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vor 8 Stunden in Chronik, 3 Lesermeinungen
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Pater Saco, der von Papst Leo XIV. für ein Bischofsamt auf den Philippinen vorgesehen war, begründete seinen Verzicht mit einer „tiefen Bewusstheit“ seiner eigenen menschlichen Grenzen
Tagbilaran (kath.net)
In einem für die katholische Kirche äußerst seltenen und bemerkenswerten Vorgang hat Pater Gerardo Saco Jr. seine Ernennung zum Bischof des Bistums Tagbilaran auf den Philippinen abgelehnt. Die Entscheidung erfolgte nach einer Phase intensiven Gebets und persönlicher Prüfung. Pater Saco, der von Papst Leo XIV. für das Bischofsamt vorgesehen war, begründete seinen Verzicht mit einer „tiefen Bewusstheit“ seiner eigenen menschlichen Grenzen. Diese Selbsterkenntnis habe er durch tiefe Reflexion und geistliche Prüfung erlangt. Ursprünglich war seine bischöfliche Weihe bereits für den 26. Mai geplant. Anstatt die Leitung der Diözese zu übernehmen, hat der Geistliche den Papst respektvoll gebeten, ihn von dieser Aufgabe zu entbinden. Er möchte stattdessen weiterhin in seinem bisherigen priesterlichen Dienst der Kirche treu bleiben. In einer Stellungnahme rief der Mitbruder P. Prince Chidi Philip dazu auf, diese Entscheidung als einen Akt der Aufrichtigkeit und Wahrheit vor sich selbst zu verstehen. Dass eine Bischofsernennung ausgeschlagen wird, gilt als ungewöhnlich.
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Versusdeum vor 1 Stunden: @rosenstaedter
... was belegt, dass man vielleicht besser dem Ruf der Kirche folgt. Denn Kardinal König galt in seiner Amtszeit als einer derjenigen, die maßgeblich zur Verdunstung des Glaubens beigetragen haben. Jemand deutete hier kürzlich an, dass man (in Österreich?) kaum noch gute Bischöfe bekomme, weil die meisten Kandidaten absagen würden. In einzelnen Fällen wird das vielleicht tatsächlich besser sein. Aber wenn alle gläubigen Kandidaten aus Bescheidenheit oder Selbstunterschätzung nicht bereit sind, die zerstreute Herde wieder zu einen und sich den kommenden Stürmen zu stellen, bleiben nur Karrieristen, Mietlinge oder gar Wölfe, um den "Job" zu übernehmen.
Was wir alle für unsere Hirten tun können und sollen: Für sie beten. Auch und gerade für die zuletzt genannten - egal, wie schwer es auch fallen mag. "Liebet Eure Feinde". Und die größte Liebe ist es, für jemanden zu beten. Und kein Gebet ist sinnlos, auch, wenn wir oft nicht sehen, dass und wo es wirkt (vielleicht sogar bei uns selbst).
rorro vor 4 Stunden: Nur teilweise selten
Es ist selten, daß ein Priester, der ggü. dem Nuntius die Wahl bereits angenommen hatte, diese dann doch ablehnt.
Doch es ist extrem häufig, in drei von vier Fällen mittlerweile laut Vatikan, daß ein Priester eine Bischofsernennung direkt ablehnt.
rosenstaedter vor 7 Stunden: Erinnert mich an Franz Jachym.
Er galt damals als möglicher Nachfolger von Theodor Innitzer. Bei seiner eigenen Bischofsweihe am 23. April 1950 im Wiener Stephansdom geschah etwas sehr Ungewöhnliches:
Noch vor der eigentlichen Weihehandlung sagte Jachym
„Non dignus sum“ („Ich bin nicht würdig“)
und verließ die Feier vorzeitig. Der Gottesdienst wurde daraufhin ohne Weihe beendet.
Später wurde er dennoch Bischof und schließlich Erzbischof-Koadjutor von Wien. Der eigentliche Nachfolger Innitzers als Wiener Erzbischof wurde dann aber Franz König.
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