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„Alten und neuen Ritus bestehen lassen. Latein verbieten? Das spielt Rebellen in die Hände“

vor 4 Stunden in Weltkirche, 23 Lesermeinungen
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Kardinal Gerhard Müller: „Traditionis Custodes hat keine positive Wirkung gezeigt…Sicherlich darf es bei Glaubenssätzen keine Kompromisse geben, aber in der praktischen Seelsorge kann es durchaus ein gewisses Maß an Toleranz geben.“


Vatikan (kath.net/pl) „Restriktive Maßnahmen haben faktisch als Propaganda für die Lefebvre-Anhänger gedient, die diese nutzen konnten, um ihre Argumente zu verbreiten.“ Das erläutert der emeritierte Kurienkardinal Gerhard Ludwig Müller im Gespräch mit Nico Spuntoni in der italienischen Zeitung „Il Giornale“. Die restriktiven Maßnahmen sollten „nicht zuletzt deshalb“ aufgehoben werden, so Müller, „weil die Lefebvre-Anhänger diese Verbote zu einem Symbol des Widerstands gegen Rom machen können“. Sputoni beschreibt den emeritierten Präfekten der Glaubenskongregation als einen „der bedeutendsten lebenden Theologen“ und als „hochangesehenes Mitglied des Kardinalskollegiums“. Das „Il Giornale“-Interview trägt den Titel: „Lassen Sie die alten und neuen Riten nebeneinander bestehen. Latein verbieten? Das spielt den Rebellen in die Hände“. Müller plädiert dafür, die Ära der Beschränkungen für die tridentinische Messe – die 2021 mit der Veröffentlichung von Traditionis Custodes begann – zu beenden und zur Liberalisierung der alten Liturgie zurückzukehren, ganz im Sinne Ratzingers.


Traditionis Custodes hat nach Einschätzung des früheren Präfekten der Glaubenskongregation „keine positive Wirkung gezeigt. Mit autoritären Methoden blinden Gehorsam zu verlangen, entspricht nicht unserem Stil – es ist nicht der christliche Weg. Sicherlich darf es bei Glaubenssätzen keine Kompromisse geben, aber in der praktischen Seelsorge kann es durchaus ein gewisses Maß an Toleranz geben.“

Benedikt XVI. habe „mit Summorum Pontificum eine gute Lösung gefunden, indem er den alten Ritus voll und ganz anerkannt“ hatte, dies habe großen Frieden in die Kirche gebracht. Zum wiederholten Male erinnert der Kardinal daran, „dass die Kirche über verschiedene Riten verfügt, die auch unterschiedliche Formen annehmen. Man kann den Ritus in seiner überlieferten Form nicht einfach verbieten.“

Nach Traditionis Custodes habe „das autoritäre Vorgehen vieler Bischöfe, die nur an Verbote dachten“, sicher nicht geholfen, erläutert Müller, dies entspreche auch „nicht dem Stil eines guten Hirten. Ich glaube, hier ist etwas Selbstkritik angebracht. Die Behauptung, jeder, der den überlieferten Ritus bevorzugt, lehne das Zweite Vatikanische Konzil ab, ist falsch. Nach derselben Logik könnte man sagen, dass nicht jeder, der den Novus Ordo bevorzugt, das Konzil akzeptiert: Man denke nur an die Situation in Deutschland, wo sich manche Bischöfe zwar gern auf das Konzil berufen, dessen Lehre dann aber konsequent ablehnen.“

Spuntoni fragte, wie man jenen begegnen sollte, die der Ansicht sind, die sogenannte Lateinische Messe schade der Einheit? Kardinal Müller antwortete darauf: „Wie kann sie schaden, wenn doch die Heiligen und die Kirchenväter in dieser Form gefeiert haben? Und das Zweite Vatikanische Konzil hat niemals erklärt, die bis dahin gefeierte Form sei falsch gewesen! Vergleicht man die beiden Formen, so erkennt man auf einen Blick, dass es sich um denselben Ritus handelt, der sich nur in sehr geringen Nuancen unterscheidet.“

Der emeritierte Präfekt der Glaubenskongregation führte gegenüber „Il Giornale“ weiter aus: „Ich feiere die Liturgie in der neuen Form, hatte aber keinerlei Bedenken, Einladungen anzunehmen, für jene Gruppen und Vereinigungen zu feiern, die der Kirche voll und ganz treu sind. Vor einigen Jahren feierte ich die Abschlussmesse der traditionellen Wallfahrt nach Chartres vor 22.000 jungen Menschen. Wie könnten wir ihnen sagen, sie müssten zu Hause bleiben, wenn sie die Messe in der überlieferten Form bevorzugen?“

Dezidierte Nachhilfe bei Fehleinschätzungen gibt Müller auf Nachfrage: „Es gibt innerhalb der Kirche bereits Vereinigungen und Gruppen, die rechtmäßig die überlieferte Form feiern und das Konzil voll anerkennen – in Einheit mit dem Papst und dem Bischofskollegium. Tatsächlich würde ich sagen, dass die uneingeschränkte Zulassung dieser liturgischen Form und die Förderung der Akzeptanz des Konzils eine Lösung für jene bieten, die – nach dem Ungehorsam im Zusammenhang mit den Weihen der Priesterbruderschaft St. Pius X. – in die volle Einheit mit dem Papst zurückkehren möchten, der das bleibende Prinzip der Einheit und das Fundament der Kirche ist.“

 


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Lesermeinungen

Alpenglühen vor 51 Minuten: @Hardenberg - Es tut mir leid, Ihnen teilweise widersprechen zu müssen!

Nach dem Tod von P.F. wurde bekannt, daß das Ergebnis der Befragung aller Bfskonferenzen zum „alten Ritus“ überwiegend positiv war, u. nicht !, wie von P.F. behauptet, überwiegend negativ. Er hat aus seiner eigenen Abneigung (die manchmal wie Haß wirkte) nie einen Hehl gemacht. Die wenigen wirklich negativen Äußerungen, die evtl. sogar erfolgten, um ihm schön zu tun, wurden von ihm aufgebauscht u. als Grundlage für das faktische! Verbot des alten Ritus genommen. Sein Ziel war, auch das zeigte er, zuzügl. zur „biologischen“ Abnahme, durch das faktische Weiheverbot die Zahl der Priester, die den „alten Ritus“ feiern können, so zu reduzieren, daß der alte Ritus ausgerottet würde. Soweit ich das erkennen kann, ist durch TC u. die Art der Handhabung diese Spaltung entstanden u. mit der Zeit immer tiefer geworden. Sicher steckt auch ein gegeneinander ausspielen mit drin. Warum sonst erließen einige Bfe. Monate nach ! dem Tod v. P.F. das erste! Mal die Restriktionen gem. TC?

borromeo vor 1 Stunden: Korrektur:

Mein Satz: "Ich selbst bin ohne jegliche Kenntnis der überlieferten Messe in der Kirche großgeworden und kenne sie allzu gut" ist grammatikalisch falsch und mißverständlich.

Er sollte richtig lauten:
"Ich selbst bin ohne jegliche Kenntnis der überlieferten Messe in der Kirche großgeworden und kenne den novus ordo daher allzu gut".

Ich bitte um Nachsicht für den Fehler.

borromeo vor 2 Stunden: @Hardenberg: Gut, dann konkret: (2)

4. Der novus ordo, so wie er tatsächlich gefeiert wird, widerspricht in Teilen selbst der Liturgiekonstitution des 2. Vatikanums (Sacrosanctum Concilium). Dort wird z.B. gefordert, daß die Gläubigen trotz Einführung der Landessprache in gewissen Teilen der Messe die wesentlichen Gebete auch weiterhin in Latein beherrschen sollen. Oder daß der Gregorianische Gesang der der Kirche am besten entsprechende Gesangsausdruck bleiben soll. Von einer ausschließlich ad populum zu feiernden Messe ist dort überhaupt keine Rede. Und einiges mehr.

5. Im wesentlichen geht es um die Theologie hinter der Liturgie. Latein ist nur ein Ausdruck davon. Lex orandi – lex credendi. Die neue Messe hat hier einen entscheidenden Bruch erzeugt. Um diese Erkenntnis geht es letztlich. Die FSSPX ist hier keineswegs das Hauptthema, jedoch eine Folge des gewaltigen Umbruchs, der durch die Liturgiereform von 1969/1970 verursacht wurde.

borromeo vor 2 Stunden: @Hardenberg: Gut, dann konkret: (1)

1. Ich habe nicht behauptet, daß der novus ordo missae spaltet! Ich selbst bin ohne jegliche Kenntnis der überlieferten Messe in der Kirche großgeworden und kenne sie allzu gut. Und Latein habe ich im novus ordo seit den 1970er Jahren kaum mehr erlebt. Wenn 98 % der Katholiken im novus ordo noch Latein erlebten, so würde mich das wundern. Aber es geht nicht allein um Latein. Das ist ein großes Mißverständnis.

Vor allem aber: Die überlieferte Hl. Messe mit der Piusbruderschaft gleichzusetzen entspricht nicht der katholischen Wirklichkeit!

2. Wenn Sie die genannten Meßbücher nebeneinanderlegen, müßte ihnen neben durchaus geänderten Texten vor allem auffallen, wieviel weggelassen (!) wurde oder heute weggelassen wird: Das Asperges an Sonntagen, das Stufengebet mit Psalm 42, das ausführliche Confiteor, viele als "problematisch erachtete" Lesungstexte, das Schlußevangelium etc.

3. Die Messe heute ist mahlzentriert, früher war sie opferzentriert. Das ist ein wesentlicher Unterschied.

Cosmas vor 2 Stunden: @paddel

und was hat Traditiones Custodes mit dem Deutschlernen des Papstes zu tun? Oder glauben Sie, dass er aus Freundschaft zu Papst Benedikt jetzt auf Deutsch regieren muss.....

borromeo vor 2 Stunden: @Hardenberg: Gut, dann konkret:

Fragender087 vor 2 Stunden: @ borromaeo und Hardenberg

Sie haben beide Recht. Wenn man sich den Aufbau der alten Messe und den der, ordentlich gefeierten, neuen Messe anschaut, so ist der Unterschied wirklich nicht groß. Oder anders ausgedrückt, man kann den NOM so feiern, dass er christuszentriert ist, man kann ihn sogar am Hochaltar feiern und unter Verwendung von Latein, man kann, sofern man sich traut. Man kann aber den NOM auch so feiern, dass er eher Menschendienst, denn Gottesdienst ist. Der Priester der die TLM feiert, kann persönlich auch nichts mehr glauben, dennoch zwingen ihn die Rubriken so zu tun als ob. Im NOM bringen die vielen Möglichkeiten, den zweifelnden Priester dazu es jedem Gottesdienstbesucher vorzuführen.

Hardenberg vor 3 Stunden: Natürlich

Seien Sie mir nicht bös, aber 95-98 % der praktizierenden Katholiken besuchen eine völlig übliche Messe in der Landessprach und in Latein nach dem reformierten Ritus. Dieser Ritus soll spalten? Es sind doch die traditionsversessenen Piusbrüder, die dem Lehramt von Paul VI. bis Leo XIV. nicht gehorchen.

Sie dürfen jemandem mit einem Universitätsexamen in Latein durchaus zutrauen, das Messbuch von 1962 und 1970 nebeneinander zu halten. Da haben sich die relevanten Texte wahrlich nicht geändert.

borromeo vor 3 Stunden: @Hardenberg: Erlauben Sie mir, daß ich Ihnen in zwei zentralen Punkten widerspreche:

"Wer den reformierten und den nicht reformierten Ritus kennt, wird kaum einen Unterschied bei den Texten feststellen. Der Unterschied ist doch der zwischen einer (weitgehend) still gelesenen und einer hörbar gefeierten Messe."

--> Das ist objektiv nicht richtig. Die liturgischen Unterschiede sind groß und bedeutend. Zum Verständnis hilft vielleicht das Buch "Der alte und künftige Römische Ritus" von Peter Kwasniewski.

"Diagnose von Franziskus [...]: Dass der nicht reformierte Ritus spaltet."

--> Nein, nicht der überlieferte Ritus spaltet. Sondern seine vehemente Ablehnung durch diejenigen, die eine katholische Erneuerung aus ihm heraus fürchten und die ihn deswegen bekämpfen. Warum läßt man ihn nicht einfach friedlich koexistieren?

Benedikt XVI. hat weise erkannt: "Was früheren Generationen heilig war, bleibt auch uns heilig und groß; es kann nicht plötzlich rundum verboten oder gar schädlich sein."

Fragender087 vor 3 Stunden: das Latein ist nicht verboten

aber jeder Weltpriester, der es wagt auch nur ein kleines bisschen Latein in der Messe zu verwenden, (außer es handelt sich um Gesänge aus Taize) braucht ein breites Kreuz, weil er steht sofort unter dem Beschuss der engagierten Laien. Und das hat sich unter Benedikt ganz langsam geändert und unter Franziskus wieder verstärkt. Was nun geschieht werden wir sehen, im besten Fall werden die Petrusbrüder, Institut und Ecclesia Dei Gruppen gestärkt, im schlechtesten Fall sind diese die nächste auf der Liste. Und es gab ja schon Versuche denen vorzuschreiben einmal im Monat im NOM zu feiern.

Christine vor 3 Stunden: @rosenstaedter

"Ist das Lesen der Heiligen Messe in Latein verboten?"

Natürlich nicht, auch nicht in der ordentlichen Form. Unser Pfarrer betet bestimmte Teile an Hochfesten immer in Latein.

Pater Karl Wallner aus Heiligenkreuz betont sogar, dass sein Orden immer an der lateinischen Liturgie festgehalten hat (z.B. Stundengebet), WEIL das zweite Vatikanum das ausdrücklich empfiehlt.

Schillerlocke vor 3 Stunden: Selbst in Frankfurt

ist es möglich, an der Alten Messe zwei mal die Woche teilzunehmen. Kardinal Müller beschreibt dankenswerter Weise eine selbstverständlich geübte Praxis. Und das soll m. E. auch so bleiben. Man muss auch bedenken, dass es sowohl in der Westkirche, wie etwa der ambrosianische Ritus zeigt, als auch in den Kirchen des Ostens seit jeher Liturgien gibt, die vom heute gängigen Ritus abweichen. Wahrscheinlich ist das in afrikanischen oder asiatischen katholischen Gemeinden ebenfalls der Fall. Und wie sollte es in einer Weltkirche auch anders sein? Weiß jemand etwas dazu, wie es um den Alten Ritus außerhalb Westeuropas und den USA bestellt ist? Spielt er bspw. in Lateinamerika, in Afrika oder in Asien eine Rolle? Das würde mich wirklich interessieren.

rosenstaedter vor 3 Stunden: Ist das Lesen der Heiligen Messe in Latein verboten?

Früher konnte ich oft die Jesuitenkirche in Luzern besuchen, bei Hochfesten wurde oft Latein verwendet!

Pater Roman Bannwarte leitete die "Schola" und Latein war dort Pflicht!

Auch im Kloster Einsiedeln wird die Liturgie an hohen Festtagen in Latein zelebriert!

Wilolf vor 4 Stunden: @Hardenberg: Dass der nicht reformierte Ritus spaltet??

Damit behaupten Sie das genaue Gegenteil von Kardinal Müller.
Und damit setzen Sie die Alte Messe mit der Piusbruderschaft gleich. Genau so, wie die FSSPX das haben will „ohne FSSPX keine Alte Messe“. Aber: Ist das die Wahrheit?

Christine vor 4 Stunden: Auszug aus dem Kirchenrecht

Can. 838 — § 1.
Die Regelung der heiligen Liturgie steht allein der kirchlichen Autorität zu: sie liegt beim Apostolischen Stuhl und, nach Maßgabe des Rechts, beim Diözesanbischof.

Die Liturgie hat damit übrigens keinen dogmatischen Charakter..

Christine vor 4 Stunden: Auszug aus dem Kirchenrecht - Sakrament der Einheit

Can. 837 — § 1.
Die liturgischen Handlungen sind nicht private Handlungen,
sondern Feiern der Kirche selbst, die das „Sakrament der Einheit" ist als das unter den Bischöfen geeinte und geordnete heilige Volk;
die liturgischen Handlungen gehen daher den ganzen Leib der Kirche an, stellen ihn dar und erfüllen ihn;
seine einzelnen Glieder aber berühren sie in unterschiedlicher Weise gemäß der Verschiedenheit der Weihen, der Aufgaben und der tatsächlichen Teilnahme.

Paddel vor 4 Stunden: @Cosmas

Ungeduld ist keine Tugend:)...
"nicht drum rum kommen".
Papst Leo ist gerade mal etwas über einem Jahr im Amt... Er lernt nachts Deutsch, weil er tagsüber nicht dazu kommt. Warum wohl lernt er Deutsch?
Zum einen weil er Papst Benedikt sehr schätzt und zum anderen, weil man die Sprache der Feinde kennen muss...
Alles zu seiner Zeit...

Antonius Bacci vor 5 Stunden: Persönlichkeit von Papst Franziskus

Man sollte nicht vergessen, dass Traditionis custodes auch de geistig-kulturelle Haltung von Papst Franziskus und seinem Umfeld widerspiegelt. Papst Franziskus war in vielem, gerade was die Liturgie angeht, von den Idealen der theologischen 68er geprägt. Er hatte keinen Bezug zu einer feierlichen Liturgie, auch nicht im Novus Ordo. Somit konnte er gar nicht verstehen, dass der Vetus Ordo junge Menschen anspricht. Der Bruch innerhalb der Liturgie ist in Südamerika besonders stark und dies alles hat zu seiner Entscheidung geführt. Es war auch mangelnder Sensus für eine Schönheit, die zu Gott führt. Dies hat man auch bei eigenen Zelebrationen sehr deutlich gemerkt, nicht nur in der Wahl seiner Paramente. Sein Hauptthema waren eher soziale Kategorien.

Cosmas vor 5 Stunden: Das ist überfällig und wurde und wird von Papst Leo tragischerweise bis dato versäumt!

Traditiones Custodes gehört wohl zu den Punkten, an die Kard. Camillo Ruini in seinem geistlichen Testament dachte. Er sprach nämlich davon, dass es ihm schwerfalle, "einige Ausrichtungen zu verstehen, die mir scheinen, Wunden wieder zu öffnen, die nach dem Konzil kaum vernarbt waren". Eine dieser Wunden war zweifellos die Frage der Alten Messe, die PF mit Trad. Custod. brutal wieder aufgerissen hat. Bis dato hat auch Papst Leo keinerlei Anzeichen erkennen lassen, diesbezüglich nach einem Wundverband zu greifen. Irgendwann wird er nicht mehr darum herumkommen, in dieser Frage Farbe zu bekennen.

Stefan Fleischer vor 5 Stunden: Das wäre

m.E. ein Entgegenkommen für die Freunde der "Tradition", welche uns einen grossen Schritt vorwärts bringen könnte, nicht nur in Richtung Wiedervereinigung mit der Piusbruderschaft, sondern andererseits auch auf dem Weg zur dringend nötigen Neuevangelisation.

Hardenberg vor 5 Stunden: Nachdenklich

Also in keiner der Diözesen, in denen ich lebte, waren lateinische Messen (Proprium und Ordinarium des Gesang, Gebete, Lesungen auf Latein) verboten. Wer den reformierten und den nicht reformierten Ritus kennt, wird kaum einen Unterschied bei den Texten feststellen. Der Unterschied ist doch der zwischen einer (weitgehend) still gelesenen und einer hörbar gefeierten Messe.
Das Zerwürfnis mit den Piusbrüdern zeigt doch, dass die Diagnose von Franziskus ärgerlicherweise richtig war: Dass der nicht reformierte Ritus spaltet. Und zwar nicht, weil er böse oder falsch wäre, sondern weil er insbesondere von den Piusbrüdern ideologisch aufgeladen wurde, was er bis 1970 nie war. Mir tut Benedikt XVI. leid - solche Großzügigkeit so bestraft.

Wilolf vor 5 Stunden: Vergelt’s Gott, Eminenz.

Und wenn ich ergänzen darf: Es gab nicht nur „viele Bischöfe, die nur an Verbote dachten“, sondern auch viele Bischöfe (durchaus nicht nur „konservative“), die den bewährten Messorten der Alten Messe keinerlei Steine in den Weg gelegt haben. Dafür möchte ich auch mal ein Dankeschön sagen.

Christine vor 5 Stunden:

Kardinal Müller ist ein sehr weiser Mann!

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