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vor 2 Stunden in Kommentar, 2 Lesermeinungen
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Mit dem Angriff auf Papst Leo ist Trump zu weit gegangen – Bischof Barron hat Recht - Trump sollte sich entschuldigen - Ein Kommentar von Roland Noé
Washington D. C. (kath.net/rn)
„Das sollte sofort gelöscht werden. Es gibt keinen Kontext, in dem das akzeptabel ist.“ Mit klaren Worten hat Sean Feucht, ein US-amerikanischer Musiker, Autor und ehemaliger Leiter bei Bethel Music, Kritik an dem jüngsten Trump-Cartoon geübt, in dem dieser Jesus-ähnlich dargestellt wurde. Feucht ist kein Nobody, sondern galt oder gilt immer noch als großer Trump-Unterstützer, der neben einigen anderen deutlichen Einfluss auf die evangelikale Bewegung in den USA hat, die zu den stärksten Befürwortern von Trump zählt.
Vor dem Cartoon gab es bereits scharfe Angriffe von Trump auf Papst Leo. Dass dieser einen zumindest unglücklichen Tweet abgesetzt hat, rechtfertigt die Angriffe nicht. Dass Trump inhaltlich beim Thema Iran durchaus Kritikpunkte hat, bei denen man sagen könnte: „Ja, so ist es“, rechtfertigt die Angriffe ebenso wenig. Punkt. Amen. Aus.
Trump ist hier klar zu weit gegangen; er sollte sich entschuldigen und den Cartoon löschen. Sonst schadet derjenige, der viel Gutes für die konservative Bewegung in den USA erreicht hat (Ernennung der US-Höchstrichter, Einschränkung des Abtreibungsrechts, Einsatz für Religionsfreiheit und vieles mehr, worüber unsere Medien niemals berichten), im Endeffekt genau dieser Bewegung ganz massiv. Diejenigen, die sich massiv über den Trump-Leo-Zwist freuen, sind jene, die es mit uns Katholiken und Christen eben nicht gut meinen.
Riley Gaines, eine konservative Moderatorin bei „Fox News“, meinte auf X: „Ich kann nicht verstehen, warum er das postet. Sucht er eine Reaktion? Glaubt er das tatsächlich?“ Sie wünscht sich, dass Trump ein bisschen demütiger auftreten sollte. Recht hat sie!
Und der bekannte US-Bischof Barron, der Trump durchaus wohlgesonnen ist, schreibt heute auf X: „Die Aussagen von Präsident Trump auf Truth Social bezüglich des Papstes waren völlig unangemessen und respektlos. Sie tragen in keiner Weise zu einem konstruktiven Gespräch bei. Es obliegt dem Papst, die katholische Lehre und die Prinzipien, die das moralische Leben regeln, zu verkünden. In Bezug auf die konkrete Anwendung dieser Prinzipien können und werden Menschen guten Willens durchaus anderer Meinung sein. Ich würde ernsthaften Katholiken in der Trump-Administration – Minister Rubio, Vizepräsident Vance, Botschafter Brian Burch und anderen – wärmstens empfehlen, sich mit vatikanischen Beamten zu treffen, damit ein echtes Gespräch stattfinden kann. Dies ist bei Weitem vorzuziehen gegenüber den Aussagen in sozialen Medien. Ich bin sehr dankbar für die vielen Wege, auf denen die Trump-Administration sich an Katholiken und andere gläubige Menschen gewandt hat. Es war eine große Ehre, in der Kommission für Religiöse Freiheit zu dienen. Kein Präsident zu meinen Lebzeiten hat ein größeres Engagement gezeigt, um unsere erste Freiheit zu verteidigen. Trotz alledem denke ich, dass der Präsident dem Papst eine Entschuldigung schuldet.“
Aber lassen wir eines nicht vergessen: Trump steht nie wieder zur Wahl. Unabhängig von Trump steht mir die konservative/republikanische Partei in den USA immer noch tausendmal näher als die US-Demokraten, die Gläubige bedrohen (Gewissensfreiheit), Lebensschützer einsperren lassen oder zulassen wollen, dass Kinder bis zur Geburt getötet werden. Daher bleibt mein Wunsch für 2028: Marco Rubio for President.
God bless the USA!
Well said, Your Holiness @Pontifex ? https://t.co/DSsfZQI3Dz
— Piers Morgan (@piersmorgan) April 13, 2026
A solid statement from the USCCB.
— Fr Calvin Robinson ©️®️ (@calvinrobinson) April 13, 2026
We must pray for the President. Something is off, spiritually. For the President of the United States to be attacking the Pope like this is not good.
Catholics need to lift him up in prayer. He needs spiritual healing and spiritual direction.? https://t.co/mcYe2O7872
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Gandalf vor 54 Minuten: @chriseeb74
Deals um Erdöl, das soll also des Pudels Kern sein? NE, ist es nicht, die USA haben mehr als genug Öl, die brauchen kein ÖL aus dem IRAN oder aus der Gegend. Wenn es Trump wirklich ums Öl gehen würde, dann könnte er das viel billiger haben und der hohe Ölpreis passt Trump gar nicht und hilft im innenpolitisch gar nicht. Daher bitte nicht das Öl-Märchen auftischen, es ist schon sehr alt, in dem Fall aber ein Märchen ;-)
Ad Iran/Bodentruppen: Ne, es könnte auch anders gehen. Was er bis jetzt dort angerichtet hat, ist dilletantisch? Aja, die UNO/Europäer oder andere hätten es sicher bisser gemacht. Denn Nichts-Tun hat den Menschen im Iran in den letzten 47 Jahren ja sehr viel geholfen.
So dumm ist Israel und ist die US-Armee nicht!
Das sehen offensichtlich Menschen auch aus dem Iran ganz anders oder Menschen, die im Iran Familie haben, z.b. Bijan Djir-Sarai , ehem. FDP-Gen.sekretär /aus dem Iran UND be honest, ich orientiere mich da immer zuerst mal an den Stimmen aus dem IRAN.
www.youtube.com/watch?v=AHWtQfeApD8
chriseeb74 vor 1 Stunden: Also jetzt mal generell...
jeder Krieg ist ein Ergebnis der Sündhaftigkeit der Menschen (so die Seherin von Sievenich)
Dies gilt auch für den Iran-Krieg!
Wenn die USA dort Krieg führt um den Menschen im Iran zu helfen, dann frage ich mich folgendes:
1. Was ist mit den Uiguren in China?
2. Was ist mit den Menschen im Sudan?
3. Was ist mit den Christen in Nigeria?
4. Was ist mit den Kurden in der Türkei/Irak/Syrien? Gerade dieses Volk ist schmählich von den USA im Stich gelassen worden (nach dem Kampf gegen den IS)
Trump verfolgt doch in erster Linie eine ganz andere Politik:
- Ablenkung von den Epstein-files
- Deals um Erdöl und Erdgas
Fazit: Wenn er wirklich einen Regimewechsel im Iran herbeiführen will (um den Menschen dort tatsächlich zu helfen), braucht er Bodentruppen und eine breite weltweite Unterstützung.
Was er bis jetzt dort angerichtet hat, ist dilettantisch...die Folgen werden wir weltweit noch spüren...besonders arme Menschen im asiatischen Raum...
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