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vor 9 Stunden in Aktuelles, 2 Lesermeinungen
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Das neue Netzwerk „Katholische Stimmen für Israel“ will der wachsenden Feindseligkeit gegenüber Israel und den Juden gegentreten.
Jerusalem (kath.net / cvfi / pk) „Katholische Stimmen für Israel“ (CVFI) lautet der Name einer neuen Initiative von katholischen Wissenschaftlern, Klerikern und Gläubigen, die ihre Solidarität mit Israel bekunden wollen. In der Gründungserklärung „Um Zions willen: Ein katholischer Appell zur Unterstützung Israels“ heißt es, es gebe eine „wachsende und bisher weitgehend unbeantwortete Strömung israelfeindlicher Stimmung — und in manchen Fällen offenem Antisemitismus — in den katholischen Medien und im öffentlichen Diskurs“.
Die Opposition gegen den christlichen Zionismus und die Feindseligkeit gegenüber Israel werde zunehmend als die „authentische katholische Position“ dargestellt, heißt es in einer Presseerklärung. Es gebe einen „wiederauflebenden theologischen Supersessionismus, den das eigene Lehramt der Kirche konsequent zurückgewiesen“ habe, wird u. a. auf die Enzykliken „Nostra Aetate“ (1965) und „Gaben und Berufung“ (2015) verwiesen.
Der Begriff „Supersessionismus“ wird auch Substitutions- oder Ersatztheologie genannt. Sie bezeichnet eine theologische Position, die inhaltlich folgendes besagt: Weil Jesus der jüdische Messias und die Erfüllung der alttestamentlichen Prophezeiungen sei, ersetze die Kirche die Juden als Gottes auserwähltes Volk.
Die Erklärung „Um Zions willen“ stütze sich auf die Heilige Schrift, nachkonziliare Kirchendokumente sowie die katholische Moraltheologie und gebe einen umfassenden Rahmen für ein treues katholisches Engagement mit Israel. Dieses beinhaltet eine Bekräftigung der bleibenden Bundesidentität des jüdischen Volkes ebenso wie die Anerkennung der theologischen Bedeutung seiner Rückkehr in das Land. Zu guter Letzt versucht die Initiative auch eine „ehrliche moralische Prüfung“ des Konfliktes, „ohne Israel für eine einzigartige Verurteilung herauszugreifen“.
Die Initiative möchte die Freundschaft zwischen Juden und Katholiken fördern, „zur Reue für den Antisemitismus in allen seinen Formen anhalten und über das Geheimnis Israels und Gottes fortdauernde Gegenwart und Wirken unter dem jüdischen Volk nachdenken“, wie es in der Pressemitteilung heißt.
In der Erklärung „Um Zions willen“ wird festgestellt, dass der „durch Supersessionismus beseelte Antizionismus de facto zum neuen ‘katholischen’ Antisemitismus geworden“ sei. „Eine koordinierte, intellektuell ernsthafte katholische Antwort ist längst überfällig.“
Genau deswegen bietet „Um Zions willen“ einen fundierten katholischen theologischen Rahmen, der das Verständnis für Israel erweitern möchte.
Die Erklärung ist in fünf Punkte gegliedert.
1: Diagnose der aktuellen Krise im katholischen Diskurs über Israel
2: Ein biblischer, theologischer, politischer und moralischer Rahmen für das Verständnis Israels
3: Eine Definition und Verteidigung des katholischen Zionismus
4: Eine Reihe konkreter Bekräftigungen und Verpflichtungen
5: Ein Appell an die katholischen Gläubigen, die kirchlichen Führungspersonen und Institutionen, den Heiligen Stuhl sowie das jüdische Volk.
Katholische Stimmen für Israel (CVFI) ist ein Netzwerk von Katholiken, das sich der Bekämpfung verzerrter Darstellungen Israels durch die Förderung eines genaueren, liebevolleren und theologisch fundierten Verständnisses von Israels Platz im katholischen Denken und im öffentlichen Leben verschrieben hat. CVFI strebt danach, echte Solidarität und Freundschaft mit dem jüdischen Volk zu fördern und einen authentischen katholischen Ansatz zur Frage des Zionismus zu erkunden, der in der Schrift, der Tradition und dem Lehramt der Kirche verwurzelt ist. CVFI ist eine Initiative von Katholiken für Israel.
Unterstützung der Initiative
https://www.catholicsforisrael.com/welcome/catholic-voices-for-israel/330-for-zions-sake-a-catholic-appeal-in-support-of-israelolics for Israel
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pfaelzer76857 vor 1 Stunden: Ohne die Ränder
Eine wichtige Initiative, die wahrscheinlich eine aus der katholischen Mitte sein und bleiben wird, oder? Weder die Rechtsaußen (traditionalistische Gruppen) noch einige der (eher) Linksaußen werden dieses Anliegen vermutlich nicht unterstützen.
antony vor 5 Stunden: Wunderbar!
Gleich gelesen und unterschrieben...
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