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Katholische Kita in Hessen verzichtet auf Mutter- und Vatertagsgeschenke

vor 30 Stunden in Deutschland, 6 Lesermeinungen
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Man wolle ‚Diversität‘ vorleben und niemanden ausschließen, begründet die Leitung der Kita die Entscheidung. Das Bistum Fulda hat sich distanziert.


Amöneburg-Mardorf (kath.net/jg)
Eine katholische Kindertagesstätte hat mit einer ungewöhnlichen Entscheidung für erhebliche Irritationen gesorgt. Die Kita St. Hubertus in Amöneburg-Mardorf im Landkreis Marburg-Biedenkopf (Bundesland Hessen) teilte den Eltern in einem Brief mit, dass die Kinder in diesem Jahr keine Geschenke mehr zum Mutter- und Vatertag basteln werden. Die Teamleitung begründete dies mit dem Wunsch, Diversität „vorzuleben“ und niemanden auszuschließen, berichtet die BILD-Zeitung.

In dem Schreiben hieß es, in der heutigen Zeit gewinne Diversität einen immer höheren Stellenwert. Deshalb wolle man auf „stereotype Geschenke“ wie Blumen für die Mutter oder Werkzeug für den Vater verzichten. Die klassische Familienkonstellation aus Mutter, Vater und Kind sei nicht mehr die Norm. Ein Vatertagsgeschenk für ein Kind ohne Vater in der Familie könne nicht nur wertlos sein, sondern sogar die Identität des Kindes infrage stellen, argumentierte die Kita.


Viele Eltern reagierten empört auf das Schreiben und meldeten sich zahlreich bei der Kita-Leitung.

Das Bistum Fulda, zu dem die Kita gehört, distanzierte sich auf Anfrage von BILD deutlich von der Formulierung. Bistums-Sprecher Matthias Reger erklärte, ein Schreiben des Teams habe zu Irritationen geführt. Die Begründung sei missverständlich formuliert gewesen und habe bei manchen Eltern Zweifel am Familienbild der Kita geweckt.

„Die Katholische Kindertagesstätte St. Hubertus und das Bistum Fulda bedauern die Irritationen und Missverständnisse“, fuhr Reger fort. Die Kita werde auch künftig ein katholisches Profil haben und sich für das christliche Familienbild einsetzen. Gleichzeitig würden andere Lebensmodelle und Realitäten nicht ausgeschlossen. Die Einrichtung wolle nun erneut das Gespräch mit den Eltern suchen, um die Missverständnisse auszuräumen.

Kleine Kinder würden ein Verbot für Mutter- und Vatertagsgeschenke nicht verstehen, es sei für sie sogar verstörend und irritierend, sagt der Kinderpsychologe und Erziehungswissenschaftler Dr. Christian Lüdke aus Lünen (Nordrhein-Westfalen). Kinder würden einfache Strukturen benötigen. Der Normalzustand sei Mama/Papa und Mann/Frau. Alles andere würde sie durcheinanderbringen. 

 

Foto: Symbolbild

 


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Lesermeinungen

Steve Acker vor 6 Stunden: modernchrist- - völlig richtig was Sie aufführen

Der wahre Hintergrund ist die Bekämpfung der Familien, das große Feindbild der linken.
Kinder sollen sich abgewöhnen dass es normal ist, dass sie bei Vater und Mutter aufwachsen.

HerrHilfDeinerKirche vor 6 Stunden: @alle

Frage; warum muss speziell für Mutter oder Vatertag gebastelt werden? Mutter oder Vater freuen sich auch im Laufe des Jahres über kleine Zeichnungen oder Gebasteltes! Wie wäre es mit Sonntags Tisch decken oder aufräumen helfen zu Muttertag. Unsere Kinder haben uns regelmäßig ohne speziellen Tag mal etwas gemalt oder gebastelt. Gern auch am Sonntag Frühstück gemacht. Wir bringen im ganzen Jahr zum Grab unsrer Mütter Blumen und unsere Enkel auch schon mal ein gebasteltes Teil. Muttertag sollte das ganze Jahr sein; da braucht es keinen Muttertag an dem sich die Blumenhändler und Schokolade Hersteller eine goldene Nase verdienen! Wir kaufen das ganze Jahr jede Woche einen Blumenstrauß für die Gräber unserer Eltern und nicht nur Muttertag o.ä. Unser Nebengrab wird nie gepflegt - aber Muttertag steht stets ein riesiger Strauß Rote Rosen da für die Eltern. Wenn wir nicht ab und an Wasser dort wechseln würden, wäre der Strauß innerhalb kurzer Zeit verblüht. Ist das Muttertag?

modernchrist vor 23 Stunden: Auch wenn manchen Kindern zuhause ein Elternteil die Woche über fehlt

so haben alle biologisch einen Vater und eine Mutter. In der Regel sind auch Umgangszeiten geregelt, dh. das Kind ist immer wieder wochenendeweise beim Vater. Es soll ja auch die Beziehung zum nicht (mehr) mitwohnenden Elternteil gestärkt werden. Gerade das kann auch durch Geschenke zu Vatertag und Muttertag geschehen. Auch ein Pflegevater oder Stiefvater in einer Patchworkfamilie freut sich über ein Geschenk. Lesbenfamilien haben sogar 2 Mütter, Schwulenpaare möchten ausdrücklich 2 Väter sein. Warum da nicht Geschenke der Kinder für sie basteln? Wo ist hier die Offenheit und die wirkliche Diversität der Kita? Blicken diese Erzieher wirklich intellektuell über den Tellerrand?

HerrHilfDeinerKirche vor 27 Stunden: @Rolando - sicherlich KANN man Alles …

aber leider läuft heute alles anders . Ja auch dass im katholischen Kindergarten Schon lange keine rein katholischen Mitarbeiter mehr sind. Früher hieß es in der Stellenanzeige noch «  m / w «  und die Mitgliedschaft in der katholischen Kirche war Pflicht. Dann irgendwann kam « Bekenntnis zum chinesischen Glauben. All das sucht man heute vergeblich. (Weil man weiß, dass christliche oder gar katholische Erzieher Mangelware sind. Meine Enkelkinder haben in der katholischen Kita im Ruhrgebiet eine katholische Kita mit einem homosexuellen Gruppenleiter. Man vermag sich mein Erstaunen vorstellen… aber Eltern und Kinder sind begeistert. Aber sagen darf man nichts, sonst wird einem mangelnde Toleranz vorgeworfen….

Rolando vor 28 Stunden: Das Problem beginnt schleichend

Erst werden alle möglichen Erzieherinnen egal ob kath, protest. atheist. oder divers, (was das auch sein soll), in kath. Kindergärten angestellt, viele haben mit kath. absolut nichts am Hut, können die Kinder gar nicht kath. Werte beibringen. So bringen sie ihre Weltsicht rein, das ganze Mediengegaukel. Mann kann doch die Kinder Vater und Muttertagsgeschenke basteln lassen, die, die keine Eltern haben sollten, aus welchen Gründen auch immer, kann man auf den Himnel verweisen, für den Papa und die Mama im Himmel, oder für Gott den Vater oder, und die Muttergottes. Man soll das auch, es ist ja ein kath. Kindergarten. Überall stellt man Bedingungen, alles wird akzeptiert, doch kath, das diskriminiert.

HerrHilfDeinerKirche vor 30 Stunden: Muttertag - Vatertag

Ich finde es einerseits gut, auf verwaiste Kinder Rücksicht zu nehmen und Muttertag oder Vatertag nicht explizit zu zelebrieren, aber man könnte ja einen Kompromiss-Alternativ-Tag nehmen. Dann basteln die Kinder Geschenke für die Familie oder Großeltern. In der Kita meiner Enkel wird weder Muttertag noch Vatertag gebastelt. Dort wird zu Pfingsten gebastelt und die Kinder basteln oder malen entweder fûr beide Elternteile oder wie der Kleine Enkel eines Freundes fûr das Grab seines Vaters. Viele Kinder haben nur ein Elternteil und dann hat man gesagt, wir basteln jetzt für unser Zuhause oder Oma / Opa. Das kam bei den Eltern so gut an, dass ab Sommer diese Idee auch in der Grundschule Anwendung findet. Die Lebenswirklichkeit ist leider nicht mehr immer « Mutter-Vater-Kind « . Unsre drei katholischen Grundschulen werden ab Sommer als städtische Schulen laufen weil man die fûr den rechtlichen Status benötigte Anzahl katholischer Schüler nicht mehr erreicht.

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