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vor 7 Stunden in Jugend, 1 Lesermeinung
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Die Jugendkolumne von kath.net - Von Magdalena Preineder
Wien (kath.net)
Neulich Abend habe ich während des Betens erneut folgende Erkenntnis gehabt: Getrennt von Jesus kann ich nichts vollbringen. Ich brauche die Anbindung an ihn – für absolut alles.
Im selben Moment sind mir zahlreiche Verletzungen meines Herzens in den Sinn gekommen. Alleine der Gedanke an sie, war drückend schwer. Aber durch diese Schwere hat er den vorausgegangen Gedanken unterstrichen: Ich brauche die Anbindung an Jesus.
Ohne Jesus? Dann reißt mich alles nieder, das mich verletzt.
Ohne Jesus? Dann habe ich keine Hoffnung.
Ohne Jesus? Dann sehe ich nur noch das Böse und Dunkle in der Welt.
Ohne Jesus? Dann sind die Mühen und Kämpfe des Lebens leer.
Wenn ich eines weiß, dann, dass ich ohne Jesus nicht funktioniere. Und das merke ich in den kleinen wie in den großen Aufgaben: Ich kann mir stundenlang den Kopf über die Formulierung einer Fürbitte zerbrechen. Ich kann mich tagelang fragen, wie ich eine Firmstunde gestalten soll. Ich kann viel zu lange darüber nachdenken, wie ich eine einfache WhatsApp-Nachricht formuliere. Aber ich kann es auch anders angehen: Ich kann zuallererst beten. Ich kann den Herrn bitten, dass er gibt. Und das tut er. Auf einmal geht alles viel leichter.
Eben das ist es: Ich funktioniere nur in der Anbindung an Jesus.
Ich kann nur geben, wenn ich ihn habe, denn er ist die Quelle des Lebens. Er ist der Quelle, aus der meine Seele schöpft. Er ist der Atem meiner Seele. Ohne ihn geht es nicht.
Vor kurzem habe ich in der Anbetung gebetet: „Herr, verwende mich!“
Mir war als würde mich Jesus daraufhin auffordern: „Liebe mich!“
Das kommt zuallererst: Die Liebe zu Gott selbst. Ich denke, darin liegt das Geheimnis jedes fruchtbar Werdens für das Reich Gottes: Nur wer ihn liebt, der kann dienen. Nur wer ihn liebt, der kann geben. Nur wer ihn liebt, der kann fruchtbringend verwendet werden.
Jesus selbst sagte doch zu seinen Jüngern: „Bleibt in mir und ich bleibe in euch. Wie die Rebe aus sich keine Frucht bringen kann, sondern nur, wenn sie am Weinstock bleibt, so auch ihr, wenn ihr nicht in mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht; denn getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“ (Joh 15,4f)
„Getrennt von mir könnt ihr nichts vollbringen.“ – Jesus ist ganz klar in seiner Aussage.
Wir brauchen ihn. Denn er ist das Herz, ohne das nichts funktioniert.
In der Welt nicht. In der Kirche nicht. In Beziehungen, in Verpflichtungen, in jeglichen Tätigkeiten. Selbst in unseren Freuden brauchen wir ihn, denn ohne ihm ist die größte Freude nicht so erfüllend wie mit ihm. Und ohne ihm ist selbst das kleinste Leid viel schwerer als mit ihm.
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Stefan Fleischer vor 6 Stunden: Das Problem von heute dürfte sein,
dass niemandem mehr aus rein menschlichen Überlegungen heraus das Christentum von heute in seiner Zerrissend- und Zerstrittenheit, seinen Mitmenschen als Lebensentwurf empfehlen kann, es sei denn im absoluten Vertrauen auf Christus, den Gekreuzigten, den Juden ein empörendes Ärgernis, den Heiden eine Torheit, in Tat und Wahrheit aber als Gottes Kraft und Gottes Weisheit. (vgl.1 Kor 1,22-24) Ohne Christus den Gekreuzigten gibt es keine Erlösung. Ohne Erlösung gibt es keinen Frieden mit Gott und deshalb auch mit den Menschen, ja nicht einmal mit mir selbst. Das aber ist nur einigermassen zu verstehen im Glauben, in der persönlichen Beziehung zu Gott, dem dreifaltig Einen, einem Gott, der uns als der Vater und der Sohn, unser Bruder, und als der Heilige Geist einerseits, aber auch als der untrennbare Eine entgegentritt im ersten und wichtigsten Gebot: «Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben, aus ganzem Herzen,… «
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