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vor 9 Stunden in Aktuelles, 3 Lesermeinungen
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Papst: "Ich glaube, heute darüber hinauszugehen, könnte eher zu Uneinigkeit als zu Einheit führen, und dass wir versuchen sollten, unsere Einheit auf Jesus Christus und auf das aufzubauen, was Jesus Christus lehrt."
Rom (kath.net/rn) Auf dem Rückflug von seiner ersten großen Auslandsreise in den globalen Süden hat sich Papst Leo XIV. erstmals zu den geplanten Homo-Segnungen im deutschen Bistum München und Freising geäußert. Auf die Frage der ARD-Journalistin Verena Stefanie Schälter bezüglich der Entscheidung von Kardinal Reinhard Marx, offizielle Segnungsfeiern für homosexuelle Paare zu erlauben, reagierte das Kirchenoberhaupt mit einer klaren Grenzziehung.
Der Papst mahnte eine Neugewichtung der kirchlichen Prioritäten an. Er kritisierte die Tendenz, die Einheit oder Spaltung der Kirche fast ausschließlich an Fragen der Sexualmoral festzumachen. "Wir neigen dazu zu glauben, dass das einzige moralische Thema das sexuelle ist, wenn die Kirche über Moral spricht“, so Leo XIV. Vielmehr müssten „größere und wichtigere Fragen“ wie Gerechtigkeit, Gleichheit, die Freiheit von Männern und Frauen sowie die Religionsfreiheit Vorrang vor dieser spezifischen Debatte haben. Obwohl der Papst das Prinzip seines Vorgängers Franziskus – „todos, todos, todos“ (alle, alle, alle) – bekräftigte, zog er eine deutliche Linie bei der offiziellen Liturgie.
"Der Heilige Stuhl hat bereits mit den deutschen Bischöfen gesprochen. Der Heilige Stuhl hat klargestellt, dass wir mit der formalisierten Segnung von Paaren – in diesem Fall homosexuellen Paaren, wie Sie gefragt haben – oder von Paaren in irregulären Situationen nicht einverstanden sind, über das hinaus, was Papst Franziskus spezifisch erlaubt hat, indem er sagte, dass alle Menschen den Segen empfangen sollen."
Einer formellen Segnung von Paaren in „irregulären Situationen“ oder gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, wie sie Kardinal Marx nun in München als pastorale Grundlage etabliert hat, erteilte der Papst eine Absage. Der Heilige Stuhl habe den deutschen Bischöfen bereits klargestellt, dass man mit einer über das von Papst Francesco Erlaubte hinausgehenden Formalisierung nicht einverstanden sei. Wörtlich sagte Leo: "Ich glaube, heute darüber hinauszugehen, könnte eher zu Uneinigkeit als zu Einheit führen, und dass wir versuchen sollten, unsere Einheit auf Jesus Christus und auf das aufzubauen, was Jesus Christus lehrt. Das ist meine Antwort auf die Frage."
Foto: (c) Vaticanmedia
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Stefan Fleischer vor 6 Minuten: «Ich glaube, heute darüber hinauszugehen, könnte …»
Ist das die Sprache, die eine besorgter Vater gegenüber seinen widerspenstigen Söhnen und Töchtern sprechen müsste? «Euer Ja sei ein Ja, euer Nein ein Nein; alles andere stammt vom Bösen.» (Mt 5,37)
maran atha vor 8 Stunden:
Was sind denn die konkreten Konsequenzen für Marx? Ein "Bitte so nicht" reicht absolut nicht. Hier muss hart durchgegeiffen werden, damit es keine Nachahmer gibt. ... [gelöscht durch Admin]
SalvatoreMio vor 8 Stunden: Kardinal Marx und diese Segnungen
Heute morgen, in einer Antwort auf die Absichten von Kardinal Marx und die Segnungen, wurde eine "notwendige Bremsaktion" aus Rom erhofft. Ohne voreilig etwas zu obigem Interview sagen zu wollen, eines scheint mir klar: wenn das von Seiten des Papstes alles sein sollte gegenüber Mahnungen Richtung Deutschland und Kardinal Marx, so wird das die "deutsche Kirche" in keiner Weise beeindrucken und sie nicht bremsen. Der Umbau in eine andere "katholische" Kirche wird fleißig weitergehen.
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