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ACH TONI - hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem?

vor 27 Stunden in Österreich, 15 Lesermeinungen
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Der Wiener Erzbischof Grünwidl meint jetzt kryptisch: "Beim Zölibat hat er eine Lösung gefunden, mit der ich mir schwertue. Wir sind im Gespräch, um eine Lösung zu finden"


Wien (kath.net)

Hat der Wiener Dompfarrer ein Zölibatsproblem? „Beim Zölibat hat er eine Lösung gefunden, mit der ich mir schwertue. Wir sind im Gespräch, um eine Lösung zu finden.“ Mit diesem Satz hat der Wiener Erzbischof Grünwidl in einem Interview mit der Tiroler Tageszeitung (TT) bestätigt, dass Dompfarrer Toni Faber, der sich gerne medial vermarktet, offenbar ein Zölibatsproblem haben dürfte.


Faber ist laut eigenen Angaben und Medienberichten bei öffentlichen Veranstaltungen regelmäßig mit einer ständigen „Begleiterin“ unterwegs. Erzbischof Grünwidl, der in den letzten Wochen selbst mit ambivalenten Aussagen zu diesem Thema aufgefallen war, rudert nun ein wenig zurück. Er betont nun, dass der Zölibat eine „tolle Lebensform“ sei, die er selbst seit fast 40 Jahren lebe.

Als Rezept gegen den Priestermangel sehe er die Abkehr vom "verpflichtenden Zölibat" jedenfalls nicht: „Ein Abgehen vom Zölibat oder die Frauenfrage werden nicht dazu führen, dass die Kirche wieder explodiert, wächst und die Massen begeistert.“


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Lesermeinungen

Mariat vor 10 Minuten: @Stephaninus

Ja, man kann entsetzt sein, über das Doppelleben einzelner Priester. Haben wir zu wenig gebetet?
Wir wissen doch, dass der Feind gerade die Priester angreift und versucht zu Fall zu bringen.
Das Zölibat zu leben, oder die evangelische Räte, bedeutet wirklich sich von der Welt und ihren Verführungen abzuwenden.
Ein harter Weg!!!
Aber er lohnt sich. Wer diesen Weg geht, ob nun als Laie, als Ordensschwester, O. Bruder, oder als kath. Priester, bekommt Gnaden! Er kann sehr viel mit Gotteshilfe bewirken.
Warum versteht man dies nicht?
Wenn man wie die Apostel damals, diesen radikalen Weg geht -verliert man nichts, sondern gewinnt.
Gelobt sei Jesus Christus.

gebsy vor 2 Stunden: N E U G I E R D E

auf Gottes helfende Liebe ist das Lebenselixier, das durch ein Versprechen "erleichtert" wird:
EINMAL erlebt zu haben, dass wir immer und überall Gottes Schutz und Hilfe geniesen dürfen, ist der Vorgeschmack auf die Gemeinschaft mit Gott und den Seinen ...

Stephaninus vor 6 Stunden: @ab55 @alle

Ich bin nun wirklich entsetzt. Das über die Hälfte der Priester heimliche Beziehungen pflegen! Es geht mir nicht um ein Verurteilen von Personen. Aber ein solches Doppelspiel muss mit der Zeit die Persönlichkeit verändern, und das ganz sicher nicht zum Guten! Bestenfalls führt es nur zu einer verkorksten Persönlichkeit, bestenfalls....

ab55 vor 16 Stunden: @Stephaninus

Da ich den Priester und sein Umfeld und andere Umstände persönlich kenne, kann ich versichern, dass die Aussage des Kardinals genau so erfolgt ist. Ich nehme auch an, dass Eminenz die genauen Zahlen kennt.
Und ja: dieses doppelte Spiel, Sie nennen es Doppelgesichtigkeit hat mich auch sehr entsetzt!

Triceratops vor 18 Stunden: @lamwool, @Mariat

@lamwool, Sie haben Recht. "Zölibat" ist schlicht und einfach "Ehelosigkeit". Und nein, @Mariat. Nicht einmal mit Jesus ist ein Priester verheiratet, sondern mit gar niemandem. Also Ehebruch liegt definitiv nicht vor. Da Sex nur innerhalb der Ehe erlaubt ist, ergibt sich der Rest (also: kein Sex) von selbst. Faber hat den Zölibat nicht gebrochen, denn er hat ja nicht geheiratet, aber möglicherweise hat er außerehelichen Sex. Und wenn die Dame(n) unverheiratet ist/sind, dann wäre dieser Sex auch kein Ehebruch. Was natürlich nicht bedeutet, dass das in Ordnung ist, denn, wie schon gesagt: Sex ist nur innerhalb der Ehe erlaubt.

Mariat vor 18 Stunden: Der Zölibat - ist ERNST zu nehmen!

"Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965), das päpstliche Rundschreiben über den priesterlichen Zölibat (1967), die Priesterausbildungsordnung (1970), das neue kirchliche Gesetzbuch (1983) und der Katechismus der Katholischen Kirche (1992) haben daher das Zölibatsgesetz in der Lateinischen Kirche bestätigt. Die Priesteramtskandidaten sollen aber den Zölibat "nicht etwa bloß als Vorschrift kirchlicher Gesetzgebung, sondern als ein kostbares Geschenk Gottes [betrachten und] ... klar den Vorrang der Christus geweihten Jungfräulichkeit erkennen" (Optatam totius 10).

Gründe für den Zölibat
Gründe sind u.a.
Verähnlichung mit Christus, der ehelos gelebt hat
Zeichenhaftigkeit des Zölibates (von lat. coelum, Himmel) als Verweis auf das Reich Gottes und den Himmel, wo es keine sexuelle Verbindung von Mann und Frau mehr geben wird (Mt 22,30)
Charisma, besondere Gnadengaben Askese, d.h. freiwilliger Verzicht, als Teilhabe am Opfer Christi
größere Freiheit zum Dienst an den Gläubigen..."

bistum-augsburg.de/Hauptabteilungen/Hauptabteilung-VI/Glaube-und-Lehre/Glaubenslehre/Glaubensfragen/Zoelibat2

Mariat vor 18 Stunden: "Warum am Zölibat festhalten?"

"Der Heilige Stuhl hat wiederholt seine Zölibatsordnung für Priester neu bekräftigt. Unter den neueren Dokumenten sind zu nennen: Dekret über Dienst und Leben der Priester: “Presbyterorum Ordinis" (1965), die Enzyklika “Sacerdotalis Coelibatus” (1967) Papst Pauls des VI., der Gründonnerstagsbrief Johannes Pauls des II. an die Priester (1979), das “Direktorium über den Dienst und das Leben der Priester” der Kongregation für den Klerus (1994) und der Katechismus der Katholischen Kirche (1992).

Die Lateinische Kirche betrachtet den Priesterzölibat als von Gott empfangenes Geschenk, das die Kirche hüten will, in der Überzeugung, dass er ein Segen für die Kirche und die ganze Welt ist. Der Zölibat des geweihten Priesters wird verstanden als radikales Zeugnis der Nachfolge Christi und als Zeichen des Neuen Jerusalem, dem der Priester ganz geweiht ist.

Der Zölibat in seiner Eigenschaft als Geschenk und besondere Gnadengabe Gottes fordert die Einhaltung ...."

www.kath.net/news/2739

Stefan Fleischer vor 18 Stunden: Euer Ja sei ein Ja

Von jedem verheirateten Menschen erwartet die Kirche, dass er sein Eheversprechen hält «bis dass der Tod uns scheidet», von Ordensleuten, dass sie ihrem Ordensgelübde treu bleiben, was immer auch kommen mag. Warum sollte für einen Priester sein Weiheversprechen nicht gleichermassen verbindlich sein? Worauf man aber m.E. noch viel besser achten sollte, dass man keine Männer zu Priestern weiht, welche das Priestertum als einen Job wie jeden anderen betrachten oder gar als Sprungbrett für eine Karriere. Die Ausbildungszeit sollte eigentlich lange genug (und entsprechend angelegt) sein, damit jeder sich gründlich prüfen kann, ob er zu diesem uneingeschränkten Dienst für Gott, und in dessen Auftrag für seine Mitmenschen fähig ist, aber auch, damit sich die Verantwortlichen ein realistisches Bild des Kandidaten machen können. (Zu letzterem bräuchte es nicht einmal ein Assesement oder ähnliches. Gute Menschenkenntnisse und Erfahrungen würden genügen.)

H.v.KK vor 18 Stunden: H.v.KK

Faber hat nicht nur ein "Zölibatsproblem", er ist per se ein Problem für die katholische Kirche!
Der Schönbornsche "laissez faire-Führungsstil hat diesbezüglich nachhaltigen Schaden angerichtet!
Ich bete zwar darum,daß ich unrecht habe - aber ich fürchte,Grünwidl hat leider nicht das nötige Format für eine glaubwürdige katholische Leitfigur.

lamwool vor 20 Stunden: Also Mariat

Ihren Kommentar musste ich zweimal lesen.
Dass eine Nonne Jesus 'heiratet' mag man noch verstehen. Aber ein Priester? Ich meine es im Ernst!! Genügt es denn nicht, wenn die Priester den Zölibat versprechen müssen, aber sich mit Jesus verloben (heiraten, wie Sie schreiben)...
Wie reagiert die RKK denn, wenn sich ein Mann mit einem andern Mann verlobt? Natürlich ist der Herr Jesus nicht 'irgend ein Mann', weiss ich schon.
Aber irgendwie verstehe ich Ihren Kommentar nicht.
Wäre gespannt auf andere Entgegnungen.
Gruss

Richelius vor 20 Stunden: @ Mariat

Das Zölibatsversprechen erfolgt vor der Weihe. Es betrifft aber nicht alle kath. Priester, sondern nur den Weltklerus der Lateiner. Der Ordensklerus hat eigene Versprechen, die je nach Orden unterschiedlich sein können.

Stephaninus vor 20 Stunden: @ab55

Ich hoffe, Ihre Zahlen stimmen nicht (und auch nicht die Aussage von Kard. Schönborn). Sonst hätten wir in der Kirche eine ausserordentlichen Grad der Doppelgesichtigkeit erreicht.

Mariat vor 22 Stunden: Ist es denn nicht ernster zu nehmen, als man glaubt?

Zum ersten verspricht der kath. Priester bei seiner Weihe doch zölibatär zu leben!
Zum zweiten, ist er doch mit Jesus, unserem Herrn verlobt (verheiratet) - oder sehe ich das falsch?
Eine Nonne verlobt sich doch auch bei der ewigen Profess mit Jesus Christus.
Der "Untreue Priester" begeht also Ehebruch; verliert deshalb auch sein Priesteramt.
NORMALERWEISE.

Wenn man das Zölibats versprechen - bricht - und( ob nun Laie oder Bischof) einfach so hinnimmt ( weil es zu wenig Priester gibt) macht man sich mitschuldig!!!

Stephaninus vor 24 Stunden: Der Erzbischof kann einem leid tun

Schwierig. Angesichts der Gerüchteküche wäre es wohl ehrlich, wenn der Dompfarrer sagt, ob er den Zölibat hält oder nicht. Grundsätzlich ist das zwar Privatsache, aber bei der Ausgangslage belastet Schweigen das Vertrauen.

ab55 vor 25 Stunden: Nachtrag zu vorhin

Der Zölibat gilt ja schon heute nicht in der gesamten römisch-katholischen Kirche, in den unierten Ostkirchen können verheiratete Männer zu Priestern geweiht werden und verheiratete Priester der Anglikaner, die zum katholischen Glauben konvertieren, behalten ebenso ihr Priesteramt. Im Gegensatz zur Frage der Weihe von Frauen könnte der Papst die Frage des Zölibats neu regeln, was aber nur für neu zu weihende Priester gelten kann, weil die bereits geweihten Priester haben ja den Zölibat versprochen in die Hand des Bischofs.

ab55 vor 25 Stunden: Zölibatsprobleme haben viele Priester

Kardinal Schönborn soll einmal zu einem Priester, dem er eine wichtige Aufgabe anvertrauen wollte, auf das Bekenntnis, dass er mit einer Frau zusammenlebe, gesagt haben "60% der Priester leben in einer Beziehung" und hat den Priester in diese Aufgabe berufen. Das Problem heute in der Kirche von Österreich scheint nicht mehr zu sein, ob ein Priester sein Zölibatsversprechen einhält, sondern ob er diskret damit umgeht wie jener Priester oder es öffentlicht macht, wie Faber und andere, die gar heiraten. Fakt ist: Faber bricht öffentlich und medienwirksam ein bei der Weihe gegebenes Versprechen (eigentlich zwei Versprechen, Gehorsam dem Bischof gegenüber hat er ja auch versprochen). Dafür kennt das Kirchenrecht eigentlich nur eine Konsequenz und die sollte schnellstens folgend, sonst wird die Kirche in Österreich unglaubwürdig.

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