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Bischof von Oslo will Angebot für 'Alte Messe' ausbauen

vor 6 Stunden in Weltkirche, 5 Lesermeinungen
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Bischof von Oslo nach Pius-Bischofsweihen: „Ich verstehe Ihren Wunsch nach der überlieferten Messe – Angebot wird bei Bedarf erweitert“


Oslo (kath.net/gem/rn)

Nach den jüngsten unerlaubten Bischofsweihen der Piusbruderschaft in Écône hat sich der Bischof von Oslo, Fredrik Hansen, in einem Hirtenbrief direkt an die Gläubigen seiner Diözese gewandt. Darin warnt er eindringlich vor den kirchenrechtlichen Konsequenzen, streckt jedoch gleichzeitig die Hand nach jenen Katholiken aus, die der traditionellen Liturgie verbunden sind. Er versprach, das rechtmäßige Angebot für die Feier im überlieferten Ritus bei Bedarf auszuweiten.

In seiner Erklärung vom 3. Juli bezog sich Bischof Hansen auf die Ereignisse vom 1. Juli in der Schweiz, bei denen vier Priester der Piusbruderschaft ohne päststliches Mandat zu Bischöfen geweiht wurden. Die beiden weihenden Bischöfe sowie die vier Neugeweihten hätten sich durch diesen Schritt selbst aus der kirchlichen Gemeinschaft und der Einheit mit dem Papst entfernt, so Hansen. Sie hätten damit die schwerste Kirchenstrafe – die Tatstrafe der Exkommunikation (latae sententiae), die dem Apostolischen Stuhl vorbehalten ist – auf sich gezogen.


Hansen verwies zudem auf eine Note des Dikasteriums für die Glaubenslehre, welche die Weihen als „schismatischen Akt“ einstuft. Als Folge dieses Aktes könnten Priester der Bruderschaft ab sofort auch die Absolution im Sakrament der Beichte nicht mehr gültig erteilen. Um eine weitere Verschärfung der Spaltung zu verhindern, forderte der Bischof die Katholiken auf, nicht mehr an Messen oder Aktivitäten der Piusbruderschaft teilzunehmen.

Gleichzeitig fand der Osloer Oberhirte einfühlsame Worte für jene Gläubigen, die sich von der vorkonziliaren Liturgie und Spiritualität angezogen fühlen und bisher die Messen der FSSPX besucht haben. „Ich verstehe, dass dies schwierige und schmerzhafte Tage für Sie sind. Sie fühlen sich vielleicht hin- und hergerissen und stehen fassungslos vor dem, was geschehen ist“, schreibt Hansen.

Als ihr Hirte ermutige er sie, fest an der Einheit mit dem Heiligen Vater und dem Ortsbischof festzuhalten. Für die Zukunft versicherte er den Gläubigen, dass ihr Wunsch nach der Liturgie von 1962 ernst genommen werde. Die regelmäßigen Sonntagsmessen im klassischen Ritus in der St.-Joseph-Kirche in Oslo würden fortgesetzt. Mehr noch: „Wenn ein Bedarf dafür besteht und es dem Wohl der Kirche und der Seelen dient, werde ich diese Form der Messe in unserer Ortskirche weiter ausbauen.“

Bischof Hansen schloss seinen Brief mit dem Aufruf zu Gebet und Buße für die Einheit der Kirche. Insbesondere bat er die Gläubigen, am kommenden Fest der heiligen Sunniva (8. Juli) den Rosenkranz für diesen Zweck zu beten und dafür zu flehen, dass diejenigen, die sich außerhalb der Gemeinschaft gestellt haben, zur Umkehr finden.


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Lesermeinungen

Bilbo B. vor 3 Stunden: Der richtige Weg

Der Bischof von Oslo weist in Güte und Einfühlsamkeit den richtigen Weg. Dort aber, wo den Gläubigen des Vetus Ordo ihre liturgische Praxis schwergemacht wird, würde ich empfehlen nach Rom zu schreiben und zu dokumentieren. Erfolgt keine Reaktion, werden die Geschichte der Kirche und schlussendlich der ewige Richter selbst ihr Urteil fällen. Die Dokumentation für künftige Generationen bleibt.

Patroklos vor 4 Stunden: Erfreuliche Geste

Eine sehr zu begrüßende Geste eines wirklich pastoral und nicht ideologisch denkenden Bischofs.
Aber wie ist das mit TC zu vereinbaren? In Rom denkt man da offensichtlich noch immer anders, Kardinal Roche (Gottesdienstdikasterium) scheint immer noch das Ziel zu haben, die "Alte Messe" zu "erledigen".
Wann kommt die Rücknahme von TC? Oder baut man hier auf den "strukturellen Ungehorsam" einzelner Bischöfe?
Eine schleichende Aushöhlung des Kirchenrechtes ist ja schon seit einiger Zeit zu beobachten, nicht zum Nutzen des Ganzen...

SalvatoreMio vor 4 Stunden: „Ich verstehe, dass dies schwierige und schmerzhafte Tage für Sie sind" ...

sagt Bischof Hansen aus Oslo. Welch liebevolle, väterliche Worte. - Man muss sich das Drama noch einmal vor Augen führen: eine Messform, die an den meisten Orten seit ca. 50 Jahren fast völlig verschwunden ist, wird von manchen Gläubigen jetzt schmerzlich vermisst, während sich nach den Missbrauchsfällen durch Geistliche, viele Kirchen sich erst vor kurzem in Windeseile auf ein Drittel oder gar auf die Hälfte geleert haben, wie über Nacht! Diese Personen kommen nicht mehr zur Eucharistiefeier, wobei sie selbst sich aber auch schuldig machen!

Versusdeum vor 5 Stunden: Deo gratias

Ein wichtiges Zeichen an alle Katholiken! Denn es steht zu befürchten, dass unter Berufung auf die unerlaubten Weihen jetzt in so manchem Bistum erst recht die Daumenschrauben angezogen werden - und das, wie in TC ganz offiziell vorgesehen, ohne jegliche Rücksprache oder gar Bestätigung mit Rom.

Stefan Fleischer vor 6 Stunden: Beten wir,

dass sich immer mehr Bischöfe diesem Beispiel anschliessen. Eigentlich sollten wir Katholiken uns in beiden Formen zu Hause finden. Mögen die Pfarreien und Bistümer Wege suchen, wie beide friedlich miteinander leben können.

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