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Voodoo-inspirierte Installationen in Kirchen? „Wie konnte das Erzbistum Paris so etwas genehmigen?“

vor 7 Stunden in Weltkirche, 2 Lesermeinungen
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„Zahlreiche Voodoo-inspirierte Objekte und Masken waren in Vitrinen ausgestellt. Atemgeräusche, Flüstern, Knarren und metallische Klänge hallten unter den Gewölben der Kapelle wider.“


Paris (kath.net) „In der Kapelle des Tenon-Krankenhauses stießen die Besucher auf die Installation ‚Jungle haletante‘ (Keuchender Dschungel) von Stéphane Blanquet. Zahlreiche Voodoo-inspirierte Objekte und Masken waren in Vitrinen ausgestellt. Atemgeräusche, Flüstern, Knarren und metallische Klänge hallten unter den Gewölben der Kapelle wider. Der Künstler selbst spricht von einer „instabilen Wahrnehmung der Realität“ innerhalb einer „quasi-hypnotischen“ Dynamik. Die Frage ist einfach: Wie konnte eine Welt, die sich so offen der Voodoo-Bildsprache bedient, ihren Platz in einer katholischen Kapelle finden?“ Das fragt ein Kommentar auf der französischen Website „Tribune Chretienne“, die von praktizierenden Katholiken verantwortet wird. Der Kommentar bezieht sich auf die „Weiße Nacht 2026“ in Paris, eine künstlerische Großveranstaltung unter Einbeziehung vieler Pariser Örtlichkeiten. Gemäß Darstellung der offiziellen Website der Stadt Paris stand das Event unter der künstlerischen Leitung der „Aktivistin Barbara Butch, einer Symbolfigur der inklusiven Pariser Nachtkultur“ und trug den Titel „Ein großes Fest der Liebe“.


Die „Tribune Chretienne“ kommentiert, dass sich derzeit „die Kontroverse um die ‚Nuit Blanche‘ 2026 weitgehend auf Barbara Butch“ konzentriere. „Doch nach dem Besuch mehrerer Orte in Paris sticht eine Tatsache hervor: Das Hauptproblem ist nicht Barbara Butch. Die eigentliche Frage betrifft die Verantwortung des Bistums Paris. Schließlich hätte ohne dessen Zustimmung keine der in den Kirchen präsentierten Installationen stattfinden können.“

Die katholische Website beschreibt weiter, dass auch die Kirche Saint-Laurent in das Kunstevent integriert gewesen war. Dort fand sich mit „der Installation ‚Sous la peau du ciel‘ („Unter der Haut des Himmels“) ein Höhepunkt des ‚Nuit Blanche‘-Festivals. Das Gebäude lag in Halbdunkel gehüllt. In den Seitenkapellen, rund um die Altäre und das Taufbecken sowie sogar in den Beichtstühlen waren Lautsprecher verteilt. Je tiefer man in die Kirche vordrang, desto mehr überlagerten sich die Stimmen zu einem ständigen Lärm. Manche der Worte, die im Herzen dieses geweihten Raums ertönten, äußerten Fantasien, die ebenso banal wie unverständlich waren: ‚Ich würde gerne mit 100 Stundenkilometern fahren‘, ‚Ich möchte eine Smartwatch, bei der alle Bedienungsanleitungen dabei sind.‘ Insgesamt entstand eine unheimliche – und bisweilen geradezu beunruhigende – Atmosphäre. Neben uns rief ein Besucher plötzlich aus: ‚Wir befinden uns schließlich in einer Kirche; ich verstehe das nicht ...‘ Es war eine spontane Äußerung, die das Empfinden vieler Teilnehmer auf den Punkt brachte. Denn tatsächlich befanden wir uns in einer katholischen Kirche – einem Ort, an dem üblicherweise das Allerheiligste angebetet und die Messe gefeiert wird und an dem die Gläubigen Frieden, stille Besinnung und die Begegnung mit Gott suchen.“

Die Diözese Paris habe auf die aktuelle Fragen zu diesem Event noch „keine klaren Antworten“ gegeben, so „Tribune Chretienne“ und stellt fest: „Diese Fragen sind umso berechtigter, als die ‚Nuit Blanche‘ über ein Budget von 1,3 Millionen Euro verfügte und die umstrittensten Installationen ohne die ausdrückliche Zustimmung der diözesanen Behörden niemals in diesen Gebäuden hätten gezeigt werden können. Befürworter der Veranstaltung werden zweifellos auf die Offenheit der Kirche gegenüber der heutigen Welt und ihren Dialog mit der Kultur verweisen. Doch ein solcher Dialog darf nicht auf Kosten der Aufhebung des sakralen Charakters dieser Räume gehen. Eine Kirche kann durchaus Kunst beherbergen – das hat sie im Laufe ihrer Geschichte immer wieder getan. Die betreffende Kunst muss jedoch die Seele erheben und die Bestimmung des Ortes respektieren – oder zumindest dessen tiefe Bedeutung nicht verschleiern. Denn letztlich ist es nicht Barbara Butch, die derzeit bei vielen Katholiken für größtes Befremden sorgt. Sie hat ihre Überzeugungen und ihre kulturelle Vision nie verheimlicht. Die Irritation richtet sich vielmehr gegen jene, die für den Schutz dieser Kirchen verantwortlich sind – gegen diejenigen, die die Macht hatten, Nein zu sagen, sich aber für das Ja entschieden haben.“

Hintergrund: Barbara Butch verantwortete auch die hochumstrittene „queere“ Abendmahlsszene bei der Eröffnung der Olympiade in Paris 2024 und hatte sich dabei selbst in die Rolle von Jesus katapultiert, das entsprechende Bildmaterial dazu dürften viele noch sehr präsent in Erinnerung haben.


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Lesermeinungen

Versusdeum vor 4 Stunden: Die "Andengöttin" Pachamama

läst grüßen.

MarinaH vor 4 Stunden: sollte diese "Voodoo-Kapelle" evtl. neu eingeweiht werden?

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