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Neue ungarische Regierung soll laut Medienberichten bisherige Blockadehaltung aufgegeben haben.
Brüssel (kath.net/ KAP)
Nach dem politischen Wechsel in Ungarn könnte es nun für den Moskauer Patriarchen Kyrill ernst werden und er sich doch noch auf einer EU-Sanktionsliste vorfinden. Das berichtet das Portal "Euronews". Demnach wurde der Patriarch bereits auf die Liste der Personen gesetzt, die für die neueste Sanktionsrunde der EU gegen Russland in Betracht gezogen werden. Diplomaten, die von "Euronews" zitiert werden, gaben an, sein Name sei erneut ins Gespräch gekommen, nachdem frühere Bemühungen im Jahr 2022 gescheitert waren, als Ungarn den Vorschlag blockierte.
Die EU wollte Kyrill schon im Frühjahr 2022 auf die Sanktionsliste setzen, weil dieser den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine von Anfang an unterstützte. Doch Ungarns damaliger Regierungschef Viktor Orbán legte sich quer. Die Russisch-orthodoxe Kirche dankte infolgedessen Ungarn für das Abwenden der Sanktionen. Das Außenamt des Moskauer Patriarchats teilte mit, Außenamtsleiter Metropolit Hilarion (Alfejew) habe bei einem Besuch in Budapest im Namen der Kirche die "harte Haltung" der ungarischen Regierung gegen geplante EU-Restriktionen gegen Patriarch Kyrill gewürdigt.
Laut Quellen von "Euronews" hat die aktuelle ungarische Regierung eine andere Haltung in der "Causa Kyrill" eingenommen. Noch soll es aber keine endgültige Entscheidung geben. Alle Sanktionen bedürfen der Zustimmung aller 27 EU-Mitgliedstaaten. Einzelpersonen könnten während der Verhandlungen noch von der Liste gestrichen werden, falls kein Konsens erzielt werden kann. Das nächste Sanktionspaket soll bis Mitte Juli beschlossen sein.
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