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Papst: „Der Frieden, nach dem wir uns so sehr sehnen, ist ohne Barmherzigkeit nicht zu erlangen“

vor 5 Stunden in Weltkirche, 1 Lesermeinung
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Leo XIV. in Videobotschaft: „Verbinden wir unser Vertrauen auf Gottes unendliche Barmherzigkeit mit unserem persönlichen Einsatz für den Aufbau einer Gesellschaft, die gastfreundlicher und barmherziger ist – angefangen bei unseren Familien“ – VIDEO


Vatikan (kath.net/red) Mit einer Videobotschaft von Papst Leo XIV. an die tausenden Teilnehmer begann am gestrigen Sonntag der Sechste Apostolische Weltkongress der Barmherzigkeit in der Hauptstadt Litauens, Vilnius.

kath.net dokumentiert die Videobotschaft von Papst Leo XIV. anlässlich des 6. Apostolischen Weltkongresses der Barmherzigkeit zum Thema „Bauen wir die Stadt der Barmherzigkeit“ in Vilnius (Litauen), 7.–12. Juni 2026, in voller Länge in eigener Übersetzung:

Liebe Brüder und Schwestern in Christus,

ich freue mich, euch alle zu begrüßen, die ihr an der sechsten Ausgabe des Apostolischen Weltkongresses der Barmherzigkeit teilnehmt – einem Anliegen, das meinem verehrten Vorgänger, dem heiligen Papst Johannes Paul II., so sehr am Herzen lag. Bei dieser Gelegenheit möchte ich Seine Exzellenz Erzbischof Gintaras Grušas von Vilnius besonders grüßen, der so viele Pilger der Barmherzigkeit aus der ganzen Welt in seiner Diözese willkommen heißt, ebenso wie Seine Exzellenz Herrn Gitanas Nausėda, den Präsidenten der Republik Litauen, und nicht zuletzt Seine Heiligkeit Patriarch Bartholomäus von Konstantinopel, der freundlicherweise zugesagt hat, anwesend zu sein.


Der heilige Augustinus schreibt in seinen „Bekenntnissen“, dass seine einzige Hoffnung in der überaus großen Barmherzigkeit Gottes liegt (10, 40). Wahrlich, es ist eine Quelle großer Freude und wahrer Hoffnung, wenn wir erfahren, wie barmherzig Gott jedem Einzelnen von uns gegenüber ist und wie gut es uns tut, unser Vertrauen auf seine Barmherzigkeit zu erneuern.

Die heutige Welt mit ihren vielen Ängsten und Sorgen, Spannungen und Kriegen lässt ein immer dringenderes Bedürfnis nach Frieden in den Herzen der Einzelnen wie auch der Völker erkennen. Inmitten des Strudels der Gewalt, der Beziehungen vergiftet und Leben zerstört, möchte die Barmherzigkeit Gottes mit ihrer wunderbaren Kraft der Erneuerung Einzug in unsere Herzen halten. Sie ist es, die unser Leben wandeln und den Weg zu Liebe und Vergebung öffnen kann – als prägende Merkmale des Antlitzes Gottes, das sich durch uns offenbart.

Liebe Freunde, Gott wird nie müde, seine Barmherzigkeit zu erweisen. Seine Liebe, wie der Psalmist sagt (vgl. Ps 136), währt ewig – und wie sehr schreit unsere Welt auf allen Ebenen nach Barmherzigkeit! Doch der Frieden, nach dem wir uns so sehr sehnen, ist ohne Barmherzigkeit nicht zu erlangen. Verbinden wir daher unser Vertrauen auf die unendliche Barmherzigkeit Gottes mit unserem persönlichen Einsatz für den Aufbau einer Gesellschaft, die gastfreundlicher und barmherziger ist – angefangen bei unseren Familien. Ich hoffe, dass ihr diese Tage in Vilnius intensiv erlebt, damit ihr den Reichtum all dessen, was ihr bei diesem internationalen Treffen erfahren habt, in eure Gemeinschaften mitnehmt. Von ganzem Herzen erteile ich jedem Einzelnen von euch und euren Familien den Apostolischen Segen des barmherzigen Gottes.


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Lesermeinungen

Stefan Fleischer vor 3 Stunden: Mir persönlich fehlt

(nicht nur in den Ausführungen unser Heiliger Vaters) in letzter Zeit vielfach der Bezug zu zwei Stellen der Schrift, welche in der modernen Verkündigung generell stiefmütterlich behandelt werden, zum einen Lk 10,41-42: «Der Herr antwortete: Marta, Marta, du machst dir viele Sorgen und Mühen. Aber nur eines ist notwendig. …» zum anderen Joh 6,68. «Simon Petrus antwortete ihm: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.»

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