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vor 5 Stunden in Weltkirche, 4 Lesermeinungen
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Habsburg sieht sowohl die Gemeinden, welche die Alte Messe feiern, als auch jene Novus-Ordo-Gemeinden, in denen die Messe ehrfürchtig gefeiert wird, als Teil einer wachsenden „kleinen Schar“, welche die katholische Tradition bewahrt.
Rom (kath.net/jg)
Der ehemalige ungarische Botschafter beim Heiligen Stuhl, Eduard Habsburg-Lothringen, hat ein neues, kleines Buch veröffentlicht: „Abenteuer ‚Alte Messe‘ – Ein Reiseführer für Neugierige“. Es richtet sich an Menschen, die zum ersten Mal die Messe im Alten Ritus (Vetus Ordo) erleben möchten.
In einem Interview mit dem National Catholic Register vom Mai 2026 erklärt Habsburg, warum er das Büchlein geschrieben hat. Bei seinem ersten Besuch einer Alten Messe war er selbst „völlig verwirrt – ja sogar irritiert“. Niemand hatte ihn auf die Unterschiede in fast allen Aspekten der Liturgie vorbereitet. Mit seinem praktischen Leitfaden möchte er anderen helfen, den Alten Ritus besser zu verstehen und nicht gleich Abwehrhaltungen aufzubauen.
Das Werk ist nicht primär für erfahrene Besucher der Alten Messe gedacht, sondern für Neugierige, die schon einmal davon gehört haben, oder für Menschen, die dem Alten Ritus skeptisch oder ablehnend gegenüberstehen. Es enthält einen zentralen Abschnitt, der die verschiedenen Teile der Liturgie erklärt – inklusive einfacher Zeichnungen, die beispielsweise anhand der Positionen des Priesters und der Ministranten zeigen, an welcher Stelle der Messe man sich gerade befindet.
Habsburg berichtet, dass die Entdeckung der Lateinischen Messe vor etwa fünf bis sechs Jahren für seine gesamte Familie zu einer tiefgreifenden Erneuerung des Glaubens geführt hat. Obwohl die Familie schon immer praktizierende Katholiken war, habe die TLM ein neues Kapitel eröffnet: mehr Treue im täglichen Gebet, Rosenkranz, Novenen und eine spürbare Ausstrahlung der Liturgie in den Alltag. Besonders beeindruckt sei er von der Wirkung auf seine Kinder gewesen.
Habsburg beobachtet ein wachsendes Interesse an der Alten Messe vor allem unter jungen Gläubigen – in Europa wie in den USA. Er erklärt dies damit, dass sie nach seiner persönlichen Einschätzung die „absoluten Antithese zur heutigen Welt“ sei: ehrfürchtig, still, andächtig. Die lateinische Sprache und die feierlichen Gesten vermittelten Tiefe, Ernsthaftigkeit und Verwurzelung. Gerade junge Menschen, die ernsthaft katholisch leben wollten, suchten etwas Solides, auf das sie ihr Leben bauen könnten.
Zur kontroversen Debatte um die Alte Messe sagt Habsburg, dass die starke Ablehnung bei manchen oft auf Vorurteile aus den 1950er- und 1960er-Jahren zurückgehe. Viele Priester und Bischöfe seien mit der Idee aufgewachsen, die alte Messe sei „von gestern“ und überholt. Aggressive Auftritte einiger „Traditionalisten“ im Internet verstärkten leider das Bild einer harten, schnell verurteilenden Gruppe – was zu den restriktiven Maßnahmen beigetragen habe. Er plädiert für mehr Respekt und Nächstenliebe im Umgang miteinander.
Obwohl die Zahl der Besucher der Alten Messe im Vergleich zur Gesamtkirche relativ klein sei, wirke sie in manchen westlichen Ländern im Verhältnis zu den regelmäßigen Messbesuchern bereits beachtlich. Habsburg sieht sowohl die Gemeinden, welche die Alte Messe feiern, als auch jene Novus-Ordo-Gemeinden, in denen die Messe ehrfürchtig gefeiert wird, als Teil einer wachsenden „kleinen Schar“, welche die katholische Tradition bewahrt. Er blickt hoffnungsvoll auf ein geistliches Erwachen in der westlichen Welt.
Eduard Habsburg versteht seine Rolle nach dem Ende seiner diplomatischen Tätigkeit (2015–2025) als „Botschafter“ der traditionellen Liturgie für all jene, die sie noch nicht kennen oder Vorurteile abbauen möchten. Sein Dienst als Diplomat habe ihm hinsichtlich seiner persönlichen Präferenzen große Zurückhaltung auferlegt. Als Nachfahre der Habsburger-Dynastie, die historisch eine wichtige Rolle bei der Bewahrung der alten Liturgie spielte, könne er sich nun frei und offen für ein besseres Verständnis des Alten Ritus einsetzen.
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nekonata vor 2 Stunden: Heilige Messe
„Habsburg sieht sowohl die Gemeinden, welche die Alte Messe feiern, als auch jene Novus-Ordo-Gemeinden, in denen die Messe ehrfürchtig gefeiert wird, als Teil einer wachsenden „kleinen Schar“, welche die katholische Tradition bewahrt.“
- „ehrfürchtig“ reicht nicht.
Der NOM muss ehrfürchtig und korrekt gefeiert werden, dann ist er eine Heilige Messe.
Stefan Fleischer vor 2 Stunden: Meine persönliche Erfahrung
Ich bin mit dem alten Ritus gross geworden. Im Novo Ordo wurde ich Lektor und Kommunionhelfer. Ein für mich grundlegendes Erlebnis wurde für mich zur Hilfe, mit der Umstellung zurecht zu kommen, ja diese Form schätzen und lieben zu lernen. Plötzlich, während meiner «Arbeit» als Kommunionhelfer wurde mir klar, was hier geschah. Christus, unser Gott und Herr, gibt sich in die Hand von uns Menschen, wohl wissend, dass diese meist nichts Besseres damit anzufangen wissen als «ans Kreuz mit ihm!»
In einer Welt, die alles selbst und besser wissen will, die alles glaubt selbst, auch ohne Gott, machen zu können, heisst das für uns, die Gläubigen, in Demut und Gehorsam jenen anzubeten und ihm zu gehorchen, der gehorsam war, bis zum Tod, ja bis zu Tod am Kreuz, heisst das wahrhaft Mensch zu werden für ihn, der für uns Mensch geworden ist, und sich uns in die Hand gibt. Das will uns die Heilige Liturgie -in welcher Form auch immer -immer wieder in Erinnerung rufen.
Ebuber vor 3 Stunden: Gut, dass es solche ausgleichenden Botschafter gibt
Ich habe nur selten Gelegenheit, die Hl.Messe im "Alten Ritus" zu feiern. Um so mehr schätze ich es, wenn in meiner Gemeinde der Gottesdienst ehrfürchtig und würdig gefeiert wird.
Wenn ich dann mal in der "althergebrachten Weise" mitfeiere, ist mir das zwar nicht mehr fremd, aber dennoch muss ich (leider) feststellen, dass mir der rechte Zugang dazu fehlt. Vielleicht sollte ich mir dieses Büchlein bestellen.
Christine vor 4 Stunden: Dem Geist der Trennung/Spaltung/Uneinigkeit/Streit widersagen
"Aggressive Auftritte einiger „Traditionalisten“ im Internet verstärkten leider das Bild einer harten, schnell verurteilenden Gruppe – was zu den restriktiven Maßnahmen beigetragen habe."
Wie wahr. Und nicht nur das. Die sedisvakantistischen Tendenzen einiger Gruppierungen zerreissen den Leib Christi. Erst kürzlich ist mir aufgegangen, dass ich bisher nie dem Geist der Trennung widersagt, das Richten und Urteilen gebeichtet, und mich bewusst dem lebendigen Lehramt untergeordnet habe. Ich möchte bewusst eine Liebe zur Kirche entwickeln!
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