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vor 24 Stunden in Chronik, 4 Lesermeinungen
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Im April 2026 veröffentlichte der linke italienische Aktivist Luca Casarini ein Foto auf Facebook, das den damaligen Augustinerpater Robert Prevost auf der Demonstration zeigt.
Rom (kath.net/LifeSiteNews/jg)
Eine schwarz-weiß Fotographie, die erst kürzlich wieder Aufmerksamkeit erregt hat, zeigt den jungen Augustinerpater Robert Francis Prevost – den heutigen Papst Leo XIV. – inmitten einer großen Friedensdemonstration in der italienischen Hauptstadt Rom. (Er ist auf dem Foto rechts zu sehen.) Das Bild dokumentiert seine Teilnahme an einer der größten pazifistischen Manifestationen der 1980er Jahre in Italien.
Die Demonstration richtete sich gegen den NATO-Doppelbeschluss von 1979. Dieser sah die Stationierung neuer US-amerikanischer Maarschflugkörper und Mittelstreckenraketen (Cruise-Missiles und Pershing II) in Westeuropa vor – als Antwort auf die sowjetischen SS-20-Raketen. In Italien stand vor allem der geplante Ausbau der US-Basis in Comiso auf Sizilien im Fokus der Kritik.
Am 22. Oktober 1983 zogen mehrere hunderttausend Menschen – Schätzungen sprechen von bis zu einer Million Teilnehmern – durch Rom. Es handelte sich um einen europaweiten Aktionstag der Friedensbewegung, an dem auch in Bonn, London und anderen Städten Hunderttausende protestierten.
Organisiert wurde die Demonstration in Rom vom Coordinamento nazionale dei Comitati per la Pace (Nationale Koordination der Friedenskomitees). In Italien existierten damals über tausend basisdemokratische Friedenskomitees, die das Rückgrat der Bewegung bildeten. Die Veranstaltung vereinte Pazifisten, linke Gruppen, darunter auch die kommunistische Partei Italiens, Teile der katholischen Kirche, darunter Franziskaner, Augustiner und Jesuiten, sowie basisdemokratische Friedenskomitees.
Auf dem Foto ist P. Robert Prevost – damals frisch geweiht und im Studium des Kanonischen Rechts – in der vorderen Reihe zu sehen, gemeinsam mit anderen Augustinerbrüdern. Er marschiert unter dem Transparent der jungen Augustiner für den Frieden. Prevost war zu diesem Zeitpunkt 27 Jahre alt.
Im April 2026 veröffentlichte der linke italienische Aktivist Luca Casarini das Bild auf Facebook und kommentierte: „Du bist einen weiten Weg gegangen, Bruder Robert. Aber du hast die Richtung nicht geändert.“ Das Foto löste seither Diskussionen in sozialen Medien aus.
Der Artikel auf LifeSiteNews, veröffentlicht am 20. April 2026, interpretiert die Teilnahme Prevosts kritisch. Er betont die kommunistische Beteiligung an der Organisation und zitiert die kirchliche Lehre gegen den Kommunismus. Besonders wird auf die Enzyklika Divini Redemptoris von Papst Pius XI. (1937) verwiesen, die den Kommunismus als „intrinsisch schlecht“ verurteilt und jede Zusammenarbeit ablehnt. Der Text deutet an, dass Prevost möglicherweise naiv gegenüber den politischen Hintergründen der Veranstaltung gewesen sein könnte, und stellt die Frage, ob sich seine Haltung seit damals grundlegend verändert habe.
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Wilolf vor 12 Stunden: @antony
Grundsätzlich stimme ich Ihnen zu. Der Papst ist in politischen Dingen nicht unfehlbar und kann diesbezüglich tun und sagen, was er will. @antony natürlich auch. Und @Wilolf auch. Aber es muss auch nicht jeder Katholik damals die „Friedensbewegung“ unterstützt haben. Fakt ist, dass die UdSSR die neuen Mittelstrecken-Atomraketen SS20 bereits stationiert hatte. Wenn die NATO damals im Sinne der „Friedensbewegung“ auf den sog. Doppelbeschluss als Reaktion verzichtet hätte, hätte der Ostblock bald bis an den Atlantik gereicht. Durch das so aber wieder erreichte Gleichgewicht ergab sich für Gorbatschow und Reagan dann die Chance für den INF-Vertrag (siehe Link) zur vollständigen Abrüstung von sämtlichen landgestützten Kurz- und Mittelstrecken-Atomraketen. Und dieser Vertrag wurde tatsächlich bis 1991 vollständig umgesetzt! Mir gefällt das besser als Kommunismus.
de.wikipedia.org/wiki/INF-Vertrag
naiverkatholik vor 19 Stunden: Zustimmung, lieber Antony!
Dasselbe habe ich auch sofort gedacht. Hatte keine Zeit, es zu schreiben. Daumen hoch.
Wilolf vor 20 Stunden: Naiv waren damals sehr viele
Wer aber gut informiert war, kannte auch damals schon so manche Hintergründe, siehe Link:
www.welt.de/print-welt/article587130/Die-Friedensbewegung-war-kommunistisch-unterwandert.html
antony vor 20 Stunden: Man kann ja dazu stehen wie man will. Aber Kontaktschuldvorwürfe sind deplatziert.
Nur weil Kommunisten mitmarschieren, darf man lt. LifeSiteNews nicht an einer Demo teilnehmen?
Mit der gleichen Logik wird immer wieder der Marsch für das Leben schlecht geredet ("Da laufen auch AfDler mit!"). Muss ich vor einer Veranstaltung, von der ich überzeugt bin, davonlaufen, weil ein paar von den tatsächlich oder angeblich falschen Leuten anwesend sind?
Reine Brandmauerlogik!
Wenn ich ein Anliegen habe, kann ich doch froh sein für jeden, der es teilt, auch wenn derjenige sonst schräge Ansichten vertritt. So funktioniert Demokratie!
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