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Ehemalige Äbtissin wehrt sich gerichtlich gegen Rauswurf

vor 6 Stunden in Weltkirche, 3 Lesermeinungen
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Sie sei zu Unrecht angegriffen worden und wolle die Wahrheit ans Licht bringen, sagt Aline Pereira Ghammachi. Sie war Äbtissin des italienischen Zisterzienserinnenklosters in San Giacomo di Veglia.


San Giacomo di Veglia (kath.net/jg)
Aline Pereira Ghammachi, die ehemalige Äbtissin des Zisterzienserinnenklosters der Heiligen Gervasius und Protasius in San Giacomo di Veglia, einem Ortsteil von Vittorio Veneto, wurde im April 2025 von ihrem Amt als Äbtissin enthoben. Sie und mehrere Mitschwestern haben das Kloster später verlassen, und ihre Gelübde wurden inzwischen aufgehoben, berichtet die BILD-Zeitung.

Laut Berichten, unter anderem in der italienischen Zeitung Il Messaggero und deutschen Medien wie BILD, geht sie gerichtlich gegen ihre Entlassung vor. Sie hat das in Interviews bestätigt und die Vorwürfe gegen sie als unbegründet und verleumderisch bezeichnet. Ihr wurden Missmanagement und Verstöße gegen die Ordensregeln vorgeworfen.

Pereira Ghammachi sieht sich als Opfer interner Konflikte und betont, dass diese auch mit ihrer jugendlichen Erscheinung und den unter ihrer Leitung erfolgreichen wirtschaftlichen Aktivitäten zusammenhängt. Sie war 2018 im Alter von 34 Jahren zur Äbtissin gewählt worden. Die gebürtige Brasilianerin hatte einen Abschluss in Betriebswirtschaft und vermarktete Prosecco und Honig, die im Kloster selbst produziert wurden. Außerdem stellte das Kloster Pflegeprodukte her, die aus selbst gezüchteten Aloe-Pflanzen gemacht wurden. Für die Öffentlichkeitsarbeit nutzte sie auch die sozialen Medien und trat im Fernsehen auf. Sie war damit erfolgreich und konnte den hohen Schuldenstand, den das Kloster vor ihrem Antritt als Äbtissin aufgebaut hatte, deutlich reduzieren.


Einige Nonnen schrieben 2023 einen Brief an den damaligen Papst Franziskus, in welchem sie Pereira Ghammachi vorwarfen, andere Nonnen schlecht behandelt zu haben. Nach Visitationen entschied das Dikasterium für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des Apostolischen Lebens im April 2025, die Leitung der Abtei in die Hände der 81-jährigen Trappistin Martha Driscoll zu legen. Pereira Ghammachi verließ daraufhin das Kloster. Fünf weitere Schwestern folgten ihr. Alle wurden im Mai 2026 von der Kirche von ihren Ordensgelübden entbunden. Die sechs Frauen leben weiterhin in Gemeinschaft und engagieren sich sozial.

Sie möchte jetzt über den Gerichtsweg Klarheit über den Vorfall herstellen. „Ich wurde zu Unrecht angegriffen und möchte, dass die ganze Wahrheit ans Licht kommt. Ich habe mein ganzes Leben dem religiösen Weg gewidmet und sehe ihn jetzt zerstört“, sagt sie wörtlich in einem Interview. Es sei „nicht fair, dass ich für die unbegründeten Behauptungen skrupelloser Menschen einen so hohen Preis zahlen muss. Sie haben zerstört, was ich mit großen Opfern in alldiesen Jahren in Harmonie mit der Schöpfung und meinen Mitschwestern aufgebaut habe“, fügt sie hinzu.

Pereira Ghammachi hat bereits im Mai 2025 beim Obersten Gerichtshof der Apostolischen Signatur Rekurs gegen ihre Absetzung als Äbtissin eingelegt. Sie kritisiert, dass sie keine ausreichende Möglichkeit zur Verteidigung hatte und die Vorwürfe gegen sie nicht bewiesen seien.

Bei der Staatsanwaltschaft Treviso hat sie Strafantrag wegen Verleumdung eingebracht. Laut ihren Angaben gibt es derzeit drei offene Verfahren. Pereira Ghammachi sieht sich als Opfer falscher Anschuldigungen durch einzelne Mitschwestern und Teile der Ordensleitung.

 

Foto Aline Pereira Ghammachi: Quelle Instagram

 


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Lesermeinungen

SalvatoreMio vor 4 Stunden: Neid und Machtmissbrauch, zum Beispiel,

gibt es auch hinter Klostermauern. Missbrauch geht nicht immer von einer vorgesetzten Person aus; da können einige andere sich zusammenrotten, die mit sich selbst nicht klarkommen oder von Neid vergiftet sind, und dann geht das Hacken los. - Ist nicht Therèse von Lisieux im Kloster an Bosheiten anderer seelisch fast zerbrochen?

nazareth vor 5 Stunden:

"was ich mit großen Opfern in alldiesen Jahren in Harmonie mit der Schöpfung und meinen Mitschwestern aufgebaut habe“, Das ist aus spiritueller Sicht interessant. Heiligkeit ist das Ziel. Demut und Gehorsam, Liebe und neutrale Leitungskompetenz, Fokus Gemeinschaft um Jesus die Messlatte. SIE hat aufgebaut, in Harmonie..., Schöpfung,...tja. Die Argumentation und die Tatsache des Gerichtsweges, lässt es spannend werden. Es gilt die Unschuldsvermutung.

anjali vor 5 Stunden: Schade so etwas

Was hat sie dann eigentlich falsch gemacht? Waren es persönliche Feindseligkeiten von anderen?

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