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Der nur 54-jähriger Bischof Afonso war in seinem Bischofshaus erschossen aufgefunden worden - Papst betet während Spanienreise für Hinterbliebene und auch für die Täter
Madrid/Maputo (kath.net/KAP) Nach der Ermordung des katholischen Bischofs Osório Citora Afonso (Archivfoto) in Mosambik hat Papst Leo XIV. mit "großer Betroffenheit" reagiert. Der Papst habe die Nachricht während seiner Spanienreise erhalten und sich dem "Gebet für die Diözesen Quelimane und Beira sowie für das gesamte Volk Mosambiks" angeschlossen, teilte das vatikanische Presseamt am Samstagabend mit. Leo XIV. bitte Gott um Trost für die Hinterbliebenen und darum, das Treiben der Gewalttätigen aufzuhalten.
Kirchliche Vertreter und die Regierung in Maputo reagierten mit Bestürzung. Auch Mosambiks Präsident Daniel Francisco Chapo sprach von einem "irreparablen Verlust" für Kirche und Gesellschaft. Die Bischofskonferenz rief zu Gebet und Solidarität auf, während die Diözese Quelimane eine erste Totenmesse ankündigte.
Der 54-jährige Bischof wurde am Samstagmorgen in seinem Bischofshaus in Quelimane (Provinz Zambézia) tot aufgefunden. Laut Ermittlern des Nationalen Kriminalermittlungsdienstes (SERNIC) hatten Täter zuvor den Elektrozaun des Anwesens überwunden und das Gebäude betreten. Der Bischof sei im Brustbereich aus nächster Nähe mit einem AKM-Sturmgewehr erschossen worden, hieß es. Zum Zeitpunkt der ersten Ermittlungen gab es keine Festnahmen. Die Polizei geht von Mord aus, die Untersuchungen dauern an.
Afonso, geboren 1972 in Ribaué, gehörte dem Orden der Consolata-Missionare an und war seit 2001 in Kinshasa missionarisch tätig, wo er seine ewigen Gelübde ablegte und 2002 zum Priester geweiht wurde. Seine kirchliche Laufbahn führte ihn über Stationen in Rom und Jerusalem sowie in die vatikanischen Strukturen, wo er in verschiedenen Bereichen der Missions- und Kirchenverwaltung tätig war und unter anderem in der Missionsbehörde des Heiligen Stuhls arbeitete. Zudem wirkte er an der päpstlichen Vertretung in der Demokratischen Republik Kongo sowie in einem Missionszentrum in Norditalien.
Erst 2023 wurde er zum Weihbischof der Erzdiözese Maputo ernannt, bevor ihn Papst Franziskus im Juli 2025 zum Bischof von Quelimane bestellte und im August desselben Jahres in sein Amt einführte. Im April 2026 übertrug ihm Papst Leo XIV. zusätzlich die Leitung als Apostolischer Administrator von Beira. Innerhalb der Bischofskonferenz Mosambiks bekleidete er zuletzt auch das Amt des Generalsekretärs.
Hilfswerke wie "Kirche in Not" verweisen auf die weiterhin angespannte Sicherheitslage in Teilen Mosambiks, insbesondere im Norden des Landes. Auch Afonso selbst hatte wiederholt davor gewarnt und etwa im Oktober 2025 gegenüber dem vatikanischen Pressedienst Fides über Brandanschläge auf Kirchen, Entführungen von Minderjährigen und die Aktivitäten bewaffneter Gruppen berichtet.
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