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Zeitung berichtet „neutral“ über Verhöhnung katholischer Bräuche: „Mein Sohn, trink!“

vor 7 Stunden in Deutschland, 3 Lesermeinungen
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„Südkurier“-Videobericht über „Gottesdienst mit Bier in der Hand“ – Hintergrund: Jörg Riethmüller/„Papst Trichterius“, der die „satirische Anlehnung“ an katholische Liturgie feiert, ist ehrenamtliches Ausschussmitglied der evangelischen CVJM Tübingen


Tübingen (kath.net) „Gottesdienst mit Bier in der Hand? Jerg Riethmüller, der sich selbst Papst Trichterus nennt, feiert mit zahlreichen Besuchern einen satirischen Gottesdienst auf dem Southside Festival. Worum es dabei geht, erfahrt ihr im Video.“ Mit diesen Worten leitet die in Konstanz erscheinende Regionalzeitung „Südkurier“ ihren Videobeitrag über Jerg Riethmüllers Aktivität auf dem „Southside Festival“ (Neuhausen ob Eck, Landkreis Tuttlingen/Baden-Württemberg) ein. Riethmüller wird gleich zu Beginn des Videos in einer hellen, mönchischen Kutte gezeigt, wie er das Kreuzzeichen über einer Person schlägt und dazu sagt: „Mein Sohn, trink!“ Der junge Mann versucht sich in einer bejahenden Antwortgeste (offenbar kann oder möchte er kein Kreuzzeichen machen) und nimmt dann einen Trinkschlauch in den Mund. Das Trinkgefäß, aus dem der Schlauch entspringt, erinnert an ein Urinale. An einer Stelle sind parallel zu Worten und Gestes Riethmüllers Kirchenglocken zu hören. An einer anderer Stelle sieht man, wie er eine Ananas „segnet“, die Konnotationen zur katholischen Liturgie und zu katholischen Bräuchen ist an mehreren Stellen unübersehbar. Getoppt wird das Ganze dann, als er eine lächerliche Kreuznachahmung obendrein auch noch auf den Kopf dreht. Kritische Anfragen dazu erwähnt der „Südkurier“ nicht.


Riethmüller bekommt im „Südkurier“-Video Raum dafür zu erläutern, dass man sich bei diesem Festival „schon seit ein paar Jährchen“ treffe, „wir feiern unseren Glauben“. Es gehe dabei „wie beim Bier-Yoga“ „um eine gute Zeit“, „dass wir in dieser Gemeinschaft Spaß haben und dem Ganzen frönen können“. Der Aktivist behauptet außerdem, dass er damit mit Menschen über den Glauben ins Gespräch käme.

Auf dem „Südkurier“-Facebookauftritt kommentiert ein User: „Muss nicht sein. Man stelle sich nur mal vor, man würde sowas mit anderen Glaubensrichtungen machen… aber das traut man sich nicht mal ansatzweise.“

Was der „Südkurier“ nicht berichtet, ist folgendes: Der CVJM Tübingen stellt auf seiner Website Riethmüller als ehrenamtliches Ausschussmitglied vor. Wörtlich informiert der CVJM Tübingen: „Jerg Riethmüller ... ist bereits von klein auf bei den Freizeiten des CVJM als Teilnehmer, Mitarbeiter und zwischenzeitlich als ehrenamtlicher Leiter dabei. Ihm liegt besonders viel daran, dass die Jugendarbeit für Kinder und Jugendliche weiterhin tolle Angebote bietet und unvergessliche Momente schafft.“ Der CVJM Tübingen arbeitet selbstständig im Auftrag der Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Tübingen (Evangelische Landeskirche in Württemberg). Die Frage, warum eigentlich ein Protestant katholische Gottesdienste satirisch nachspielt, nicht aber protestantische, wird im „Südkurier“-Beitrag weder gestellt noch beantwortet.


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Lesermeinungen

Veritasvincit vor 4 Stunden: evangelisch?

Für den "evangelischen" Rietmüller ist eben die katholische Liturgie nur ein Theater.

pikkuveli vor 6 Stunden: Grenzenlos scheußlich

Scheußliche Blasphemie. Sie verhöhnt ebenso lutherische Bräuche! - Ist dieser Mann wirklich noch ein Protestant? Dann müsste er das Credo kennen: Der Kirche liegt das Wirken des Heiligen Geistes zugrunde (Ich glaube an den Heiligen Geist: die heilige katholische/allgemeine Kirche. Dann müsste er die Bibel kennen: „Deshalb sage ich euch: Jede Sünde und Lästerung wird den Menschen vergeben werden; aber die Lästerung des Geistes wird den Menschen nicht vergeben werden. Und wer irgend ein Wort redet gegen den Sohn des Menschen, dem wird vergeben werden; wer aber irgend gegen den Heiligen Geist redet, dem wird nicht vergeben werden – weder in diesem Zeitalter noch in dem zukünftigen“ (Mt 12,31.32). Aus diesem Southside Festival-Tun spricht ein anderer Geist!

Versusdeum vor 7 Stunden: Nun ja, teils noch weit schlimmeres

züchten wir in so manchen der von uns finanzierten "katholischen" Jugendverbänden auch heran. Heute sind diese Leute ZdK-Aktivisten oder gar Bischöfe. Kein Wunder dass man jetzt sagen kann: "BDKJ ist überall".

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