kath.net katholische Nachrichten

Aktuelles | Chronik | Deutschland | Österreich | Schweiz | Kommentar | Interview | Weltkirche | Prolife | Familie | Jugend | Spirituelles | Kultur | Buchtipp


„So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“

vor 3 Stunden in Deutschland, 9 Lesermeinungen
Artikel versenden | Tippfehler melden


Augsburger Theologe Johannes Hartl schließt sich einer Kritik von Volker Beck (Grüne) am „katholischen“ Wort zum Sonntag anlässlich des Würzburger Katholikentags und des ESC an.


Würzburg (kath.net/pl) „Was war das für ein sinnentleertes Wort zum Sonntag? Wenn Kirche so beliebig ist, hat sie halt auch niemanden etwas zu sagen. Ich auch für Pace Frieden, Mir und Schalom.“ Das schreibt der frühere Bundestagsabgeordnete und zeitweise hochrangige aber nicht unumstrittene Grünenpolitiker Volker Beck auf X in Reaktion auf das „Wort zum Sonntag“, das Johanna Vering, Pastoralreferentin aus Münster, für die ARD eingesprochen hatte. 

„So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen“, kommentiert der bekannte Augsburger Theologe Johannes Hartl daraufhin auf X.


Das „Wort zum Sonntag“ der Münsteraner Pastoralreferentin kreist ausschließlich um das Thema „Frieden“. Sie lobt Dialogbereitschaft, sofern man dabei sogenannte „populistische“ Gedankengänge aus dem Dialog auslädt. Immerhin gehe es beim Katholikentag in Würzburg, so erläutert die Sprecherin, „um Themen wie Vielfalt und Diversität, … um reflektierte politische Meinungsbildung statt Populismus“. Der Beitrag gipfelt in der Aussage: „… aber es war etwas passiert. Einen kurzen Moment lang waren wir verbunden durch die Musik und vereint im Wunsch nach Frieden. Das ist es. Das ist für mich die Botschaft von Katholikentag und ESC.“ Worte aus dem Themenkreis „Jesus Christus“, „Gott“, „Glaube“, „Bibel“ werden nicht erwähnt.

Das Wort zum Sonntag wird inhaltlich und konzeptionell von der katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland verantwortet. Ausrichtung, Themenwahl sowie Auswahl der Sprecher steht in der Hand der jeweiligen Rundfunkbeauftragten dieser beiden Konfessionen.

So wie Volker Beck geht es mir auch mit ganz vielen Predigten und kirchlichen Verlautbarungen. https://t.co/GxQwpZpat4

— Johannes Hartl (@DrJohannesHartl) May 17, 2026

Ihnen hat der Artikel gefallen? Bitte helfen Sie kath.net und spenden Sie jetzt via Überweisung oder Kreditkarte/Paypal!

Tweet 




Lesermeinungen

Versusdeum vor 37 Minuten: @HerrHilfDeinerKirche

Und schon gestolpert: Der Diakonat war immer eine Weihevorstufe zur Priesterweihe, was sogar der Name "ständiger Diakonat" betont. Daher kann es keine Ausweitung des Diakonats geben, wie ihn Bischof Wilmer offenbar wünscht. Denn die Priesterweihe geschieht kraft göttlicher Vollmacht. Dort, wo die Kirche diese nicht hat, kann sie sie auch nicht ausüben. Das wäre nichts als Hokuspokus und eine Täuschung der Gläubigen (immerhin ohne simulierte Hl. Messen oder Sakramente)

Versusdeum vor 42 Minuten: Statt "Kuschelkirche" werden schon lange wieder Ketzer verb(r)annt

@Sextus Über den Punkt sind die Anderekirchler schon längst hinweg: Es gibt wieder Dogmen, Ketzer, (bisher noch brandfreie) Hexenverbrennungen und das volle Programm. Nur Gott spielt nur noch eine Statistenrolle.

Sextus vor 2 Stunden: "Kirchendämmerung"

Der Emeritus vom Lehrstuhl für Systematische Theologie und Ethik an der Ludwig Maximilian Universität München, der evangelische Theologe Friedrich Wilhelm Graf, bemängelte in seiner Streitschrift "Kirchendämmerung", dass die ev. Kirche stark an Profil und theologischer Tiefe verloren habe.
An die Stelle einer anspruchsvollen theologischen Auslegung tritt oft eine unklare, banale Verkündigung, die theologische Inhalte auf eine schlichte "Wohlfühlveranstaltung" oder den Glauben an einem "Kuschelgott" reduziere.
Man merkt, ironisch gemeint, dass der Ökumenismus in Deutschland so große Fortschritte gemacht hat, dass man die beiden Kirchen an Banalität beinahe nicht mehr voneinander unterscheiden kann.

HerrHilfDeinerKirche vor 2 Stunden: @je suis ; wir hoffen, dass Bischof Wilmer

das Bistum in eine gute und gerade Spur bringt. Bischof Felix war eher wegen seiner Zögerlichkeit in der Kritik. Viele hätten sich Klare Stellungnahmen gewünscht. Aber er wollte nicht anecken. Bischof Wilmer traut man zu, konservative und moderne Gruppierungen zu einen. Er selber hat sich ja schon in ersten Interviews klar zum Synodalen Weg positioniert und ist auch offen für das Diakonat der Frau. Er ist in Rom äußerst gut vernetzt und versteht es durch seine ruhige, besonnene Art sicherlich, die deutschen Interessen vorzubringen und Kompromisse zu finden. Falls nicht, wird er ein schweres Leben als Bischof bekommen. Leider ist er etwas zu ruhig mit zu viel « Will to please « .

HerrHilfDeinerKirche vor 2 Stunden: @je suis ; wir hoffe.

HerrHilfDeinerKirche vor 2 Stunden: @je suis ; wir

HerrHilfDeinerKirche vor 2 Stunden: Uns gefiel es …

Wir hatten uns am Samstag zum ESC gucken versammelt. Das obligatorische « Wort zum Sonntag » kam bei uns gut an. Man bedenke, es war im Vorfeld eines internationalen Musikfestivals und diejenigen die vor dem Bildschirm saßen, haben nicht unbedingt des Wort zum Sonntags wegen eingeschaltet. Aber (persönliche Meinung) Kritisieren wir nicht immer? Die Predigt am Sonntag, den zu « Weltlichen Pfarrer « Oder die Tatsache, dass Mädchen Ministrieren dürfen und eine « Weltliche «  Frau die Kommunion auszuteilen wagt? Unser Pfarrer hat sich die Arbeit gemacht, 1 Jahr lang alle kritischen Kommentare zu sammeln und Als kleines Heftchen im Schriftenstand zu hinterlegen. Da fragt man sich ob die Menschheit keine Probleme hat. (Die Predigt zu lang, zu locker; der Pfarrer werktags nicht im Anzug; Zuviel Frauen und Mädchen in der Liturgie; Zuviel Lichterandacht statt Rosenkranz -Pfarrer sollte Rosenkranz zur Pflicht machen-…. das ging ins uferlose. Sind wir immer 100 Prozent perfekt?

je suis vor 3 Stunden: Worte aus dem Themenkreis „Jesus Christus“, „Gott“, „Glaube“, „Bibel“ werden nicht erwähnt.

Genau das gleiche habe ich zu meiner Frau gesagt, nachdem ich mir die Sendung in der Mediathek angesehen habe. So geht Kirche hier in Münster. Bischof Heiner ist nicht zu beneiden. Es gibt viel zu tun!
Ich bete für ihn.

SpatzInDerHand vor 3 Stunden: Dr. Hartl spricht mir hier aus dem Herzen!

Ich schätze ihn eh sehr :)

Um selbst Kommentare verfassen zu können nützen sie bitte die Desktop-Version.


© 2026 kath.net | Impressum | Datenschutz