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Papstreise nach Spanien gestartet: Aufruf an Putin zu Verhandlungen

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Empfang am Flughafen Madrid-Barajas durch König Felipe und Königin Letizia - Gespräch mit Journalisten beim Flug über internationale Konflikte, Glaube von Jugendlichen, Fußball-WM und möglichen Deutschland-Besuch


Madrid  (kath.net/KAP/red) Papst Leo XIV. ist am Samstagmorgen zu seiner einwöchigen Reise nach Spanien aufgebrochen und nach dem Flug von Rom nach Madrid am Flughafen der spanischen Hauptstadt von König Felipe VI. und Königin Letizia empfangen worden. Anschließend war ein Empfang mit militärischen Ehren im Königspalast vorgesehen. Auf dem Flug hat der Papst den russischen Prädidenten Wladimir Putin aufgerufen, mit der Ukraine eine Verhandlungslösung zu suchen.

Auf die Frage von Journalisten, was er Putin sagen würde, nachdem dieser ein Gesprächsangebot des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskij abgelehnt hat, antwortete er: "Man sollte zu Verhandlungen zurückkehren. Man muss Druck ausüben, damit Gewalt und Krieg enden und eine Lösung gefunden wird. Zu viele Menschen sterben dort, wir müssen der Gewalt und dem Krieg ein Ende setzen." Der Papst betonte, er mache sich große Sorgen um die Ukraine, die Lage werde immer schlimmer. Er begrüßte, dass inzwischen auch in den USA die politischen Kräfte stärker würden, die ihre Unterstützung anbieten. Weiters erklärte Leo, die Geschehnisse im Iran seien "kein gerechter Krieg"; zudem hob er auch seine tiefe Sorge um die Vorgänge im Libanon hervor.

Besuch in Deutschland in Vorbereitung

Angaben des Papstes lassen zudem darauf schließen, dass er sich offenbar auf einen Deutschlandbesuch vorbereitet und dafür schon mal die Sprache lernt. "Ich lerne spät in der Nacht Deutsch, tagsüber habe ich praktisch keine Zeit dafür", sagte er gegenüber Kathpress. Die Frage, ob er einen Besuch in Deutschland plane, bejahte er, schränkte aber auf Englisch ein, es seien bloß Vorbereitungen "aus der Ferne" ("in remote"). Er fügte hinzu, er hoffe sehr, dass es möglich sein werde. Zuletzt hatte der Papst einige Male öffentlich Deutsch gesprochen, zur Freude deutschsprachiger Pilger und Touristen. Bei einer zu spät begonnenen Audienz für deutsche Akademiker am Freitag scherzte er über sein eigenes verspätetes Erscheinen zum Termin. Er erklärte, man habe ihm zwar gesagt, dass die Deutschen sehr pünktlich seien. Dann fügte er auf Deutsch entschuldigend hinzu: "Ich bin ein Ausländer!"


Bad Bunny und Real Madrid

Mit Augenzwinkern räumte der Papst gegenübe den Journalisten die Konkurrenz seines Spanien-Besuchs durch den puerto-ricanischen Musikstar Bad Bunny ein, der während seines eigenen Madrid-Aufenthalts dort zeitgleich zwei Konzerte gibt. Viele Jugendliche würden sich wohl für den Musiker entscheiden, wenn sie vor der Frage "Bad Bunny oder Papst" stünden, sagte er. Zugleich zeigte sich der Pontifex überzeugt, dass auch zahlreiche Menschen zu den geplanten liturgischen Veranstaltungen kommen würden. "Und das sagt etwas aus". Viele junge Erwachsene seien ohne spiritueller Dimension aufgewachsen, verspürten einen Mangel an Sinn und Orientierung und suchten nach etwas, "das darüber hinausgeht". Sein Besuch könnte dabei helfen, "etwas in ihnen zu wecken, von dem sie selbst noch nicht genau wissen, wie sie es benennen sollen". Auch zu Sportthemen äußerte sich der aus Chicago stammende Papst.

Für die kommende Fußball-Weltmeisterschaft werde er den USA die Daumen drücken. Auf die Frage, ob er in Spanien eher den Real Madrid oder den FC Barcelona unterstütze, antwortete er scherzhaft: "Der Papst ist für alle Mannschaften, aber Prevost ist Real Madrid" - in Anspielung auf seinen bürgerlichen Namen Robert Francis Prevost.

Sieben Tage Spanien

Die Reise das Papstes dauert sieben Tage. Der letzte Papst, der Spanien besuchte, war Benedikt XVI. im Jahr 2011. Höhepunkte des Papstbesuchs in Madrid sind die Fronleichnamsprozession am Sonntag und eine Rede vor dem spanischen Parlament am Montag. Zuvor trifft der Papst auch den spanischen Regierungschef Pedro Sanchez. Zudem ist eine Begegnung mit Missbrauchsopfern vorgesehen, sie wurde erst kurz vor der Abreise des Papstes bestätigt. Von Dienstag bis Donnerstag hält sich Leo XIV. in der autonomen Region Katalonien auf. Dort besucht er das Kloster Montserrat in den Pyrenäen und weiht in Barcelona den höchsten Turm der Basilika Sagrada Familia ein. Am Donnerstag und Freitag besucht der Papst die Kanarischen Inseln. Auf Gran Canaria und Teneriffa wird vor allem die Lage der Migranten im Zentrum stehen. Am Freitagabend wird der Papst in Rom zurück erwartet.

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