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Typischer US-amerikanischer Jungpriester: 33 Jahre alt, liebt eucharistische Anbetung und Rosenkranz

vor 2 Stunden in Jugend, 1 Lesermeinung
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81 % der diesjährigen Weihekandidaten in den USA gingen schon vor ihrem Eintritt ins Priesterseminar regelmäßig zur Eucharistischen Anbetung, 79 % beteten zuvor schon regelmäßig den Rosenkranz.


Washington DC (kath.net/pl) Die 428 Kandidaten des Weihejahrgangs 2026 (Diözesan- und Ordensklerus) sind durchschnittlich 33 Jahre alt. Sie lieben in bemerkenswert hohem Ausmaß die Eucharistische Anbetung (81 % praktizieren sie regelmäßig) und den Rosenkranz (79 % beten ihn regelmäßig). 52 % nehmen an Gebets- oder Bibelgruppen teil und 48 % praktizierten die geistliche Schriftlesung. All diese Gebetsformen praktizierten sie bereits vor ihrem Eintritt ins Priesterseminar. Darauf macht die US-amerikanische katholische Bischofskonferenz (USCCB) in einer Presseaussendung aufmerksam.

Die große Mehrheit (93 %) wurde bereits als Kleinkind katholisch getauft, 7 % sind Konvertiten. Überproportional hoch (im Vergleich zur Gesamtbevölkerung) ist der Anteil jener, die katholische Bildungsstätten besucht hatten: katholische Grundschule (45 %), katholisches Gymnasium (38 %) oder katholisches College (34 %). Darüber hinaus wurde ein überproportional hoher Anteil zu Hause unterrichtet: 11 % wurden in der Regel neun Jahre lang zu Hause unterrichtet, dies zu einer Zeit, als nur 3 % der Kinder in den Vereinigten Staaten zu Hause unterrichtet wurden.


Fast alle (97 %) wurden von ihren leiblichen Eltern aufgezogen, und 88 % wuchsen bei ihren miteinander verheirateten leiblichen Eltern auf. Die Priesteramtskandidaten haben im Durchschnitt drei Geschwister; 10 % haben fünf oder mehr Geschwister und 4 % haben keine Geschwister.

Diese Priesteramtskandidaten geben in ihren Antworten an, dass die Unterstützung durch das soziale Umfeld ein entscheidender Faktor für die Berufung gewesen war: Ermutigung: 92 % der Befragten gaben an, von jemandem aktiv ermutigt worden zu sein, über das Priestertum nachzudenken. Am häufigsten wurden sie in ihrer Berufung von Gemeindepriestern (70 %), Freunden (49 %) oder Gemeindemitgliedern (44 %) bestärkt.

41 % der Kandidaten des diesjährigen Weihejahrgangs berichten aber auch von Entmutigungen bei dem Gedanken, eine Priesterberufung in Erwägung zu ziehen: 3 % wurden von einem Priester oder anderen Geistlichen entmutigt; 12 % von ihrem Vater, 12 % von ihrer Mutter, 22 % von anderen Familienmitgliedern und 17 % von einem Freund.

62 % der Priesteramtskandidaten sind weiß, 17 % sind hispanischer Herkunft, 11 % sind asiatisch-amerikanischer Herkunft und 5 % sind schwarz.

Erzbischof Ronald Hicks (New York), Vorsitzender des zuständigen Komitees, betonte, dass diese Daten insbesondere die Bedeutung der Eucharistischen Anbetung und der aktiven Ermutigung durch die Gemeinschaft als „Nährboden“ für neue geistliche Berufe unterstreichen. Er betont, dass Gott für jeden Menschen einen Plan für dessen Leben hat.

Derzeit stehen in den USA insgesamt 428 Männer unmittelbar vor ihrer Priesterweihe. Sie alle bekamen für die CARA-Studie (Center for Applied Research in the Apostolate) einen ausführlichen Fragebogen zugesandt, 78 % des diesjährigen Weihejahrgangs, (334 Personen) gab die ausgefüllten Bögen zurück. Die Neupriester stammen aus 110 Diözesen und 34 verschiedenen Ordensgemeinschaften.

 


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Lesermeinungen

Cyprian63 vor 44 Minuten:

Eines wird bestätigt: Die Berufung kommt aus der Begegnung mit Gott im Gebet. Zur Begegnung mit Gott braucht es eine Hinführung vor allem durch die Eltern. Wenn diese, wie man manchmal erlebt, ihre Kinder konsequent von Gott und der Kirche fernhält. Vor einiger Zeit bekam ich mit, wie ein ca. 9 jähriges Kind (in dem Fall Mädchen) ihre Mutter bat, "Ich möchte getauft werden", die eigene Mutter ihr dies verweigerte.
Eine ganz andere Frage, die ich mir stelle, wäre wieviel (in Prozent) der amerikanischen Neupriester wünschen die Messe im alten Ritus feiern zu wollen. Ich würde schätzen sicher mehr als 80 Prozent.

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