublicher „Hass“ auf alles weibliche in der Kirche? Was haben Frauen verbrochen, dass Sie deren Einsatz in der Kirche so massiv ablehnen? Nur weil Frauen vor 2000 Jahren nicht als Jünger dabei waren weil zu der Zeit die Rolle der Frau vollkommen anders war, heißt es doch nicht, dass es 2000 Jahre später auch so bleiben muss!
- Mund- oder Handkommunion
In meiner Gemeinde kann jeder die Kommunion so empfangen wie er möchte. Wenn ich nicht zum Kommunionhelfer will, nehme ich die Schlange zum Pfarrer hin. Und die knieende Mundkommunion ist für die Spender 0,0 Problem. Ich hoffe inständig, dass sich dieser Hass nach einer großzügigeren Freigabe der Alten Messe auch in Deutschland diese aufgeheizte Stimmung beruhigt.
Ich nehme für heute den Ausschaltknopf des Laptops!

marlin vor 12 Stunden: Vetus Ordo vs. Novus Ordo

Wieso erfährt die traditionelle Messe starken Zulauf?
Die Antwort auf diese Frage ist doch einfach: Wenn Diözesanpriester den Vetus Ordo feiern, dann doch nicht deshalb, weil dieser irgendwie wertvoller ist, als der Novus Ordo, sondern deshalb, weil sie nicht den Mut haben den Novus Ordo so zu feiern, wie er gefeiert werden soll – es ist besser gleich auf den Vetus Ordo auszuweichen, als den s.g. Konzilskatholiken erklären zu müssen, warum sie auf einmal jeden Sonntag im Novus Ordo das große Credo beten müssen, warum man keine Ministrantinnen am Altar und keine Kommunionhelfer/innen braucht, warum man bei der Wandlung „für viele“ betet und warum man lieber andächtig die Kommunion knieenden Kommunionempfängern spendet, als ordinär in die Hand legt.

Cosmas vor 13 Stunden: ein erster Anfang vielleicht...

Ohne Revision von Traditionis custodes wird es aber keine "Großzügigkeit" geben können. Die angeblichen Spannungen sind eher Ausreden der Bischöfe. Habe das nie erlebt, wo zB am Sonntag Abend die Messe im alten Ritus war, sonst Novus Ordo. Jeder ging dorthin wo er wollte. Der Hass gegen die alte Messe kam von oben und auch der Versuch, sie endgültig zu "entsorgen". Wenn das aufhört, ist viel gewonnen. In der Folge ist eine weitreichende Lösung möglich, die aber natürlich rechtlich fundiert sein muss!

Sarah-Maria vor 13 Stunden: Es ist gut wenn endlich eine Entscheidung kommt ..

Aber dann müssen sowohl Progressive als auch Konservative Ruhe geben. Die Progressiven müssen die Traditionalisten akzeptieren und die Anhänger der alten Liturgie müssen dann auch das ständige Abwerten der aktuellen Liturgie beenden! Jeder kann / soll dann dorthin gehen wo er sich zu Hause fühlt.

Stefan Fleischer vor 13 Stunden: Ich verstehe es so:

Was unser Heiliger Vater will, ist zuerst die Einheit im Glauben. In dieser Einheit will er die gewachsene Vielfalt der Fomen nicht durch ein Machtwort aufheben, sondern in einer bewussten, aber behutsamen Annäherung zu einem besseren gegenseitigen Verständnis und die Offenheit für all das, was wir gegenseitig voneinander lernen können, führen. Dazu aber braucht es eine Einheit in der Ordnung und Disziplin. Das wiederum erfordert Demut einerseits und den Verzicht auf Rechthaberei und Besserwisserei, man könnte auch sagen viel guten Willen von uns allen. Wie alles werden wird, wenn wie diesen Weg gehen, das wissen wir nicht, das können wir Gottes Vorsehung überlassen. Ziel ist: «Alle sollen eins sein: Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast.» (Joh 17,21)

Cyprian63 vor 14 Stunden: Da bewegt sich etwas

Womöglich schon früher als gedacht, könnte Papst Leo tatsächliche eine weitreichende Entscheidung zum Vetus Ordo treffen. Papst Benedikt hat "Summorum pontificum" auch aus liturgischen Gründen herausgegeben; das wird bei Papst Leo weniger im Vordergrund stehen, sondern vielmehr das pastorale Anliegen der Versöhnung, wie man seinen Worten entnehmen kann. Auch bei Papst Benedikt ging es klar um Versöhnung, aber auch um das Ziel einer "Reform der Reform". Um letzteres wird es wohl Papst Leo nicht gehen - das kommt dann von alleine.
Das Traurige wird nur sein, dass wenn Papst Leo eine Entscheidung zugunsten der Tradition trifft, die Piusbruderschaft sich trotzdem nicht bewegen wird, sonst stur bei ihrer Haltung und bei den Bischofsweihen bleibt.
Beten wir für Papst Leo um den Mut zu einer großzügigen Entscheidung für die Tradition kommt.

ThomasMoore vor 14 Stunden: Die Lösung gibt es bereits

und sie hat den Titel "Summorum Pontificum". Einfach das praktizieren, was Papst Benedikt XVI in dem Schreiben und Begleitbrief festgelegt hat.

Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.


© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz